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Anmerkungen zum Laufradbauen.

Ein neuer Laufradsatz ist heute fertig geworden: Araya SA-730 Aerofelgen mit Shimano 5800er 11-Speed Naben für das neulackierte 3Rensho Rad. Zeit sich mal wieder generell über das bauen von Laufrädern auszulassen und was das mit Knutschparties in der Teenyzeit zu tun hat.

Doch zunächst einmal was zur Technik. Wer nichts mit Technik zu tun haben will überschlägt diesen Teil und steigt bei „Knutschparty“wieder ein.

Laufradsatz OA 01/02
[Die Nummerierung folgt dem Shimano Production Code]

Vorderrad

Nabe Shimano 105 HB-5800. 32 Loch in schwarz. Es mag besser gestylte Naben geben, aber Qualität und Preis sprechen für die 105er. Shimano Ultegra ist teurer, etwas leichter, aber nicht wirklich besser. Novatec Naben sind eine Alternative, allerdings musste ich leider erfahren, dass die Industriekugellager nicht besonders haltbar sind und ein Austausch teuer werden kann. Shimano dagegen verwendet noch offene, klassische Kugellager.

Letztendlich ist es allerdings auch ziemlich egal was vorne angebaut wird, hinten ist wichtiger und weniger Auswahl. Und da wollte ich das gleiche Modell hinten wie vorne.

DT Swiss Revolution Speichen, double-butted, 3-fach gekreuzt in silber. Ich habe noch nie ein Laufrad gebaut, was nicht 3 fach gekreuzt eingespeicht wurde und sollte mal damit anfangen. Allerdings nicht radial bei 32 Speichen.

DT Swiss Messingscheibchen zwischen Nabe und Felge. Verwende ich immer, wenn ich wirklich gute und stabile Räder aufbauen will und Zeit habe. Der Einbau ist etwas schwieriger und die Speichen sollten einen Millimeter länger sein als brechnet.

DT Swiss Messing Nippel 14 mm in silber. Übrigens – egal wie lang ein Nippel ist, das Gewinde im Nippel ist immer gleich lang. Man bekommt also keine stabilere Verbindung zwischen Speiche und Nippel, nur weil man längere Nippel wählt. Ich habe 14 mm (statt 12 mm) auch nur deshalb genommen, weil ich mir bei der Aerofelge nicht sicher war, ob ein 12 mm Nippel gereicht hätte. Hätte er.

Araya SA-730 Aero Felge. 32 Loch (klar) silber, Hochglanz poliert. Die zweite silber Hochglanzfelge die ich verbaue nach der H plus Son SL42 für Cobra. An sich mag ich ja lieber geöste Felgen, aber hier musste die Arraya Felge genommen werden, damit der japanische Touch bei dem 3Rensho erhalten bleibt.

Felgenband Schwalbe HP 16 mm. Ich mag nicht-geklebtes Felgenband lieber, auch wenn die Gefahr besteht, dass es bei der Reifenmontage verrutscht. Und zudem gefällt mir bei dem Schwalbeband die Farbe sehr. Passt auch sehr gut zu der Farbe des 3Rensho Rahmens. Jedes Mal, wenn ich einen Platten habe, werde ich mich daran erinnern. Bei der Arraya Felge ist 16 mm gerade etwas zu wenig um alle Speichenlöcher gut abzudecken und 18 mm zu breit zum Einbau. Was die sich da in Osaka wohl gedacht haben?

Schläuche Continental Race 28 mit 60 mm SV Ventil. Einfach weil die am billigsten sind. Latexschläuche sollen ja schneller sein, aber auch schneller die Luft verlieren. Und 60 mm ist definitiv zu lange für diese Aerofelgen, aber macht sich gut mit den alten gelben Ventilkappen von Conti, von denen ich noch einige habe.

Warum eigentlich ist es uncool Ventilkappen zu benutzen? Gewicht? Unwucht? Zu viel Zeitverlust bei einem Platten? Kann ich nicht verstehen. Erstens ist es vermutlich ganz sinnvoll das zarte SV Ventilchen zu schützen (Da ich ja mal Chef einer Ventilfabrik in Japan war darf ich das wohl schreiben) und zweitens ist das ein zusätzliches Designelement.

Reifen Challenge Strada 700x25C Schwarz/Naturflanke

Einen Moment war ich am zögern, ob komplett schwarz doch die bessere Alternative zu spiegelpolierten Aerofelgen sein könnte. Auf jeden Fall kommen nur noch zwei Typen von Reifen an meine Räder:

  1. Conti GP4000 S II, weil das nun einmal ein Reifen unterhalb der magischen Preisgrenze von €30 ist und ein Wunder an Langlebigkeit und Pannensicherheit. Aber doof aussieht. Deshalb braucht es Alternativen.

    Sieht doof aus.

  2.  Alles was schwarz oder schwarz/Naturflanke ist und eine Diamantmuster für einen besseren Grip hat. Wie eben z.B. der Challenge Strada oder der Vittoria Open Corsa.

Die Idee farbige Reifen an meine Räder zu bauen habe ich gänzlich aufgegeben. Totales Verbot herrscht bei der Verwendung von Mavic Reifen (sehr pannenanfällig) und Veloflex (sehen total toll aus, lassen sich aber aufziehen wie Panzerketten und sind pannensicher wie russische AKWs).

Ab und an darf es auch schon mal ein Schwalbe, ein Vredestein, ein Panasonic oder ein Michelin sein. Über den ganzen Rest kann ich nichts sagen, außer dass viele Reifen sehr teuer sind (Specialized, Zipp, Bontrager…)

Hinterrad

Nabe Shimano 105 FH-5800, 32 Loch in schwarz für 10/11 Speed.

Die Nabe für meinen ersten 11-Speed Aufbau.

Bei den Speichen habe ich mich für dickere DT Swiss Competition (1,8 mm) auf der Antriebseite und dünnere DT Swiss Revolution (1,5 mm) auf der anderen Seite entschieden. Ich wollte das mal ausprobieren und schauen, ob Einspeichen und/oder Fahrverhalten anders sind, als wenn ich, wie bisher, komplett DT Swiss Competition verbaue.

Kassette Shimano 105 CS-5800 11 Speed mit 11-12-13-14-15-17-19-21-23-25-28 Ritzeln. Hat laut Shimano den folgenden Vorteil (u.a.):

„RIDER TUNED WIDE RANGE GEARING STAY IN RHYTHM WITH THE CADENCE CONTROL OF 11-SPEED“
Aha. Klingt wie ’ne japanische Gebrauchsanweisung für ein Transistorradio aus den Sechzigern. Reicht aber für ein kurzes Schaltwerk. Denn lange sind wirklich uncool.

Ansonsten alles exakt wie beim Vorderrad. Hier mal zwei Photos auf die schnelle.

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Ach so, die Speichennippel rechts und links vom Ventil mache ich immer in einer anderen Farbe, damit man das Ventil schneller findet! Eine glebe Kappe hilft natürlich auch ungemein.

 

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Hier kann man zumindest die Unterlegscheiben erkennen.

Gedanken beim Bauen

Ich habe jetzt vielleicht so ca. 40-50 Laufräder gebaut, und da ich damit vermutlich mehr gebaut habe als der durchschnittliche Weltbürger, würde ich gerne einmal einige Weisheiten darüber verbreiten, ohne jetzt gleich eine neue Schraner Bibel schreiben zu wollen.

Gutes Werkzeug

Ja, das ist eine Weisheit nach dem Motto: „Rauchen ist ungesund“. Aber ich rauche halt doch. Man  braucht eine Menge teures Zeug, das spart eine Menge Ärger. Dazu gehört ein vernünftiger Zentrierständer. Ich hatte erst so ein fieses Teil von Minora, das hat ewig gedauert, da das Ding nicht steif genug war und trotzdem teuer. Jetzt habe ich einen sauteuren Centrimaster. Und einParktool Tensiometer. Und und und. eine meiner besten Anschaffungen war ein Nippelhalter von Grunge. Damit bekommt man die Nippel gut in hohen Aerofelgen plaziert. denn es ist ganz mies, wenn der Nippel in die Hohlkammerfelge fällt und man den wieder rausfrimmeln muss und sich sogar mit dem Gedanken trägt, den einfach drinnen zu lassen.

Schmierung a la Deep Water Horizon

Ich verbrauche immer Unmengen Ballistol beim Laufradbauen. Alles wird fett mit Öl eingesprüht, damit keine Reibung zwischen Nabe und Speiche und vor allem möglichst wenig zwischen Nippel und Felge entsteht. Letztens hatte Hannes keine Lust einzusprühen und dann war das rad gar nicht zu zentrieren und musste komplett wieder auseinander genommen werden. Also, Nippel, Speichenbögen, Speichengewinde, Unterlegscheiben und Speichenlöcher der Felge, alles wird so dick eingesprüht, bis sich die Familie über den Ballistol Lakritzgeruch in der Wohnung beschwert.

Richtige Speichenlänge berechnen und nachmessen

Ich benutze Spocalc zum Berechnen der Speichenlänge und messe Naben und Felge noch mal nach und vertraue nicht den Herstellerangaben. Das spart jede Menge Ärger. Sind die Speichen zu kurz bekommt man die beim Einspeichen nicht rein, aber dann weiß man wenigstens, dass man etwas falsch gemacht hat. Oder es ist nicht genug Gewindeverbund da, das merkt man dann beim zentrieren. Sind die Speichen zu lang klappt erst einmal alles prima, aber dann schauen die Speichen aus den Nippeln heraus. dann bekommt man das Laufrad zwar fertig, beim fahren hat man dann aber ein erhöhtes Risiko eine Plattens, wenn sich das Felgenband bis zum Speichenende durchdrückt und dann den Schlauch in Mitleidenschaft zieht. Trieb mich zum Wahnsinn bei meinem Panasonic. Es hilft dann alles nix mehr, man muss wieder alles ausbauen und mit neuen Speichen von vorne anfangen.

Nie zwei Mal dasselbe bauen

Ich habe, glaube ich, noch nie eine Felge zweimal verbaut und auch keine Nabe, bis auf Novatec für Fixie Aufbauten und Nabendynamos von Shutter Precision. Ich denke einfach, das es beim zweiten Mal im Leben immer weniger Spaß macht.

Höhenschlag, Seitenschlag, Mittigkeit, Speichenspannung

Man nehme maximal drei und zwar in dieser Reihenfolge. ein Höhenschlag muss IMMER komplett herauszentriert werden, so was merkt man beim fahren, die Seitenflanken nutzen sich nicht gleichmässig ab und da Einstellen der Bremsen wird schwierig. Ein Seitenschlag sollte auch komplett raus, aber das ist extrem aufwändig dies zu tun und auch unsinnig, denn bei der Benutzung der Laufräder kommt der ohnehin in Maßen wieder. Mir reichen plus/minus 0,05 mm Genauigkeit, dann mache ich Schluss und deswegen habe ich auch keine 1/100 mm Meßuhren. Mittigkeit ist auch irgendwie wichtig, aber vorne geht das sowieso automatisch und hinten bin ich nicht so kritisch. 1-2 mm Außermittig macht auch keinen Unterschied im Fahrverhalten und für die Einstellung der Bremsen. Und dann verzichte ich alle Speiche gleich stramm anzuziehen. Ich denke nicht, dass das wichtig ist und mit vernünftigem Aufwand hinhaut. Also 10-20% Abweichung finde ich ganz in Ordnung und hat bislang noch keine Probleme gemacht.

Knutschparty

Jetzt kommt der wichtigste Tip überhaupt. Man kann die Laufräder nicht zwingen. Manchmal ist das Material nicht gut oder man hat selber keinen guten Tag, oder beides und dann geht es halt nicht mehr weiter. Dann nehme man sich ein Glas Rotwein und höre erst einmal auf. Einen zweiten Versuch hat man dann noch, aber wenn es dann nicht klappt, dann muss man das Ganze eine Nacht stehen lassen und am nächsten Tag klappt es dann wie von selbst. Das ist gerade für ungeduldige Menschen wie mich schwierig. Also am besten keinen künstlichen Zeitdruck aufbauen, wenn die Dinger einen Tag später fertig werden ist das ja auch nicht weiter schlimm.

Ich nenne das den Knutschparty Effekt, weil mich das an meine Teenyzeit erinnert. Wir sassen in schlecht beleuchteten, mit Alufolien ausgeschlagenen, sogenannten „Partykellern“ , hörten Supertramp, Barclay James Harvest oder anderen heute völlig inakzeptabelen Schrott und knutschen mit den Mädels. Also die, die wollten, wie z.B. Brixie Möller an die ich mich besonders gerne erinnere. Man kann die Mädels aber nicht zwingen. Und ab und an fand man sich dann alleine mit einer Flasche Bier am Rande der Matratze wieder. Und das muss man halt akzeptieren und bis zur Einladung zur nächsten Knutschparty warten.

 

 

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Chesini Nobile. Eine Linie.

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Eine Linie verbindet zwei Punkte: Hier: Einen Rahmen mit einer Frau. Eine Linie selber besteht wiederum aus vielen Punkten: den Komponenten, die an ein Rad gebaut werden und der Frau gefallen sollen. Also genau auf dem zweiten Punkt enden.

Das alles zusammen ist eine Gebrauchsanweisung wie man ein Rad aufbaut unter den drei wichtigsten Kriterien damit das Rad einen Zweck erfüllen kann: Funktion, Design und Kosten.

Es ist leicht vorstellbar, dass der Zweck die Funktion bestimmt: Ein Rad für die Stadt braucht keine 22 Gänge, ein Rennrad für die Berge aber durchaus. Das wiederum hat Einfluss auf die Kosten und das Design. Ein Rad, das bei jeden Wetter gefahren wird braucht Schutzbleche – ein Rad für den Sommer nicht. Oder vielleicht doch, dann wären abnehmbare Schutzbleche die richtige Wahl. All dies kostet zusätzlich Geld und bestimmt das Design mit. Persönliche Vorlieben bestimmen das Design, aber vielleicht muss man dann Abstriche bei der Funktion machen, auf jeden Fall aber bei den Kosten. Moderne Rennräder legen meiner Meinung nach viel zu viel Wert auf Funktion und Kosten, und zuwenig auf Design. Was man kaufen kann ist vom Design her oft sehr ähnlich, da es nach dem Massengeschmack gefertigt wird und zudem auch Komponenten verbaut werden, die ohnehin immer die gleichen sind: Shimano Ultegra, 105, SRAM Force, Campagnolo Chorus – damit hat man vermutlich mehr als die Hälfte aller Rennräder heute abgedeckt.

Die Schwierigkeit liegt darin, alles in Einklang zu bringen. Auch wenn man das alles optimal auf den Punkt bringt, bedeutet das immer noch nicht, dass ein Rad dem neuen Besitzer gefällt. Ich denke, damit es wirklich gefällt braucht es eine unverwechselbare Geschichte. Diese Geschichte hat zwei Kapitel. Das erste beschäftigt sich damit, woher das Rad kommt und welche Komponenten wie miteinander zusammenhängen. Es beschreibt die Tradition des Rades und verknüpft es mit großartigen Namen und Marken wie Moser, Bugno und Campagnolo. Aha, ein Moser Leader AX, das Rad eines Weltmeisters – wow. Das ist der einfache Teil, er beschäftigt sich mit der Tradition.

Der schwierige Teil die Geschichte eines Rades zu schreiben, ist die Geschichte in die Zukunft fortzuschreiben, weil dieser Teil eng mit dem neuen Besitzer verknüpft ist. Wenn ich ein Rad für jemanden baue, dann hat der neue Besitzer Ideen, aber es fällt ihm schwer diese in Worte zu packen bzw. für die Idee die richtige Komponente zu wählen, denn er kennt nur einen Bruchteil der Alternativen und kann deren Einfluss auf Funktion, Design und Kosten oft nicht richtig beurteilen. Daher ist es wichtig und richtig, dass der neue Besitzer die Komponenten selber auswählt und somit selber die Geschichte schreibt. Man steht ihm als Editor zur Verfügung und beurteilt seine Vorschläge und gibt Ideen vor. Die Geschichte wird aber nicht vom Editor geschrieben. Er druckt letztendlich nur das Buch, in dem die Geschichte steht.

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Ich denke, genau, dass ist es, was Luxus an einem Rad definiert. Die Mitwirkung des neuen Besitzers, die Möglichkeit selber Hand anzulegen an einem handgefertigten Rad. Es wird ein Besitztum, dass dadurch einen höheren Wert erfährt, weil es ein Stück der Persönlichkeit des Besitzers abbildet. Der neue Besitzer sieht es nicht als einen Massenartikel, der auch wenn er praktisch ist und gut aussieht (sagen wir mal, ein IKEA Billy Regal) , letztendlich nichts mit jemandem zu tun hat, sondern als einzigartig und individuell. ein Solches Rad würde man auch seinen Kindern vererben, weil man möchte, das ein Stück der eigenen Persönlichkeit nach dem großen Abtritt weiter in der Welt verbleibt. Bei einem Billy-Regal käme niemand auf die Idee, dass dies ein Stück des Erbes darstellt, das kommt ganz schnell auf den Müllhaufen der Geschichte.

Die ist die Geschichte eines Chesini Nobile. Fangen wir noch einmal mit dem Rahmen an.

Der Rahmen

Das wichtigste zuerst, die Geometrie: RH50, also Sitzrohr center-top 50 cm und Oberrohr center-center ebenfalls 50 cm. Steuerrohr 115 mm lang. Also in etwa für Frauen zwischen 1,60 und 1,65m.

Das ist eine klassische Damenrennradgeometrie aus den Achtzigern. Da gehörten die Schalthebel an das Unterrohr, die Schaltzüge wurden aber bereits unter dem Tretlager und der rechten Kettenstrebe zum Schaltwerk bzw. Umwerfer geführt. Letzterer muss mit einer Schelle am Rahmen angebracht werden: Anlötumwerfer waren noch neumodisches Teufelszeug. Innenlager und Steuersatz folgen langen Traditionen; 1 Zoll Gewinde vorne und ITA-Typ Tretlager. Zum Glück kam bei Chesini niemand auf die Idee, in das Tretlagerrohr irgendwelche Initialien oder gewichtserleichterte Löcher zu schneiden, altmodisches Teufelszeug, das im wesentlichen dazu dient die Lebensdauer von Tretlagern (insbesonderen, den klassischen, offenen) zu minimieren. Einstellschrauben an den hinteren Ausfallenden. Eher unnötig, also weg damit.

Der Bremszug für die Hinterradbremse wird unterhalb des Oberrohrs in drei Ösen geführt. Das lässt einem wenig Wahl, entweder die Hinterradbremse wird umgekehrt angesteuert (von unten), oder aber doch „normal“ von oben und der Bremszug beschreibt groteske Kurven entlang des Sitzrohres.

Es gibt, erstaunlicherweise, keine Ösen für einen Flaschenhalter. Das schränkt die Tourenfreundlichkeit des Rades ein. Es gibt, erfreulicherweise, Ösen für Schutzbleche an der Gabel und an den hinteren Ausfallenden, permanente Schutzbleche können also problemlos befestigt werden. Dann noch einmal Erstaunen: Keine Ösen für einen Gepäckträger hinten. Warum nur, warum? Es ist kein Rennrad, es ist kein Tourenrad, es ist kein Stadtrad…is it a bird?…is it a plane? Nein, es ist italienische Handwerkskunst auf der nie endenden Suchschleife nach Perfektion.

Die Pantos

Oder Panthographien. Das sind alle Vertiefungen an den Muffen und Gravierungen, klassischerweise am Steuerkopf, auf der Gabelkrone, am oberen Ende der Sitzstreben und manchmal auch auf dem Tretlager. Das Chesini Nobile hat jede Menge davon und die mussten, nachdem der Rahmen einfarbig neu lackiert wurde, alle wieder ausgemalt werden. Passend zur Hauptrahmenfarbe Arktisblau und dem Sattel und Lenkerband in braun habe ich das in „Rubinrot“ getan.

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Pantos malen: An sich nicht schwer, es braucht vor allem Geduld, etwas Erfahrung und eine gute Flasche Rotwein.

Beim Ausmalen muss man nicht so sehr darauf achten die Ränder genau abgrenzt zu treffen. Viel wichtiger ist den richtigen Zeitpunkt zu treffen, um den Überstand an Farbe am besten mit den Fingernägeln abzukratzen und mit einem Tuch zu polieren. Macht man das zu früh und ist die Farbe noch nicht trocken, so kommt die Farbe wieder runter und schmiert am Rahmen lang. Macht man es zu spät, so wird es schwierig die Farbe überhaupt wieder abzubekommen. Etwa zwei Tage warten ist ein guter Anhaltswert. Das macht das Aufbauen aber auch zu einer extremen Geduldsprobe. Man möchte ja anfangen Teile dranzuschrauben, um zu sehen, wie das Ganze aussehen könnte. Das stellt die Geduld auf eine harte Probe, denn es ist nicht ratsam alle Pantos zugleich auszumalen, sondern besser das Seitenweise zu machen, damit die Farbe nicht aus der Vertiefung läuft.

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Ausgemalte Panto am Steuerrohr. In die Mitte gehört ans ich der Aufkleber mit der Arena von Verona, dem Markenzeichen von Chesini. Höherwertige Modelle haben den graviert, dem Gran Premio musste der häßliche Aufkleber dran. Oder auch nicht mehr.

Die Vorderseite des Steuerrohr muss nach oben zeigen zum malen und trocknen der Farbe, da sollte man dann tunlichst nicht an anderen Pantos, wie z.B. auf der Gabelkrone arbeiten, weil bei denen dann die Farbe ausläuft. Am besten ist es daher, wenn man es eilig hat, die Gabel auszubauen und zu bearbeiten getrennt vom Rahmen. Und dann immer schön pro Seite, zwei Tage warten, nachbearbeiten und die nächste Seite malen.

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Die Muffe wurde im ersten Ansatz nicht gut mit Farbe gefüllt und muss noch einmal nachgemalt werden.

Die Schaltung

Die Kurzversion: Simplex Retrofriction Rahmenschalthebel mit Suntour Cyclone 7000 Umwerfer und Campagnolo Record 8-fach Schaltwerk.

Ich hatte prinzipiell drei Ideen im Kopf bei der Auswahl der passenden Komponenten: Erstens wollte ich nur verbauen, was bereits im Keller vorhanden ist und so wenig wie möglich neu kaufen (es musste dann aber doch sein: Sattel, Lenkerband und Bremsen). Zweitens war mir Gruppenreinheit (also möglichst alle Komponenten von einem Hersteller aus der gleichen Gruppe oder Zeit) und Epochenreinheit (Alle aus der gleichen Zeit, passend zum rahmen) total egal. Auch dieses ewige Shimano darf nicht mit Campagnolo kombiniert werden etc. war mir total egal. Und drittens und letztens sollte möglichst viel Chrome/silber verbaut werden, damit die Komponenten gut zur Rahmenfarbe passen.

Am besten ist es ja, bei einem solchen Rad Daumenschalthebel ähnlich einer MTB Schaltung zu verwenden, denn dann muss man die Hände nicht vom Lenker nehmen und ans Oberrohr greifen. Bei meinem ersten Rennrad bin ich am ersten Tag bei der Ausfahrt mit meinem Motobecane einmal kräftig an einer Mauer langgeschrappt, als ich das nicht wirklich gut auf die Reihe bekommen habe. Die Mauer ist an der Wohung meines Onkels in Kronberg um die Ecke und immer wenn ich ihn besuche sehr ich diese Mauer und werde vor Scham ganz rot. Das muss irgendwie auch genetisch bedingt sein, mein Sohn bekam das beim ersten Mal auch nicht auf die Reihe. Er schaltet IMMER mit der linken Hand, und als er hinten schalten wollte, griff der mit dem linken Arm durch den Rahmen, um den rechten Schalthebel zu bedienen. Zum Glück war keine Mauer im Weg.

Bei aller Liebe zu klassischen Rädern bin ich doch der Ansicht, dass STI/Ergower Hebel das fahren auf einem Rennrad wesentlich komfortabler und schneller machen. darauf würde ich nie verzichten wollen. Allerdings finde ich für Räder die hauptsächlich in der Stadt oder bei kleinen Ausflügen benutzt werden auch Rahmenschalthebel akzeptabel. Die Konsequenz ist einfach, dass man wesentlich weniger schaltet. Dabei macht es auch viel Sinn, nicht indexierte Schaltungssysteme zu verwenden, Indexierung wird einfach überschätzt. Bei Shimano waren ja mal auch die Bremszugslösungen indexiert, vermutlich aus dem Gedanken, dass Indexierung der Gott aller Dinge ist. Aber bei Rahmenschalt- und Daumenschalthebeln bekommt man die Gänge auch ohne Indexierung gut rein, da die 5 – 8 Gangschaltungen da auch mehr Toleranz haben als 10/11-fach. Und man kann notfalls leicht nachjustieren. Der große Vorteil ist, dass man bei der Auswahl der Schaltkomponenten wesentlich mehr Auswahl hat und quasi alles im allem kombinieren kann. Es funktioniert immer, und beim designen stehen einem wesentlich mehr Möglichkeiten offen.

Am Anfang stand ein Paar Rahmenschalthebel Simplex Retrofriction. Im Gegensatz zu den ganzen anderen französischen Simplex und Huret Hebelchen sehen diese luxuriös, schlicht und schlank aus. Man sieht die nicht so häufig an Rädern, zu Unrecht.

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Die Schalthebel sind nicht indexiert und Sie weisen eine Besonderheit auf: Auf beiden Seiten ist eine Drehfeder verbaut, die den Schaltvorgang nach hinten unterstützt. Also im Ruhezustand (auf dem kleinen Blatt vorne, bzw. auf dem kleinsten Ritzel hinten) ist die Drehfeder maximal gespannt. Schaltet man nun auf das große Blatt, bzw. auf die großen Ritzel hinten, dann geht das sehr einfach und ohne viel Kraft. Fährt man z.B. einen Berg hoch und schaltet auf ein größeres Ritzel hinten, so muss man dafür nicht viel Kraft verschwenden. Für das Schalten des Kettenblatts vorne ist das kein wirklicher Vorteil, aber das passiert ja auch nicht so häufig. In die andere Richtung, also auf „schnellere“ Gänge zu schalten kostet mehr Handkraft, aber das ist ja auch OK so, wenn man hat ja ohnehin überschüssige Kraft – sonst würde man ja nicht schneller fahren wollen. Das funktioniert phantastisch.

Beim Umwerfer bin ich völlig emotionslos. Das ist eine Komponente die in den letzten Jahrzehnten außer der Elektrifizierung wenig Innovation erfahren hat. Interessant finde ich nur die neuen Shimano Umwerfer mit einem sehr langem Hebel. Es gibt einige die ich persönlich als schön empfinde, und andere als weniger, aber die meisten sind irgendwie OK. Ich hatte noch einen Suntour Cyclone Mk. II Umwerfer, von dem ich erst einmal den Schriftzug abradiert habe, das stört nur die Schlichtheit.

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Suntour Cyclone 7000 Umwerfer

Für hinten hatte ich noch ein Campagnolo Record Schaltwerk für eine 8-fach Schaltung. Dieses kann eine 1/2 x 3/32 Kette problemlos aufnehmen. Ein hochwertiges Schaltwerk, beeinflusst die Qualität des Schaltens sehr stark (im Gegensatz zu einem Umwerfer), von daher wollte ich da nicht sparen. Alternativ hätte ich auch ein Shimano Dura Ace 74xx Schaltwerk verbauen können, die ich ebenfalls hochwertig sind und gut aussehen. Ich muss aber gestehen, dass es noch zwei Schaltwerke gibt, die ich noch schöner finde und die ich auch noch im Keller habe. Aber vielleicht verbaue ich die noch einmal für etwas noch schöneres: Das eine ist ein altes Campagnolo Super Record Schaltwerk aus den Achtzigern, also das Schaltwerk an dem man sofort an Campa denkt. Schaut man sich das Design an und im Vergleich dazu ein Shimano Dura Ace 7401, dann sieht man die Shimano Kopie im Design: Schwarzes Inlet, Markenzug groß darauf. Shimano hat dann aber die Typografie des Dura Ace Schriftzuges im Vergleich zu der klassischen, verschnörkelten Camap Typografie eher futuristisch gestaltet: Seht her, hier kommt ein Produkt aus dem Computerzeitalter!

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Campagnolo Record Schaltwerk

Letztendlich ist es auch gut mindest eine Komponente aus dem hause Campagnolo an einem Rad anzubauen. Dann sagen die Angucker immer, boh, da haste ja auch Camap verbaut, geil. Es sollte aber so ein wenig auffällig sein, eine Bremsmutter reicht da nicht.

Der Antrieb

Die Kurzversion: Shimano Patronen Vierkanttretlager; Sugino GLP Special Kurbel 52/42; MKS BM-7 Pedale; KMC 8-fach Kette mit Missing Link,  Campagnolo 8-fach Kassette 13/28.

Ähnlich wie bei Umwerfer, denke ich bei Tretlagern pragmatisch. An meinem Canyon Rennrad (und vorher an meinem Cervelo S1) habe ich ausliegende Lagerschalen montiert und ich finde das nicht als optimale Lösung. Nach ein paar tausend Kilometern fangen die Dinger an zu stöhnen und müssen ausgewechselt werden. Die letzten Lagerschalen die ich hatte waren von Rotor mit Keramikkugeln und -flächen und als die mein Radhändler des Vertrauens aufmachte war von den Kugeln so gut wie nichts mehr übrig. Was man so liest, sind Pressfit Lager noch empfindlicher. Klar, diese Tretlager sind steifer, weil der Durchmesser der Achse größer ist und die Kugeln sind immer noch gleich groß, so dass die Reibung gering ist. Ein Vierkantpatronenlager mag von mir aus softer sein, ich habe das noch nie bemerkt. Aber es hält lange. Im Gegensatz auch zu den offenen Vierkantlagern, die viel Liebe und Pflege brauchen. Also neues ITA Lager von Shimano. Bei denen hat man auch die Chance, das mit einem Abzieher wieder aus dem rahmen zu bekommen.

Die Sugino GLP Special Kurbel habe ich seit geraumer Zeit im Keller. Ab und an baue ich die mal irgendwo dran, aber sie bleibt nicht lange. Die Kurbelarme sind 170mm lang, also gut für etwas kürzere Beine und die Kettenblätter 52 und 42 passen auf den 144mm Lochkreisradius. Dadurch sind sowohl die Auswahl an Kettenblättern, als auch die kleinste Größe limitiert: Bei 144mm passt minimal nur noch ein 41er Blatt.

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Wie immer: Eine Kettenblattschraube in einer anderen Farbe.

Ich hoffe, die Kurbel bleibt an diesem Rad, denn das Finish passt gut zu dem Arktisblau des Rahmens. ich mache Kurbeln fast immer mit diesen Standardkurbelschrauben fest, weil ich die schön und praktisch finde (10 mm Inbus). Es sei denn, ich habe was wirklich schönes von Campa oder Shimano rumliegen und ich bin mir auch sicher, dass sich das nicht lösen wird. Irgendwo auf dem Deich müsste noch eine Dura Ace Abdeckung rumliegen.

Die Pedale sind MKS BM-7, sogenannte „Beartraps“ aus dem MTB/BMX Umfeld. Vom Design her könnten die auch in einen Mad Max Film passen und sind wenig Ladylike und filligran. auf der einen Seite. Auf der anderen Seite haben die Pedale den Vorteil, dass man sie von beiden Seiten fahren kann, etwas, was in der Stadt unverzichtbar ist, wenn man oft hält und absteigt.Und es gibt trotzdem die Möglichkeiten Haken (oder Half Clips) zu montieren, wenn es dann wirklich nötig sein sollte. Und diese Pedalen sind so breit, dass man die auch im Winter mit Moon Boots fahren kann. Und sie sind stabil und schützen das Rad – und dafür sind sie dann doch vergleichsweise filligran. Das ist eine Komponente, die man eher nicht an einem klassischen Rahmen verbauen würde.

Pragmatisch ist es auch bei der Wahl der Kette zugegangen. Mit KMC Ketten bin ich sehr zufrieden, ich habe eine silberne in 1/2 x 8/32 ausgewählt und darauf geachtet, dass sie ein Kettenschloss besitzt, so dass man die Kette einfach entfernen und reinigen kann. Das Rad hat Schutzbleche und kann daher im Winter und im Regen benutzt werden, darauf muss die Funktionalität der Kette abgestimmt sein.

Am hinteren Ende ist eine 8-fach Campagnolo Kassette mit 13/28 Ritzeln bestückt. Das gibt in der größten Übersetzung 52/13 ein Verhältnis von 4:1 (zum Vergleich, mein Canyon hat 10-fach Kompakt und  1:4,5) und in der kleinsten von 42/28 ein Verhältnis von 1,5:1 (Canvon mit 34/28: 1,2:1). Die Spanne ist also bei weitem nicht so groß wie bei einem modernen Rennrad, aber für das flache Land und den gelegentlichen Hügel ist das alles ausreichend. Vorne kann man 10 Zähne schalten (52/42) und hinten 15 (13/28) macht zusammen 25. Das packen Schaltwerk und Umwerfer locker, die Schalthebel bringt es aber an die Grenze des Möglichen. Der rechte Simplexschalthebel muss schon ganz nach hinten gedrückt werden, um in den 8-Gang zu kommen. Aber immerhin: 8-Gänge mit Friktionsrahmenhebeln.

Laufräder

Montiert sind Campagnolo Mexico 68 Felgen mit irgendwelchen passenden Campa Naben aus der Zeit als Campa Naben schönere Rundungen als Frauen hatten und nicht so schrecklich eckig waren. Heute haben die Frauen gewonnen.

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Das sind Aerofelgen, also jedenfalls das, was man in den Neunzigern unter Aerofelgen verstand. Das Profil ist gerade einmal 24 mm hoch, aber das reicht um den „Gesamtsilberblinkwert“ des Rades nach oben zu treiben. Dazu müssen die Felgen aber noch einmal neu poliert werden – diese Arbeit liegt noch vor. Da gehe ich jetzt am besten gleich zu Lestra, kaufe eine Flasche Rotwein und fange heute Abend damit an. Aerofelgen können irrsinnig gut aussehen, die H Plus Son Archetype und die Araya SA-630 sind gute Beispiele dafür. Nachteilig ist, dass Aerofelgen keine Speichenösen habeb. Das Risiko, dass einmal die Felge durch den Nippel beschädigt wird ist größer und außerdem ist es auch ein wenig schwieriger Aerofelgen zu zentrieren. Bei diesem Rad bin ich mir ja über vieles sicher, aber über die Wahl des Laufradsatzes nicht so. Es gibt noch ein paar Dura Ace/Mavic Alternativen die ich mir noch durch den Kopf gehen lasse. Ach so, ja, die Reifen sind sehr pragmatische Michelin Dynamic mit brauner Flanke. Kann mir jemand preiswerte und gute Alternativen zu diesem Reifen nennen, ebenfalls mit brauner Flanke? Klar es gibt schöne Veloflex, Challenge oder Vittoria Reifen aber eine billige, haltbare Alternative?

Lenker und Bremshebel Sattel und Züge 

Neben dem Rahmen bestimmen Lenker, Sattel und Züge maßgeblich den Farbeindruck eines Rades, einfach weil sie Flächen und Linien bieten, an denen sich der Betrachter festhalten kann. Als ich angefangen habe Räder zu bauen, habe ich viel mit farbigen Felgen und farbigen Reifen experimentiert, davon bin ich heute völlig weg. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass alles andere als schwarz und weiß ohnehin nur in verschiedenen Farbtönen auf dem Markt verfügbar ist. Eloxierte Teile in einer beliebigen Farbe (außer schwarz und weiß) passen nur sehr selten zur gleichen Rahmenfarbe. Selbst Bremszüge von Hersteller X in sagen wir mal rot, passen nicht zu Schaltzügen von Hersteller Y auch in rot. Von daher ist es eine ganz schlechte Idee zu versuchen, einen blauen Rahmen mit möglichst vielen blauen Komponenten (Reifen, Felgen, Lenkerband, Bremshüllen etc.) zu versehen. Ich habe das mal vor vielen Jahren mit meinem Cervelo S1 gemacht – alles sollte orange werden. Das Ergebnis war, aus heutiger Sicht, fürchterlich. Zum Glück hatte ich damals noch keine Ahnung, was unglaublich in dieses Rad verliebt, da ich alle Komponenten selber ausgesucht hatte und habe davon nichts, aber absolut nichts bemerkt. Nagai-San von Positivo aber schon – und der war so höflich nichts zu sagen als er es mir übergab. Aber innerlich hat der wahrscheinlich gekocht. Rot ist nicht gleich rot, orange nicht gleich orange usw.

Gleichermassen finde ich es aber nicht kreativ, einfach nur alles mit Chrome, schwarz und weiß zu bestücken, auch wenn das von der Funktion her einmal gar nicht schlecht ist. Ein schwarzes Lenkerband, gerade für ein Rad dass durch den Norddeutschen Regen fahren muss, ist mal keine schlechte Idee. ein weißes Lenkerband ist immer eine schlechte Idee. Aber weiß und schwarz sind nicht originell genug, mir scheint so, als wenn man sich durch deren Wahl weiteres Nachdenken ersparen möchte.

Zur Zeit finde ich es eine bessere Idee, mit drei Farben zu arbeiten: Die Farbe des Rahmens, dazu die Farbe von Komponenten, bei denen man ohnehin nur die Wahl zwischen schwarz oder silber hat (Kurbel, Bremshebel, Schalthebel, Umwerfer, Schaltwerk, Vorbau  in der Regel) und dann eine dritte Farbe für Lenkerband, Sattel und Züge. Hier einmal die Ausnahme: Rahmen Arktisblau. Das ist sehr hell aus und ist sehr nahe an weiß. Deshalb silbrige Komponenten und weiße Züge. Alles andere hebt sich zu weit vom Rahmen ab. Das ist zwar gegen die eigene Regel, aber diese darf man eben auch nicht sklavisch befolgen, sie gibt nur einen Referenzpunkt.

Für Sattel und Lenkerband ein Honigbraun.

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Die dritte (vierte) Farbe: Honigbraun. Ritchey Classic Sattel.

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Fizik Lenkerband Honigbraun.

Ich finde das Braun von Sattel und Lenkerband ist sehr ähnlich und passt gut zu dem Rest. Der Sattel hat ebenso eine Lochung wie das Lenkerband. Eigentlich ist das auch kein Fizik Lenkerband, sondern die Brooks-billig Variante. Und da Fizik ohnehin Brooks besitzt ist es dann vermutlich doch ganz normales Fizik Lenkerband unter einem anderem Markennamen. Ich mag das Fizik band nicht so gerne, da es sich schwer wickeln lässt. Viel lieber nehme ich das BBB Speedribbon, aber da ist die Auswahl an Farben sehr begrenzt. Der Ritchey Classic Sattel ist ebenfalls eine preisgünstige Alternative zu einem klassischen Sattel (vor allem zu Brooks) und macht etwas her von außen. Schaut man sich ihn von unten an, dann ist die Verarbeitung aber wirklich nicht toll und sieht nach chinesischer Provinz aus.

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Vor ein paar Tagen habe ich die ersten Bilder dieses Rades in einer facebook Gruppe für klassische Räder gepostet. Die Reaktionen waren sehr positiv und lustigerweise nur von Männern. Allerdings haben sich auch viele kritisch zu dem Lenker geäußert und ihn der Einfachheit halber als „Bullhorn“ bezeichnet. Der Hauptkritikpunkt war, dass ein Bullhorn nicht auf ein Damenrad passt, weil man sich zu weit nach vorne legen muss (es sein denn eine Äffin fährt und lenkt) und somit zuviel Gewicht auf dem Lenker ist – das sei unbequem.

Ich denke hier liegt erst einmal ein Mißverständnis vor. Das ist kein Damenrad, sondern ein Damenrennrad – also das war jedenfalls der Zweck des Aufbaus. Hätte es nicht diesen Lenker bekommen, so wäre es mit einem klassischen Rennradlenker ausgestattet worden, nicht aber mit einem Moustachelenker, Traingsbügel, Flat Bar oder Riser, um einmal die möglichen Alternativen zu nennen. Ja, das wären alles Möglichkeiten gewesen, die dann aber wieder zu Tektro FL-750 Bremshebel geführt hätten und das fand ich als Konzept einfach zu langweilig. Bei einem Moustache müssen klassische Rennradbremsen verbaut werden und da hatte ich nichts schönes mehr. Bleibt also nur noch ein Rennradlenker.

Und das was hier wie ein Bullhornlenker aussieht ist ein Rennradlenker: Und zwar abgeschnitten und umgedreht. Packt man den an dem geraden Stück am Vorbau an, hat er exakt die gleiche Geometrie wie ein Rennradlenker. Kein Unterschied. Doch einer: Man kann in dieser Lage auch Bremsen, da man mit den Fingern einfach an die Dia Compe Guidonnet Bremshebel kommt, ist also von daher noch besser als ein Rennradlenker. Greift man auf die „Hörnchen“ dann ist das genauso, nur etwas höher, als wenn man auf die Hoods der Bremsen packt. Und auch hier kann man die Bremshebel bediene, und zwar besser als klassische Bremshebel durch Griff von oben. Fazit, zwei Griffpositionen, zwischen denen man wechseln kann, so dass die Arme nicht  so schnell ermüden und in beiden kann man bremsen. Das finde ich (theoretisch) gut. Ob das auch praktisch gut ist, muss ich noch durch probefahren ausprobieren. Und wenn es das nichts ein sollte, dann wird das Ding eben wieder umgebaut.

Bremsen

Bei den Bremsen habe ich lange gesucht. Zunächst hatte ich Campagnolo Veloce dran, die ich auf gaaanz lange Achsen vorne umgebaut hatte. Das passt aber nicht richtig, die Bremsschenkel waren zu kurz. Dann habe ich hinten eine Tektro mit langen Schenkel eingesetzt. Das fand ich vom Design her abwegig, vorne schwars und hinten silber. Nein. Und die Bremszugsführung mit Ansteuerung von oben hinten war auch mies. Zum Glück habe ich dann genau das passende Paar Weinmann 500 dafür kaufen können.

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Weinmann 500 Bremsen mit Ansteuerung von unten. Geputzt und poliert und mit modernen Bremsschuhen versehen (die auch noch ausgerichtet wurden).

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Weinmann hatte ich bislang noch nie verbaut, für mich was das minderwertiges Zeuch von Jugendrädern von einem Hersteller der es gerechterweise nicht geschafft hatte zu überleben. Ich war jetzt aber doch positiv überrascht, das Bremsverhalten ist OK, zwar nicht mit einer Campa Dual Pivot zu vergleichen (der Maßstab aller Dinge) und vermutlich auch nicht mit einer Scheibenbremse, aber eben OK. für eine relativ labrige Seitenzugbremse ließ sich diese auch gut einstellen und zentrieren, da hatte ich mit Shimano Arabesque schon ganz andere Erfahrungen gemacht. Auch hier werden Probefahrten zeigen, ob das auch wirklich Sinn macht.

Schutzbleche

Die Schutzbleche sind von Aby-K, heute fast gar nicht mehr zu kriegen, letztes Jahr aber schon noch.

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Fizik – ne Brooks Spritzlappen vorne.

Vorne sind die oben an der Bremse und mittels zwei Streben an den Ösen der Ausfallenden fixiert. Die Einstellung ist sehr friemelig, da man die Dinger an den Ösen losschrauben muss, um die Länge der Streben zu ändern. Diese Idee ist echt bescheuert. Dann wieder dranschrauben. Prüfen, wieder los machen, Länge verändern, dranschrauben, prüfen usw. Das kostet Zeit die wenig Spaß macht. Bei 23er Reifen passt das ganze, 25er Reifen passen nicht mehr unter diese Schutzbleche. Ein Spritzlappen muss sein, das macht im Regen für die Füße einen sehr großen Unterschied.

Hinten sind die Dinger ebenfalls mittels Streben an den Ösen der hinteren Ausfallenden verbunden, sowie oben an der Bremse. Das schöne ist, dass die Belche fast ganz um das Laufrad herumgehen. Das doofe ist, dass die Bleche zu breit sind, um zwischen die Kettenstreben zu passen. Also muss man die so setzen, dass die gerade über den Kettenstreben aufhören und sich eine Alternative zu der Befestigung an dem kleinen Steg hinter dem Tretlager ausdenken – denn soweit gehen die Bleche jetzt nicht mehr.

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Hier kann man die Lösung einmal von beiden Seiten aus sehen. Eine Schalthebelschraube wurde im Schutzblech versenkt und ein Kabelbinder fixiert das ganze dann am Stattelrohr. Finde ich nun wirklich kreativ, ob das alles auch hält und nicht scheppert wird sich zeigen.

Die Aufbauarbeit ist nun vorbei. Jetzt gibt es noch drei Dinge zu tun. Erstens, weiter zu optimieren. Ein wenig fahren und schauen ob alles passt. Die Felgen polieren. Das maximale aus Design udn Funktion herauszuholen.

Zweitens mal abzuschätzen was das ganze denn gekostet hat. Und drittens die Frau für diese Rad zu finden.

 

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September Sales.

Der Sommer ist vorbei, was gebaut werden konnte wurde gebaut und wie jedes Jahr ist im Keller eine Menge an Teilen übrig geblieben, für die ich keine Weltverbauungsplan habe. Und viel neues ist auf dem Weg. Also ab in die Vekaufskiste.

Shimano 600AX Komponenten SOLD

Wollte ich immer einmal verbauen, aber dann gingen meine Aufbauten eine völlig andere Richtung.

Shimano 600 AX Bremsen SOLD

Komplett, mit Führungsdreieck und Einstellschrauben. Dazu eine weitere lange Ersatzachse, so dass man die Bremsen sowohl mit Muttern, als auch im Innensechskant an älteren und modernen Rahmen befestigen kann. Der Zustand ist „gut minus“, Politur könnten die Bremsen vertragen. Die Bremsgummis hingegen sind definitiv nicht gut, die müssten über kurz oder lang  ausgetauscht werden.

VHB €40

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Shimano 600AX Schaltwerk RD-6300 SOLD

Passend zu den Bremsen das Schaltwerk, sehr gut erhalten, technisch in Ordnung und komplett. Ausgelegt für 6-fach Schaltung bis maximal 28 Zähne hinten. Muss wegen der Kabelführung durch Schaltzug oberhalb der Kettenstrebe angesteuert werden. VHB€30

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Velobase

Umwerfer ADAMAS AX SOLD

Schelle für 28,6 mm Sitzrohrbefestigung.

Leider nicht der gruppenreine 600AX Umwerfer, sondern ein ADAMAS AX (also eine Gruppe tiefer). Hier der FD-6300 im Vergleich auf Velobase, Hebel und Befestigung für den ADAMAS sehen nicht so elegant aus wie bei dem 600AX. Sehr gut erhalten, technisch in Ordnung und für maximal 14 Zähne Unterschied vorne. Datumsstempel JB = 1985 Feb. VHB €15

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Am liebsten alles zusammen für VHB €80.

Suntour Rahmenschalthebel mit Schelle NOS

Konnte kein passendes Modell dazu auf Velobase finden, vielleicht kann mir jemand weiterhelfen?Zustand neu, noch nie verbaut. In der Zwischenzeit habe ich auch die Original Schraube wieder gefunden – das häßliche schwarze Teil auf dem ersten Foto rechts ist weg und das Dinge wieder komplett original.

VHB €15

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Shimano Altus Schalthebel für Vorbaubefestigung 22,2 mm NOS

Neu, nie verbaut. Im Prinzip wie dieser auf Velobase, aber mit anderer Schelle für einen 1´´ Vorbau und nicht für das Unterrohr. Kann aber mit einer entsprechenden Schelle für das Unterrohr umgebaut werden. Achtung: Es fehlt die Schraube und Mutter zur Befestigung der Schelle. VHB €10

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Schaltwerk Shimano 600 Tricolore RD-6400 SOLD

Velobase Artikel

Kann den Productionscode nicht finden, aber alle anderen 600er Komponenten die ich vom diesem Rad habe sind Baujahr 1989, deshalb vermutlich auch das Schaltwerk. Die 6400er Version ist für 7fach Schaltung, die 6401er für 8fach indexiert. Läuft perfekt, vollständig, gesäubert und geschmiert, Zustand wirklich sehr gut. VHB €20

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Miche Monolithic I Pedale
Christophe Haken L-XL
Schristophe Pedalriemen schwarz

Haken und Pedalriemen hatte ich neu gekauft, montiert und wenig gefahren, sind also in einem guten Zustand. Die Pedalen? Na ja, muss man mögen und der Zustand ist auch eher befriedigend. Hier in ich wirklich für alle Angebote offn, ich sag mal VHB €25.

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Sattel Selle San Marco Supercorsa Concor. Blau. Original 1980

OK, der war einmal blau, jetzt ist er „blau verblichen“ mit einigen Flecken und auch Abschürfungen an beiden Seiten hinten. Kann man auf den Fotos gut sehen. Die Logos in gelb sind auf beiden Seiten gut erhalten. VHB €35 plus Versand.

Velobase
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V

Sattel Selle Italia Flite Weiß

Keine Ahnung welches Modell, ist nach Stempel von 2010. Gut erhalten, keine Abschürfungen oder Risse, nur das weiß ist nicht mehr so strahlend wie neu und hat einige kleine Flecken. Auf der Innenseite steht etwas von „Carbon Fibre“. VHB €20

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Sattel Brooks Colt Raspberry

Sondermodell von Brooks in Himbeerfarben, schwer bis gar nicht mehr zu bekommen. Kupernieten. Ist quasi neuwertig – mehrmals verbaut aber nie wirklich gefahren, da mir der Colt zu hart ist. Hat leider einen kleinen schwarzen Fleck auf der Satteldecke, den man auf dem Foto auch sieht. Colt Logo wie neu. VHB €80

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Brooks Website Colt

Vorbau Cinelli XA 110mm lang (c-c) SOLD

Guter Zustand mit intaktem schwarzen Gummi in der Klemmung; 26,4 mm Klemmung, Hat ein paar leichte, sichtbare Kratzer und jede Menge davon unterhalb im geklemmten Bereich bis zur Minimalmarkierung. Das Logo ist perfekt.
VHB €25

Velobase

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dazu passend

Lenker Cinelli 66 Campione del Mondo Breite 420 mm (c-c) SOLD

26,4 mm Klemmung; noch mit dem alten Cinelli Logo.
Kaum Kratzer im sichtbaren Bereich. Komplett gereinigt. Einige Kratzer im Lenkerbandbereich.
Klassische Form. Von 1980.

VHB €30 plus Versand

Velobase

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Als Kombo Vorbau plus Lenker für €50.

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SOLD: Shimano 600 Tricolore Sattelstütze 27,2 mm

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Musste mit Gewalt zum verlassen meines neuen Viner Rahmens aufgefordert werden und hat dadurch zwei häßliche Narben im sichtbaren Bereich. Im unsichtbaren Bereich stark angelaufen – wollte eben dadurch im Rahmen bleiben, aber nicht mit mir.

27,2 mmm Duchmesser, Shimano 600 Tricolore Serie , Baujahr vermutlich 1995 wie der ganze Rest der Ausstattung am Rahmen.

Zustand 3, braucht auf jeden Fall Liebe und Polierpower.

€ 15 VHB.

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25 Jahre Shimano MTB Schuhe.

via Bike Rumor

DAS Problem mit den angeklebten Sohlen kann ich für meine Shimano MTB Schuhe, ca. aus dem Jahr 2000 bestätigen. Muss ich jedes Jahr beim Schuster neu kleben lassen, einerseits. Hält aber andererseits auch bereits fast 15 Jahre.

posted by Cory Benson – January 23, 2015 – 6am EST

Shimano_25Years_of_SPD_Pedals_and_Shoes

It has been 25 years since Shimano first introduced their M737 mountain bike clipless pedal, and together with their M100 shoe, SPDs set the benchmark that all modern mountain bike pedals have been measured against. With Shimano Pedaling Dynamics, Shimano has since developed pedals that are lighter, better in the mud, and now adapted to everything from commuters and spinning classes to World Cup cross country and downhill racing. At the same time the cleat interface became the standard that the mountain bike cycling shoe industry has built itself on, as legions of other pedal makers have brought out alternatives.

To celebrate the SPD, Shimano is now releasing a 25th anniversary limited edition 5-series pedal and trail shoe combo, highlighting how the technology has evolved and both pedals and shoes have become specialized over the years. Join us after the break for a look at the shoes and pedals and to see how far they’ve come.

Shimano_25Years_of_SPD_Shoes

It’s hard to think that it has been two and a half decades since those first M100 shoes, but thinking back the designs and technology have come a long way. While the first shoes in 1990 were pretty basic, Shimano claims to have been one of the first to add ratcheting buckle straps and carbon soles, a couple of elements that have come to define high performance cycling shoes.

Shimano-mountain_bike_shoes_M100_1990 Shimano-mountain_bike_shoes_M163G_2015

Looking back through the design progression over the years from that 1990 shoe, it seems the new edition of the Trail/Enduro shoe takes more of its design cues back to a time when mountain biking wasn’t as divided into so many individual disciplines. The new SH-M163G shoe, which we covered back at Interbike (and before) in its all-black version, features Shimano’s latest shoe tech, including a Cross X-Strap to limit instep hotspots and a TORBAL reinforced polyamide midsole boosting overall stiffness. It looks to be both an affordable shoe and one that can perform well across a range of mountain disciplines.

Shimano_spd_25th_logo_grayscale Shimano_special-edition_PD-M530C_25Years_Pedal

The special edition PD-M530C pedal doesn’t differ from the standard SLX-level trail pedal either, except with a 25th anniversary logo laser etched on the body. And that’s not a bad thing. This is one of the best value pedals Shimano has made, with the slightly larger than average platform making it even more versatile.

With 25 years of design and technology behind them, that SPD cleat has remained the same, delivering a solid and reliable interface. With that the new limited-edition combo pack should deliver a functional and reliable shoe/pedal system. Pricing for the special edition set has not been released, but the standard M163 retails for just $150 with the M530 at just $65. Availability is slated for spring, so if you like the looks of the shoes and need a new set of pedals, reach out to your local shop and see when they can get you a set.

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Sold: Nicht verbaubare Komponenten

Das letzte Wochenende gab die Zeit her in den Keller zu gehen, die Kisten zu leeren und dadurch eine Menge Komponenten in den Umlauf zu bringen, die ich in meinem Leben nicht mehr verbauen kann oder will. In loser Reihenfolge Campagnolo Record Ergo Shifter links xx sales Campa Ergo Record 1 xx sales Campa Ergo Record 2 xx sales Campa Ergo Record 3 Nur den linken. Funktionstüchtig, von mir nie montiert.Gummis gut; ein paar Kratzer. Mit Schelle. VHB: €40 Camapagnolo Ergo Shifter rechts xx sales Campa Ergo x 1 xx sales Campa Ergo x 2 xx sales Campa Ergo x 3 Keine Ahnung welcher Typ. Sieht von der rechten Seite furchtbar aus, von der linken sehr gut. 8-fach, denke ich. Funktionstüchtig, mit Schelle. VHB €30   Stronglight Delta Steuerkopf Nadellager xx sales head set stronglight 1 Gut erhalten, habe ich aus einem Basso Fiore di Loto ausgebaut. Komplett. VHB €20. Referenz Velobase Innenlager Miche 36 x 24 ITA JIS Vierkant 107mm xx sales miche bb 1 xx sales miche bb 2 Ich weiß nicht, wie oft ich versucht habe, dieses Innenlager zu verbauen. Hat nie geklappt. Dabei ist es ganz praktisch, das Lager selber ist von Kinex, die Lagerschalen lassen sich mit einem Campagnolo Kassettenabzieher montieren. Funktionstüchtig, oft verbaut, nie benutzt. Wegen des vielen Ärgers trotzdem VHB €10 Vorbau Modolo Q-Even 125mm xx sales modolo vorbau 1 xx sales modolo vorbau 2 Das ist nicht der Q-Even Multilink, dieser hier muss wie ein herkömmlicher Vorbau über den Lenker gezogen werden und ist nicht klappbar. Logo gut erhalten, einige Kratzer im Klemmbereich des Steuerkopfes. Eine Plastikabdeckkappe fehlt. VHB €15 Campagnolo Pedalen System Look xx sales pedale campa 1 xx sales pedale campa 2 xx sales pedale campa 3 Der Zustand ist befriedigend, die Außenseiten sind schon sehr abgefahren. Made in France by Look. Keine Ahnung welcher Typ genau. Stammt von einem Moser Leader Evolution AX aus den Neunzigern. Lager ohne Spiel, drehen gut. VHB €25 Luftpumpe TCM xx sales pumpe TCM ist doch die Tschibo Hausmarke? Von meinem Onkel, der in den Achtzigern ein sehr schickes Koga Miyata fuhr und dann nur noch Alu Schrott. In seinem Gedenken: Umsonst irgendwo dazu. Wenn es keiner haben will bekommt der letzte es trotzdem ins Paket geschmissen. Sattel Selle Italia Max Flite Neu xx sales sattel 1 xx sales sattel 2 xx sales sattel 3 Neu gekauft, ich dachte der passt optisch zu meinem Moser Leader AX Evolution – da Rad achte anders und ich nun auch. Neu, einmal montiert, nie benutzt. VHB €15 Referenz Schalthebel Shimano 105 SL-1050 xx sales shimano 105 sh 1 xx sales shimano 105 sh 2 Sechsfach, umschaltbar Indexierung/Reibung. Nicht gereinigt. Funktionstüchtig und komplett. Referenz VHB €5 Innenlager Shimano ITA Kennung D5-NL xx sales shimano bb 1 123 mm Achse. Eigentlich gut erhalten, aber die Achse hat ganz schlimme Stellen im Lagerbereich. Asu einem Vicini Italo MTB. Sollte man so nicht mehr fahren. Aber wer weiß, vielleicht braucht jemand das eine oder andere davon? Umsonst wenn gute Begründung irgendwo dabei. Shimano Deore V Brake Neu xx sales shimano deore 1 Nur ein Stück, ich glaube die hintere, die vordere habe ich verbaut. Keine Ahnung, was die hintere von der vorderen unterscheidet – V Brakes sind nicht so mein Gebiet. Neu, nie benutzt, nie verbaut. Die beiden Schauben zur Befestigung am Rahmen sind auch dabei. VHB €5 Shimano Anlöt  Umwerfer 600 Trikolore FD-6401 xx sales shimano fd 600 1 xx sales shimano fd 600 2 Zustand OK aber nicht großartig. Funktionstüchtig und vollständig. Nicht gereinigt. VHB €5 Pedalen Shimano M324 xx sales shimano pedale Eine Seite Platform für normale Schuhe, andere Seite für SPD Cleats. Eigentlich praktisch, aber ich habe noch ein paar, das ich nicht benutze. Lager laufen gut und spielfrei, Zustand befriedigend von der Optik. VHB €10 Shimano Lenkerschalthebel links 3-fach indexiert Neu; 2 Stück xx sales shimano shifter 1 Neu, aber zweimal nur links für drei Gänge. Ich habe immer nur den rechten gebraucht, der phantastisch mit alten Suntour und Dura Ace Schaltwerken 7-fach schaltet. Diese sind übrig. Umsonst irgendwo dazu. Wenn die keiner haben will, tu ich die irgendwo dazu. Shimano STI Hebel Ultegra ST-6500 links xx sales shimano sti 1 xx sales shimano sti 2 xx sales shimano sti 3 2-fach, der Wäscheleinen Typ. Etwas schwergängig für meine Begriffe. Gummis OK, aber jede Menge Kratzer auf der Außenseite. VHB €15 Schaltwerk SRAM X3 Neu xx sales sram x3 Hatte das Schaltwerk einmal an das Vicini Italo MTB meiner Tochter gebaut. Funktionierte aber gar nicht gut mit indexierten 7-fach Lenkerschalthebeln von Shimano (siehe oben). Na gut, dann kam eben ein Suntour Cyclone dran – und siehe da es geht. VHB €8. Der Enttäuschung wegen. SunTour FD-CL10-B, Cyclone 7000  Umwerfer Schelle xx sales suntour fd 1 xx sales suntour fd 2 Gut erhalten, aber leider ist das Logo nicht mehr so gut sichtbar. Eben späte Suntour Qualität. Die Klemmschraube für den Schaltzug scheint mir auch nicht Original zu sein. Funktioniert und hat ein hübsches Design. Suntour eben. Referenz. VHB €8 Schraubkranz 6-fach Suntour xx sales suntour kranz   Abstufung 13-14-15-17-19-21. Gut erhalten. Machte mir abe einmal Probleme, deshalb nicht sicher ob wirklich funktionstüchtig. Wer es riskieren möchte: VHB €5 Schalthebel Suntour Accushift xx sales suntour sh1 1 xx sales suntour sh1 2 Accushift. Umstellbar Indexierung/Reibung. Bei den späten Suntour Dinger weiß man ja nie, ob das Cyclone, Sprint, Edge, Ole oder noch was ganz anderes ist. Komplett und Funktionstüchtig. VHB €5 Suntour Schalthebel 7-fach Accushift xx sales suntour sh2 1 xx sales suntour sh2 2 Im Prinzip wurde alles schon gesagt. Diese hier sind noch einen Ticken wuchtiger. VHB €5 Konglomerat aus Suntour Schaltheben Teilen xx sales suntour sh3 2 VHB €8

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Rennräder mit Scheibenbremsen

The stealthy disc equipped equilibrium: the stealthy disc equipped equilibrium

Vor einiger Zeit sah ich auf dem Web das 2014er Angebot von Genesis Cycling. Räder von denen könnte ich mir nie kaufen, da der Name „Genesis“ so für ziemlich alles steht, gegen das ich mich als junger Punk in den Siebzigern/Achtzigern aufgelehnt habe. Wenn ich irgendwo „Genesis“ lese, dann denke ich zunächst und sofort an „Carpet Crawler“ und dann an Angela Cremer. Na ja, lassen wir das. Das Gefühl ist so, als wenn man sich den ganzen Tag von Twix Riegeln ernährt hat. Dem Körper ist nach Leberwurst und Sardellen und so muss erst mal eine Prise härteres her.

Danach geht dann auch wieder so was.

Das entspricht einem salzigem Twix in etwa. Egel, auch wenn ich mir keines dieser Genesisräder jemals kaufen würde – die Idee von Scheibenbremsen an Rennrädern finde ich doch irgendwie interessant …..

The di2 driven day-one alfine: the di2 driven day-one alfine

Bold in face colours, better spec and a big price cut for the vapour disc: bold in face colours, better spec and a big price cut for the vapour disc

The 853 steel cross frame the fugio: the 853 steel cross frame the fugio

The hack 1’s vivid orange details have a look of mclaren about them: the hack 1’s vivid orange details have a look of mclaren about them

alles via Bike Radar bis hier.

… und so habe ich einmal gegoogelt was es denn ales gibt:

Roadbike Review

New from Gaulzetti Cicle is the Cabrón cyclocross race bike, TIG-welded with the same Dedacciai 7000-series aluminum tubing as the road-going Corsa but with adjusted geometry and disc brakes front and rear

Bike Radar NAHBS13

Noch interessanter ist die Kombination mit Shimano Alfine Di2. Das System ist nun auf dem Markt (11 Gänge), allerdings ist der Preis noch jeseits von gut und böse.

Alfine-Di2.jpg

Cool Hunting

Norco Indie Drop Alfine Di2 2013 Road Bike

Norco

Day One Alfine 11

Day One

Und jetzt das ganze bitte noch mit Riemenantrieb anstatt Kette.

 

 

 

 

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Fünfundsechzig Gramm

Tobias machte mich gestern darauf aufmerksam. Die ganze Geschichte mit allen leichten Details ist auf dem Forum Light Bikes nachzulesen. Im Prinzip geht es darum, dass zwei Lightweight Weenies sich ein handelsübliches, sauteures Shimano Dura Ace Schaltwerk besorgen und nun anfangen mit einem Dremel davon Material abzuschneiden. Einmal in rage gekommen muss immer mehr weg, und so bleiben von den ursprünglichen 180 bis 190 Gramm gerade einmal 64 Gramm übrig. Das ganze wird rot und schwarz eloxiert, sieht hübsch aus und landet vermutlich in einer Vitrine.

64g-Dura-Ace-Derailleur1-499x600

Die Story wurde dann heute von Bike Rumour aufgegriffen (englisch).

FOUND: OUTRAGEOUS 64G DURA ACE DERAILLEUR

posted by Zach Overholt – May 29, 2013 – 2pm EDT

There are self professed weight weenies out there who bolt on the lightest weight parts they can find, and then there are theses guys – dare we say light weight artists? Found over on the Light-Bikes forum, this stunning 64g (!) derailleur is the product of a duo who go by the handles of FastDad and Cola Wheat. What started life as a spare Shimano Dura Ace 7800 rear derailleur weighing a rather portly (comparitively) 180-190g, was morphed into the show stopper seen above complete with a carbon b-spring. Yes, a one-off carbon spring.

Check out the details, next.

 

Original Dura Ace Derailleur

Tuned Dura Ace Derialleur

Based on the looks of things, Stefan who goes by FastDad is quite handy with a Dremel – this is part of where the art comes in. Not only was he able to get the weight down to a very impressive 69g before handing it off to Cola Wheat, but the lines of the cutouts are beautiful. By just looking at it you’d have a hard time figuring out it was done by hand. At the top is an exploded diagram with every stock piece weighed, with the modified versions and the addition of the first cage below.

Tuned Dura Ace Derialleur 2 Tuned Dura Ace Derialleur 1

The final result from Stefan is impressive enough as it is, but it gets better.

Carbon Spring

After the hand off was made to Cola Wheat, Thomas started his magic by building a carbon fiber b-spring! Thomas actually goes into pretty great depth on the creation of the springwhich weighs just over 1g.

10g Cage 64g Dura Ace Derailleur 2

In addition to the beautiful anodizing, Thomas also provided the new Tron-esque derailleur cage and pulleys. Total weight for the entire cage is 10 grams.

64g Dura Ace Derailleur 3

All said and done you have a functional derailleur that weighs less than half of the original. I don’t want to know how many hours went into this thing, and I certainly don’t want to be around if it ever gets ripped off by an errant stick, but it sure is nice to look at.

Nice work.

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Shimano Dura Ace Geschichte

Oben von links nach  rechts:

DB100 1975-78
Dura Ace EX 1985-85
Dura Ace AX 1981-84 – aus dem ersten aerodynamische Zeitalter. Check für die „Ultegra“ Version 600AX
RD740x, check. Eines der schönsten Schaltwerke überhaupt

Unten von links nach rechts:

Dura Ace 7700 1997-2004 9 Speed
Dura Ace 7800 2004-2009 10 Speed. Check.
Dura Ace 7900 2009- to date 10 Speed
Dura Ace 9000 2012 to date 11 Speed

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Eingeordnet unter 2013, Bits&Pieces, Mob

Shimano Alfine Di2

Wurde bereits bei der Eurobike 2012 vorgestellt, und es gab auch einen sehr schönen Testaufau damit. Angekndigt für Oktober 2012 von Shimano, warum ist das Teil immer noch nicht auf dem Markt und wann wird es erhältlich sein?

1208 Shimano Alfine

 

via road cc

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Eingeordnet unter 2012, Mob