Archiv der Kategorie: Radprojekte

Räder an denen ich gerade bastele, die aber nicht für mich bestimmt sind. Erst einmal.

Reus Faktor Positiv

Hier ein paar Bilder von einem Reus Rennradrahmen, den ich vor ein paar Tagen gekauft habe. 

1205 Der Reus Faktor Positiv 01

Zuerst dachte ich, hm, dunkles grau, mein Gott wie langweilig, nur ein holländischer Rahmenbauer der direkt hinterm Deich lebt und immer starken Wind, Regen und schlechtes Wetter erfährt kann in einem depressiven Anfall auf so eine Farbkombination kommen. Aber je länger ich mir den Rahmen ansehe, umso besser gefällt er mir. Eigentlich ist dunkles grau auch eine gute, neutrale Farbe an der man alles an auffälligen Farben anbauen kann. Und so ergibt sich eine schöne Alternative zu dem weiß/schwarzen Einerlei was sonst so an Rädern hängt (an meinen übrigens auch).

1205 Der Reus Faktor Positiv 02

Der Rahmen hat einen gut laufenden Hatta Swan Steuersatz vorne und , was noch viel besser ist, eine Befestigung für eine Startnummer kurz vor dem Steuerkopf. Das ist halt eine echte Rennmaschine gewesen, nicht für Amateure. Jan de Reus war (angeblich) ein bekannter holländischer Rennradfahrer in den Dreissiger Jahren, der dann anschliessend Rahmen gebaut hat. Nun dieser Rahmen scheint aus den Achtzigern zu sein, von daher muss der jan ja verdammt lange gelebt haben.

1205 Der Reus Faktor Positiv 03

Das Innenlager ist von Campagnolo. Innenlager finde ich nicht sooo spannend und nach meinen Erfahrungen tut es ja letztendlich doch ein gutes Patronenlager von Kinex auch. aber das hier ist natürlich das orginale, offene Lager. Die Schaltzugführung läuft unter dem Tretlager.

1205 Der Reus Faktor Positiv 04

Ausfallenden von Campagnolo  mit Stellschrauben. Wie heissen die noch mal? Portacatena? Und was heisst das eigentlich? Den großen Nachteil alter Ramen finde ich ja schon den in den Rahmen integrierten Schaltwerkadaptor. Wenn da mal was schief geht und das Ding abreisst ist der rahmen hinüber bzw. nur mit sehr viel Mühe wieder zu reparieren. Na ja, oder man baut das Ding einfach in ein Fixie um.

1205 Der Reus Faktor Positiv 05

Tretlagerstandard ist natürlich ITA. Schicker Campagnolo Aufkleber auf der linken Kettenstrebe.

1205 Der Reus Faktor Positiv 06

Gabel aus Reynolds 531 Geröhr. Oben pantographiert, übrigens genauso wie das Tretlager auf der linken Seite. Die Pantographie hat nicht den Charme Italiens, sieht eher etwas nach dem Druckbuchstabenkasten aus der Kinderpost aus, aber so what. Ich denke diese würde ich noch einmal neu farblich auslegen, vielleicht in rot.

1205 Der Reus Faktor Positiv 07

Ah, diese Aerodynamik. Hier sieht man auch rechterhand das pantographierte Tretlager.

1205 Der Reus Faktor Positiv 10Alles in allem wirklich ein toller und leichter Rahmen, aus dem sich auch in Punko Design noch eine Menge machen läßt. Ich freue mich schon darauf in den Ferien an ihm basteln zu können. Ich denke ein modernes Rennrad, also mit STIs läßt sich daraus sehr gut bauen.

Small 1205 Der Reus Faktor Positiv 06

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Noch mehr Moser.

Heute habe ich noch ein paar Photos von dem neuen, roten Moser Forma für Shozo gemacht, bevor es bald seinen Besitzer erreichen und mich verlassen wird.

 

 

 

Famoses Teil.

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Simonato gold oder schwarz?

Zeuch aus den Wochenendeinkaufstouren is endlich da und wurde einmal spielerisch angebaut.

Die goldene Variante

OK, den Schnellspanner vergessen wir mal ganz schnell wieder. Aber ich liebe G3 Speichen von Campagnolo im Vorderrad, auch von das Kharmasin nicht gerade der hochwertigste Laufradsatz von Campa ist. Leider gibt es nur das Vorderrad in gold, hinten müsste etwas komplett anderes rein.

… und dann werden alle Pantographien, Sattelflutungen und Muffen in Gold ausgemalt und liniert und das ganze mit goldenem Lenkerband und goldenen Außenzügen abgerundet.

Die: Ich will auffallen Variante

Die schwarze Variante

Schlichter und simpler mit einem Gipiemme Pista Laufradsatz in schwarz.

Blogleser bitte abstimmen. Björn muss dann das nehmen, was die meisten Stimmen bekommt. Das ist Demokratie

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Panasonic Werbevideo von 1987

Ein großartiges Video von Panasonic. Es zeigt, wie mit modernster Technik 1987 Panasonic Rennräder auf der Basis damals modernster Technik hergestellt wurde. In Handarbeit ist da wohl nicht mehr ganz richtig.

Daneben hat es aber auch ein paar typisch japanische Aspekte. Zum Beispiel eine Faxmaschine, die 24 Stunden am Tag in Betrieb ist. Wow.Heute hat man allerdings Emailaccounts die gefühlte 2.400 Stunden pro Tag Mails entgegennehmen (2:04). Die „Office Lady“ mit dem klassischen Endachtziger Stirnlockenhaarschnitt (2:30). Der geniale japanische Nerd-ingenieur mit Riesenbrille, Seitenscheitel und grauem Arbeitskittel (3:00). Das Bestätigungszeigen bei der Auswahl von Material (3:48). Weiße Baumwollhandschuhe bei der Arbeit in der Produktion (4:19). Mein Freund der Riesen-Robi (5:55). Feuriges Inferno (6:52).

Genial. Hat eigentlich alles um genauso ein Klassiker zu werden wie Panzerkreuzer Potemkim, Der andalusische Hund oder ein Sonntag in der Hölle.

Hier noch ein paar andere, die aber ein gewisses Verständnis an japanisch benötigen um richtig lustig zu sein.

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Simonato Rahmen. Grün. Fixed.

Serviervorschlag

Ein Perlmutweisser Simonato Rahmen von 1981 oder 1982 in Größe 52 den ich für einen Freund aus Bremen als Fixie aufbauen werde. In dieser Woche erst einmal ordentlich gereinigt, poliert und ein paar Komponenten montiert, die ich mir vorstellen könnte zu verbauen: Die weißen Shimano Sante Bremsen kamen mit dem Rahmen und passen vom Design her sehr gut. Ebenso die SR Laprade Sattelstütze, hier könnte ich vielleicht noch die Flutungen in einer zweiten Farbe zum weiß des Rahmens kontrastieren. Der Vorbau ist von NITTO. Von der Seite sieht er hässlich und eher für ein MTB gemacht aus, von vorne aber hat er eins ehr schönes NITTO Logo.

Decals unter transparenter Lackschutzfolie. Bremsschuhe knirsch an den Sitzstreben

DER RAHMEN

+ Rahmengröße 52 cm (Mitte Tretlager bis Oberkante Sattelrohr)
+ Oberrohr 54 cm
+ Columbus Zeta Rohrsatz (Vorgänger von Columbus Aelle) für 26;4mm Sattelstütze
+ Klassischer 1 Zoll Steuersatz Tange (Neu)
+ Gabel mit verchromter Brücke und Simonato „S“ Pantographie
+ Bremsenaufnahme für Innenhülsen vorne, hinten spezielle Innenhülse
+ Einbaubreite 100mm vorne und 126mm hinten
+ Bremszugführung mit drei Ösen auf dem Oberrohr
+ Schaltzugführung über dem Tretlager
+ Tretlager ITA, geschlossen
+ Schaltzugführung auf der Kettenstrebe
+ Integriertes Schaltauge im Rahmen
+ Campagnolo Portacatena Ausfallenden


Zunächst habe ich einmal ein Miche Primato  Innenlager verbaut und daran eine Gipiemme Sprint Kurbel mit nur einem Kettenblatt montiert.

Das sieht schon mal sehr gut und klassisch aus. Allerdings ist 107mm Achslänge beim Innenlager nicht wirklich genug. Die Kurbel schleift ganz leicht an der rechten Kettenstrebe und das Pendant auf der linken Seite ist so nah an der anderen Kettenstrebe wie ich das noch nie gesehen habe.

Am schönsten an dem Rahmen ist mit Abstand das Logo, das so etwas konstruktuvistisches, Bauhausmäßiges hat.

 

Ach so ja, da vorher in dem Rahmen ein höher bauender Steuersatz montiert war, musste ich einen 100mm Spacer zwischen die obere Führung und die Konterschraube setzen und die Nasenschraube entfernen. Das sieht vielleicht nicht optimal aus, aber eine alte Gabel sollte man nicht ohne guten Grund kürzen, vor allem dann, wenn die ohnehin für einen relativ kleinen Rahmen ist.

Das interessante an dem Projekt ist nun, neben dem schönen Rahmen, das er mit grün als zweiter Farbe aufgebaut werden soll. Grünes Lenkerband? Grüne Außenhüllen? Grüne Laufräder vielleicht? Darüber kann ich mir nun in der nächsten Woche den Kopf ganz herrlich zerbrechen.

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Moser Forma RH63

Moser Forma Rahmen heute endlich fertig aufgebaut und probe gefahren am Weserstadium. Wird in den nächsten Wochen seinen neuen Besitzer, Shozo in D erreichen. Fährt sich flott – mit 63 cm ist der rahmen aber auch etwas zu groß für mich. Der Aufbau war unproblematisch, da hat alles gepasst. Leider gab es nur etwas Ärger mit dem Verkäufer der Shimano Ultegra 6510 STIs, von denen der rechte nicht funktionierte.

Im Laufe der Woche mehr Fotos, leider wird es ja so schnell dunkel.

 

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For Sale: Milanetti Damenrennrad RH54 von 1982

Ich trenne mich von meinem kleinen, kurzen, Grauen.

Wenn ich durch die Straßen von Bremen fahre und ich sehe ein Damenrennrad oder ein Mixte dann schaue ich meistens hinterher. Manchmal wegen der Frauen, aber meistens wegen der Räder. Ich mag die Form dieser Räder und manchmal überlege ich mir ernsthaft, ob dies nicht das ideale Rad für das Alter wäre.

GESCHICHTE

Fujita-San, eine ehemalige Studentin von mir aus ICU Zeiten in Tokyo wollte ein Randonneurrad von mir gebaut haben und so besorgte ich ein komplettes Milanetti, an dem ich mich dann versuchte. Der Rahmen ist vermutlich von 1982 (Shimano Teile waren aus diesem Jahr) aber der Aufbau mit einem sehr häßlichen Flachlenker gefiel mir nicht. Fujita-San setzte zwischenzeitlich ihre Prioritäten anders und so stand ich mit den Rad da und mußte mir etwas neues überlegen. Für meine Tochter wäre das auch kein schlechtes Rad, dachte ich, setzte sie drauf und stellte fest, dass sie vielleicht doch noch einen halben Meter wachsen sollte. Und so lange wollte ich das Teil nicht in der Garage haben. Außerdem wollte meine Tochter etwas „mit Korb“ vorne. Vermutlich für’s Freibad.

In den Wochen danach habe ich dann immer ein wenig am Milanetti geschraubt um es gut aussehend, aber doch funktionell vernünftig aufzubauen. Zunächst einmal kam ein Nitto Mod. 55 Lenker dran von denen ich einige in Japan besorgt hatte. Die gibt es nicht in Europa zu kaufen, haben aber sehr schön retromäßige Gravuren so dass die gut zu alten Rädern passen. Dann habe ich alle Teile auf Shimano Golden Arrow rückgebaut, so dass die Antriebsgruppe nun komplett ist: Umwerfer, Schaltwerker, Schalthebel – alles original Golden Arrow. Ebenso die Bremsen, bei den Bremshebeln war es aber einfacher Shimano 600 (6207) zu montieren die ich vom Design her auch sehr viel ansprechender finde.

Anstatt der Mavic GP4 Felgen mit Schlauchreifen kamen dann Mavic E2 für Drahtreifen drauf. Das ist einfach viel praktischer. Genauso habe ich mich für einen Charge Spoon Damensattel entschieden – auch das ist viel bequemer als etwas was vielleicht leicht besser aussieht. Und für die sehr schönen neuen MKS Stream Pedalen, diesmal in schwarz. All das hatte ich vorher schon einmal beschrieben.

DESIGN

Die originale Rahmenfarbe ist grau und hat hier und dort ein paar Kratzer. Es gibt einige gelbe Akzente wie an den gelb ausgemalten Muffen und den Übergängen von freiem Chrom zur Lackierung an den Streben. Ich wollte dies zuerst weiter betonen und das Rad weiter vergelben, das sah aber nicht gut aus. Als habe ich mich für grau und schwarz im Zusammenspiel mit dem freien Chrom entschieden. Sattel, Pedale, Reifen und Bremsgriffgummis sind in schwarz, die Züge in grau. Einzig und allein die Außenhülle am Schaltwerk kam neu in gelb dazu.

Sieht alles sehr schlank und klassische aus und ist schon ein echter Hingucker.

GEFÜHL

Etwas schwierig für mich zu beurteilen, da ich einfach zu groß für dieses Rad bin. Ich bin es ein paar Mal gefahren und es fährt sich auf jeden Fall sehr bequem und ausreichend schnell. Durch die Ösen an der Gabel und an den hinteren Ausfallenden besteht die Möglichkeit Schutzbleche und/oder einen Gepäckträger anzubringen. Von daher ist das Rad sehr vielseitig. Der Vorbau (Nitto) ist extrem kurz,  das soll eine aufrechtere Sitzposition ermöglichen.  Die Pedalen snd praktisch, da von beiden Seiten fahrbar. Die Schaltung ist präzise und die Bremsen machen ihre Arbeit, wie das Einzugsbremsen aus den Achtzigern eben gemacht haben.

PREISVORSTELLUNG

600 Euro Verhandlungsbasis. Für jemanden aus Bremen, wo ich die Chance hätte das Rad noch mal zu sehen weniger.

SPECS

RAHMEN

+ Stahlrahmen Größe 54 von Milanetti, Padua
+ für 26,4mm Sattelstütze, Rohrsatz unbekannt
+ 1 Zoll Steuersatz, Tange Levin
+ Verchromte Gabel mit Ösen für Schutzblech
+ Bremsaufnahme für Innenhülsen
+ Anlötsockel für Schalthebel
+ Tretlager ITA Shimano, offen ?
+ Schaltzugführung unter dem Tretlager und unter der Kettenstrebe
+ für Umwerfer mit Schelle 28,6 mm
+ Bremszugführung unter Oberrohr und hinter Sattelrohr
+ Verchromter Hinterbau mit Einstellschrauben (neu) und Ösen
+ Ausfallenden Gipiemme
+ Luftpumpenhalterung

LENKER UND VORBAU

+ Nitto Rennlenker Mod.55 400m Breite neu
+ Nitto Vorbau 80 mm neu
+ Shimano 600 (6207) Bremshebel mit neuen Dia Compe Gummis in schwarz

ANTRIEB UND BREMSEN

+ Schaltung 2 x 6 fach
+ Kurbel 52/42
+ MKS Stream Pedalen, beidseitig, neu
+ komplett Shimano Golden Arrow Schaltgruppe
+ neue Kette 1/2 x 3/32 mit Kettenschloss
+ Bremsen Golden Arrow

LAUFRÄDER

+ Shimano 600 Uniglide Naben
+ Mavic Module E2 Drahtreifenfelgen, alte Speichen mit Flugrost
+ Felgenband, Schläuche und Reifen Vittorio Rubino neu

SATTEL

+ Charge Spoon Damensattel neu
+ Kalloy Sattelstütze 26,4 mm neu

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Sold! Panasonic PR 4000 von 1990

Vor ein paar Tagen hat Juliane das Panasonic auf dem Deich getestet. Heute habe ich es fertig gebaut.

Und bin gleich damit gefahren. Was für ein Unterschied zu dem Rad auf dem ich vorher saß! Ich will jetzt aber nicht verraten welches das war. Das Panasonic fährt sich schnell und hart und will beschleunigt werden. Das ist auch kein Problem, es lässt sich gut auf Touren bringen. Mit dem kurzen Lenker und den Stadtpedalen passt es überall durch; es bremst schnell, fährt schnell wieder an und fährt locker im zickzack über den Bürgersteig.

Eigentlich das ideale Rad für kürzere Touren und die täglichen Fahrten in die Stadt. Es sieht nicht auffällig aus, hat schon ein paar Kampfspuren und man muß darauf nicht aufpassen wie auf seine 16jährige Tochter bei der nächsten Klassenfahrt.

Ich mag es. Aber natürlich ist es auch etwas zu klein für mich. Und ich habe noch das Olmo San Remo was nach sehr ähnlichem Muster gestrickt ist.

Rahmen

Größe 58 (mitte-mitte).

Tange Cromo Double Butted Seemless (0.6/0.6) Stahlgeröhr für eine 26,8mm Sattelstütze eigentlich. Es passt aber nur eine 28.6 mm Sattelstütze rein.  Integrierte Sattelstützenschraube.

+ Einbaubreite vorne 100mm, hinten 126mm. 
+ BSA Tretlager mit Neco Patronenlager (eben vernünftig) mit Aluschalen
+ Tange Unifork mit Shimano 105 Steuersatz original, 1 Zoll klassisch
+ Neu aufgebaute Einstellschrauben für das hintere Rahmenende
+ Integriertes Schaltauge im Rahmen.
+ Schaltzugführung mit angelöteter Umlenkung unter Tretlagergehäuse und Kettenstrebe
+ Bremszugführung unten offen am Oberrohr mit angelöteten Gegenhaltern.
+ Für 28,6m  Schellenumwerfer.
+ Anlötsockel für Schalthebel
+ Bremsaufnahme für innenliegende Hülsenmutter

+ Einige Kratzer im Lack und auch leider eine kleinere Delle am Oberrohr. Strukturell unproblematisch, wird aber gesehen. Der hintere Gegenhalter de Bremszugführung am Obrrohr ist leider abgebrochen. Ich würde das jetzt gerne auf den idiotischen Vorbesitzer schieben, muß aber leider zugeben dass ich das in meiner ganzen Dämlichkeit war. Ist jetzt mit einem Kabelbinder gesichert. Hält.
+ Startnummernhalter vorne zwischen Oberrohr und Steuerrohr.
+ Flaschenhalterbefestigung an Sitz- und Unterrohr

Bremsen

Ich hatte kein Interesse daran das Panasonic wieder in seinen Originalzustand aus den Neunzigern zu versetzen, stattdessen wollte ich ein zickiges, schnelles und praktisches Stadtrad bauen mit dem man sich schnell an plötzlich auftauchenden Hindernissen vorbeischlängelt und zackig beschleunigen und bremsen kann.  Daher montierte ich die besten Bremsen der Welt: Campagnolo Veloce. Ich meine das erst, die bremsen erstklassig, lassen sich prima  einstellen, sehen gut aus und kosten nur 35 Euro als Paar. Das ist unschlagbar. Am Lenker dann die sehr minimalistischen Tektro FL-750 Bremshebel dazu. Die werden zwar ständig irgendwo verbaut, sind aber eben nicht klobig und funktionieren gut.

Schaltung

Da habe ich viel rumprobiert. auf keinen Fall wollte ich mir fehlenden Komponenten kaufen, nur um etwas gruppenreines und epochengerechtes zu basteln. Schließlich wurde es überwiegend Suntour, aber ein Mix von verschiedenen Gruppen. Die Schalthebel sind allerdings alte Campagnolo. Die passen eigentlich gar nicht, aber eben doch, weil schöner als die klobigen Suntour Dinger die ich hatte (SL, Edge) und so leicht zu montieren und einzustellen. Da hatte Campagnolo noch wirklich gute Ideen.

Dazu dann eine Suntour Superbe Pro Kurbel die sich nicht verstecken braucht 53/42 Zähne. Dazu einen Suntour ARX Umwerfer, eigentlich eher ein Mittelklassemodul, das aber sehr gut funktioniert und gut aussieht. Natürlich nicht so toll wie der Suntour Umwerfer, den ich zuerst montiert hatte, aber der wird über die Kabelhülle angesteuert und das gestaltet sich in der Umsetzung etwas schwierig. Das Schaltwerk ist ebenfalls von Suntour, Typ ARX aus der gleichen Gruppe. Schaltet alles prima, braucht den Vergleich mit der Konkurrenz nicht zu scheuen. Es hat übrigens auch, genau wie das Suntour Cyclone Mark II Schaltwerk diese schicke innenliegende Zugbefestigung.

Laufräder

Die Laufräder sind uralte Shimano Naben 600EX aus den Achtzigern mit dem alten Logo, Fettschmierungsöffnung und einer 6-fachen Uniglide Kassette. Dazu sind Mavic GP4 Schlauchreifenfelgen mit recht rostigen Speichen verbunden. Die neuen Gommitalia Champion Schlauchreifen sind mit Tufo Band verklebt. Das ist übrigens zu breit für die Felge und die klebrige Seite schaut auf beiden Seiten heraus. Geht das auch anders oder muss das so sein? Jedenfalls ist das eine leichte Combo und gut zum beschleunigen. Die Schlauchreifen rollen schnell und mit wenig Widerstand. Ich persönlich mag auch, wenn die ganz hart aufgepumpt sind und wenig gefedert über den Asphalt rollen – das fühlt sich schnell an.

Lenker, Sattel, Pedalen

Weißer gerader und recht schmaler Charge Lenker. Damit kommt man auch zwischen Autos gut durch – das ist aber nichts für die Berge! Ben Hur mäßige Metallkappen am Ende. Dazu fixierte, stabile und bequeme Rose Schaumgriffe und Tektro FL750 Bremsgriffe. Schwarz Weiß. Das Rad ist sonst schon bunt genug. No Name Vorbau.

Weißer Charge Spoon Sattel. Ich finde den sehr schön, bequem und vom Preis her akzeptabel. Auf Kalloy Sattelstütze.

Die Pedalen sind von Sellavia, die hatte ich übrig weil ich nun an meinen anderen Rädern soweit erforderlich MKS Stream Pedalen montiert habe. Die machen aber Sinn, da sie von beiden Seiten gefahren werden können was in der Stadt sehr praktisch ist.

Verkaufspreis

Ich dachte an 600 Euro VB. Kann gerne nach Wunsch noch weitere Umbauten vornehmen.

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Eingeordnet unter 2012, Mob, Panasonic PR4000

Moser Forma Aufbau Teil 1a

Für Shozo, den mittlerweile 1,90 Meter großen Sohn von Achim und Tomie baue ich gerade ein Rennrad auf. 

Die Basis ist ein 60 cm großer Moser Forma Rahmen, den ich mit einer Gruppe Shimano Ultegra 6500 2×9 aufbaue. Der Rahmen gefällt mir gut, obwohl wenn ich an Japan denke und dann einen Ramen in dieser Größe sehe, dann muß ich ein wenig kichern.  Das sieht so unproportional aus, so wie ein Mann der Stelzen in den Hosenbeinen hat. Oder ein stabilerer Deutscher der in Tokyo U-Bahn fährt. Oder Radrennen.

Man kann schon gut die generelle Formensprache erahnen. Der sehr rote Rahmen sollte nicht zu dominant sein, deshalb wird alles andere bis auf das Lenkerband schwarz oder weiss. Gut passen dazu die Ultegra Naben mit Mavic CXP33 Felgen und die aufgezogenen Michelin Dynamic Sport Reifen.

Da kann das Kopfsteinpflaster kommen. Natürlich gibt es immer Ärger beim Bau eines Rades mit Komponenten, die man bei Ebay oder im Rennradforum gekauft hat. Hier sind es dann die STI Hebel. Der rechte ist Schrott, jetzt muß ich mich mit dem Verkäufer über eine Erstattung auseinandersetzen und einen neuen kaufen. All dies kostet Zeit, Geld und Geduld und gehört irgendwie dazu. Ich wünschte aber, dass ich mehr Leute kennen würde, bei denen ich blind einkaufen kann.

 

Das Moser Logo finde ich sehr chic und gut entworfen. Das gleiche gilt für den etwas massiven Rudelli Steuerkopfsatz. Der Sattel ist ein Fizik Arione – vielleicht muß der aus Budgetgründen aber wieder runter. Der Lenker ist ein schöner, klassischer 3ttt mit Kampfspuren.

So, das ganze muß noch einmal schön geputzt und poliert werden, bevor es an Shozo geht. Aber jetzt ist sowie erst einmal Aufbaupause, bis ich einen neuen STI Hebel habe.

Auch die restlichen Basteleien waren nicht gerade von Erfolg gekrönt. An meinem Union Fixie habe ich das Campa Innenlager ausgebaut, da es mit der Vierkant-ISO Aufnahme ausgestattet ist, auf der sich die JIS Dura Ace Kurbel immer wieder losvibriert. Versucht wie ein blöder die rechte Lagerschale abzubauen, bis ich feststellte, dass die gar nicht ITA sondern BSA Standard ist (Wer soll das denn bitte schön bei Campa und einem angeblichen Gianni Motta Rahmen ahnen????). Dann andersrum gedreht und ab ging das Ding. Das neue Lager, Miche Primato ist natürlich auch ITA Standard, passr also auch nicht. Ich hatte aber noch ein Campa Centaur Lager in der Schublade mit BSA, das passte auch hervorragend sein. Allerdings ist die Vierkantaufnahme ISO und die JIS Kurbel rutscht viel zu weit drauf. Mist, damit ist mein Fixie erst einmal stillgelegt.

Dann an meinen Crosser gewagt. Versucht die Bremsbeläge der Scheibenbremse aufzubiegen, da die an dem Rotot schleifen. Prima, klappt gut. Gebremst und schwupp sind die Dinger wieder komplett fest. Hilfe, kennt sich da jemand aus?

Na ja, wenn es einfacher wäre würde es auch weniger Spaß machen. So kann ich wenigstens stolz sein wenn etwas wider erwarten gut gelingt.

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Eingeordnet unter 2012, Bad Boy, Meine Räder, Mob, Moser Forma, Union

Shimano Ultegra Mavic CXP33 Combo

Ich baue gerade ein Rad für den Sohn eines alten Freundes zusammen. Achim, den Vater, kenne ich seit 1990 als wir uns auf der Naganuma Schule in Tokyo beim Japanischlernen getroffen hatten. Wir waren im gleichen Stipendienprogramm, Achim ist zudem Architekt und ich Bauingenieur – das passte. Wir sind beiden mit Japanerinnen verheiratet, wir haben beide zwei Kinder. Achim hat das aber rationeller angestellt, in dem er gleich Zwillinge erschaffen hat, bei mir brauchte es zwei Schritte mit 5 Jahren Abstand.

Shozo und Isamu sind nun Neunzehn Jahre alt und Shozo braucht ein Rad. Das baue ich ihm gerade auf der Basis eines Moser Forma Stahlrahmens, der heute bei mir angekommen ist. Meine Kinder sind bereits bestens mit Rädern versorgt. Mein Sohn hat sogar zwei, die er beide nur sehr selten bewegt.

Jetzt sind erst einmal die Laufräder fertig geworden. Man könnte böse schreiben, ach wie langweilig: Shimano Ultegra 6500 Naben für 9 fach Schaltung und dazu Mavix CXP33 Felgen in schwarz. Also der größte Hersteller von Komponenten in Kombination mit dem größten Hersteller von Rennradfelgen. Trotzdem ist das eine sinnige Kombination, denn die Dinger sind einigermaßen leicht, halten ewig und Ersatzteile bekommt man überall. Schlecht aussehen tun sie auch nicht an einem klassischen Stahlrahmen. Und billig sind die CXP 33 Felgen ja auch nicht gerade.

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Eingeordnet unter 2012, Mob, Moser Forma