Lotus Copenhagen

Ich hatte heute wieder ein wenig Zeit an dem Lotus Copenhagen zu schrauben. Ein endloses Projekt. 

Die Basis dafür ist ein belgischer Minerva Rahmen, vermutlich aus den Neunzigern, komplett unterverchromt und mit Schutzblechösen den Tobias und ich mühsam vom Lack befreit und dann lackiert haben. Daraus habe ich dann ein Rennrad gebaut, angelehnt an Designideen von Lotus Racing, das sehr schick aussah aber keinen Spaß zu fahren machte. Vermutlich weil das zu dick aufgetragen war.

Im nächsten Schritt habe ich dann ein Rennrad daraus bebaut, dass auch gefahren werden kann. Das Problem ist aber, dass der Rahmen einfach zu schwer für ein Rennrad ist. Das fährt sich nicht spritzig, nervös genug, macht keinen Spaß im Antritt und nach ein paar Metern denkt man: Lahme Ente.

Was also damit tun? Der Ramen hat Ösen zur Befestigung von Schutzblechen. Also, dachte ich mir, wunderbar, das ist doch eine gute Basis für ein Winterrad! 28er Reifen drauf, Schutzbleche dran, und dann gleich noch den Copenhagen Bike Parts Lenker/Korb verbauen, den ich schon immer mal irgendwo benutzen wollte. Wenn es kein Rennrad mehr ist, so die konsequente Fortsetzung des Gedankens, dann können auch die Suntour Daumenschalthebel ran und dezente Oury Griffe. Die leider wirklich bequem sind. Das Ergebnis sah dann so aus:

1309 Chrome Cyclone II 01

Leider ist die Befestigung des Lenker/Korbs am Vorbau ein echtes Problem. Man baucht einen Aufklappbaren Vorbau, am besten mit 25,4 mm Klemmung und selbst dann ist der ganze Aufbau sehr wackelig und tendiert zur Rotation wenn im Korb Last ist. Mithilfe von Nitto Shims konnte ich das ganze recht gut stabilisieren, aber beim fahren schwingt der Korb recht stark und die Angst, dass irgendwann einmal der Vorbau abbricht fährt immer mit. Also gehören da noch Abstützungen in Richtung Gabel hin, sonst wird das nichts.

Schutzbleche werden auch nichts, denn selbst mit 700C x 25 Reifen ist kein Platz mehr zwischen Gabel und Reifen da, um die Bleche einzubauen. And mit 700C x 23 Reifen oder noch weniger wollte ich nicht durch den Winter fahren.

Heute habe ich noch einmal geschraubt, eine neue Sugino Kurbel eingebaut und die Räder zentriert. Dann ab die Weser rauf und runter. Lange Strecken werde ich mit dem Rad eh nie fahren; ich wollte einfach rausbekommen wie das Gefühl für die Stadt ist.

So fährt es sich erst einmal recht nett und unauffällig. Klar, das Lotus ist bei weitem nicht so aggressiv und hypernervös wie mein Basso Fixie. Das wird halt nie ein schnelles Rad. Aber wenn jetzt noch der Korb ordentlich fixiert ist, dann könnte das ganze doch noch recht nett für den Weg zur Arbeit und das fahren zu diesem und jenem werden. Gut sieht es allemal aus.

1310 Lotus Cophg 14

An der Weser I

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An der Weser II

1310 Lotus Cophg 16An der Weser III. Das Rad ist so gegen die Wand gestellt, dass der linke Oury Griff als Ohrenstösel dient.

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Cooler Brooks Sattel mit Kupfernieten und weniger coole Miche Performance Bremsen.

1310 Lotus Cophg 07Sugino Kurbel mit MKS BMX Pedalen für die Stadt.
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Von links nach rechts. Oury Griffe, Modolo Sport Hebel, Suntour Daumenschalthebel Reibung, Copenhagen Bike Parts Korb.
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Korb von vorne. Viel Platz und Gestänge zur Befestigung von Lampen.

000 Lotus small

Ein Kommentar

Eingeordnet unter 2013, Lotus British Racing M Type, Meine Räder, Mob, Radprojekte

Eine Antwort zu “Lotus Copenhagen

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