Archiv der Kategorie: Freunde

Positivo Espresso, Bremen und Sonstwo. Alle die mitmachen.

Update: Triple Ten Challenge Feb. 1st

Im August letzten Jahres hatten David und ich angekündigt, dass wir beide jeweils innerhalb von 10 Monaten zehn Kilo abnehmen würden. Damals starteten wir mit 95,5 kg (David) bzw. 94,3 kg (ich). Ende Januar gab es das erste Zwischenwiegen.

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Wintertraining

Und leider, leider fällt das Ergebnis nicht ganz so aus, wie wir aus das erhofft hätten. Im Detail konnte David von 95,5 auf 93,9 kg abnehmen, also 1,6 kg und ich von 94,3 auf 91,9 kg, also 2,4 kg. Das ist erst einmal schlecht für uns, da wir für jedes volle Kilogramm weniger als fünf, spenden wollen. Und gut für alle, die auf uns gewettet haben, denn ihr müsst ja nur für jedes volle Kilogramm was wir abnehmen spenden. Und ein bisschen gut für mich, denn ich habe den Zwischensprint gewonnen und daher kommt die von mir ausgesuchte Organisation „Fluchtraum Bremen “ zum Zuge.

Im Klartext:

  • David spendet €300 an Fluchtraum (€75/kg das nicht abgenommen wurde)
  • Ich spende €225 an Fluchtraum (ditto)
  • Insgesamt haben wir 4 kg abgenommen. Also würden wir euch gerne bitten euren Einsatz mal vier an Fluchtraum zu überweisen:

    cat6champ: €4
    landsat: €8
    metabol2000: €20
    Mattias: €8

    Fluchtraum Bremen e.V.
    IBAN DE75 2905 0101 0001 1069 13
    Die Sparkasse in Bremen

Wir vertrauen euch da völlig, dass ihr das auch ohne Kontrolle und Nachweis auf die Reihe bekommt. Ausgenommen davon ist Olli, der großzügigerweise und im Vertrauen auf unsere erbärmlichen Leistungen bereits im September gespendet hat – danke Olli!
Äh ja, und die Spendenbeträge dürfen auch nach oben verändert werden.

Die Triple Challenge geht weiter. Das finale Einwiegen findet am 1. Juli statt. Die nächsten 8 kg sollten einfacher sein. Wir werden euch auf dem laufenden halten.

Mir liegt es fern unsere Leistungen schönzureden oder zu rechtfertigen. Unabhängig vom Gewicht bin ich allerdings doch bislang fit durch den Winter gekommen. Dazu hat vor allem der Body Attack Kurs  beigetragen. Das habe ich dann auch gleich gemerkt, als ich den 2 Wochen wegen einer Erkältung ausgelassen hatte, beim ersten Mal danach wurde ich wieder gnadenlos von den Kampfdrohninnen an die Wände geturnt. Danach fühlten sich nicht nur die Beine, sondern auch der Rest vom Körper stabiler an. OK, ich konnte mit rechts nichts mehr heben, weil ich mir ein paar Muskeln gefasert hatte und auch nicht mehr laufen wegen erheblicher Knieschmerzen, aber wäre das alles nicht gewesen, so wäre ich bestimmt superfit. Und David fuhr heute auch 236 km; er ist also ebenfalls gut dabei.

Es gibt also Hoffnung. Wobei ich letztens irgendwo las: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“– Vaclav Havel

In diesem Sinne.

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2016年初詣. 2016 Hatsumode.

Manchmal, insbesondere wenn mich meine Kollegen wieder einmal völlig entgeistert anschauen, wünschte ich, ich hätte nach 12 Jahren Japan zunächst einmal an einem Integrationskurs teilgenommen bevor ich mit den Einheimischen hier in Kontakt kam. Ob gut oder schlecht, die eine oder andere Spur hat das ganze nämlich doch im Kopf hinterlassen.

Dazu gehört auch, dass ich zu Beginn des Jahres das dringende Gefühl habe, zwei Dinge sofort erledigen zu müssen: David zu schreiben, damit er mir das neue Japan Architect Jahrbuch in Tokyo „besorgt“; und noch viel wichtiger, zum nächsten Shinto-Schrein zu fahren und dort für Verkehrssicherheit zu beten.

Der erste Besuch im neuen Jahr im Schrein heisst auf japanisch „hatsumode“ und besteht aus zwei Zeichen. „Hatsu“ steht für „das erste Mal“ und „mode“ für „Besuch des Tempels oder Schreins“. Das letzte Zeichen braucht mal wirklich nur für dieses Wort, es mag noch die eine oder andere Anwendung geben, aber die sind selten. In den ersten Tagen des neuen Jahrs machen sich Millionen von Japanern auf, um die Schreine (Shintoisten) und Tempel (Buddhisten) zu besuchen und dort für anhaltendes Glück zu beten. Das ist nicht umsonst und in der Regel mit Geldspenden verbunden.

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Hatsumode. Da wird es schon mal enger.

Vor dem Schreingebäude sind zu diesem Zweck lange, verbitterte Kisten aufgestellt, in die man sein Geld wirft, kurz zum Gebt verweilt, in die Hände klatscht und sich verbeugt. Es gibt da verschiedene Versionen, doch das zu erklären führt hier zu weit. Man kann sich zudem verschiedene Amulette und Glücksbringer kaufen, für zuhause, das Auto oder die Schultasche, die je nach dem für bestimmtes Glück sorgen sollen: Gesundheit, Verkehrssicherheit, Erfolg in Schule, Studium oder Beruf und Liebe sind die gängigsten. An fast jedem meiner Räder ist ein Verkehrssicherheitsamulett (ein sogenanntes „O-Mamori“: お守り und tatsächlich fahre ich auch seit Jahr und Tag unfallfrei, ohne jetzt irgendwie auf Holz zu hauen. Die wirken demnach auch außerhalb von Japan, allerdings ist die Haltbarkeit streng auf ein Kalenderjahr begrenzt; nur durch einen erneuten Schreinbesuch können die wieder für ein Jahr aufgeladen werden.

Ganz harte, lassen sich ihr Auto oder das Motorrad bei der Gelegenheit auch gleich durch einen Priester purifizieren bzw. segnen. Dann kann gar nichts mehr schief gehen.

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Shintoistische Vollkaskoversicherung

Nachdem ich das Radfahren 2016 bislang zugunsten meines Hausfrauenkampfdrohnen Aerobichüpfundspringkurs, bzw. einer ausgedehnten Erkältung, bzw. Schnee und Eis in Bremen wegen vernächlässigt hatte, machte ich mich heute auf meinem nagelneuen No! 3Rensho auf den Weg zum nächsten Schrein. Ich hatte das Teil noch einmal umgebaut und einen 2 cm kürzeren Vorbau angebracht, weil ich mich zu langgestreckt auf dem Rad fühlte. Das brachte exakt nichts, so mein Eindruck nach der Fahrt heute. Ich hätte vermutlich doch die STI Griffe höher am Lenker ansetzen sollen, aber meine Kapazität an lustigem Lenkerband ab- und draufwickeln ist nun erst einmal erschöpft.

Kurz hinter dem Weserwehr traf ich Philipp, Schnippo und Sebastian, die von einer längeren Winterausfahrt nach Hause kamen. Kurz danach hatte ich meinen ersten Platten. Typisch, dachte ich mir, dass haste nun davon, dass Du immer noch nicht die shintoistische Vollkaskoverkehrssicherheitspolice abgeschlossen hast – jetzt wird es aber höchste Zeit.

Der nächste Schrein von Bremen aus gesehen, liegt etwas versteckt zwischen Ahausen und Riede. Es handelt sich dabei um einen Ableger des großen, berühmten und leider auch berüchtigten „Yasukuni Schrein“ im Herzen von Tokyo. Man erkennt das sofort an der Form des Tores (Torii), das vor dem Hauptschrein steht: Drei oder vier Rundhölzer, davon ein oder zwei horizontal, zwei vertikal, das ist typisch für den Yasukuni Schrein und seine Ableger.

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Eines der Tore vor dem Yasukuni Schrein in Tokyo.

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Yasukuni Annex Schrein, Ahausen

Um auf Nummer GAAAAANNNZZZ sicher zu gehen, hatte ich ein O-Mamori des Yasukuni Schreins an meinem Rad befestigt, man weiß ja nicht wie das so mit der Kompatibilität verschiedener Schreine ist. Nicht das mein Amulett auf Shinto-Windows läuft, das OS vom Yasukuni Schrein aber Apple OS X ist und ich dann prompt einen Unfall baue.

Nun musste ich noch meine Gebete sprechen.

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Mich vor dem Schrein verbeugen.

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Und nun sollte ich erst einmal wieder für ein Jahr sicher fahren können. Das wollte ich ansatzweise auch einmal ausprobieren und machte mich gegen den Wind nach Okel auf. Dort kam mir Thomas entgegen, der aber, wie ich später auf Strava sah, schon mehr als 120 km hinter sich hatte und die Welt um sich herum offensichtlich nicht mehr wahrnahm. Egal. Ich kämpfte mich hoch zum Golfkurs, fuhr noch ein Stückchen weiter Richtung Syke und machte mich dann mit Volldampf daran den Okel KOM zu brechen. Die Form ist aber einfach zu mies und das No! 3Rensho ist eben auch nicht so schnell wie das Canyon, auch wenn es 11 Gänge hat. „Right. These go to eleven. Well, it’s one faster, isn’t it?“ Nein leider nicht.

Zumindest war der Weg zurück nach Südweye dann erst einmal spassiger mit Rückenwind.

Und weit vor mir war ein anderer Rennradfahrer den ich unbedingt einholen wollte, was die nötige Motivation gab. Ich hatte es gerade geschafft und ihn in Südweye stehen gelassen, als ich merkte, das nun auch mein Vorderrad langsam Luft verlor. Geistig begrub ich alle Pläne und  machte mich auf Richtung Haus, denn ich hatte keinen Schlauch mehr dabei. Die letzten 15 km waren dann sehr nervig und sehr langsam, aber irgendwie schaffte ich es dann doch mit ein wenig Luft nach Hause, so dass ich nicht die ganze Zeit auf der Felge fahren musste.

Ich glaube da hatten ein paar Shinto-Gottheiten ihren Daumen auf dem Loch im Schlauch.

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Festive 760 Report.

Ist es nicht schlimm? Man hat im Vorjahr sein Ziel erreicht und gleich wird es im nächsten Jahr ein Stück höher geschraubt. Warum eigentlich?

Bei der Festive 500 mache ich nun zum dritten Mal seit 2013 mit. Ich finde das eine sehr gute Motivation über den Winter fit zu bleiben, vor allem in der Fressgasse zwischen Weihnachten und Neujahr. 2013 hatte ich noch kein GPS und musste feststellen, dass manuelle Eintragungen nicht anerkannt werden. 2014 bin ich 659 km in acht Tagen gefahren, was mir immerhin Platz 735 weltweit von etwa 50.000 Teilnehmern und in Deutschland Platz 23 von ca 1.200 einbrachte. Prima. Dieses Jahr bin ich 100 km mehr gefahren. Das Ergebnis (bislang) Platz 553 von 72.000 Teilnehmern weltweit (schön). Und in Deutschland Platz 59 von 2.500 Teilnehmern. Doppelt so viele Teilnehmer in Deutschland und dann auch noch so starke, es wird nicht einfacher, was aber einmal nicht dem altern zugeschrieben werden kann.

Der Start in die Festive500 war einfach, eine schmucklose Ausfahrt mit vielen Bekannten zur Humoorlosen Kirche plus einige weitere Kilometer solo, damit waren die ersten 100 km im Sack.

Am zweiten Tag bin ich alleine Richtung Okel und Syke los, schließlich bei Uesen über die Weser und habe in Fischerhude Jan und Caro getroffen, mit denen ich die letzten Kilometer fast im Dunkeln nach Hause gefahren bin. Wieder fast 100km. Und wir haben uns gleich für den nächsten tag verabredet wieder gemeinsam loszufahren.

Am dritten Tag trafen wir uns, um die Höhenrücken der Wildeshausener Geest zu bezwingen. Wir machten einen riesigen Umweg um überhaupt dort hinzukommen und fuhren die Serpentinen der Gegend immer wieder hoch und runter. Es war schon bitter dunkel, als wir auf dem Heimweg kurz vor Sudweyhe zusammen fuhren und Jan einen Sturz hatte – bitte genug, im Nachhinein stellte sich heraus, dass er sich dabei drei Rippen brach. Das hat ihn aber nicht daran gehindert nach Hause zu fahren. Ich hoffe, dass wird alles wieder schnell verheilen und den sportlichen Ehrgeiz nicht bremsen.

Am 27.12. ging nachmittags der Flug nach Mallorca, so dass am Vormittag nur Zeit für eine kurze Runde war und zwar für den Wilstedt Klassiker im Uhrzeigersinn. Aber immerhin reichte es für mehr als 50 km. Abends dann in Lloseta.

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Der nächste Tag brachte Sonnenschein, blauen Himmel und sehr angenehme Temperaturen. Malle eben. Ich war etwas zerrissen, ob ich lieber in die Berge fahren sollte, um mich wieder an das klettern und vor allem an das abfahren zu gewöhnen, oder mich auf die Ebene konzentrieren und Kilometer machen sollte. Kompromiss. Am ersten Tag ging es über Alaro und Bunyola hoch den bekannten Anstieg nach Orient. Das war nicht wirklich neu, aber vielleicht das dritte Mal, dass ich hier hochstieg. Es waren relativ viele Radler unterwegs, viel mehr als vor vier Jahren, als ich mit meiner Familie zwischen Weihnachten und Neujahr auf Mallorca war. Die Abfahrt nach Alaro war super, es tat so gut mal wieder Geschwindigkeiten jeseits der 50 km/h rauszuhauen, das fehlt in Bremen ja fast völlig. Den Rest der Etappe erkundigte ich die Gegend jenseits der Autostrada.

Einen Tag später hatte ich viel Zeit, kam morgens früh aus dem Bett und machte mich auf den Weg nach Inca und weiter nach Sineau und Petra. Ich wollte weiter nach Arta und dann den Anstieg hoch zu dem verlassenen Kloster fahren. Die kleine Strasse von Petra nach Manacor war großartig, dann wurde es ein wenig schlechter von der Straßenqualität auf dem Weg von Manacor nach Arta. Auf halbem Weg, etwa bei San Lorrenc kamen mir zwei Österreicher auf neuen, hellblauen Specialized Rädern entgegen und meinten, dass die Strasse gaaaanz mies wäre und ich besser umkehren sollte. Ich musste aber weiter nach Arta und ich hatte keine Lust die Schnellstrasse zu nahmen, also liess ich mcih nicht überzeugen und fuhr weiter. Die Strasse war zwar nicht toll, aber für ein altes (2011) und verkratztes Canyon ist das auch nicht wirklich ein Problem. Das Problem war eher, dass ich in Arta bereits 70 km auf dem Tacho hatte und Null Zeit füt den Anstieg. Also machte ich mich auf der Küstenstrasse zurück Richtung Alcudia. Das ist keine wirklich schöne Strasse, aber sie ist verdammt schnell und hat gute Wellen.

In Alcudia war ich bereits des öfteren und ich furh einmal quer durch die Stadt, dann weiter nach Pollenca. Das Club Resort war geschlossen und es wurde kräftig an einer weiteren Etage gebaut. Für mich ging es weiter auf der Radautobahn nach Campanet und Selva, ich weiß nicht wie oft ich die bereits gefahren bin. Und dann ging mir das Wásser aus. Mit Not schaffte ich es bis zu einem Colaautomaten nach Inca und dann den Rest nach Hause. Abends dann nach Palma.

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Wie jeden Abend leuchtete unser Pool einladend bläulich durch das Dunkel der Nacht.

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Am letzte Tag fuhre Fabian und ich zusammen in Richtung Petra. Wir wollten hoch zur Kirche Ermita de Bohany in der Nähe von Petra. Im Prinzip folgten wir bis kurz vor Petra meiner Route vom Vortag und machten guten Fortschritt. Fabian klagte über seine schlechte Kondition, aber als wir dann losfuhren hatte ich erst einmal Mühe hinter ihm zu bleiben. Ich habe auch eine irrsinnig lange Aufwärmphase, gegen den Elektromotor von Fabian bin ich ein Diesel.

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Nach einer Weile war es dann sehr angenehm. Wir sind bereits öfters zusammen gefahren und gut aufeinander eingespielt. Kurz vor Petra machten wir uns auf die Anfahrt in Richtung der Kirche zu suchen. Wir konnten rechts abbiegen, was grob etwa der richtigen Richtung entsprach, oder weiter geradeaus fahren und einen kurzen, steilen Berg hoch. Natürlich entschieden wir uns für rechts. Die Strasse der wir folgten war eng und quasi an jedem Haus wurden wir von Hunden angebellt. Rechts lag ein größeres Grundstück entlang der Strasse, das mit einem Maschendrahtzaun abgegrenzt war und zwei fette, große Hunde bellten uns an und liefen parallel zu uns hintern Zaun und hinter uns her. Ich musste schmunzeln, die blöden Viecher, irgendwann einmal würde das Grundstück aufhören und dann würden die doofen Hunde gegen den Zaun laufen.

Aber was wäre, wenn da gar kein Zaun wäre, sondern die Hunde nun nicht mehr getrennt durch den Maschendraht hinter uns herlaufen würden. In diesem Fall müsste ich wohl darauf vertrauen, schneller als Fabian zu sein.

Da war aber ein Zaun. Allerdings bald keine Strasse mehr. Wir mussten zurück, wieder an den Hunden vorbei und dann den teilen Berg hoch und eine andere Strasse hoch zu der Kirche nehmen. Das war dann aber die richtige. Ich fuhr da recht schnell hoch und Fabian nahm sich seine Zeit, so das sich von oben einige Photos von ihm machen konnte.

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Und er dann oben von mir.

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Bevor wir die Aussicht bewunderten. Rechts ist der Ort Petra sichtbar, berühmt für seine Felsenhöhlen in denen auch Indiana Jones Teil II gedreht wurde. Glaube ich.

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Ups.

Aber für Kultur, vor allem Popkultur hatten wir so gar keine Zeit und wir machten uns auf den Rückweg über Sant Joan

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Sant Joan. Ohne Harrison Ford.

und Pina nach Senchelles und dann nach Hause. ach ja, der Weg nach Ruberts war auch gar nicht schlecht, eine schöne fiese, technisch anspruchsvolle Strasse.

Und dann ging es quasi bereits zum Flughafen und wieder zurück nach Bremen.

Am nächsten Morgen brauchte ich vor Nässe, Kälte und Frust erst einmal eine Aspirin. Etwas stärkeres wäre noch besser gewesen. Ich fühlte mich total erschlagen und zurück im Gelee der norddeutschen Mattigkeit. Da hilft nur der Body Attack Kurs normalerweise. Und ich musste noch raus Raketen kaufen und zu REWE einkaufen. Normalerweise gebe ich solche Trips ja nicht bei Strava ein, aber für die Festive 500 schon.

Im Anschluss daran, der wirklich letzte Trip des Jahres, der Klassiker schlechthin, HaW, die kleine Wümme, zurück rechts der großen Wümme, und wieder links hoch die große Wümme, und dann die kleine Wümme auf der anderen Seite zurück – und das alles auf dem Union Fixie. Das Rad ist OK, aber der San Marco Super Corsa Sattel ist eine echte Qual auf längeren Strecken (wenn auch schön).

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Silvester am Dammsiel

Da war’s was getan werden musste für 760 km.

In der Zwischenzeit machte David in Japan auch seine 500 km voll und kam dabei an dem allseits beliebten deutschen Restaurant Seacastle in Kamakura vorbei, was es nach all den Jahren und der wirklich nicht freundlichen Bedienung erstaunlicherweise immer noch gibt.

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Auch in Manchester war irgendwann das Jahr einmal zu Ende und ein bemerkenswertes Photo gelang.

CXo0_ZsWAAAeCUm.jpgDie Story dazu z.B. auf Spiegel Online.

Damit ist das Jahr 2015 auch zu Ende.

In anderen Jahren, insbesondere in den Achtzigern, war Musik das ganz große Thema – auch für einen Jahresrückblick. Ich blicke ungern zurück, jedenfalls in der Öffentlichkeit. Aber Spotify macht einem das einfach. Da es auch sonst nirgendwo passt, fünf Songs die mir 2015 gut gefallen haben. Nicht alle sind komplett neu, aber zum Glück muss man ja nicht ewig Clash, Damned und Sex Pistols hören.

Everything but the girl – I didn’t know I was looking for love

The Sounds – Living in America

Kiesza – Hideaway [allerdings nur in dieser Version]

The Weeknd – Can’t feel my face [auch in der Walk off the earth version]

Itchy Poopzkids – Why still bother?

 

 

 

 

 

 

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Drei Farben. Schwarz.

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Das ist nicht der vierte Teil der Spielfilm Triologie des polnischen Regisseurs Kieslowski, der je einen Film zu den Farben, Blau, Weiß und Rot gedreht hat. Das ist die Geschichte eines italienischen Rennrads für Tanja, das zwar „Neri“ (schwarz) heißt, aber strahlend rot ist.

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Vor dem Kolumbarium schaut die gestrenge Göttin des Radbaus kritisch auf das ihr dargebrachte Opfer.

Tanja ist die Frau von Hannes, mit dem ich gerne und oft radfahre. Hannes hat mich mitgenommen nach Lauenau, auf den roten Fuchs und dieses Jahr auf die RTF nach Northeim, ein nasses Erlebnis der ganz besonderen Art. Im Laufe des Herbsts kam die Idee auf, ein Rad für Tanja zu bauen. Wie so oft fängt der Aufbau mit dem passenden Rahmen an, wobei wir hier etwas in Größe 48 suchten, gar nicht so einfach etwas zu finden. Hannes machte verschiedene Vorschläge, die ich mehr oder minder brüsk ablehnte, was mir natürlich leid tut. Es ist von großen Nachteil, wenn man sich viel mit Rädern beschäftigt, weil man dann zwangsläufig sehr, sehr wählerisch wird. So erscheint es mir heute grotesk, eine Dreifachkurbel an eines meiner Räder zu schrauben, während ich noch vor fünf Jahren aus Freunde über die zusätzlichen 10 Gänge vermutlich in die Luft gesprungen wäre. Oder einen französischen Rahmen zu kaufen, an dem jedes Gewinde dem falschen (nämlich dem richtigen, dem metrischen) Maßstab huldigt. Jedenfalls gab es immer einen wichtigen Grund, warum Hannes Vorschläge nicht akzeptabel waren, was ihn wohl so weit zur Verzeweiflung getrieben hat, dass er, als mir bei dem Angebot eines Neri Rahmens nur ein „ist schön, aber zu teuer“ herauskam, er innerhalb von Sekunden die Sofortkauf Option bei Ebay wählte und das Teil wenige Tage später bei ihm zu Hause war.

Hannes und Tanja luden mich zu sich nach Hause ein, wo ich das gute Stück wertschätzen sollte. Es sah aber auch prinzipiell lecker aus, nur ein wenig ungepflegt. Also verdonnerten wir Tanja, um auch die emotionale Bindung zu ihrem neuen Rad zu stärken, den Rahmen ordentlich zu waschen und zu schruben und dann mit Politur auf Hochglanz zu bringen. Danach sah der Rahmen dann wirklich lecker aus und ich hatte ein wirklich schlechtes Gewissen, doch dazu später.

Das ist das zweite Neri Rad an dem ich baue, das erste, einen sehr schönen blauen Rahmen , habe ich vor ca. einem Jahr für Andreas aka Umberto zusammengesteckt.

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Guido “Romolo” Neri war ein italienischer Rennradfahrer, der zwischen 1959 und 1970 in verschiedenen Pro-teams fuhr und immerhin am Giro d’Italia, der Tour de France und anderen großen Rennen siner Zeit teilnahm. Nach dem Ende seiner Karriere eröffnete er 1979 einen Radladen in seiner Heimatstadt Cesena (Emilia Romagna), Cicli Neri existiert noch heute. Eigene Rahmen wurden hier nicht hergestellt, aber da die Region reich ist an vielen bekannten und weniger berühmten Rahmenbauern, wurden dort Rahmen ein- und unter dem Namen Neri verkauft. Im Netz findet man ab und an noch ein paar Bilder, aber selbst bei Pedal Room ist derzeit nur ein einziges Neri zu finden.

Der Plan für Tanjas Rad war, eine komplette Shimano 9-fach Gruppe, die ich von dem Faggin Rad von Cobra abgebaut hatte, als es zum Single Speed umgebaut wurden, an Tanjas Rad zu verbauen, inklusive der Laufräder. Leider gab es aber an diesem Rad zumindest eine Komponente, die nie wieder verbaut werden sollte, uns zwar eine äußerst unschöne moderne Stronglight Kurbel mit ISIS Aufnahme. Also musste noch ein wenig Geld in die Hand genommen werden, um eine neue Shimano Ultegra 6500 Kurbel zu kaufen – eine Kurbel die ich wirklich sehr, sehr schön und schlicht finde. Das letzte was Shimano Kurbelmässig noch schönes gebaut hat.

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Shimano Ultegra 6500 Kurbel mit Cobra Stronglight Kettenblättern

Die 9-fach Gruppe besteht aus einem Mix von Shimano 105er Teilen (Schaltwerk, Umwerfer, Kassette) und Tiagra STI Schalt/Bremshebel mit Wäscheleinen. Dazu gibt es Bremsen von Promax (bei denen man sofort nach Erhalt das Logo wegradieren muss, damit diese legal an Neoklassikern verbaut werden dürfen) und simple aber stabileLaufräder von Shimano. das Piece de la resistance ist ein Dura Ace Schnellspanner, so dass wirklich alle ernsthaften Shimano Gruppen an diesem Rad mindestens einmal vertreten sind.

Nachdem die Funktion geklärt war, machten wir uns an das Design. Neben der Hauptfarbe Rot des Rahmens, waren die meisten Komponenten eine Kombination aus Silber und Schwarz und die Decals Weiß – wie sollte also der Rest werden. Wir drei waren uns einig, das die einfachste Lösung, nämlich Lenker, Lenkerband und Zughüllen entweder weiß oder schwarz zu machen strikt abzulehnen sei. Schwarz war einfach zu einfach und weiß zu unpraktisch, auch wenn das den besten ersten Eindruck hinterlassen hätte. Rot, das wusste ich aus, geht Erfahrung, geht auch gar nicht an einem roten Rad, da man keine Chance hat die exakte Farbbnuance zu treffen.

Wie schon gesagt, ich hatte ein schlechtes Gewissen und deshalb schlug ich vor, einmal ein paar farbige Lenkerbänder etc. zu kaufen, so dass wir diese an das Rad halten und uns dann entscheiden, wenn wir das gesamte Bild vor Augen haben. Also kaufte ich dunkelblau,hellblau, Dunkelgrün und hellgrünes Lenkerband samt den zugehörigen Bremshüllen und den entsprechenden Zughüllen. Danach war mein Keller wieder komplett voll mit Zeug. Aber es ist noch nicht einmal möglich diese relativ simplen Farben gut auseinander abgestimmt zu kaufen. Das dunkelgrüne Lenkerband von BBB hat exakt die gleiche Farbe wie das apfelgrüne von Fizik. Das schränkte dann die Möglichkeiten etwas ein. Und noch tagelang, wenn ich in den Keller ging, hatte ich etwa das folgende Bild vor Augen.

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Mein Keller vor dem Zusammenbau

Nur noch mit mehr Farben.

Eines Abends trafen Hannes und ich mich bei mir im Keller und legte farblich Hand da den Neri Rahmen an. Wir hielten Lenkerband und Zughüllen an den Rahmen und Hannes machte jeweils ein Photo und schickte es an Tanja, dies es dann per What’s app kommentierte. Das klingt jetzt sehr kompliziert und aufwändig und ich bin froh, dass ich von den beiden nicht gezwungen wurde das Lenkerband auch noch zu wickeln und die Züge komplett zu verlegen. Aber im Grunde war die Entscheidung schon vorher klar, denn Tanja hatte schon die prima Idee geäußert die Farben der italienischen Trikolore nachzuempfinden: Grün, weiß und rot; letzteres bereits durch den Rahmen ausreichend vertreten.

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Bitte die Bilder ansehen und dazu diese Musik hören. Ciao, Italia.

Angeblich soll ja auch mal kurz nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland bei einem Besuch eines deutschen Politikers im Ausland das folgende gespielt worden sein, weil das Gastland fälschlicherweise annahm, dass dies eben die neue deutsche Nationalhymne sei. Auf Wiedersehen, BRD.

An dem Abend haben Hannes und ich dann das ganze Rad fertig zusammengebaut.

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Wie immer brauchte da viel mehr Zeit als gedacht, so dass Hannes erst sehr spät nach Hause kam. Er parkte das Neri Rad im Schlafzimmer, so dass es Tanja nach dem Aufwachen direkt als erstes ins Auge fiel. Ich wünschte meine Frau würde das auch tun, mit den Rädern die sie für mich baut. OK, wenn ich so drüber nachdenke, würde ich mich schon über ein gemachtes Frühstück ziemlich freuen.

Hier noch ein paar Eindrücke:

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Das ganze Rad muss jetzt noch auf Komfort getunt werden, damit es auch oft und gerne gefahren werden kann. Die ersten Ausfahrten sind bereits gemacht, und jetzt wird gefrickelt bis es passt.

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Silvia wieder Single.

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Update: Triple Ten Challenge.

American English follows North-German

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David und ich haben uns am 1. September auf die „Tripple Ten Challenge“ begeben; also im Prinzip wollen wir beide jeweils zehn Kilogramm abnehmen und wenn wir das tun, oder nicht tun, dann gibt es Geld für einen guten Zweck. Das ganze ist ziemlich kompliziert, aber auch nicht so, dass es weh tun könnte.

Am 1.September haben wir uns eingewogen, und unsere Startgewicht betrugen:

David : 95,5 kg

mob : 94,3 kg

Zwei Monate später können wir schon ganz erhebliche Fortschritte melden. Also, genauer gesagt ich kann das, denn von David habe ich diesbezüglich nichts mehr gehört. Was vermutlich bedeutet, dass er heimlich total viel abnimmt, um mich dann überraschend zu schlagen. Was allerdings nicht unbedingt nötig ist, denn heute beim wiegen war ich runter auf 93,7 kg. Oder etwa 0,35 kg/Monat, ergo, zehn Kilogramm sind in etwa 30 Monaten erreicht. Hm, wenn da nicht noch zweimal eine Winterpause wäre. Aber jetzt fange ich richtig an, ehrlich. Nein, meine ich wirklich ehrlich.

English

OK guys, we started our challenge on Sept.1st with a starting weight of:

David : 95,5 kg ( = 209lb 7.203026oz)

and mob : 94,3 kg ( = 207lb 3.858513oz) respectively.

I haven’t heard anything from David recently, but I can assure everyone, that we are well on track. Please learn some German or trust your Google translator to find out the details from the above German text.

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Triple S Orange

Beschreibung folgt später.IMGP1966 IMGP1967 IMGP1968 IMGP1970 IMGP1971 IMGP1972 IMGP1973 IMGP1974 IMGP1976 IMGP1977 IMGP1978 IMGP1979 IMGP1980 IMGP1982 IMGP1983 IMGP1985 IMGP1987 IMGP1988 IMGP1989

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Nachlese: Paris – Brest – Paris

David hat dieses Jahr, nach 2011, wieder an PBP teilgenommen und erfolgreich beendet. Ich finde das eine unglaubliche Leistung; vielmehr finde ich aber auch, dass das unglaublich viel Zeit ist für etwas was (meiner Meinung nach und mir) keinen Spaß macht. Vielleicht ist dies aber auch nur eine Vorurteil. Am abschreckensten findeich den Mangel an Schlaf. Könnte ich nicht, wollte ich nicht. Das vorherrschende Image von PBP diess Jahr sind Photos von Radfahrern die egal wo schlafen: am Wegesrand, in Straßengräben, hockend auf dem Bürgersteig, auf Bahren in Unterkünften….

PBP2015Netter Film dazu vom NDR. Danke an Yuji für den Hinweis.

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Giro Dolomiti – die achtbändige Ausgabe. Heute: Schluss. Aus. Und vorbei.

So, der letzte Renntag des Giros. Danach sollte es dann nun wirklich Schluss, Aus und vorbei….. sein, wie Space Kelly ankündigte; hing mir ohnehin schon die ganze Zeit in den Ohren.

Aber vorher noch ein Etäppchen: 102 km, 565 Höhenmeter, ein lächerlicher Rennteil von 1,4 km Länge und 165 Höhenmetern. Es ging diesmal durch das Bozener Tal an der Etsch entlang Richtung Süden bis zur italienischen Sprachgrenze nach Salurn/Salorno. Diesmal ohne David, der zwar netterweise noch mit uns frühstückte, sich aber dann auf zum Flughafen machte und mit dem Leihwagen von dort aus nach Verona fuhr.

Wir anderen fuhren zum Start, wo wir uns mal wieder perfekt und stylisch gekleidet, wohltuend abhebten.

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Silviajochenmobsilkeandere: Silke mit neuem, schicken Q36.5 Jersey.

Lustigerweise ging es nun auf der Straße nach St. Jakob direkt an unserem Hotel vorbei, d.h. den Weg zur Messe hätten wir uns eigentlich sparen können. Ich dachte, David würde uns vielleicht bemerken und auf unserem Mini-balkon stehen, uns zuwinken, aber vermutlich war er gerade andersweitig beschäftigt. Wir fuhren indessen weiter, überwiegend im flachen, bis nach Laimburg. Dort sollte nun nach 21 km die Zeitnahme des Rennens beginnen. Ich war voll motiviert, nachdem ich, wie ich fand, am Vortag eigentlich ganz gut drauf war. Und als das Tor der Zeitnahme in Sicht kam, spurtete ich dann auch gleich richtig los und überholte den einen und den anderen. Die Steigung zog leicht an und da Tempo wurde ein wenig langsamer, aber da war ja auch schon das Schild „1 km to the finish“ – so „piece of cake (Kuchenstück). Dann wurde die Steigung aber sehr schnell sehr viel steiler. Selbst mit Kompakt 34/28 Übersetzung ging es einfach nicht schneller als mit 7,8 km den Berg hoch. Und es wurde noch steiler. Ich bin beim Stelvio nicht abgestiegen und auch nicht bei der Sella Runde, also Etappen in denen wesentlich länger gefahren wurde und wesentlich mehr Höhenmeter zurückgelegt werden mussten – aber dieser Anstieg killte mich gerade. Ich war kurz vorm aufgeben, was mir aber weniger als einen Kilometer vor dem Ziel irgendwie bescheuert vorkam.  Mühsam klammerte ich mich am Lenker fest und trat mich Stück für Stück den Berg hoch. Da, endlich war das Ziel in Sicht. Ich war nicht in der Lage da noch zu sprinten, es war wirklich nur noch ein Kampf um das Ankommen. Das ganze dauerte noch nicht einmal acht Minuten, aber ich war wirklich total fertig. Sicher, wenn das die erste Etappe, und ich frischer gewesen wäre, ja wenn, dann wäre das alles viel einfacher gewesen. Aber wirklich, so einen Anstieg habe ich noch selten erlebt, vielleicht Kazahari Rindo in Tokyo. Man muss aber auch sehen, dass ich da mit 21 Höhenmeter /Minute hoch bin, das ist auch nicht ohne. Die schnellen Jungs und Mädels schaffen das in weniger als viereinhalb Minuten (ca. 37 Hm/min).

Kazahari Rindo in Tokyo (Ausschnitt). Die Mutter aller Anstiege.

Man, war ich froh, als ich oben war. Und da die Ulmis gerade um uns herum standen, fragten wir sie, ob sie ein Foto von uns machen wollten. Sie wollten.

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Immer noch gut gestylt, aber nicht mehr ganz so frisch: Silkemobsilviajochen

So, damit war dann morgens vor 10 das Rennen beenden, jetzt hieß es noch 80 km durch die Gegend gurken. Nachdem wir von dem Hügel wieder unter waren ging es erst einmal im Flachen weiter Richtung Süden, durch Salurns bis nach Mezzolombardo, wo wir Pause in einer riesigen Kellerei machten. Das muss man sich jetzt nicht so mit Holzfässern und Zwergen vorstellen, sondern wie eine moderne Fabrik mit viel rostfreiem Stahl.

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Jochen dehnt sich für die letzten Kilometer

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Danach ging es auf der Westseite der Etsch wieder zurück Richtung Bozen, zunächst flach, so dass ich Zeit hatte mich im Feld etwas umzuschauen und über generelle Stylefragen nachzudenken. Ich muss sagen, dass ich vielleicht nicht den Namen, aber die Jerseys der „Eindhoven Pinguins“ sehr schick fand.

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Es waren übrigens ein Haufen Holländer und Belgier da. Ein paar Belgier hatten auch sehr schicke Jerseys vom „Royal Antwerp Bicycle Club„, einem Club der bereits 1822 gegründet wurde, mit anderen Worten, außer Mario Cippolini und Helmut Schmidt war da noch keiner von uns geboren. Das schickste überhaupt ist natürlich ein Q36.5 Jersey getragen von „Ihr“.

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Anhand der Ergebnislisten kann man ja relativ leicht checken, wer „Sie“ ist. Ups, „Sie“ war 26 Minuten schneller den Stelvio hoch, 8 Minuten schneller im ultimativen Tal und fast 1 1/2 Minuten schneller bei diesem Killeranstieg. Ist definitiv nicht meine Gewichtsklasse.

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Letztes rumradeln in der Gegend.

Nach dem flachen Stück ging es eine letztes Mal den Berg nach Kaltern hoch, die Strecke die wir als Vorbereitung vor dem Giro gefahren sind. Ich kam auf die Idee hier auch mal pinkeln zu müssen, war aber recht weit hinten, fuhr dann eine Strasse rein, die rechts und links Wohnbebauung hatte, musste dann weiter runter bis zum See und mich anschließend durch die Schlange von genervten Autofahrern wieder in den Peloton zurückkämpfen. Der letzte Anstieg, danach ging es dann nur noch runter nach Bozen. An der Messe war alles vorbei, die Stimmung entspannt.

Strava der Etappe

 

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Hier werden jetzt nur noch die Lachmuskeln gedehnt.

Dort gab es übrigens jetzt auch was zu essen (Pasta) und wir reihten uns in die Schlange ein.

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Die letzte Schlange. Der kleine Gelbe ist aus Hövelshof.

Wir kamen da ins Gespräch mit dem kleinen Gelben aus Hövelshof. Und der berichtete, dass dieses Jahr der Giro zum vorletzten Mal stattgefunden habe. 2016 noch ein letztes Mal, und dann ist Schluss. Aus. Und vorbei. Grund: die Freiwilligen sind alle alt geworden nach 39 Ausgaben und es gibt zu wenig junge Leute die nachrücken und zudem wird auch einer der Hauptsponsoren sein Engagement einstellen. Also, wer noch teilnehmen möchte sollte sich auf das nächste Jahr einrichten. Wir können es nur empfehlen.

Im Hintergrund war eine Bühne aufgebaut und jede Menge Preise warteten darauf verteilt zu werden. Die Preisverleihung begann, als wir noch beim Essen waren und einige der geehrten schleppten wirklich erstaunliche Dinge aus der Halle: Ich glaube in der Teamwertung gab es einen Parmesan Käse als Preis, der war so groß und schwer, dass er nur mit Hilfe eines Holzgestells überhaupt transportiert werden konnte. Wer den gewonnen hatte, der brauchte nie mehr in seinem Leben wieder an Parmesan kaufen zu denken.

Jochen wurde dann im Nachhinein auch geehrt für den dritten Platz  in seiner Altersklasse bei dem zweiten Teil des Giros.

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Er bekam vielleicht nicht genug Parmesan für’s Leben, aber genug für den Rest des Jahres mit Sicherheit. Wir warten noch auf die Einladung zur Käsefondue Party

Am nächsten Tag ging es nach Hause.

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Dauerte ätzend lange, da relativ viel Staus in Österreich und Bayern uns aufhielten. Und dann war auch noch die Strasse nach Hude gesperrt! Und das letzte, nicht asphaltierte Stück zu Silvias Haus kann man ja auch nicht schneller als mit 20 km/h fahren. All dies trug dazu bei, dass wir erst nach 14 Stunden wieder zuhause waren. Hier warteten nun weder EPO-Dirndl Barbie, noch Mademoiselle Jeanne auf uns, um uns zu verwöhnen, sondern Menschen (im Sinne von : Nicht-Radfahrer) denen wir bitte in aller Kürze unsere Reise schildern, damit wir uns dann umgehenst um die in der Zwischenzeit angelaufenen Probleme kümmern. In meinem Fall: Terrasse lasieren, Glühbirnen austauschen, Drucker einrichten, Mathe Nachhilfe geben etc..

Bleibt abschließend noch doof zu fragen:
Hat es sich gelohnt?
Würdest Du das noch einmal machen?
Wie ist das im Vergleich zur Transalp? 

Ich denke die Antwort ist ja, ja und ja.

 

 

 

Na gut, dann doch etwas ausführlicher. Ich denke vorher waren wir alle etwas nervös, weil wir ja nicht alle Tage 700 km in sechs Tagen in den Bergen fahren. Und dann auch noch in einer Truppe, in der man mindestens einen nicht besonders gut kennt. Aber, es passte alles, wir waren durchaus jeder für sich fähig den Giro zu überleben und wir harmonierten auch gut miteinander. Im Nachhinein fand ich das super; aber man muss sich eben doch im Vorfeld immer wieder motivieren an so etwas teilzunehmen und dann auch zu organisieren. Es wäre so viel einfacher gewesen wie letztes Jahr wieder am Rad am Ring teilzunehmen (und 2014 hat das auch richtig Spaß gemacht), aber das zusätzliche Risiko zu übernehmen hat sich ausgezahlt.

Würde ich es nochmal machen? Klar, aber wenn dann nächstes Jahr.

Im Vergleich zu der Transalp ist der Giro wesentlich stressfreier, aber auch nicht ohne. Die Transalp ist halt zeitlich länger, von der Distanz her ebenfalls und auch die Höhenmeter sind mehr. Das ist aber nicht der große Unterschied. Der große Unterschied ist, dass man auf der Transalp quasi keine freie Zeit zur Disposition hat: Ortswechsel an jedem Tag, nach dem Rennen massieren lassen, dann zur Unterkunft, duschen, auspacken, Wäsche waschen, dann zur Pasta Party und dann ist es auch wieder so spät dass man besser schläft um fit für den nächsten Tag zu sein. Und das ganze an sieben Tagen hintereinander strengt schon sehr an. Und macht geistig mürbe. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich ja das harte Turnhallenpaket bei der Transalp hatte. Wenn ich duschen wollte, dann wollten das auch 200 Andere in einer Turnhalle mit 5 Duschen; wenn ich Wäsche waschen wollte, dann auch die Anderen. Wen ich schnarchte, dann taten das auch die anderen, und davon wachte ich auf.  Da war immer Kampf ums überleben außerhalb des Radrennens selber.

Die Transalp ist ja beileibe keine schlechte Veranstaltung, aber wenn ich neben Radfahren noch etwas anderes machen möchte ist der Giro die bessere Wahl. Persönlich fand ich auch die Teilnehmer beim Giro etwas angenehmer, viele von den Transalpmenschen waren doch sehr sehr sehr auf Radfahren fixiert und zu sozialen Kontakten nur noch sehr eingeschränkt fähig („Hey, Deine Sattelstütze ist zu niedrig eingestellt!“).

So, und damit sind hoffentlich alle Fragen, die irgendjemand zum Giro Dolomiti haben könnte beantwortet. Mein Dank geht an Silke, Silvia, David, Jochen und Thomas, mit denen ich gemeinsam fahren, und sie dann in der Konsequent besser kennenlernen durfte. Nichts wird mehr so sein wie vorher.

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Giro Dolomiti – die achtbändige Ausgabe. Heute: La valle ultimo, il giorno ultimo

Am 5. Tag des Giro Dolomiti warteten noch einmal besondere Herausforderungen auf uns: Eine fahrt in das allerletzte Tal und eine Etappe, die wie ein Witz aussah, aber keiner war.

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Mit 123 km stand eine mittellange Etappe am 5. Renntag auf dem Programm mit einem interessanten Profil. Statt brutalen, kurzen Anstiegen über 600 Höhenmeter und 6 km Länge (inkl. Mittelstück, das es nicht so ins sich hat), war heute eine sehr lange Strecke (18 km) mit einem Profil, dass sich ähnlich wie die Verbreitungsrate von Ebola oder facebook entwickelte: Flach und leicht stetig zu Beginn, und dann immer rasanter.

Wenn man da eine gute Figur machen will, dann muss man vor allem gut aussehen, dachte ich mir am Morgen und zog das beste und schönste an, was mir Silvia noch erlaubt hatte zu tragen: Orange SIDI Schuhe mit Streichelzarten Socken, orange Q36.5 Bibshorts zum ersten Male, mein Fyxo Jersey (das den eindruck erwecken sollte ich würde die Strecke mit dem Fixie fahren), Campa Mütze und Rayban Aviator Sonnenbrille. Ich sah super aus, soweit die Rahmenbedingungen super aussehen zu lassen und Silke, Silvia, Jochen und David auch.

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Rad und Unterkörperdesign in fast perfekter Harmonie

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mob. since forever.

Wir

Bestangezogendste Truppe aus dem Giro: Mobdavidjochensilkesilvairgendjemand

Ich könnte ja hier stundenlang über modische Aspekte des Giros oder EPO-Dirndl schreiben, will aber langsam doch einmal zum Rennen kommen. Zunächst ging es also raus aus Bozen auf flachen Wegen durch das Tal Richtung Meran. Links und rechts wie immer Berge, Wein, Äpfel, Wiesen und blauer Himmel.

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Nach 25 km kam der erste Anstieg über ca. 400 m nach St. Pankratz, aber so richtig anstrengend war das nicht. Es blieb genug Zeit das Feld zu beobachten: Keine Rapunzel, keine Sie. Dafür aber andere, interessante Erscheinungsformen, die mir in den ersten vier Tagen entgangen sind. Hier sehen wir jemanden in blau, der sich, wie es sich für Radprofis gehört, die Haare auf den Beinen rasiert hat – exakt bis zu den Kniekehlen. darüber tobt der Bär.

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Es war fast unmöglich Fotos von der Landschaft zu machen ohne einen Pinkler am Wegesrand aufzunehmen.

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Jochen im stylischen RRG Outfit vor mir

Sorry, ich schweifte wieder ab in Stilfragen, aber im Rennen war gerade nicht so viel los. Man fuhr halt so durch die Gegend.

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Genauer gesagt, Silke fährt hier so durch die Gegend. Ein Gelber pinkelt in der Gegend rum.

Nach der Durchfahrt durch St. Walburg begann dann das Rennen. Hinter mir waren die Ulmis und eine größere Gruppe von Scuderia Südstadt. Und da es ja erst einmal flach zur Sache ging, dachte ich, dass es eine gute Idee wäre sich erst einmal an Scuderia Ulm ranzuhängen. Wir fuhren also so mit 40 Sachen durch das Tor der Zeitnahme, unglücklicherweise beschleunigten die dann auf 50 Sachen, so dass ich ca. 100 Meter nach Beginn des Rennens allein auf weiter Flur war. Hm, so hatte ich mir das nicht gedacht. Ich machte aber trotzdem guten Speed alleine, immer im 35-40 km/h Bereich und den einen oder anderen Alleinfahrer konnte ich so einholen. Ich wurde aber auch von ein paar Gruppen eingeholt, die einfach zu schnell waren, als dass ich mich hätte dranhängen können. Es wurde jetzt auch sukzessive steiler und die Geschwindigkeit sank.

In St. Gertruden war dann Schluss mit lustig. Es kam eine Verpflegungsstation wo Getränke angeboten wurden, aber auf den Trick mit dem kalten Tee falle ich ja nicht mehr rein. Und dahinter begannen die sehr steilen Serpentinen in den Anstieg der letzten 6 km. Ui, das war hart. Ich strengte mich richtig an, aber es wurde immer härter. Zum Glück war es nun im Wald etwas schattiger, aber ich hatte große Lust das Rad an einem Baum zu lehnen und erst einmal Pause zu machen. Jetzt überholten mich auch mal wieder die Melody Farmers. Der Gradient wurde noch steiler, später auf Strava las ich etwas von 30% Steigung. Das glaube ich jetzt mal nicht, aber einige Stücke waren mit Sicherheit steiler als 20%. Ich fühlte mich wie in einem Looping. Keine Ahnung mehr von oben oder unten ist. Das erinnerte mich sehr stark an „Action Park“.

The action never stops – at action park. And also never at the Giro.

Hm. Das war hart. Aber da kam auch schon die 1 km Anzeige. Und nachdem mich die Melody Farmer gerade überholt hatten, holte ich sie wieder ein. Doch dann kam der Zwerg von hinten und holte mich ein. Hatte ich schon von dem Zwerg erzählt? Nein? Dann ist es jetzt auch zu spät.

Jedenfalls reichte es noch für einen Sprint ins Ziel – wo Jochen bereits seit längerem stand.

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Da hatte mich der Zwerg mal wieder überholt … und das 100 Meter vor dem Ziel.

Nach und nach kamen auch Silke, Silva und David ins Ziel. Cool, alle zusammen und nun erst einmal die Landschaft bewundern, chillen und Essen fassen.

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Als wir dann zurückfuhren wurde mir erst einmal klar, wie steil die letzten sechs Kilometer waren. Nach dem ganzen rumfahren in der Gegend verlernt man ein wenig das Gefühl für Steigung. Man wundert sich, ist doch eigentlich flach hier, warum geht das nicht schneller? Aber es ist nicht flach, man zieht gerade eine 8% Steigung hoch. Aber umgekehrt? Ich hing die ganze Zeit in den Bremsen und freute mich auf die ersten 12 km der Rennstrecke mit einer technisch deutlich weniger anspruchsvollen Abfahrt.

Irgndwann einmal auf der Rückfahrt, in Lana, etwa 25 km vor dem Ende, wurde der ganze Pulk gestoppt und sollte sich wieder sammeln, um gemeinsam durch den Verkehr geleitet zu werden. David und ich hatten darauf wenig Lust und wir machten uns alleine auf dem Weg. Und irgendwann dachten wir, hey, warum eigentlich auf dieser langweiligen Landstrasse fahren? Da unten geht doch ein Radweg am Fluß entlang! Also mussten wir uns nur durch die Apfelplantagen zum Fluss aufmachen und den Weg finden. Gesagt, getan. Leider war das nicht ganz so einfach. Wir verirrten uns fürchterlich zwischen den Äpfelbäumen und hätten wohl nie den Weg wieder zurück nach Hause gefunden, wenn wir nicht einem einheimischen MTB Fahrer begegnet wäre, der uns auf den Radweg lotste.

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Der Lotse.

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Erster Platter.

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Die Alternative zur Landstrasse.

Ich kann gut verstehen, dass man nicht 500 Teilnehmer über diesen Radweg lotsen kann, aber für David und mich alleine war das eine sehr gute Alternative. Noch ein Stück durch die Stadt und wir kamen dann tatsächlich auch später als die anderen an.

Das war dann auch der letzte Renntag von David, der sich die sechste Etappe schenkte und am Tag darauf nach Verona fuhr, um dort seine Familie zu treffen. 14  Tage später startete er bei Paris – Brest – Paris und fuhr die 1.200 km in weniger als 90 Stunden. Unglaublich.
David und ich kennen uns nun seit 10 Jahren. Wir trafen uns das erste Mal, als wir zusammen mit Juliane 2005 von Atami nach Shimoda geradelt sind, ein sehr legendärer Trip.

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Wir müssen da hin wo Julianes linke Hand ist und haben in den ersten beiden Stunden gerade mal die Distanz zwischen meinen Finger geschafft. In der Zwischenzeit sind wir echt viel mit einander gefahren und haben eine Menge zusammen erlebt.

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Für uns war es dann nur noch ein weiterer Renntag, bevor wir uns dann einen weiteren Tag später auf den langen Weg nach Hause machen sollten. Wir machten und zurück auf den Weg zum Hotel, wo ich den Sohn der Besitzerin mal wieder überzeugte, dass die Mädels mal wieder einen Zimmerwechsel brauchten. Nachdem nach hinten raus nicht OK war (Partylärm), nach vorne aber nach weniger (Verkehr), kamen Sie wieder nach hinten, konnten aber dort nicht bleiben und mussten wieder nach vorne, was aber nicht ging wegen „starkem Geruch von Männerurin im Zimmer“. Mindestens eine Nacht hatten sie mal zwei Zimmer, so verzweifelt war das Hotel bemüht ihren Ansprüchen gerecht zu werden. The action never stops.

Strava

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