Premium Rush

Jörg, Olli, Björn und ich machten heute mal was anderes als immer Rad zu fahren: Rad zu gucken.

Wir trafen uns am Kino am Hauptbahnhof und wollten uns Premium Rush ansehen – Jörg hatte alles prima organisiert.

Ich war ziemlich aufgeregt, denn die meisten Leute kannte ich ja nur in kurzen Hosen und Gesichtumfassenden Brillen plus Sturzhelm – würde ich Jörg überhaupt erkennen? Es war dann doch einfacher als gedacht.

Björn hingegen hatte ungewollt einig Szenen aus dem Film bereits vor dem Film nachgespielt und sich dabei das Jochbein an einem Fiesta gebrochen. Olli hingegen musste sich am Samstag gegen einen Strom von Gladbachaffen durch den Hauptbahnhof kämpfen und ich hatte eine Anzahl repräsentativer Mützen mitgebracht, denn so ganz normal konnte man ja nicht in diesen Film gehen.

Schließlich war die gesamte Bremer Fixieszene da – alle Sieben. Vor dem Kino fuhren unglaubliche Kisten auf und ab. Eine hatte sogar keine Bremsen, ich hab das genau gesehen. Olli kaufte uns allen ein Bier und schwupp waren wir drin und der Film ging los.

Ich kann mich nicht mehr genau an de Handlung erinnern, es war sehr kompliziert, etwa wie „Im Namen der Rose“ oder bei „Drowning by Numbers„. Normalerweise mag ich so intellektuelles Zeuch ja nicht, da aber eine Menge Räder drin vorkamen und wilde Verfolgungsjagden durch New York City etwa 95% des Filmes ausmachten war ich doch sehr angetan. Ich will nicht die Spannung verderben Leute, aber keine Sorge, am Ende geht alles gut aus.

Die Hauptdarsteller sind ein Typ auf einem Fixie („I like to ride / Steel Frame / Fixed Gear / No brakes“ ist sein Mantra), ein Typ auf einem Rennrad (nicht so netter Kollege), ein Typ auf einem Trekkingrad (Polizist) und ein Typ in einem Auto (fieser Cop). Daneben gibt es noch ein paar Frauen im Radsport, ist aber nicht sooo wichtig für de Handlung.

Der Film ist in Englisch. Es ist nicht mehr das Englisch, was ich vor langen Jahren einmal in der Schule gelernt habe und manchmal kommt es mir sehr chinesisch vor. Das chinesisch in dem Film ist allerdings perfektes Mandarin-chinesisch, wie es die Eunuchen am Hofe des letzten Kaisers sprachen. Könnte glatt aus dem Schulbuch sein.

Nach dem Film sollte man nicht mit dem Rad nach Hause fahren. Eigentlich hätte wie bei Jackass nach jeder Szene ein Hinweis kommen sollen: „Don’t try this at home.“.

Ein vergnüglicher Abend. Zum Glück bin ich heil ins Bett bekommen.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter 2012, Bremen, Mob

Eine Antwort zu “Premium Rush

  1. alteschule

    Nachdem ich jetzt deutlich angefixed 😉 bin, hab ich mir noch einige Gedanken zum Thema Rad gemacht und mit meiner Freundin gesprochen. Bis jetzt ist der Stand:
    – zwei deutlich sichtbare Bremsen 😉 (ja; ja Fixed geht anders, aber leider auch fixed an den Kopf oder sonstige Körperteile–> Beziehungskompromiß aus Überzeugung wegen diverser Ereignisse)
    – damit verbundene alternative Lenkergeometrie 😉
    – wie wäre es mit einem Diamant-Rahmen? (Falls es so kleine überhaupt gibt) italienische oder japanische Alternativen sind aber auch zulässig
    – Farbe: grüngrüngrün und weiß und rot 😉

    Was sagst DU?

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