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Elb-Bremen Cyclassics 2016

Hamburg, das etwas größere Bremen an der Elbe, oder auch kurz das Elb-Bremen, wie es von seinen höflichen, toleranten, weltoffenen und verständnisvollen Bewohnern genannt wird, ist seit 1996 Schauplatz eines Radrennens, den Cyclassics. Dieses sollte dieses Jahr zum letzten Mal ausgetragen werden – Zeit also dabei zu sein.

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Ich bin leider nur sehr selten in Hamburg, da es ja leider so ist, dass diese Stadt absolut nichts hat, was Bremen nicht schon hätte. Hafen? Hat Bremen auch. Speicherstadt? Hat Bremen auch in Form der Überseestadt. Mittelmäßiger Fußballverein? Schlechtes Wetter?Schiefgegangene Bauprojekte a la Elbphilharmonie oder Spacepark? Reeperbahn? – Helenenstraße. St. Pauli? – das Viertel. Cyclassics? Bremen Challenge! Na gut, also irgendwie doch 1:0 für Hamburg.

Mitte dieses Jahres hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass der Rückzug von Vattenfall als Sponsor der Cyclassics das Ende der Veranstaltung, zumindest in Hamburg bedeuten würde. Zwar beteuerte der Veanstalter, dass es zwei ernsthafte Angebote anderer Städte für die Fortführung geben würde, aber wir wissen ja ziemlich genau, welche Städte heute so verzweifelt sind dies zu tun: Pjöngyang, Dubai oder Damaskus. Also meldete ich mich für die 100 km Strecke an, um wenigstens einmal in Hamburg dabei gewesen zu sein. Als dann bekannt wurde, dass ein neuer Sponsor EuroEyes, gefunden wurde und das Rennen in Hamburg bleibt, dachte ich erst einmal ich seh‘ nicht richtig. Und dann entschied ich mich doch teilzunehmen und nicht zu warten bis EuroEyes auch kein Interesse mehr hat.

Und so fand ich mich am Sonntag Morgen zusammen mit Silke um 6:30 Uhr im Zug nach Hamburg. Wenige Minute vorher war eine Sushiparty bei uns zu Hause zu Ende gegangen, die mein Sohn initiiert hatte. Er hatte in den letzten Monaten mitbekommen, dass „Willst Du noch ein Bier bei mir trinken?“ eine deutlich niedrigere Erfolgsquote bei Frauen seines Alters hat als „Kommst Du auch zu meiner Sushiparty?“ Und so haben wir in der letzten Zeit eine Sushiparty nach der anderen, was sehr lustig ist, wenn man meinen Sohn kennt: Der will nämlich nie mit uns Sushi essen gehen, weil er das nicht mag bis auf eine einzige Sorte (Ikura). Und an der Zubereitung von Essen zeigte er ebenfalls noch kein Interesse; also auch wenn er halber Japanern ist heißt das noch lange nicht, dass er Sushis zaubern kann.

Ich dachte, wenn jetzt Mädels zu uns nach Hause kommen, dann sorgen die auch dafür, dass nach der Party aufgeräumt wird, aber das war eine komplette Fehleinschätzung. Ich durfte mir erst einmal durch Reis-, Avakoda- und Lachsreste eine Schneise auf dem Frühstückstisch schlagen zwischen Pfützen aus Soyasosse und Schleifspuren aus Wasabi.

Der ganze Zug hingegen war im Bereich des Radwagens voll mit Bremern die nach Hamburg fuhren. Um diese Uhrzeit trifft man im Zug normalerweise ja nur Menschen die aus der Discomeile Bremens nach Hause auf das Dorf fahren wollen und dabei verzweifelt versuchen beim Kotzen den kleinen Tischabfalleimer zu treffen. Da war heute komplett anders.

In Hamburg angekommen sagten wir schnell „Tschüß“, denn Silke war mit ihren Rennhasen in Block E verabredet, während es mich als Erstteilnehmer in Block I verschlagen hatte. Dort traf ich Fabian, der mit dem Motorboot über die Kanäle Mitteldeutschlands nach Hamburg geschippert war. Das war sehr praktisch, denn er hatte sein Motorboot im Parkhaus am Hauptbahnhof geparkt und musste dann nur wenige Schritte zum Start laufen. Ich hatte Fabian seit dem Velothon in Berlin nicht mehr gesehen und wir hatten uns einiges zu erzählen, zumal wir im September zusammen mit Steini auch endlich Berlin entlang des Mauerweges umrunden wollen.

Dann ging es plötzlich los. Das ist ja immer so. Man steht im Startblock, quatscht, ist komplett kalt und plötzlich sieht man, wie die Massen vor einem in Schwung kommen. Und in Hamburg war schon eine sehr große Masse vor einem, vor allem aus Perspektive I.

Von Alain, einem Franzosen, den ich in Tokyo kannte, habe ich gelernt, wie man sich gut durch ein dichtes Feld von Fahrern zu Beginn eines Rennens nach vorne durcharbeiten kann. Alain konnte das extrem gut und ich kann es ein wenig; während wir also im Schritttempo durch die neutrale Zone auf den Start zuradelte hattet ich bereits ein Drittel des Startblockes hinter mich gelassen. Und auch danach ging es nicht gerade schnell weiter. Bislang war ich es von Rennen gewohnt, dass die ersten 10 Kilometer, unabhängig von der Länge des Rennens, mit 50 Km/h plus durchgeballert werden bis man nur noch nach Luft japst und keine Kraft mehr hat. Die restliche Distanz bis zum Ziel wird dann in RTF Manier in einer Gruppe abgewickelt. Hier war es aber nicht so, es ging relativ gemütlich raus aus Hamburg und ich sprang vorwärts von einer Gruppe zur anderen.

Dann kam ein sehr schneller Fahrer vorbei, ich erinnere mich nur noch daran, dass auf seiner Hose „Veganes Radfahren“ stand, was auch immer das bedeuten soll. Ich verstehe ja, dass man vegan essen kann, aber Radfahren? Klingt ähnlich wie rauchen „ohne Atomkraft“; oder  „bumsen für den Frieden“. Der zog mich an weiteren Gruppen vorbei, war aber letztendlich zu schnell für mich. Dann kamen drei blaue Dänen von hinten, an die ich mich wieder ransaugen konnte und mit denen nahm ich die Köhlbrandbrücke in Angriff.

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Die kommt leider bereits nach 10 km und ich war noch nicht richtig warm – das tat also richtig weh und am Ende krabbelte ich da mit weniger als 25 km/h hoch. Aber es ging.

Dann kamen die Berge. OK, also was Hamburg so an Bergen zu bieten hat, was sich auch nicht wesentlich von dem unterscheidet, was Bremen an Bergen zu bieten hat. Allerdings braucht man in Bremen für jede Steigung erstens eine Autobahn und zweitens eine Brücke darüber. In grenzenloser Überschätzung meiner Fähigkeiten nach dem Dolomitentraining und da ich irgendwo gelesen hatte, dass die Bergwertung nur 1,7 km lang ist, ging ich den ersten Berg sehr forsch an und setzte mich von meiner Gruppe ab. Drei Minuten, so dachte ich, halte ich das locker durch. Aber ich war erstens nicht so gut und zweitens war die Strecke deutlich länger als ich dachte, am Ende etwa 6 1/2 Minuten und so wurde ich von dem gesamten Feld wieder eingeholt als ich jämmerlich langsam die letzten Meter zusammenkratzte.

Aber jetzt hatte sich, mehr als 30 km im Rennen, endlich einmal eine vernünftige Truppe gefunden, die in etwa bis zum Schluss zusammenbleiben sollte. Dabei waren unter anderem:

+ Dänen, die nicht lügen und schnell fahren können
+ Zwei weitere Dänen vom Team „Heino“ [das ist dänisch und heißt „Heino“ auf deutsch, vermutlich]
+ Ein Fahrer mit einem türkisen Trikot, das aussah als wenn es eine schlecht gemachte „Biancchi“ Kopie aus Nordkorea gewesen wäre und der von einer Parfümerie aus Wedel gesponsort wurde. Auf seiner Hose stand hinten drauf „Ein Duft sagt mehr als 1000 Worte
+ Ein Riese mit DEMAG Trikot und einem Cervelo.
+ Eine blonde Frau im weißen Trikot „Changing Diabetes“

Jetzt ging es richtig schnell vorwärts und wir rollten das Feld von hinten auf. Bereits auf dem Weg nach draußen kämpfen wir uns durch das H und G Feld durch. Wir überholten größere Gruppen von denen und dabei musste man immer aufpassen, das man an der schnellen Truppe blieb und nicht aus versehen dort hängenblieb weil man aus Versehen am falschen Hinterrad kleben bleibt. Weil die Straßen teilweise recht eng und kurvig waren, wurde das Tempo beim Überholen etwas langsamer, so dass alle in der Gruppe Anschluss finden konnte. Irgendwo holte die Gruppe auch Christian ein, der ebenfalls aus I gestartet war.

Es ging relativ schnell nach Hamburg wieder rein, jetzt mit Rückenwind. Ich konnte mich weiterhin gut an dem Duft mit 1000 Worten orientieren, bis der dann nach einer Kurve und schneller Beschleunigung heraus fiel. Die Gruppe wurde zum Ende etwas kleiner.

Im Hafen war eine Straße zur Hälfte für den Verkehr frei, zur anderen Hälfte für das Radrennen mit Hütchen gesperrt. Diese konnte man aber fast nicht sehen und beinahe wäre ich gegen das erste gefahren. Silke sah später an der gleichen Stelle einen ziemlich schlimmen Sturz, der sie ebenfalls fast ausgeknockt hätte.

Und dann waren wir auch schon nahe des Ziels. Es gab ein paar aufblasbare Tore, aber wie viel Kilometer die bis zum Ziel anzeigen sollten war mir nicht klar. Ich fuhr zu früh an, am Ende ging mir ein wenig die Kraft aus, aber es reichte dann um mit Christian gemeinsam über die Ziellinie zu fahren. Ergebnis: Etwa 2:35 hr Fahrzeit, Top 600 in der 100 km Distanz, fast Top 100 in meiner Altersklasse (Betreute Senioren 3), fast 39er Schnitt. Kam mir etwas schneller vor, aber in den „Hamburger Bergen“ fährt man doch halt längere Strecken im 30er Bereich.

Strava

Mein Vergleich für Hamburg sind die beiden großen anderen deutschen Jedermannrennen, die ich gefahren bin: Berlin und Münster. Im Vergleich dazu sind wesentlich mehr Fahrer auf der Strecke, es gibt nicht diese langen Stücke komplett ohne Fahrer zum Ende des Rennens. Die Strecke ist auch wesentlich kurviger und hat mehr gefährliche Stellen wie Schienen, Verkehrsinseln oder scharfe Kurven, man muss die ganze Zeit sehr konzentriert fahren. Andererseits hatte ich erwartet nach den Berichten bislang, dass mehr gefährliche Fahrer auf der Strecke sind; aber bis auf einen Flachlenkerwichser, der es lustig fand bei den Hütchen der Straßenabtrennung Slalom zu fahren, war das Niveau gut.

Nach dem Rennen trafen sich die Bremer auf dem Platz wo es Paulaner gab.

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Junge, gut aussehende Hamburgerinnen in hanseatischen Kostümen verteilten die Getränke an die Teilnehmer. OK, 2:0 für Hamburg, die Frauen haben den größeren Charmefaktor.

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Oder vielleicht doch 1:1, wenn man sie mit den RCB Rennhasen vergleicht.

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vl.n.r.: Linda Hase, Silvia Rabbit, Silke Usagi und mein Name ist Hase, ist weiß von nichts.

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Immer mehr Bremer kamen und wir verloren uns in Unterhaltungen. Ich sprach recht lange mit Kai, der bald den Ötztaler Marathon fahren wird; Fabian, Kathrin und die Kinder kamen, später auch Jan und Caro und Friedel, nein Klaus.

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Die Fahrt zurück nach Bremen dauerte dann zu lange in einem zu vollen Zug.

Fazit: Hamburg ist zwar verdammt weit weg von Bremen, aber durchaus ab und an einen Abstecher wert. Danke an alle für Organisation, Unterstützung und Freundschaft.

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Umberto Dei Cross Evo

2013 kaufte ich mir ein wunderschönes Umberto Dei Rennrad und baute das mit einem Moustachelenker in Blau-Gold auf. Goldene TB14 Felgen etc. waren zu viel des Gutens und damit das Rad wieder fahrbar wurde, baute ich das ganze auf einfacherer Laufräder um. Trotzdem gab es wenig Gelegenheiten das Rad zu fahren, ihm fehlte einfach der korrekte Zweck.

In der Zwischenzeit hatte ich mein Hybrid MTB Bad Boy verkauft und wollte wieder ins Geländer. Bremen, das kommt vielleicht für viele jetzt sehr überraschend, ist sehr flach und  das macht es einfach zwischen vier Punkten A,B,C und, sagen wir mal P, 6 Straßen zu bauen. Im Gebirge geht das alles nicht ohne Tunnel, Brücken und ein staatlich subventioniertes Konjunkturprogramm wie in in Japan, aber hier kommt ein Bulldozer und dann wird schon der Teer heiß angerührt – fertig ist ein neuer Feldweg. Oder aber kein Teer – und dafür brauchte in ein Rad. Also habe ich das Umberto Dei für diesen Zweck umgebaut.

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Das alles hatte ich beschrieben und der erste Ausflug ins Teufelsmoor verlief sehr gut. Am Donnerstag bin ich mit Hannes zusammen Off-road nach Wilstedt damit gefahren. Es gab eine ganze Reihe von neuen Straßen die wir dabei entdeckt haben und gefahren sind und das in Gegenden in denen wir bereits seit Jahren fahren. Wir waren also nicht gerade Livingstone uns Stanley im Kongo.

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Kernstück des Umbaus ist ein neuer Nitto Riser Lenker mit Ezy Griffen, Modolo Sport Bremsen und einem Suntour Accushift Daumy zur Ansteuerung des Schaltwerks. Passt alles perfekt, aber ehrlich gesagt ist auch dieser Lenker auf längeren Fahrten nicht wirklich bequem.

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Vorne habe ich die vom Design her nicht passende Tektro gegen eine Shimano Golden Arrow ausgetauscht. Diese wird, das ist heute recht selten, auf der linken Seite mit dem Bremzug verbunden.

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Klar, wenn ich mir da Ergebnis heute ansehe, dann wirkt die erste Version wesentlich klassischer.

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Aber ein Rad das nicht gefahren wird und nur in der Garage steht bringt nichts. Das neue Umberto Cross Evo bringt da ganz neue Möglichkeiten. Demnächst hier.

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Gierige Räder August

GT Superbike für Olympia Atlanta 1996

via Cycling Tips

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Everything about the GT Superbike 2 is incredibly narrow.

Everything about the GT Superbike 2 is incredibly narrow.

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When looking head-on, the bike virtually disappears. The head tube, for example, is just 26mm-wide from top to bottom – half as wide as a modern carbon frame. Grab a ruler to see for yourself just how incredibly narrow that is.

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The incredibly narrow bottom bracket brought the pedal stance width (better known as Q-factor) down to around 100mm – roughly 40mm narrower than typical track cranks.

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Is it a bike or an airplane? Such was the thought of then-UCI president Hein Verbruggen when seeing the Superbike 2 for himself. Such designs were banned shortly thereafter.

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Without the structural support of seatstays, the chainstays had to be massively overbuilt. Even so, they measured less than 12mm at their thickest point, and less than 8mm at their thinnest.

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The 24-inch front wheel let riders draft each other more closely in team events.

Brown and Blue Open Up

via Above Category

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via Klovesradeln

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Stanridge Track Frame

via Stanridge

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My Wild Love Chromovelato Frames

via Cycle Exif

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Kaufen: 

 

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A Japanese Version of Snippo.

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via No Future Tokyo

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Bike Business.

Ein interessanter Artikel über die Konsolidierung im Radeinzelhandel in den USA, die Rolle von Herstellern im Einzelhandel und die Vermischung von Online- und Einzelhandel am Beispiel der Übernahme von Performance (einer amerikanischen Einzelhandelskette) durch Fuji. Besondere Erwähnung, wie der Einstieg von Canyon den amerikanischen Markt verändern wird.

Und noch ein interessanter Artikel über Komponentenverpreisung.

via Bicycling.com

Fuji Bikes’ Parent Company Now Owns PerformancePurchase further reshapes how you’ll buy bikes and gear

BY JOE LINDSEY AUGUST 17, 2016

Your move, bike industry: Advanced Sports International (ASI), the parent company of Fuji Bikes and several other large cycling brands, announced Monday that it purchased Performance Bicycle, the largest brick-and-mortar bicycle store chain in the country and a major online retailer.
It’s the latest big shift in a rapidly reshaping consumer bike market, which is seeing increasing consolidation, a rise in online sales, and the decline—in numbers, at least—of the independent retail shop.

ASI’s purchase puts the company on closer footing to the ‚big three‘ brands—Specialized, Trek, and Giant—all of which have been aggressively competing in the retail arena, both online and in stores. It puts pressure on other mid-tier bike brands that Performance, for now, carries. And it raises the question of whether ASI’s current 2,000-strong dealers will still be able to offer shoppers such broad lines of product.

Why the Buy?
To understand why ASI made the purchase, just look at how the bike retail environment has changed over the past decade. Trek, Giant, and Specialized have become dominant in retail through several tactics.

First, they opened some corporate-owned or franchised retail outlets.

Second, and more important, they’ve separately pushed independent retailers to more strongly affiliate with them, in part by locking up increasing amounts of retail floor space in exchange for better sales terms. That tactic results in a smaller retail floor space footprint for every other brand to fight over.

Finally, both Trek and Giant have in the past year announced direct-to-consumer sales online, positioning themselves as “omnichannel” brands (retailers are still involved in direct online sales, but more from a service standpoint).

All of that has put pressure on not just rival bicycle brands, but also accessory, apparel, and component companies, as well as shops. That’s the backdrop of ASI’s purchase.

ASI, which owns Fuji, Kestrel, SE, Breezer, and Phat Cycles, as well as component brand Oval Concepts, has 2,000 retailers in the US (not all of them carry every ASI brand). But ASI’s brands were in the same position as every other brand: fighting for slivers of floor space against the big three, or focusing on shops that weren’t Trek, Specialized, or Giant dealers.

Performance already sells Fuji, Breezer, SE, and Kestrel, so the purchase doesn’t open new outlets, but ASI’s move does cement those as the core bike brands for Performance’s 106 physical retail locations. That means ASI no longer has to stress as much about fighting for floor space in other independent retailers, especially in markets with a Performance store.

ASI also picks up Performance’s house brands, like Scattante frames and accessories, Spin Doctor maintenance products, and component brand Forté. And the move strongly positions ASI for online retail through the performancebike.com and nashbar.com sites.

What This Means for Cyclists
So, how will this affect you, the rider? It’s a bit early to tell. The product mix at Performance and Nashbar will definitely change, but how much and when are still to be decided. Pat Cunnane, ASI’s CEO, told Bicycle Retailer and Industry News that Performance would sell more ASI brands, “but they will not be an ASI store. Performance stores will sell other brands.”

The question is which brands, and in which categories. Performance currently sells bikes from Ridley, GT, Diamondback, Marin, and Schwinn, among others, and will continue to do so for the time being, according to Bicycle Retailer. It’s easy to see Performance discontinuing at least some of those relationships.

But Performance likely can’t soon dump major accessory brands like Giro helmets or Pearl Izumi clothing; of all the brands under the new ASI umbrella, there’s not one for apparel, and Scattante only has a smattering of helmets.

When you put the buy in perspective of other large recent industry shifts, however, it underscores that the way we buy bikes is absolutely changing.

The brick-and-mortar retailer is still dominant, but that is shifting. Consider the impact of just a few large online retailers: UK outlets Wiggle and Chain Reaction will merge later this year, and joint revenues top $400 million. Much of that is to domestic buyers in the UK, but some is to American customers. And Competitive Cyclist is part of the Backcountry.com empire, which across its various sites does roughly $500 million in sales of outdoor gear including bikes and accessories. Performance doesn’t break out numbers between brick-and-mortar versus online sales but, overall, the company did about $275 million in total sales last year. For context, the National Bicycle Dealers Association found the domestic US bike market was a $6.1 billion industry last year.

The biggest pending impact on US consumers (and to the US market) may not be Trek or Giant’s move into consumer-direct sales, but when Canyon begins online sales to US customers next spring. The German brand pioneered the direct-to-customer model and will come to the US as part of an investment from TSG Consumer Partners, which owns a stake in Backcountry.com. Its bikes are considerably less expensive than comparably equipped models from brands with traditional retail sales channels.

As digital behemoths rise, NBDA reports that the number of independent retailers in the US has steadily dropped from over 6,200 in 2001 to just under 3,800 last year. Ultimately, the retail environment may split, with large brands pursuing their own, dedicated sales channels and bike shops working with the diverse array of smaller, independent brands, and refocusing on services like maintenance and bike fit (a shift already underway).

ASI’s move isn’t a single earthshaking moment in that process. But it is more evidence that the changes in how we’ll buy bikes aren’t a cyclical trend; they’re a genuine shift, to an entirely new approach.

Shimano and Campagnolo boxes

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Rio 2016 Track.

Did you ever wondered who built all these beautiful tracks?

Cycling: 31st Rio 2016 Olympics / Track Cycling: Men's Team Pursuit Qualifying

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Viviani

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Vogel

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Laurine van Riessen and Virginie Cueff

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Cycling: 31st Rio 2016 Olympics / Track Cycling: Men's Team Pursuit Qualifying

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Bremen City Triathlon: Lärmschutzzone Jericho. Teil II.

Der erste Teil des Berichtes über den City Triathlon endete an einem entscheidenden Wendepunkt des Rennens: Ich stand in der Wechselzone und quatschte mit Didi.

 

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Plötzlich sah ich etwas, das aussah wie der weiße Hai nur komplett in schwarz auf mich zukommen? „Wieso“, fragte ich mich, können Haie eigentlich auf dem Land laufen?“ Eine blöde Frage, denn Hollywood hat diese ja bereits ausreichend beantwortet. Kurzform: Es geht, die können ja auch fliegen. ES war aber gar kein schwarzer Hai mit blonden Haaren, es war Isabel, die Schwimmerin des Professorenteams, die mit als eine der ersten wieder aus dem Wasser war. Ich habe das gerade noch einmal bei den offiziellen Ergebnissen nachgeschaut, es war tatsächlich die drittschnellste Zeit aller Staffelschwimmer. Das brachte mich arg in die Bredouille, denn erstens war meine Läuferin nicht da, um den Transponder zu wechseln und zweitens durften wir ja auch aus moralischen Gründen nicht vor dem studentischem Team liegen.

Egal. Da die Wechselzone dieses Jahr wieder deutlich näher an der Radstrecke lag als beim Quatrathlon letztes Jahr (Schwimmen-Laufen-Radfahren-Laufen), war ich ohne Muskelkrämpfe auf dem Rad. Ich übersah die gelbe Linie für das Aufsteigen und stieg auf das Rad. Hinter mir gab es riesig Lärm und einen Moment dachte ich, dass ich disqualifziert worden wäre. Kurzes schlechtes Gefühl. Das wurde aber dann gleich besser, als ich das Team der zweitschnellsten Schwimmerin noch vor der ersten Kurve überholte. Da lagen wir dann auf dem ersten Platz der Mixed-Staffeln, aber das wusste ich nicht.

Es ging nun die Nordstraße hoch gegen den Wind. Das machte sehr wenig Spaß und noch weniger Tempo. Ich fuhr mit 40 km/h an, merkte aber, dass ich das Tempo nicht halten konnte, auch deswegen, weil ich noch überhaupt nicht warm war. Das tut sehr weh und kurz danach wurde ich dann von den Zeitmaschinen und Philipp überholt. Zu allem Überfluss fiel auch noch der Tacho aus, so dass ich gar keine Ahnung mehr hatte wie gut oder schlecht ich war – dementsprechend demotiviert kam ich am Wendepunkt an der Waterfront an.

Nun ging es mit dem Wind zurück auf der Nordstrasse. Das macht natürlich Spaß und sofort steigt die Motivation wieder das Ding anständig zu Ende zu fahren. Ein großer Haufen RCBler hatte sich an der Ecke Überseetor/Nordstrasse versammelt und feuerte uns an – da motivierte noch mehr. Und so ging ich recht guter Dinge in die zweite Runde. Ich wurde nun auf der Nordstrasse auch von dem TCB Radfahrer überholt und ganz am Ende noch von einem weiteren. Leider gab es auf der ganzen Strecke keinen „Hasen“ vor mir den ich jagen konnte. Ich war also sehr unsicher, was meine Zeit anging, als ich vom Rennen zurück in die Wechselzone kam und erst einmal vorsichtig kollabierte. Etwas, was die Jungs vom SG Stern gar nicht lustig fanden, denn während ich da noch auf dem Boden lag und nach Luft rang wurde ich angesprochen, ob ich nicht irgendwo anders kollabieren könnte, denn „andere wollen hier auch noch fahren.“ Im Endeffekt stellte sich heraus, dass ich mit 34:01 min die beste Zeit jemals hier gefahren war. Zusammenzubrechen war also voll gerechtfertigt.

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(c) Tim: Philipp

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(c) Tim: Philipp

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(c) Tim: Silvia

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(c) Tim: Silvia

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(c) Tim: Didi Aerowunder

Wir gingen nun zum Ziel, um zu schauen, wie sich das Rennen weiter entwickeln würde. Philipp hatte für das Studententeam einen kleinen Vorsprung gegenüber dem starken TCB Team herausgefahren, der musste aber nun von Janek bis ins Ziel gehalten werden.  Die Professoren lagen OK im Rennen und die Frauen ebenfalls. Bei letzteren war es ja ehrlich gesagt das heimliche Ziel vor den Mädels von Islamic State International Tri’s (ISI Tri’S) zu liegen die letztes Jahr den 3. Platz gemacht hatten – das sollte also reichen für das Podium.

Janek lief gut, schneller als im Vorjahr, aber es reichte nicht: Der TCB Läufer holte bis zum Ziel  etwas mehr als 20 Sekunden Vorsprung heraus machte wie im vergangenen Jahr den ersten Platz, wir den zweiten.

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Weit und breit niemand hinter Janek, doch einer vor ihm.

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Dann kam auch schon relativ kurz hinterher Sina vom Professorenteam ins Ziel. Sie bog um die letzte Ecke, ihr Gesicht von Leiden und Schmerzen schwer durchpflügt. Die Studis und ich begannen zu schreien. „Lauf Sina, lauf!“ was vielleicht etwas irreführend war, denn auf den letzten 20 Meter kann man nicht mehr 4 Minuten Rückstand auf das Podium einholen. Sina begann die Rufe zu wahrzunehmen und langsam, wirklich extrem langsam, kam von ganz unten aus den Tiefen des Schmerzzentrums ein Lächeln hervor, dass sich bis zum Ziel zu einem sehr breites Grinsen entwickelte.

Melanie und ich kletterten über die Absperrung in den alkoholfreien Paulaner VIP Bereich und gratulierten allen und tranken unser Weizen. Wenig später kam auch Anika (also nicht Annika) hinzu.

Fazit: 2. Platz wie im letzten Jahr für das Studententeam. Wäre Isabel (schwarzer Hai) für das Team gestartet hätten sie problemlos gewonnen, aber wir wussten ja dummerweise nicht, wie gut der schwarze Hai ist.

14011971_1069687523117725_1199549411_n 5. Platz für das Professorenteam, so gut waren wir auch lange nicht mehr. Ohne Isabel wären wir vermutlich auf dem 8. Platz gelandet, was auch keine Schande gewesen wäre.

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Studenten der HIWL, Annika (also nicht Anika) leider schon auf dem Weg nach Hause.

7. Platz für das Frauenteam. Da hätte ich mehr erwartet, aber ein Vergleich der Ergebnisse von 2015 und 2016 zeigt, dass die Konkurrenz einfach viel stärker geworden ist. Mit der Zeit von diesem Jahr wären wir im letzten Jahr locker 3. geworden. ISI, dritte im letzten Jahr waren dieses Jahr auch nur 6. Also an sich auch ein gutes Ergebnis.

Dann fing es dummerweise an zu regnen und das Event bröselte auseinander, viele fuhren nach Hause; Philipp, Janek und ich warteten noch auf die Siegerehrung. Das heisst, sie warteten auf das Podium zu kommen und ich darauf ihnen gleich danach den Pokal abnehmen zu dürfen, denn der verbleibt im Besitz der Hochschule.

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Auch wenn es nun das fünfte Mal war, es hat immer noch Spaß gemacht und ich denke allen Andren ging es genauso. Sicher, man kann immer noch einmal grübeln, was alles hätte besser laufen können – vorher wie im Rennen. Aber es gibt ja auch immer noch ein nächstes Jahr. Bis dahin.

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(c): Tim

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Bremen City Triathlon: Golgata Waterfront. Teil I.

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Bremen City Triathlon – obwohl mit schwimmen und laufen gekoppelt ist es doch eines der vier wichtigsten Radsportereignisse in Bremen. Die anderen drei sind das Velotörn Rennen im September (der Nachfolger der Bremen Challenge), die RTFs vom RSC Gold und RCB und jedes Montagstraining vom RCB. Dieses Mal waren wir mit zwei Mixed- und einer Frauenstaffelam Start.

Ich hatte das ganze Jahr für dieses Ereignis trainiert, mehr als 8.500 km in den Beinen. Im Juli war ich sogar extra 2 Wochen in die Dolomiten gefahren, um mich bei einem Höhentraining optimal für den Triathlon vorzubereiten. Und das alles nur, um ganz sicher hinter einem unseren anderen Teams zu landen. Denn das wichtigste am City Triathlon ist, dass das professorale Gurkenteam meiner Hochschule aus verschiedenen Fachbereichen (Mixed Pickels) immer hinter dem Studierendenteam liegt. Nur wenn das der Fall ist, ist der Hochschulfrieden gesichert. Die Studierenden freuen sich und wenn man ihnen dann mal wieder eine schlechte Klausurnote verpassen muss, dann können sich die Studis immer noch auf die Schulter klopfen und sagen: „Tja, aber sportlich sind wir nicht solche Gurken wie unsre Profs.“ Damit dies auch garantiert gelingt verpflichten wir Jahr für Jahr Söldner für das Studierendenteam (völlig Fremde wie Philipp oder Absolventen wie Janek), denn leider ist es so, dass wir nicht drei sportlich gute Menschen aus den Reihen der Studierenden zusammenbekommen.

Bei den Profs ist es übrigens noch schlimmer. Da bin ich seit Jahren der Einzige und wir müssen uns ebenfalls mit studentischen Söldnern verstärken.

Die Studierenden schneiden dann Jahr für Jahr gut ab. 2012, 13 und 14 machten Sie den ersten Platz, 2015 den zweiten, die Erwartungen sind also recht hoch. Und dieses Jahr hatten wir ein ebenfalls punktuell verstärktes Frauenteam am Start; und auch dort sahen wir gute Chancen auf dem Podium zu landen. Die Professoren verlieren immer – 2012 machten wir noch einen guten 4. Platz und verpassten das Podium knapp, seitdem nur noch zweistellige Ergebnisse. Egal, die Hoffnung stirbt zuletzt an der Golgata Waterfront.

Ich melde unsere Teams im Juni an, allerdings gab es dann doch noch einige Veränderungen. Miki Berenyi konnte nicht schwimmen, doch Isabel, eine Freundin von Annika sprang ein. Linda konnte nicht Radfahren, doch Melanie sprang ein und so hatten wir das Professoren- und Frauenteam zusammen. Beim Studententeam vertrauten wir auf die erfahrenen Philipp und Janek, die das ja nun jahrelang machen und Annika, die letztes Jahr im Prof Team so schnell schwamm. Anika (nicht zu verwechseln im Annika) und Sina liefen dann für die Frauen bzw. die Professoren.

Wichtig ist es mit gutem Material Rad zu fahren. Als ich früher unvorbereitet mit dem Rennrad teilgenommen habe, wurde ich ab und an von Zeitfahrrädern überholt, etwa so wie ich auf dem Weg zur Arbeit an einer alten Frau mit Rollator vorbeifahre. So etwas passiert mir heute nicht mehr, da ich a) die beiden Flaschenhalter von meinem Rennrad abmontiere, b) die Satteltasche abmache und c) ein schickes Hochprofil Vorderrad aus Carbon benutze. Eigentlich müsste ich jetzt auch noch die Bremsbeläge austauschen, aber dazu habe ich keine Lust und ich bremse ja eh nicht.Wenn ich mit diesem Rad nun fahre werde ich ab und an von Zeitfahrrädern überholt, etwa so wie ich auf dem Weg zur Arbeit an einer mittelalten Frau mit Rollator vorbeifahre.

Zweirad Stadler Bremen - Hansator

Eine gigantische Säge aus den Tiefen des Weltalls bedroht die Menschheit in der Überseestadt.

Ich kam in der Überseestadt an, diesem innerstädtischen Juwel Bremens in dem nun ein Stadler UFO aus Independence Day Resurgence gelandet ist und fing an ein paar Runden auf dem Rad zu drehen. Der Wind kam Richtung Nordwest und war nicht zu schwach: Das hieß am Anfang die Nordstrasse gegen den Wind rausfahren und am Ende der Runde mit Rückenwind die Konsul-Smidt -Strasse ins Ziel- das konnte also interessant werden und genau umgekehrt wie in den Jahren zuvor.

Am Treffpunkt wartete bereits Philipp. Außer ihm war quasi die gesamte Elite des Bremer Radsports versammelt: Andreas OHZ, Cobra Cabana, es war fast so wie im VIP Zelt von Käfer auf dem Oktoberfest – nur ohne Gina Lisa Lohfink und Lothar Matthäus.

Melanie kam und ich stellte sie ihrem neuen Rad vor, dass ich von einer unbekannt bleiben wollender gute Fee ausgeliehen bekommen hatte. Ich dachte ich tu der guten Fee dann auch einen Gefallen und säubere Kette, Schaltwerk und Kettenblatt ihres Rades am Vorabend. Danach lief gar nichts mehr. Mal sehen….die Kette war extrem gelängt, hätte quasi schon zu den olympischen Spielen, aber in London ausgetauscht werden sollen. Da die Ritzeln vorne und hinten aber mit Dreck zugeklebt waren, lief das alles irgendwie. War der Dreck erst einmal weg lief gar nichts mehr. Mist. Neue Kette drauf. Hatte aber nur eine 9-fach – die rutschte durch bei starker Belastung. Musste also irgendwie gehen, war aber nicht optimal. Mit der gewohnten studentischen Verspätung kamen die Studenten. Wir hatten nur noch wenig Zeit und gingen gleich in die Wechselzone und machten uns bereit. Die Schwimmerin machten sich auf zum Becken und ich quatschte ein wenig mit Didi der gleich neben uns wechseln sollte.

Dann ging es gleich Schlag auf Schlag. Doch das ist eine weitere Geschichte und die folgt morgen.

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Sales: Centurion Super Elite RH49

Ein Rennrad schlummert fast dreißig Jahre lang in einem gut durchlüfteten Keller in Barrien in der Nähe von Bremen. Dann bittet mich die Tochter der Besitzerin das Rad zu verkaufen. Erstaunlicherweise hat es eine Campagnolo Super Record Gruppe – die wurde erst einmal zu Geld gemacht, um den Umbau zu finanzieren.

Da es sich um einen recht kleinen Rahmen mit einer Größe von 49 cm handelt, wollte ich ein Rad für eine Frau damit aufbauen. Meinentwegen auch für Kinder, aber meine Erfahrung mit den eigenen ist, dass dünne Rennradreifen fast monatlich von Papa repariert werden müssen. Kinder brauchen mentale Fatbikes.

Und dann bitte nicht noch ein Rennrad, sondern etwas für eine relativ aufrechte Sitzhaltung, das sich flink und wendig durch die Bremer Innenstadt fahren lässt.

Der Rahmen selber ist gut erhalten und die Lackierung glitzert in einem Titan-ähnlichem silbergrau. Darauf heben sich die blauen Centurion Logos gut ab. Dazu passen nur silberne Komponenten, aber sonst gibt es viel Freiheit den Rahmen nach eigener Vorstellung farblich abzustimmen. Ich habe mich dabei für zwei und nicht nur eine Farbe entschieden: Rot als Hauptfarbe kommt durch die Griffe, den Sattel, die Schaltzüge und die Reifen gut zum tragen. Blau als Nebenfarbe wird durch die Logos, die Bremszüge und einige Tupfer hier und dort unterstützt.

Es ist ein buntes, irgendwie fröhliches Rad geworden, was aber nicht wie das Stadtrad eines Clowns aussieht.

Das ist nun dabei herausgekommen.

VHB €500
Standort Bremen

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Rahmen

Die Marke Centurion wurde 1969/70 in Kalifornien gegründet, ein Ami sich um Marketing und Verkauf, ein Japaner („Cozy Yamakoshi“) um Design und Material – deshalb sind die Rahmen aus dieser Zeit auch überwiegend aus japanischen Rohren vom Typ Tange Champion gebaut worden. Später gründeten die Besitzer die Diamondback Mountain Bike und BMX Marke, die sich als so erfolgreich erwies, dass alle Räder ab 1990 unter Daiamondback verkauft und Centurion eingestellt wurde. Dieser Super Elite Rahmen datiert mit einiger Sicherheit von 1983, also aus dieser Periode (Sheldon Brown, Wiki). Das Super Elite war nicht das Top Modell von Centurion (Turbo und Comp TA), sondern im Mittelfeld. Also etwa das 105er und Centaur Modell von Centurion (Weitere Kataloge).

Die Marke Centurion wurde 1991 von Wolfgang Renner, einem ehemaligen deutschen Crosser gekauft und existiert bis heute (14. August 2016; 19:55 man weiß ja nie). Es gibt ein breites Programm an MTBs und Rennräder. Vor einigen Jahren bin ich auf Mallorca ein Centurion Gigadrive von einem großen schweizer Verleiher gefahren – ich fand das nicht so doll, aber das soll jetzt nichts über die gesamte Marke aussagen.

Der Rahmen ist ein typischer Achtziger Stahlrahmen: Schöne Muffen, die Schaltzugführung unter dem Tretlager, der Bremszug läuft durch Ösen auf dem Oberrohr zu Bremsen, die mit Inbusschrauben am Steg bzw. an der Gabelkrone festgeschraubt werden.

Das Rad wiegt mit allem ziemlich genau 10 kg. Klar, das ist immer noch schwer im Vergleich zu einem modernen Rennrad, aber gut für einen Stahlrahmen der nicht mit extrem teueren und leichten Komponenten aufgebaut wurde.

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Cockpit und Bremsen

Für kurze Touren, Fahren im Verkehr in der Stadt und eine bequeme Sitzposition ist meiner Ansicht nach ein gerader Lenker für Anfänger besser geeignet, als ein Rennradlenker. Und so wurde ein Charge Straw mit nur 460 mm Breite mit einem hoch bauendem No-Name Vorbau kombiniert, um schnelles und bequemes durch das Strassenchaos rasen zu können.

Das Problem bei geraden Lenkern ist leider oft der Lenkerdurchmesser von 22,2 mm (Rennradlenker meist 23,8 mm) der es nicht erlaubt z.B. Rennradbremsen zu montieren (es gibt allerdings einige Moustachelenker mit 23,8 mm Durchmesser). An diesem Lenker kamen zunächst einmal Oury Griffe, die es in vielen knalligen Farben gibt dran; alternativ gab es auch sehr griffschöne ESI Chunky zur Auswahl. Die Oury Griffe überdecken komplett die konischen Endkappen des Charge Lenkers. Zusammen mit den Zugfarben, ließ sich damit das rot/blaue Grunddesign des Rades gut abstimmen.

Für die Stadt braucht man natürlich auch gute Bremsen und deshalb habe ich dem Centurion zwei Campagnolo Athena Dual-Pivot spendiert. Das sind mit die besten Bremsen die ich kenne, haben aber den Campa-typischen Nachteil, dass man sie nicht an der Bremse öffnen kann, um das Laufrad herauszunehmen. Werden Campa STI Hebel benutzt ist das alles kein Problem, dann kann man die Bremse am Bremshebel öffnen. Mit den verwendeten Tektro Quartz Hebeln ist das auch kein Problem, denn diese haben eine Zugentspannung die technisch ähnlich wie die von Campagnolo funktioniert.

Bei dünnen Reifen (hier 700 x 23C) ist es aber sowieso kein so großes Problem die Laufräder auch bei geschlossenen Bremsen zu entfernen, da der Reifen nicht viel breiter ist als die Felge. Bei 700 x 30C zum Beispiel wäre das unmöglich. Also dachte ich mir, warum nicht andersrum einsetzen, also im entspannten (oder geöffneten Zustand) der Bremshebel wird gefahren und im gespannten (oder geschlossenen Zustand) sind die Bremsbeläge knirsch an die Felgen gedrückt? Versucht jetzt jemand in einem unbeobachtetem Moment mit dem Rad abzuhauen, so wird er nicht weit kommen, denn fahren kann er damit auf keinen Fall – er muss das Rad schon tragen. Das ist vielleicht in einer Stadt wie Bremen (Nummer 2 in Deutschland in Raddiebstählen nach Leipzig) schon einmal eine Überlegung wert.

Auf der rechten Seite befindet sich ein einzelner nostalgischer Suntour „Daumy“ Schalthebel, um das hintere Schaltwerk mit 6 Gängen zu bedienen. Es wäre nun einfach gewesen, mit einem weiteren Daumy einen Umwerfer anzusteuern, aber ich habe aus Prinzip und aus Bremen auf einen Umwerfer verzichtet: Das versaut nur das Gesamtbild, kostet Geld und macht das Rad schwerer. Und mehr als 6 Gänge braucht man in Bremen ohnehin nicht. So sieht es vorne übersichtlich aus.

Gesessen wir auf einem roten Fabric Scoop Sattel – das ist im Prinzip der alte Charge Spoon Sattel mit einem neuen Label. Ich fahre eine blaue Version bereits seit einigen Jahren an meinem Umberto Dei Crosser und finde den Sattel sehr bequem. Gehalten wird der Sattel von einer schönen, altmodischen SR Laprade Sattelstütze mit Flutungen.

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Charge Straw Bar, blau eloxiert. Campagnolo Athena Dual Pivot vorne.

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Hier kann man die Entspannung an den Tektro Quartz Hebeln sehen.

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Ein alter Suntour Daumy.

Sattel

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Fabric Scoop Sattel  mit SR Laprade Stütze. Die könnte man auch noch rot/blau ausmalen.

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Bremsen
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Antrieb und Schaltung

Warum ein Rad unnötig schwer und schwergängig machen mit Funktionen die sein Fahrer nicht braucht? Diese Frage stelle ich mir immer, wenn ich das typisch deutsche Stadtrad sehe: eine schwere Federgabel vorne, alle möglichen Anbauten (aber keine Klingel) die das ganze dann schnell auf über 15 kg bringen. Das Centurion Super Elite hat dagegen nur das nötigste – und dazu gehört auf keinen Fall ein Umwerfer vorne. Sechs Gänge hinten reichen für 80% Norddeutschlands und für Bremen allemal. Eine filigare Ofmega Strada Kurbel mit einem 51er Blatt (und der obligatorischen andersfarbigen Kettenblattschraube); dazu ein wartungsarmes und orginales Vierkanttretlager. Nicht das es viele Alternativen gegeben, aber den Ärger und Aufwand den man mit außenliegenden Lagerschalen (SRAM GPX – ein Alptraum!) oder Pressfit (dem Hörensagen nach) hat, kann man sich sparen.

Trotzdem – alles ist da um ein zweites Kettenblatt vorne, einen Umwerfer und einen Schalthebel dafür am Oberrohr zu montieren falls es nötig sein sollte.

Beidseitig fahrbare silberne Pedale.

Am Hinterrad ein fein abgestufter 6-fach Schraubkranz, der von einem formschönen Suntour Cyclone 7000Schaltwerk bedient wird. Dieses wird über den Daumy am Lenker angesteuert. Damit die Zugführung gut aussieht und keine engen Radien hat, wurde der Zugegenhalter auf der linken Seite des Oberrohrs montiert. Der Schaltzug kreuzt dann auf die rechte Seite durch die Führung unter dem Tretlager.

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Laufräder

Shimano 105er Naben (Typ 1050) eingespeicht mit einer Ambrosio 19 Extra Elite Felge.Es ist gar nicht so einfach flach bauende, silberne Felgen zu finden, oftmals sind die Felgen aus dieser Zeit schwarz, grau oder braun eloxiert. Das bringt dann zusätzliche Unruhe in die Farbkomposition – so bleibt alles schön filligran und silber glänzend. Auf den Laufrädern sind schwarz/rote neue Schwalbe Lugano Reifen 700x25C aufgezogen. Durch den nicht übertriebenen roten Seitenstreifen tragen auch sie zum rot/blauen Gesamtbild bei.

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Teilekatalog

Cockpit und Business Class

Steuersatz Tange Original
No Name Gewindevorbau
Charge Straw Lenker, 460 mm breit
Oury Grips neu
Fabric Scoop Sattel neu
SR Laprade Sattelstütze

Bremsen

Tektro Quartz Hebel
Campagnolo Athena Dual Pivot Bremsen
Neue Zughüllen und Züge.

Schaltung und Antrieb

Suntour Accushift Daumy (Reibung)
Shimano Dura Ace Zuggegenhalter links
Original Shimano Tretlager
Ofmega Strada Kurbel 51Z, 170 mm Kurbelarm
Neue No-name Pedale
Suntour Cyclone 7000 Schaltwerk
6-fach Schraubkranz Abstufung 13-23
Neue KMC Kette
Neue Zughüllen und Züge.

Laufräder

Shimano 105er Naben
Ambrosio 19 Extra Elite Felgen
Neues Schwalbe Felegenband, neue Schläuche
Neue Schwalbe Lugano Reifen 700x25C

Etwas gefällt nicht? Kann gerne im Gespräch diskutiert und verändert werden.

 

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Downtown Fischerhude.

Heute stand das etwas andere Radprogramm auf dem Plan: 3 Singlespeed bzw. Fixie Räder durch Downtown Fischerhude.

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Ich glaube, das war das erste Mal, das ich mit einer Gruppe unterwegs war, die nur auf von mir gebauten Rädern fuhr: Cobra auf ihrem Faggin Cabana, Christian auf dem 8bar Black Blox und ich auf dem blauen Basso.

Wir fuhren gemütlich in Richtung Fischerhude, ich wollte es auch nicht übertun, denn morgen ist der City Traithlon in Bremen und ich fahre für die Professorenstaffel Rad. OK, das muss nicht übermässig anstengend sein, denn schließlich ist es unsere Hauptaufgabe von den Studententeams geschlagen zu werden, um den Hochschulfrieden zu sicher, aber trotzdem möchte ich auch schneller sein als in den Jahren zuvor – als unter 34 Minuten zu fahren sollte doch möglich sein! Also heute bloß nicht überanstrengen.

In Fischerhude zeigte uns Christian, der hier aufgewachsen ist, die Gassen und Geheimwege durch das Dorf. Ich kannte bislang nur einen Weg durch Fischerhude, also rein von Ebbensiek, Quelkhorn oder Sagehorn und raus durch, genau Sagehorn, Quelkhorn oder Ebbensiek. Deshalb dachte ich auch, dass es in Fischerhude auch nur Häuser an der Straße gibt, dahinter freies Feld bis Wilstedt oder so. Das ist aber keineswegs so. Fischerhude ist extremst viel und dicht bebaut und in seinen Gassen kann man sich gut verlieren. Da muss man sich schon verdammt gut auskennen, um wieder aus dem Labyrinth von Villen, Maisfeldern und Pferdewiesen auf die Hauptstrasse zurück zu finden. Es gibt einen Hügel, den Losberg, auf dem eine Mühle steht und zwischen Fischerhude und Quelkhorn gibt es eine weiteres Dorf, Wilhelmshausen, dass sich zu Fischerhude verhält wie Rheydt zu Mönchengladbach.

Unwillkürlich wird einem dort die eigene Ignoranz gezeigt; ich fahre seit mehr als sechs Jahren dort und all dies ging bislang völlig an mir vorbei.

Auf der Rückfahrt explodierte vermutlich irgendwo in der Nähe ein Atomkraftwerk und verstrahlte die Tierwelt, die daraufhin spontan genetisch mutierte.

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Das was kurz, bevor wir von den mutierten Riesenenten attackiert wurden.

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Unmerklich kamen sie näher.

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V.l.n.r.: Bling Bling; Bling; Black

Insgesamt sehr schöne 50 km, auf Strava zu verfolgen.

Plädoyer für Fischerhude: Die Strassen von Fischerhude Downtown sind mindestens so toll wie die Strassen von San Fransisco.

Sie sollten ein fester Bestandteil jedes RCB Montagstrainings werden.

 

 

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