Monatsarchiv: März 2015

Frühstück im Grünen.Edu

Sabrina (aka „Mädchen no Rücklicht) hatte auf fb eine entspannte Runde für den Sonntagnachmittag um 14 Uhr plaziert. Entspannt deswegen, weil nicht um 7 Uhr aufgestanden werden muss, man in Ruhe zuhause frühstücken und den Müll rausbringen kann, Kinder und Frau zum Abschied küsst und sich dann erst ab dem Platzhirsch die Lunge aus dem Leib pustet. Nein, war nur ein Spaß, die angekündigte Stimmung war etwa so:

Edouard Manet: Das Frühstück im Grünen (1863). Eien Reihe von Carbonrädern steht rechts im Gebüsch.

Menschen meiner Generation (Generation M im Generationskalender der mittlerweile bei Y angekommen ist) kennen dieses Bild weil sie früher Bob Wow Wow gehört haben und lauthals „I want Candy“ sangen, die mit der Gnade später Geburt beschenkten kennen es vielleicht aus Marie Antoinette.

Und während ich im Keller lut fluchte, weil mein Moulton Rad einen Platten hatte und ich eigentlich mit dem fahren wollte (geht nicht schneller als 37 km/h max) verging die Zeit und ich merkte nicht, dass es schon kurz vor 2 war. Sprint zum Platzhirsch Treffpunkt, ich war der letzte und gleich ging es los. Jede Menge bekannter Gesichter: Benjamin (aus Sundern im Sauerland), Björn, aber ohne Simone, Lars, Stefan, Olaf, Sabrina…. und jede Menge neuer Gesichter eine richtig große Truppe. Angekündigt war eine Tour nach Norden bis nach Vegesack und dann mit der Fähre rüber nach Lemwerder und zurück auf der anderen Seite. Doch plötzlich ging es doch nach Wilstedt auf die Standardrunde. Na ja, so was kann man an sich noch nach Feierabend fahren, aber mir sollte es auch recht sein. Das Tempo war mässig, aber da mir erst mal die Kette absprung konnte ich zusammen mit Benjamin plus x gleich mal einen Sprint einlegen um wieder Anschluß zu finden. Trotz der großen Truppe war einigermassen Ordnung da, manchmal wurde etwas nervös gebremst aber im großen und ganzen war es OK. Ich fuhr hinter einen Fahrer aus Österreich (oder Polen, weiß nicht, auf jeden Fall war Kleidung und Rad komplett rot-weiß) der ordentlich Windschatten abgab her und schmunzelte im Kopfe so vor mich hin. Das linke Hosenbein war voll mit Abdrücken von Kette und Kettenblättern, aber wieso das linke? Also entweder waren das Beinlinge und er hatte das linke rechts und umgekehrt, oder er hatte seine Hose falschrum angezogen, es wird mir auf immer ein Rätsel bleiben. Jedenfalls wollte ich das für die Nachwelt dokumentieren und holte meine Kamera aus der Jacke. Die dann prompt runterfiel und den Geist aufgab. Wie sagte mein Opa (Generation K) immer: „Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort, große etwas später.“ OK, damit ist aber danna uch jegliche SChuld abgegolten. Zusammen mit Benjamin und Y bildeten wir einen Zug und sprinteten mit 37 Sachen wieder an die Gruppe ran – es war also echt sportlich, auch wenn es meine Dämlichkeit war.

Über Fischerhude und Quelkhorn ging es dann nach Bucholz (erster Ortsschildsprint) und dann durch die Felder nach Vorwerk und Bülstedt. Manchmal wurde es etwas schneller, aber Dank der Beteiligung aller wurde vorne dann kürzer getreten und der Rest half hinten aus die Truppe wieder zusammen zu fahren. Vor Wilstedt setzten sich die üblichen Verdächtigen nach vorne, um den Sprint um das Ortsschild untereinander auszumachen. Mein Timing zum Antritt war richtig gut und keiner kam mit – also bis auf Stefan, der einfach schneller ist. Oder jünger. Oder das bessere Rad hat.  Oder alles drei.

In Wheel Stedt machten wir dann kurz Stopp um uns neu zu formieren und ein Gruppenbild zu machen.

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Waren eigentlich alle da bis auf zwei – von daher kann das Tempo ja nicht so falsch gewesen sein. Jetzt hatten wir Rückenwind und ich befürchtete, dass nun das große Zeitfahren auf dem Stück nach Huxfeld stattfinden würde. War aber nicht so, es ging gut und gemütlich weiter und es gab jede Menge Zeit und Luft zum unterhalten. Frühstück im Grünen halt.

Den Rest hatte ich schon x-mal gefahren, Grasdorfer Strasse, Timmensloh, Borgfeld, das Stück über dem Deich bis zum Kuhsiel, man kennt es und kann es fast mit verbundenen Augen fahren. Stefan, Benjamin, Z, L und ich entschieden, dass wir noch nicht genug haben und machten noch eine Runde zum Dammsiel und dann weiter durch das Blockland, vorbei an den Kleingärten der Hillibillies bis zu dem Camper Schrottplatz (der aussieht wie ein Drehort von „Breaking Bad“), dem Tierheim und der Müllverbrennung nebenan. Stefan meinte, ganz richtig, dass man doch Serpentinen den Müllberg hoch bauen könnte, am besten als Rundkurs vorne hoch und hinten runter und wir würden dann das ganze als „Stelvioland“ vermarkten.

Dann erzählte ich Stefan eine wahnsinnig komplizierte Geschichte, die definitiv nicht beim radfahren erzählt werden kann. Es ging darum, dass mich die kleine Wümme an die Sümpfe im Mississippi und insbesondere an den Film „Down by law“ erinnern würde. Kannte Stefan nicht. Na der Film, in dem Roberto Benigni mitspielt, der bekannte italienische Komiker. Kannte Stefan auch nicht, meinte ich Danny de Vito? Nein, einen echten Italiener. Der aus dem Film „Life is beautiful“. Kannte Stefan auch nicht. Also fing ich an ihm die berühmte Szene aus dem Film zu erzählen.

Man kann sich einfach vorstellen, dass das auf dem Rad erstens nicht so einfach und zweitens nicht so lustig ist. Und drittens, unglaublich lange dauert, so dass wir Tierheim und MVA bald erreichten ohne dass ich auch nur annähernd am ende angekommen war. Über den  Unisex und über die Parkallee und den Schwachhausener Ring ging es dann zurück nach Haus Sehr schöne Tour, Danke an alle die dabei waren.

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A well used bibshort.

David and Jerome finished yesterday their 400km brevet BRM321 of the Saitama Audax Club (in Japanese). Well done, I hope we will sea a post about the event on the Positivo Espresso Blog in the near future. The photo below shows the sorry state of Jeromes bib short before the start – I can’t imagine how it will look like after a 400km ride.

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This is a bib short from the second batch of Positivo Espresso jerseys produced in 2009. David mentioned that he is considering of designing a new kit, so we all look forward for new team wear this year, distributed to the members of the club dispersed between Tokyo, London, Bremen und several other places.

For those who are not familiar with the Japanese language, allow me to explain the pun on the back: It shows an insect („mushi“ in Japanese) and the Japanese characters „信号虫“, the first two characters being a compound „shingo“ meaning traffic light and the third one the character „mushi“ for insect. It reads „Shingomushi“ which by chance has the same reading as „信号無視“, but a complete different meaning „ignoring traffic lights“.

I remember well the discussion we had in the club when the design was introduced and whether or not this would be too provocative for riding inJapan. At least some members did not order the kit as a result. Still, I hope that during the last six years everybody has ridden safely and without being harrassed by the Japanese police because of the design.

Anyway, I agree it is time to prepare something new and it would be great if a new kit is ready for the Giro Dolomiti event in summer in Italy as well as for David challenging Paris – Brest – Paris (for which the 400km brevet was a prerequisite) afterwards.

 

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Heute um Eins.

Beginn des erstmaligen Einspeichens von 20 Zoll Laufrädern für das Moulton TSR61.

 

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20 Zoll Aeroflegen von Radsport Erdmann (Aero muss sein bei dieser Laufradgröße, dass gibt die entscheidenden tausendstel Sekunden auf der Landstrasse) gepaart mit DT Swiss Champion Speichen in Minilängen (175 mm etwa) und Novatec 32L Naben vorne und hinten (für Campa Rotor). Das ganze ummantelt mit Schwalbe Kojaks zum Schluss.

Wie immer tauchen da unerwartet Schwierigkeiten (und Leichtigkeiten) auf, wo man diese nicht vermutet. Das Einspeichen ging relativ flott von statten, auch wenn das Biegen der Speichen wegen der kleinen Zwischenräume etwas umständlich ist. Umdrücken geht gar nicht, da ist einfach kein Hebel, um den man die Felge drücken könnte. Speichenspannung messen geht auch nicht, das Parktool Gerät ist etwas zu lang bei 175 mm Speichenlänge und kann nicht an der Speiche fixiert werden. Die Mittenlehre funktioniert auch nicht, die ist nur für 26“ und 28“ Räder gemacht. Aber irgendwie klappt es ja immer. Einerseits.

Andererseits geht das Zentrieren von Höhe und Seite recht fix von sich.

Fünf Stunden, zwei Glas Rotwein, ein Baguette und zwei Zigaretten (keine Gitane) später sind die Teile fertig, montiert, Bremsen und Schaltung neu eingestellt. Das Moulton sieht jetzt perfekt aus. Jetzt muss nur noch die Federung und Dämpfung besser eingestellt werden (zur Zeit werde ich seekrank wenn ich auf dem Ding sitze) und  dann ist die (ungekürzte) Kette zu kurz, so dass ich nur 7 der 10 Gänge fahren kann. Schuld ist das 61er Kettenblatt vorne und das 25er Abschlussritzel hinten.

Bilder folgen morgen.

 

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True Grit: Nightride.

Heute war den ganzen Tag über, schönes warmes Wetter, so wie man das von einer ordentlich fortschreitenden globalen Erwärmung erwarten kann. Bei der Arbeit hatte ich nichts sooo dringend zu tun (aber vieles eigentlich doch) und ich hätte den ganzen Tag über die Deiche, durch die Wiesen und an den Allen lang durch die Landschaft fahren können. Natürlich habe ich das nicht getan, sondern mich fast pünktlich zur Abenddämmerung mit dem Nachtgeschwader am Haus am Walde zum Nightride verabredet.

Als ich kam waren schon alle Fahrer vom Weserexpress da, Andi sogar mit deren Hosen. Es war wie ein Zeitsprung fünf Jahre zurück, also in etwas was ich so gerade verpasst habe (ich bin damals noch mit dem swb „Team“ gefahren, eine sehr komische Zeit). Caro, Silke, Tobi, Jan, Mädchen ohne Namen oder Rücklicht, Benjamin und Sebastian waren auch da.

Ruck Zuck ging es zum Kuhsiel und den Deich lang, denn wir wollten noch vor Anbruch der Nacht die humorlose Kirche erreichen. Manche trainieren das schon seit Wochen, fahren immer um 18:30 Uhr los und werden immer besser. Nach dem 29. März schaffe ich das bestimmt auch mal und wenn es bis Juli dauert. Auf dem Deich war noch relativ viel los, aber von Burglesum hoch nach Lesum und dann weiter zur Jacobs waren fast Autofreie Stücke bei denen sehr, sehr gebolzt wurde bis es dunkel war. Und als wir dann am Stauwerk waren war es schon dunkel und wir machten uns auf die lange Zielgerade zur humorlosen Kirche.  Wieder Gebolze. Es ist erstaunlich wie viel Licht so neun Radfahrer mit ihrem Gefunzel erzeugen können und man doch manchmal nichts sieht. Man fährt sehr konzentriert, trotzdem ein wenig wahnsinnig teilweise ins Nichts und es gibt immer wieder ein Adrenalinschübchen hier und dort.

Ganz humorlos versteckt sich die Kirche in der Nacht, nicht einmal die Kirchturmspitze kann man gegen den Nachthimmel erahnen.Wir machen ein paar Photos, im Hintergrund blubbert rötlich das ebenfalls humorlose Stahlwerk.

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v.l.n.r.: Benjamin, Mäd-no-rück, Oberbrandmeister T., Silke, Gary Glitter

 

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Radfahrer vorne, die Lampen da rechts oben sind vom Stahlwerk. Weiter links die humorlose Kirche.

 

Es wird klar, dass wir jetzt gerade etwa die Hälfte geschafft haben. Zurück. Das erste Stück geht gut, aber die Strasse entlang der Lessum bis zur Brücke in Burg Lessum ist eng, kurvig und hat viele Schlaglöcher. So richtig gut in der Doppelreihe können wir da nicht fahren. Das nächste Stück nach Wasserhorst läuft besser und dann sind wir wieder auf dem Wümmedeich den wir auch mit verbundenen Augen und um 10 Grad nach links gekippt fahren könnten. Sebastian verabschiedet sich hier, murmelt etwas von „ich hau‘ hier ab, keine Lust mehr auf das Tempo und roll nach Hause..“

Es ist gut mit einer Truppe zu fahren, die das Gruppenfahren gewöhnt ist. Die Geschwindigkeit ist gleichmäßig, das Tempo hoch, aber es gibt kein abruptes rumlenken oder gar bremsen. Und der Vorteil mit einer Gruppe von Menschen zu fahren die man kennt ist ja auch, dass wenn mal der vorne kräftig bremst und die ganze Truppe übereinander purzelt, dass man dann auf nette Leute trifft.

So, wir sind am Kuhsiel, und es geht das letzte gerade Stück hoch über die Autobahn. Alle wollen noch mal spurten, aber ein entgegenkommendes Auto macht Caro und mir einen Strich durch die Rechnung. War aber trotzdem anstrengend. Am Platzhirsch rufe ich den anderen zu: „Ihr seit doch bescheuert so schnell zu fahren, da kommt ja keiner mit! Ich höre jetzt auf, fahrt doch alleine weiter!“ Und rolle die letzten 700 Meter ins Büro.

Klasse Fahrt, danke an alle die dabei waren.

 

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Verschiedene Räder. Verschiedene Qualitäten.

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Via „Your bike hates you„. Ich muss sagen, auf diese Art der Bremszugführung zu kommen ist nicht einfach. Da war ein Genie am Werk.

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3Rensho MTB. Sogar zwei verschiedene.

 

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Tja.

 

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Robert Förstemann plus FES Bike plus jede Menge Bein.

 

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Cannondale Alu Trackbike mit Kolb Vorbau-Lenker Kombo via pedal consumption

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Trek 920 Touring Bike (Serie) via Bike Rumor. Es gibt noch mehr Modelle, aber dieses hier stand heraus.

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Martini .. irgendwas. Die Idee Designschemata aus der Formel Eins zu verwenden kommt immer mal wieder vor, klassischerweise: Gulf Porsche, Martini Porsche, Lotus John Player Special und Lotus klassisch British Racing Green/Gelb. via ciclismo espresso.

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Fourteen Cycle von der NAHBS 2015. Superleichter 740 Gramm Rahmen. Trotzdem:

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via Bike Rumor.

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Bishop Supersprint Track via Prolly

 

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Sold: Duell Singlespeed RH61 Stahl

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Duell ist eine kleine, traditionelle Radmarke aus Holland die handgefertigte Rennräder aus Stahl herstellt. Die Rahmen werden von Jan van Daalen gelötet, sein Bruder lackiert sie und seine Frau hält den ganzen Laden zusammen. In den Achtzigern und Neunzigern fuhren viele holländische Amateurfahrer seine Rahmen, aus dieser Zeit stammt auch dieser Rahmen. Die Renngene sieht man daran, dass ein Startnummernhalter am Oberrohr angelötet wurde.

Der Rahmen hat die Größe 61cm (Mitte-Mitte) und ist daher für große Jungs und Mädels ab etwa 1,85m geeignet. er hat viele schöne Pantographien an der Gabel, den Sitzstreben und im Tretlager die neu gelb ausgemalt wurden, um sie voll zur Geltung zu bringen. Der hintere Bremszug verläuft im Oberrohr und die Schaltzüge werden unter dem Tretlager geführt – klassische Ausführung in den Neunzigern. Die Ausfallenden sind von Duell, Anlötadapater für einen Umwerfer vorne und ein integriertes Schaltauge, sowie Ösen für zwei Flschenhalter sind vvorhanden – ein Umbau auf Schaltung ist problemlos möglich. Verbaut sind weiterhin ein schönes Shimano 600 Steuerlager und ein Campagnolo Innenlager.

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Das ganze ist in „Petroleum-blau“ lackiert, eine wirklich sehr schöne und ungewöhnliche Farbe, die aber gut mit den gelben Decals harmonsiert. Der Rahmen hat bereits eine Menge Schrammen und Kratzer abbekommen, wie man gut auf den Bilder sehen kann. Das sind Kampfspuren aus Rennen (behaupte ich mal) die ihm das besondere Etwas verleihen.

Ich habe das Rad als Singlespeed aufgebaut. Der Antrieb besteht aus einer sehr schönen Campagnolo Chorus Kurbel von 175 mm Länge und einem 53er Kettenblatt und einem 17er Freilauf am Hinterrad, die Übersetzung ist also fast 1:3. Das ist sportlich, man kann damit also gut und schnell auf der Landstrasse und dem Deich fahren, aber es ist auch nicht so, dass man in der Stadt damit beim Antritt stehenbleibt.

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Die Bremshebel und Bremskörper sind NOS von CLB, ausgestattet mit neuen Bremsbelägen. Überhaupt wurden alle Verschleißteile wie Reifen, Kette, Lenkerband, Bremszüge und -hüllen und Bremsbeläge gegen Neuteile ausgetauscht. Man muss also keine Sorgen haben bei dem Rad an absehbarer Zeit wieder Geld investieren zu müssen.

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Ein sehr, sehr schöner 3ttt Vorbau und ein Rennlenker in klassischer Form vorne, sowie eine SR Laprade Sattelstütze mit gelb ausgemalten Aussparungen runden das ganze ab.

Montiert sind weiter ein Brooks Pro Sattel aus Leder (neu) und Kyokuto Rennpedale – da die teile aber teuer sind und jeder bei Sattel und Pedalen seine eigene Vorstellungen hat würde ich diese nur optional anbieten.

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Das Schutzblech vorne ist ebenfalls nur probehalber montiert und wird nicht mitverkauft.

Wie fährt es sich? Schnell im Antritt, gut auf Speed zu bringen, absolut Spurtreu in Kurven und absolut sicher. Ein wirklich vernünftiger und schneller Stahlrahmen der daneben auch individuell aussieht

Bei den Laufrädern handelt es sich um klassische Mavic 500 Naben mit DT Swiss Speichen und blauen Rigida Nova Felgen. Die Laufräder habe ich selber eingespeicht, haben keine Höhen- oder Seitenschläge und sind sehr stabil.

Ich verkaufe das Rad, da es mir doch einen Tick zu groß ist und es nicht an Alternativen dazu in der Garage mangelt.

Achtung: Der Verkaufspreis ist ohne Sattel und Pedale und Schutzblech, aber wer Interesse hat dem kann ich diese Teil auch verkaufen.

Alternativ kann ich das Rad auch mit Schaltung (2 x 7) umbauen, das würde etwas Extra kosten ist aber kurzfristig möglich.

Einfach mal melden und fragen, ich baue gerne etwas nach Wunsch zusammen.

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Moulton TSR9 T61

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Ende November hatte ich nach langen suchen ein Moulton über ebay gekauft. Die ganze Geschichte will ich hier noch nicht erzählen.

Seit gestern ist das Teil aber erst einmal fertig, nachdem ich den Aufbau komplett auf Campagnolo Veloce umgerüstet hatte. Leider war die Kombination 54er Kettenblatt vorne mit 11/25 Kassette hinten so, dass man nur die beiden höchsten Gänge fahren konnte, der Rest war quasi nutzlos. Am Samstag kam das 61er Kettenblatt zum aufrüsten. Heute dann kurz mit dem Teil unterwegs, um zu checken ob alles läuft. Auf der Heimatstrecke das Teil bis auf 41 kmh gegen den Wind hochbekommen. Das ist immer noch nicht toll aber viel besser als vorher, das hätte ich 130 rpm treten müssen. Powert man richtig rein fängt das Moulton an zu schwingen wegen der Vorder- und Hinterradfederung, das ist sehr gewöhnungsbedürftig. Lenken ist auch sehr gewöhnungsbedürftig. Eigentlich muss man komplett wieder lernen radzufahren.

Trotzdem, das Teil läuft OK und muss jetzt fertig gebaut werden. Ein echter Dorn im Auge ist der Laufradsatz. Es ist mir völlig unverständlich warum so ein teurer Rahmen (1000€+) mit solch‘ bescheidenen Laufrädern ausgeliefert wird: Quando Naben aus China , wie bei den billigsten Fixies! No Name Felgen! Das muss noch mal investiert werden und zwar leider kräftig.

Überhaupt, das Teil ist ein schlimmes Geldgrab. Ehrlich.

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+ / – : FRM vs. Rotor Kurbel

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Ein Canyon Carbon Positivo, das meist gefahrene Rad im Stall, fährt weiterhin problemlos mit allen Originalkomponenten bis auf die Laufräder seit 2011. Doch seit einigen Monaten knackt es im Tretlager. Matthias von Wiegetritt baute neue Lager ein, die Originalkeramiklager hatte es zwischenzeitlich zerrieben. Das half temporär. Kurbel ausgebaut, gereinigt, gefettet, wieder eingebaut. Half auch nichts.

Manchmal sind die Ursachen nicht ganz so offensichtlich. Alle fluchen auf Preßfit und BB30 etc. Lager und tatsächlich habe ich das Vorurteil, dass ein Vierkantpatronenlager keine schlechte Lösung ist. Also muss das Lager schuld sein. War es aber nicht. Beim Ausbauen der Kurbel hielt ich diese Rotor Agilis in der Hand und betrachtete sie liebevoll.  Wenn ich diese Kurbel sehr, dann denke ich immer an den Moment in meinem Leben als ich bei der Transalp den Stelviopass hochfuhr und mich ein Australier überholte und gerade nach dieser Kurbel fragte: „It’s very stiff, isn’t it.“ „No idea, but it is very good looking, isn’t it?“.

Da bemerkte ich, dass man Kurbel und Spider leicht gegeneinander verdrehen kann. Nicht viel, aber wen man die rechte Kurbel und die Achse fixiert, ist es möglich den Spider leicht um die Achse rotieren zu lassen. Das war vermutlich die Quelle allen Übels und Knarzens. Also, eine neue Kurbel, am besten kompakt musste her. Vor 6 Jahren hatte ich mal den Markt nach Kurbeln durchsucht und darüber auf dem Positivo Espresso Blog gepostet. Da ist es interessant jetzt einmal zu schauen, wie sich die Situation geändert hat.

Fazit
Von Shimano gibt es jetzt im Rennradbereich nur noch häßliche Kurbeln im alten Dura Ace Fünfarm oder Vierarm Design. Ok, technisch ist das bestimmt super, und dass man jetzt Standard und Kompaktblätter auf einer Kurbel montieren kann – toll. Aber mein Ding ist es halt nach wie vor nicht. Punkt. FSA führt nach wie vor ein sehr breites Angebot. Ebenso Campagnolo, die Kurbeln die meiner Meinung nach am besten aussehen. Aber nachdem ich nun einmal eine Powertorque Kurbel montieren durfte – vielleicht doch bitte nie wieder. Ich würde auch liebend gerne meinen 14mm Sechskantschlüssel dazu verkaufen. Und Für Ultratorque bräuchte ich dann eh noch einen Spezialschlüssel …. und das bei den Preisen, geht gar nicht. Der vierte große Anbieter neben Shimano, Campagnolo und FSA ist SRAM. Die Force Kurbel finde ich vom Design her gut und auch erschwinglich,und auch die APEX ist gar nicht übel. Der Rest ist häßlich.

Man schaue auf Bike24 im Rennrad Kurbelangebot: Von insgesamt 242 Kurbel bieten diese vier Hersteller 175 Typen an. Was bleibt sind Nischenprodukte, z.B. THM mit Leistungsmesser und extrem teuer, Single Speed Kurbeln und extreme teure Produkte wie Tune oder Cannondale und Schrott wie Truvativ. Fazit: Es gibt fast kein Angebot mehr in einer vernünftigen Preisklasse (bis €300) außerhalb dieser großen vier.

Was ist aus den Anbietern von vor sechs Jahren geworden? Fulcrum ist nach wie vor noch da mit exakt demselben Angebot – im Prinzip sind das ja Campa Kurbeln mit all ihren oben beschriebenen Vor- und Nachteilen. Look stellt immer noch die sehr teure ZED2 her, gibt es die Zipp Vuma noch? Oder die Kurbeln von Easton, Controltec, Time oder Kuota Kurbel? Nein, ist alles vom Markt verschwunden.

Es gibt nur noch Masse konzentriert bei vier Herstellern und einige Nischenprodukte. Also, was mache ich mir nun an das Canyon? Eine gute Wahl währe sicher eine alte Campakurbel mit Vierkantpatronenlager, aber das wollte ich dem Karbonrahmen doch nicht antun. Dann fiel mir ein, dass mir einmal ein italienischer Hersteller namens FRM über den Weg gelaufen war; das Teil war zwar aus Alu aber recht leicht und zufälligerweise bei ebay erhältlich. Zugeschlagen, dazu ein paar neue Kettenblätter von TA Specialities und am Samstag war dann schliesslich alles zur Montage bereit.

Es wurde eine sehr interessante Montage. Die Rotorkurbel und die Lagerschalen gingen einfach raus. Die FRM Lagerschalen gingen absolut gar nicht rein. Liessen sich einfach nicht reindrehen. Größe stimmte, mussten BSA Maße standen auch drauf, warum nur, warum? Dummerweise ist die FRM Achse leicht dicker als normal, da passen auch nur die zugehörigen FRM Lagerschalen drauf. Dann rief auch noch meine Schwiegermutter aus Japan an und hielt mich von der Arbeit ab. Waren die Dinger vielleicht falsch beschriftet? Ich versuchte spaßeshalber die linke Lagerschale auf der rechten Seite und die rechte Lagerschale auf der linken Seite zu montieren. Es passte auf Anhieb.

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Linke Seite mit vermeintlich rechter Lageschale.

 

Nach einigem nachdenken ist mir auch die Italo-Logik aufgegangen: „right“ heisst nicht rechts, sondern Rechtsgewinde, daher auch right mit einem Pfeil nach rechts. Und die Lagerschale mit dem Rechtsgewinde kommt auf die linke Seite. Left heisst dann Linksgewinde und gehört nach rechts. Tolle Idee, FRM Italiener! Ansonsten wieder typisch italienische Handwerkskunst: Kurbel sieht toll aus, fährt gut und ist leicht. Und für die Montage braucht man einen Torxschlüssel und einen 10 mm Sechskant (den ich zufällig besitze). Vierte Kurbel, vierter Typ: 14mm (Campa), 10mm (FRM), 8mm (Rotor) und irgendsoeinkomische Stern (Shimano).

Ach so ja: Knacken ist komplett verschwunden. Schöner Tag.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter +/-, 2015, Bits&Pieces, Canyon Ultimate CF, Mob

Direction Wheel Stedt

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Heute um ca 18.00 Uhr zwischen Buchholz und Wheel Stedt. Es hätte fast Sommer sein können, wenn es nicht so kalt gewesen wäre und die Schatten sich kürzer werfen  würden.

 

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Neun Gründe Paris – Brest – Paris zu fahren.

9 reasons to ride Paris-Brest-Paris von Jan Heine

If you have been around randonneurs lately, you’ll have noticed a buzz around three letters: PBP. The 1200 km ride from Paris to Brest and back has captured the imagination of cyclists for more than a century. It’s now organized every four years, and 2015 is one of those years!

Randonneurs sometimes have a hard time communicating why they love this ride. They tend to focus on the easy-to-convey logistics instead – how to qualify, which start time to pick, etc. It makes it sound like it’s all about logistics and sleep deprivation.

Don’t be mislead: it’s one of the greatest rides in the world! Here are nine reasons why this unique ride is so appealing:

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1. Ride with randonneurs from all over the world

As you settle into the long ride, you’ll find yourself riding with others who ride at a similar pace. During my first PBP in 1999, I rode with randonneurs from Texas, Spain, Italy, France, Bulgaria, England, Australia, and a few other countries. By pure chance, I rode for half a day with an old friend from Toronto (above), and I met another rider from the Bay Area with whom I had corresponded via e-mail.

With more than 5000 riders at the start, you’ll rarely ride alone. Unless you need a break from all the stimulation. Then you can just wave good-bye and speed up or slow down a bit so that the road is yours alone.

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2. Be a hero in a festival of cycling

You’ll ride through little villages at 2 a.m., and people will be standing by the roadside, cheering you on with shouts of: “Bravo! Allez, allez!” In many places, locals put up tables with food and water. They cheer as much for the last rider as for the first. They are excited to be part of this event, and they make you feel special. Some riders have said they feel like riding in the Tour de France, but I think it’s even better, because these are local peole, not cycling fans, and their enthusiasm is all the more heartwarming for it.

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3. Ride on great roads

Most of the time, PBP goes over the bucolic backroads of Brittany. Cattle graze languidly on green pasture. Hedgerows line the road. Birds chirp in the brushes. The road curves as it dips and rises with the landscape. There is hardly any traffic, and drivers are very considerate. It’s some of the best cycling anywhere.

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4. Ride into history

When you ride on those little roads in Normandy, you are riding in the tire tracks of the pioneers of cycling. You can imagine friendly ghosts populating the landscape: Charles Terront, who won the very first edition (top photo); Hubert Opperman (above), the Australian racer who came first in 1931; Juliette Pitard, who completed every PBP over a 30-year period (1921, 1931, 1948, 1951).

If you talk to the spectators, you realize that many of them rode PBP in the post-war years, and are glad to share their memories. Being able to rub shoulders with the greats of our sport is special. Also, don’t skip the awards ceremony! Last time, you were able to meet the three fastest riders in 1961, plus Lyli Herse, Roger Baumann (fastest in 1956 and finisher of 10 PBP), the late Gilbert Bulté (fastest tandem in 1956 and organizer in 1966) and a number of other great anciens.

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5. Experience France as it used to be

During PBP, you traverse hundreds of ancient villages that have not changed much in decades, if not centuries. You pass by old churches and canals with beautifully kept lockkeepers’ houses. In the stone villages, there are small bakeries, little brasseries and tiny grocery stores that invite you to stop, eat a meal or refill you supplies.

99% of the time, you ride through a bucolic landscape that is far from the megastores and shopping malls that now infest much of France. If you want to experience France as it used to be, PBP is a great way to do so.

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6. It’s relatively affordable

In an age when even short events can cost hundreds of dollars, PBP has remained very affordable. The entry fee is less than $ 200. You pay for your supplies on the road, but it’s hard to spend more than $10 on a meal at one of the controls (above). If you want to sleep, a mattress in one of the gyms in one of the schools that serve as controls costs at most another $10. The rural bakeries you pass rarely charge more than $ 1.20 for a croissant.

So once you’ve taken care of your flight to Paris, PBP is one of the most affordable ways to ride across France.

7. You don’t need to speak French

Touring in France on your own can be daunting at first, especially if you don’t speak French. PBP is geared toward riders from all over the world. The logistics are taken care of. While you should learn a few phrases to show your appreciation to the volunteers, you don’t need a command of French to enjoy this ride to the fullest.

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8. You can do it!

Compared to other great adventures, PBP is achievable. It’s not like the Race Across America, which only superhumans finish. It’s not like riding around the world, where you have to quit your job and put your life on hold for a year or two. It’s not like an expensive guided tour, which might wipe out your savings.

PBP is a challenge, but it’s entirely doable. There is a path laid out for you to follow and make this ride a success: The qualifying brevets also act as training, helping you to get in shape for the big ride.

If you are in good shape already, dedicate a cycling season to it, and at the end, in August, you’ll be able to ride 1200 km and have a great time. Even if you take some extra time to visit France – and you should – two weeks will make for one of the most memorable holidays you’ve ever experienced. And as European vacations go, it’s affordable.

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9. Feel a great sense of accomplishment

The first time the magnitude of the event hit me was when I traversed the great suspension bridge over the Elorn River in Brest. Before me lay a great harbor of this important port city, bathed in the soft evening light. And I suddenly realized that I had ridden across the length of France. Most of my bike rides are local in nature, but this one, I can trace on a globe!

When I return to Paris at the end of the ride (above), I have completed one of the most incredible rides there is. The sense of accomplishment stays with me for months, if not years.

There are many other reasons to ride PBP. If any of them appeal to you, then your first PBP will be a highlight of your entire life. It’s really that special.

Good luck in 2015, David.

 

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