Letztens hatte ich hier über die Kurbel an dem blauen Chesini von Hiroshi, C Speed Yokohama berichtet. Die cih unbedingt haben wollte. Inzwischen hat Hiroshi mich aufgeklärt, es handelt sich um eine Velo Orange Grand Cru 50.4bcd Crankset Kurbel. Schön, aber für $200 auch ein wenig teuer. Und letztendlich ist das ja auch nur die Kopie einer Stronglight 49D Kurbel. Also gebe ich mich zufrieden mit meiner Stronglight TS, die Tobias netterweise für mich poliert hat. Ich könnte die also irgendwo montieren. Leider könnte ich die dann nie wieder abnehmen, da diese Franzosenteile dummerweise andere Gewinde haben, so daß Standardabzieher hier nicht passen (23,5mm x 1). Tobias meinte auch, dass die vom Material her schon sehr brüchig ist. Ist also mehr etwas zum anschauen und für die Vitrine.
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Der schönste Stück Stahl der Welt

Ist ein Moser Leder AX Evolution. Fand ich mal.
Und auch heute wäre ich nicht abgeneigt, diesem, meinem Urteil (Hallo Helmut) zuzustimmen. Irgendwann einmal entdeckte ich so einen Rahmen auf Ebay. Alt, aber noch nicht benutzt, coole, metallisch glänzende Farben und zwei Dinge, die mich total für diesen Rahmen einnahmen. Die Enden der Kettenstreben, Sitzstreben und sogar auch die der Gabel waren offen, man hatte sich nicht die Mühe gemacht diese zu verschweißen – wow – wie cool ist das denn, dachte ich. Und außerdem waren die Rohre WIG geschweißt (aus irgendwelchen Gründen heisst das TIG im Englischen, kommt das daher, daß Wolfram auf Englisch Tungsten heißt? Genau, dem Internet sei Dank für schnelle Erkenntnis). Also man sah einfach keine Schweißstellen und keine Muffen. Als, das war Stahl, sah aber aus wie mein Cannondale Alu Rahmen. Heute weiß ich nicht emhr genau, was ich daran gut fand, aber wenn sich solche Bilder sehe, dann dämmert es.

Ach ja, genau, dass heisst auch „filet silver brazed“ und nicht TIG und sieht wahnsinnig gut aus. Also wie Aluminium. Obwohl Alu nicht doll aussieht.
Und außerdem hat das eine Sattelstütze die von oben wie ein klassicher Vorbau im Sattelrohr mittels enes Klemmkeils fixiert wird.

Kann man bei diesem Bild auch sehen, das da keine Schelle dran ist. Wow. wie aerodynamisch. Fand ich damals gut. Heute weiß ich, daß das bescheuert ist, weil da Wasser reinläuft (das tut es eben nicht, wenn die Sattelstütze oben mit einer Schelle geklemmt ist) und dann lustig weiterplätschert bis unten in das Tretlager. Erstens. Und zweitens bekommt man dieses Sattelstützen quasi nicht mehr zu kaufen. Also, ohne so eine Sattelstütze ist ein Rahmen wertlos.
As Modell wird übrigens noch heute verkauft, sieht aber bei weitem ncht mehr so cool aus.
Also, wie aus der Beschreibung hervor geht wollte ich unbedingt eins haben. Aber die waren so schwer zu finden. Es passierte was passieren mußte. Ich sah eins auf Ebay Italia, mir war egal, dass das Größe 56 cm war und kaufte es. Klar, bei Ebay Italia gibt es eigentlich kaum Räder die größer als RH 56cm sind. Also dann kam es an und ich mußte es auch noch bei der Post am Hbf abholen, mühsam nach Hause schleppen und natürlich sah man schon auf den ersten Blick, daß es viel zu klein für mich war.
Das Ende eines Traumes. Na ja und die Gabel ist eigentlich auch mies. Und so gab es dann plötzlich tausend Gründe warum der rahmen doch nicht so gut ist und schließlich habe ich ihn über Ebay nach England verkauft. Finanziell lief das gerade etwas besser als e/- Null. Eine Menge Fotos sind als Erinnerung geblieben.





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Gazelle Champion Mondial

April 2010. Ich war neu in Bremen und brauchte unbedingt ein Winterrad.
Also es war einfach ganz schlechtes Wetter hier und ich hatte nur Schönwetterräder. Das heisst, eigentlich hatte ich nur ein rad und zwar mein Cervelo Solist von 2008. Ich hatte noch keine Ahnung von Stahlrädern, aber mir war aufgefallen, dass in Bremen andre Räder gefahren werden, als in Japan. Hollandräder, alte verlotterte Stahlschlampen, riesig schwere Trekkingräder mit Anbauten aus Panzerstahl…….also deutlich weniger Carbon. In Japan fährt man ja Colnago, Pinarello oder wenigstens Anchor, oder Damenräder für 150 Euro. Dazwischen gibt es relativ wenig an Angebot und Nachfrage.
Also bin ich, etwas naiv zu Fahrrad Feinkost gegangen, dem exklusiven Radladen in Schwachhausen an der Wachmannstrasse. Das wo die Eisdiele ist. Ich hatte ja keine Ahnung, ehrlich. Und ließ mir eine Gazelle mit Ösen für Schutzbleche andrehen, Modell Champion Mondial AA Frame von 1979 (konnte ich später anhand der Seriennummer herausfinden). Mit einem Sticker eines holländishen Radhändlers aus Den Helder, Jan Verdoes – einen ähnlichen Sticker sollte ich ein paar Monate später auf meinem neu erstandenen Union Fixie finden.
Der Rad war ein großartiger Mix von verschiedensten Komponenten: Shimano 600 Bremsgriffe, Weinmann Bremsen, Campagnolo Naben (bei der hinteren war die Achse gebrochen), Sugino Kurbel, Suntour Schaltung, Reynolds 531 Aufkleber….man das Rad hatte schon einiges mitgemacht. Das Hinterrad hatte auch einen schönen Schlag, so dass eine neue Mavic Open Pro Felge fällig wurde. Fahrrad Feinkost hat sich dann auch wahnsinnig viel Zeit gelassen, bis alles fertig war, so einen miesen Service war ich aus Japan nicht gewohnt. Na ja, aber ich war auch gerade zurück in Deutschland und mittlerweile habe ich mich wieder an die Sitten hier gewöhnt. Beispiel? vor ein paar Tagen beim Bäcker:
Ich :“Guten Morgen, ich hätte gerne ein Croissant.“
Die: „Aha!“
Na ja, also jetzt macht mir das nichts mehr aus. Jedenfalls wurde der Sommer 2010 dann wunderschön, warm, blauer Himmel immer, Familie noch in Japan, viel Zeit zum fahren am Wochenende und alles mit dem Cervelo, denn das ist ja ein Schönwetterrad. Dsa Gazelle habe ich aber dann im Herbst rausgeholt, bin damit zur Arbeit gefahren und ab und an auch längere Touren wenn es aussah, als wenn das Wetter schnell umschlagen könnte. Im Vergleich zum Cervelo ist das natürlich eine lahme Kiste. Ich fing dann an meine eigenen Räder aufzubauen und schnell merkte ich, dass es doch bessere Räder als Gazellen gibt. Ich meine Gazellen sind keine schlechten Räder, aber die sehen halt nicht so gut wie italienische Teile aus.

Im August 2011 habe ich die Gazelle noch einmal mit zu Freunden nach Diemitz genommen und bin dort mit ihr gefahren. Das war sehr schön, aber im Herzen hatte ich schon Abschied von ihr genommen. Ich habe die Gazelle dann noch ordentlich aufgemöbelt, alles neu eingestellt und geölt und gefettet udn dann bei Ebay Kleinanzeigen zum Verkauf eingestellt. Nichts passierte.
Nichts passierte. Dann hatte Larissa Interesse das Rad zu kaufen, aber es war ihr einfach zu groß und nachher hat Tobi ohnehin ein viel schöneres schwarzes Olmo gekauft, dass ich dann für sie herrichten durfte. Schliesslich habe ich die Gazelle über Ebay verkauft.

Genau, es hatte sehr schön alte Klemmen von Shimano Dura Ace, jetzt fällt es mir wieder ein. Die klemmen heute an meinem Union Fixie.
Sugino Kurbel, bereits gepimpt mit einer goldenen Kettenblattschraube. Alle meine Räder haben eine Kettenblattschraube in einer andren Farbe als die andren vier. Das ist mein Markenzeichen.

Mit der Gazelle unterwegs, hier einmal vor meinem Lieblingskriegerdenkmal in Worpshausen. Hier ist die Gazelle noch im Feinkost-Urzustand.
Alles über meine Gazelle Champion Mondial hier.
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Die Beine von Robert
Vermutlich Robert Förstemann, Lebensmotto: „Lieber ein kantiges Etwas als ein rundes Nichts“, dessen Beinphotos ich schon mindestens zweimal gepostet habe. Hier mal wieder ein sehr beindruckendes Bild.
Wahrscheinlich total lahm am Berg.
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Zielscheibe
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Chesini, Blau, in Japan sucht ….

Hiroshi von C-Speed, Yokohama war am Werk.
Und gutes hat er getan. Aus dem NOS Chesini Citerium Rahmen, den ich ihm vor mehr als einem Jahr in Deutschland gekauft hatte, hat es nun ein stilistisch sehr schönes und nicht zu teures Single Speed Rad gebaut.

Oh. ein Dura Ace Steuersatz. Und eine wahnsnnige Kurbel, ich muß ihn fragen woher die hat, die will ich auch!

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Germany’s next top rear derailleur
Ich finde alle irgendwie gut, aber für wen haben wir heute Abend kein Foto?
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34: Campa Nuovo Record
Besteht aus 34 Teilen von 1973
Also, nach meiner Zählung. Vor ein paar Wochen habe ich in einem akuten Anfall von Kaufrauschitis, ein defektes Campagnolo Nuovo Record Schaltwerk von 1973 gekauft. Der Verkäufer hat übrigens nicht übertrieben, es war richtig schön defekt und jenseits jeglicher Reparaturmöglichkeit. Jetzt habe ich hier einen Haufen … Teile. Im wesentlichen Nutzlos.
Abgesehen davon, daß auf dem Teil Campagnolo draufsteht, muß es wirklich teuer und mies gewesen sein. Es kam zu einer Zeit auf den Markt, als gerade Räder in den USA wie verrückt gekauft wurden und die Europäischen Hersteller wie Campagnolo, Huret und Simplex nicht genug Kapazität hatten, um die Nachfrage in den USA zu befriedigen. Das gab Firmen wie Shimano und Suntour die Möglichkeit auf den europäischen und dem amerikanischen Markt zu verkaufen. Und die hatten auch noch die technischen besseren Produkte, allen voran Suntour die ein Patent auf das schräge Parallelogramm am Schaltwerk hatten. Dabei zieht das Schaltwerk beim schalten von „außen“ nach „innen“ weiter auf, so dass der Abstand zwischen Zahnkranz und Schaltwerkröllchen in der Kettenlinie etwa gleich bleibt. Das war bei alten Schaltwerken nicht so, da bewegste sich das Schaltwerk nur horizontal, so dass bei großen Kränzen wenig und bei kleinen viel Abstand war. Diese schalteten dann auch nicht gut.
Die Nuovo Record schaltete schlecht und war auch noch vier Mal so teuer wie eine technische bessere Shimano oder Suntour Schaltung.
Ich weiß nicht, was mit meiner Nuovo Record Schaltung passiert ist, aber ich würde einmal vermuten, das diese an einem nicht abreißbaren Schaltauge verbaut war und dass dann die Kette im Laufrad verklemmt wurde. Wieder vermutlich weil die Begrenzungsschrauben nicht gut eingestellt waren, so das die Kette entweder zwischen dem großen Ritzel und den Speichen oder zwischen dem kleinen Ritzel und dem Rahmen eingeklemmt wurde. Ist mir auch schon öfters passiert was dann im Regelfall damit endete, dass das Schaltauge abriß. Das Schaltwerk war dann noch OK. Ist aber das Schaltauge in den Rahmen integriert und kann nicht abreissen, dann zieht es das Schaltwerk in die Speichen, wo es dann eine Anzahl von häßlichen Geräuschen gibt. Das macht jede Menge Ärger und kostet je nachdem ne Menge Geld.
Baut man das Schaltwerk aber auseinander und legt die Teile auf ein farbiges Blatt Papier, dann sieht das recht gut aus.
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Bottecchia Sprinter 1991 Update
Heute nach dem Aufstehen ein wenig weitergearbeitet an der Neon-gelben Gefahr.
Jedesmal wenn ich mir das Bottecchia anschaue denke ich, dass ich mir eine Schweißerbrille kaufen sollte, um von der Helligkeit des Neongelben Lacks nicht geblendet zu werden. Zum Glück hat die Zeit auch Ihre Spuren hinterlassen und der Rahmen strahlt nicht mehr ganz so, wie er das 1991 getan haben muß. Ich meine, mit dem Rad hätte man doch nur 1991 nach Berlin fahren müssen, das hoch über die Mauer halten sollen und rufen: „Seht, das erwartet euch nach der Wiedervereinigung.“ Und schon wäre das ganze Thema vergessen gewesen. Da hätte auch David Hasselhoff nichts mehr dran ändern können.
Heute war das Rad gereinigt und fertig bemalt. Eigentlich wollte ich ein paar Stellen auf dem Lack mit Acrylfarbe ausbessern und die Einfräsungen der Sattelstütze passend zur Farbe des Oberrohrs neu ausmalen. Letzteres ist einigermaßen gut gelungen und wird diesem Rad sicherlich noch mehr Individualität verleihen. Das ausbessern auf dem Rahmen ist allerdings voll schief gegangen. Es ist einfach unmöglich den richtigen Farbton zu treffen. Farben, wie es das Bottecchia hat werden seit dem Inkrafttreten der Genfer Konvention nicht mehr hergestellt. Das Gelb, das ich gekauft habe sieht auf dem Rahmen aus, als wenn Eigelb drüber gelaufen wäre. Das Gelb passt übrigens ganz hervorragend zu der gelben Tonne im Hintergrund.
Der zweite Punkt, ob gut oder schlecht ist, dass ich den linken Rahmenschalthebel der Suntour Blaze Schaltung nicht abbekommen habe. Auch Unmengen von WD40 und Ballistol haben nichts gebracht. Und mit Ballistol kann man normalerweise wirklich alles schaffen: Sogar den Hund oder das Pferd neu einschmieren, Akne loswerden und Lakritz geschmacklich nachverbessern. Also, sogt Tobi jedenfalls. Dieselbe Firma macht übrigens auch das hier. Ich zitiere: „Schnell zur Hand und niederschmetternd in der Wirkung“ – genau wie das Bottecchia.
Das gute daran ist, daß ich mich wieder erholt habe von der „Gruppities“ Das ist eine ansteckende Radbastlerkrankheit, die darin besteht, daß man meint ein Rad wäre nur schön und technisch OK, wenn alle Komponenten daran aus der gleichen Gruppe kommen. Das Bottecchia hatte Modolo Bremshebel, eine komplette Suntour Blaze Schaltung und der Rest war Shimano 105. Also hatte ich mich mit Gruppitis angesteckt und meinte, daß nun alles Shimano 105 werden müsste. Der angeharzte Schalthebel hat ber zum Glück größere Geldausgaben verhindert.
Irgendwie sind die Wolber GTX Laufräder ja schön und es fällt mir schwer mich von denen zu trennen, obwohl ich gar keine Verwendung für die hätte. Mal sehen, vielleicht tausche ich die noch aus gegen etwas anderes.
Soweit ist jetzt erst einmal alles locker angesteckt und nun muß der Rest an Komponenten besorgt werden. Dann werden ein paar Photos am Kiosk „Zur Gelben Gefahr“ gemacht, dass passt farblich und ist „epochengerecht“ und dann wird es verkauft.
Eingeordnet unter 2012, Bottecchia Sprinter 1991, Bremen, Meine Räder, Mob



















































































