Für Bianchi Liebhaber und vielleicht für Larissa.

via Milano Fixed.
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Irgendwann einmal werde ich hier eine Sammlung der schrecklichsten Radmusikvideos der Welt hereinstellen.
Ich freue mich schon. Insbesondere Italiern und Franzosen haben tolle Räder, tolle Renne, tolle Radkulturen und sind doch in Sachen Popmusik seit gefühlten zehntausen Jahren nicht lernfähig.
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Hatte ich geschrieben, daß das Wetter gut werden sollte?
Tobi wartete schon etwas abseits vom Kiosk „Gelbe Gefahr“, als ich um 14:37 Uhr auf meinem Union Fixie anrollte. Es sollte niemand von mir erwarten, daß ich pünktlich bin, meine Mutter ist Italienerin, ich bin im Rheinland aufgewachsen, unsere genetischen und kulturellen Grundlagen werden durch Uhren vergewaltigt.
Also Tobi stand etwas abseits. Vermutlich um sich von der Kundschaft der gelben Gefahr zu distanzieren. Dabei war es gar nicht so klar, ob die Typen mit der Becksflasche in der Hand dort nur rumstanden um Bier zu trinken, oder Mitglieder des legendären Weserexpress sind und nur darauf warteten um endlich loszufahren. Platz genug hinter dem Kiosk um einen Haufen Carbonräder zu verstecken gibt es ja. Aber nein, es waren nur Alks.
Passanten und Radfahrer bleiben stehen, als Tobi seine beiden Scheinwerfer anmachte. Heller als tausend Sonnen. So etwas hatte die Welt nicht mehr gesehen, seitdem die Supermächte oberirdische Atomwaffentests eingestellt hatten. Wir wollten ja eigentlich nur für zwei, drei Stunden fahren, von daher war alleine schon die Tatsache, dass Scheinwerfer montiert waren ein dezenter Hinweis darauf, dass es auch etwas länger sein dürfte.
Und schon ging es los im Sauseschritt durch die Wiesen und Moorlandschaften des Bremer Nordostens. Aber zunächst einmal mußten wir uns über die Autobahnbrücke am Horner Freibad quälen. Zum Glück wurde es dann wieder flacher und wir quälten uns gegen den Gegenwind Richtung Oberneuland. Und als wir so richtig gut in Schwung waren nach gefühlten 162 km (entsprechend tatsächlichen 16 km) fing es an zu regnen. Uns blieb nichts anderes übrig als durch Osterholz und Sebaldsbrück, vorgemerkt auf der UNESCO Weltkulturortsliste für 2378, wieder Richtung Heimat zu fahren. Wo wir dann recht nass ankamen.
Am Abend haben wir uns dann wieder getroffen um das neongelbe Bottecchia auseinander zu nehmen. Hier einige wichtige Erkenntnisse, die uns die Arbeit am lebenden Objekt gebracht hat:



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Noch fünf Tage Zeit, um diesen Riesenhaufen Campagnolo NOS plusplusplus aus den USA zu ersteigern.

Hm. Verlockend. Abendbeschäftigungen bis ca. Winter 2014. Leider zeigt die Erfahrung, daß ich für jedes Teil, das ich nicht gezielt kaufe, mindestens vier weitere Teile kaufen muß um dieses eine sinnvoll zu verwenden. Das hier würde mich in den Ruin, meine Frau in die Prostitution und meine Kinder in die Sklaverei treiben. Teuflisches Zeug.
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… ist meiner Meinung nach derzeitig die ästhetischste Website, die etwas mit radfahren zu tun hat.

Räder in Tarnfarben für die Luftwaffe.

Räder in Tarnfarben für die Stadt

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Letztes Jahr hatte ich Hiroshi von C Speed in Yokohama geholfen Importeur von Duell Rädern in Japan zu werden.
Das brachte mir einen sehr schönen Besuch in Rotterdam bei Heerwerden Cycles, dem Besitzer der Marke Duell ein. Die Räder selber werden von Jan Van Dalen geschweißt, einem der wenigen noch aktiven Radbauer in Holland. Sein Bruder hat den Paintshop der die ganzen Dinger lackiert.
C Speed verkauft nicht viele, aber doch ab und an Duell Bikes an Kunden in Japan. Einer der letzten Jobs war ein Rahmen mit einem sehr speziellen Paint Finish, angepaßt an die Farbe des Autos des Besitzers und Dura Ace Di2 Ausstattung. Sweet.

Aber darüber wollte ich gar nicht schreiben. Hiroshi und ich wollten zusammen alte Stahlrahmen in Japan verkaufen. Ich habe zu diesem ZWeck in Deutschland eingekauft und Rahmen zu ihm nach Japan geschickt. Er hat diese dann aufgebaut und verkauft – oder auch nicht. Hier die Liste unserer grandiosen Projekte und das bisherige Ergebnis:

Gimondi
Eigentlich waren es zwei Gimondi Rahmen, ein roter und ein blauer. Leider waren die auch nicht besonders toll. Na ja, ich war halt jung und hatte keine Ahnung. Hiroshi hat versucht die Rahmen über Yahoo Auction in Japan zu verkaufen, das hat aber nicht geklappt. Die Dinger hängen jetzt als Deko ins einem Geschäft. Oder im Keller.







Mondia
Sehr schöner rahmen, fast makellos. Hiroshi hat diesen aufgebaut als Single Speed mit dem Thema „Alpen und Schnee“ und schnell an einen Kunden verkauft. Zunächst waren auch noch sehr schöne, gehämmerte Schutzbleche dran, die wollte der Kunde aber unverständlicherweise nicht.



Chesini
Sehe schöner alter blauer Chesini Criterium Rahmen aus den Neunzigern, quasi ungebraucht. Muß mal fragen was daraus geworden ist. Auf jeden Fall hat der das Interesse an Chesini geweckt und Hiroshi kauft jetzt direkt bei denen in Italien neue Stahlrahmen ein.
Fazit
Verkaufen in Japan lassen sich nur Rahmengrößen 50 – 55 cm (c-c) in perfektem Zustand. Patina ist gar nicht gerne gesehen. Marken sind wichtig. Italien passt.
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Colnago hat nun ein erstes, hochwertiges Rennrad mit Scheibenbremsen vorgestellt.
Die Idee ist ja nun schon etwas länger im Raum. Die UCI hat die Anwendung von Scheibenbremsen bei Cross- rennen erlaubt, also kommt das auf die Verbraucher zunächst einmal in Form von Cross-Renner zu. Cinelli hat ja auch ein ähnliches Konzept vor kurzem entwickelt. Das ist aber nur die Spitze des Eisberges, Ridley und andere haben ja auch bereits nachgezogen.
Und jetzt also auch für Rennräder. Shimano hat dieses Jahr eine „Ultegra Level“ mechanische Scheibenbremse für Rennräder vorgestellt. Diese kann man dann mit STI Hebeln bedienen. Ich vermute einmal daß diese dann auch in einen 130mm Hinterbau passen wird?
Ich bin persönlich ein wenig skeptisch, ob sich Scheibenbremsen an Rennrädern durchsetzen werden weil:
Ich habe Scheibenbremsen an meinem Bad Boy und da finde ich den größten Nachteil, das diese so wartungsintensiv sind. Bei einer Felgenbremse kann ich eigentlich alles selber machen, aber bei einer Scheibenbremse muß ich vor der Technik kapitulieren. Die Scheiben verbiegen sich auch leicht, die Beläge rosten fest, die Dinger schleifen, all das ist vielleicht auch nur spezifisch für mein Rad, aber es nervt. Vermutlich wird das technisch irgendwann in den Griff bekommen zu sein.


Photos via Italian Cycling Journalvvvvvvvvvvvvvvvvvvvv
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Ich war gerade in meiner orangen Phase.
Und als ich da so war und in meiner ganzen sophisticated Langeweile bei Ebay blättere, sah ich diesen wunderschönen, orangen Rahmen von FAGGIN. Wow, Faggin ein echter italienischer Traditionshersteller (heute weiß ich, dass dieses Aluteilen nie im Leben in Italien war) und dann diese schönen Rundungen (na ja, Alu halt) ich war total verliebt und als das Teil dann für weniger als 80 Euro über den Tisch ging war ich glücklich.

Dann hatte ich die noch bescheuertere Idee das Teil so leicht wie möglich aufzubauen, obwohl der Rahmen schon extrem schwer war. Und das ganze wollte ich mit ein paar Komponenten aufbauen, die ich noch von meinem Cervelo Solist übrig hatte: (also ich das Upgrade auf die 6700 gemacht hatte) Ultegra 6600 Wäscheleinen STIs und Bremsen, alte SRAM Force Kurbel (Standrad). Ich hatte auch vergessen, dass ich kein Schaltwerk mehr hatte, das hatte ich in Japan einmal mitsamt Adaptor um die Speichen gewickelt.
Also mußte an den anderen Komponenten kräftig Gewicht gespart werden. Also erst einmal eine leichte Carbongabel gekauft. Dann einen superleichten Karbonlenker, der quasi keinen Drop hat und auch fast keinen Unterlenker – total unbequem. Syntace Vorbau für 25.4 mm Klemmung (kriegt man quasi nie mehr verkauft). Dura Ace Schaltwerk. Dura Ace Kassette. Gelochte Schaltröllchen. Look Carbon Pedalen. Total unpraktischer Tune Wasserträger Flaschenhalter. Superleichter und superunbequemer Carbonsattel. So langsam wurde es teuer.

Aber ich brauchte ja unbedingt noch leichte Laufräder. Also habe ich mir die Toppolinos zugelegt, die etwas unter 1.100 Gramm wiegen. Im Gegensatz zu Lightweight sind die auch noch relativ billig, aber man braucht diese total unpraktischen Schlauchreifen und dann auch noch spezielle Bremsbeläge für Carbonfelgen.
Na ja, und damit das ganze noch leichter wird hatte ich mich entschlossen vorne gar keinen Umwerfer zu montieren. Braucht man in Bremen sowieso nicht, eigentlich würde hier auch eine Fünf-Gang Schaltung reichen. Oder eben ein 52:16 Fixie. Das Ergebnis war dann aber immer noch enttäuschend schwer, weit vom UCI Limit von 6,7 kg entfernt.
Dann die ersten Ausfahrten. Bei der ersten ist man ja noch begeistert. Aber auch da war mir schon klar, dass Bremsen auf Carbonflanken echt mies ist. Und irgendwie hatte ich kein Vertrauen in diese Räder auch wenn die supergut aussehen. Ich bin dann mit dem Rad und Kaipie in den Harz gefahren, was mir sehr viel Respekt eingberacht hat, da ich ja nur das große Kettenblatt hatte um die Berge hochzukommen. Aber irgendwie war das nicht mein Rad, vielleicht trauerte ich auch dem Cervelo noch zu sehr hinterher. Und bei den anderen Ausfahrten sprang dann immer die Kette runter vorne, weil halt die Führung durch den Umwerfer fehlte. Kann ich also als Lösung nicht empfehlen.
Mit dem Rad bin ich auch beim Velothon 2011 in Berlin gefahren. Allerdings hatte ich da schon DT Swiss 240 Räder gekauft, die ich für das Canyon haben wollte. Aber mit diesen Brems-miesen Carbonrädern wollte ich nicht zum Velothon.
Ich bin dort auch eine Stunde gut gefahren, war mit in der Spitzengruppe meiens Feldes, bis mir jemand in das Hinterrad gefahren bin, alles verbogen war und ich erst einmal jemand finden mußte der mir das repariert. Bis ich dann wieder los war war alles vorbei und ich bin quasi ins Ziel getorkelt. Trotzdem war es ein schöner Aufenthalt in Berlin, aber meine Beziehung zu diesem Fagginrad war irgendwie gestört.
Und da nun ohnehin die Transalp 2011 bald anstand und ich um das zu überleben wirklich ein gutes Rad brauchte, habe ich einen Canyon Ultimate CF Rahmen bestellt. Viele von dem Zeug habe ich wieder verkauft, vieles habe ich nun an das blaue Chesini angebaut und einiges wartet noch in den Wunderkisten auf den nächsten Einsatz.

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Gestern dann der unstoppbare Boonen-Express. Schön, dass Tom Boonen wieder gut dabei ist, das gibt spannende Frühjahrsklassiker in Belgien und gute Sprintrennen. Sein 100. UCI Sieg.
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Was macht ein Bremer aus dem Viertel bevor er seine Wohnung verlässt?
Er prüft, ob er den Hausschlüssel in der Tasche hat und die Flasche Becks in der Hand hält. das war jedenfalls mein Eindruck, als ich für einige Monate 2010 im Viertel wohnte. Was übrigens eine sehr schöne Zeit war. Nur etwas… ungewöhnlich … vielleicht. Also wie soll ich sagen … ich war es einfach nicht gewöhnt, dass 80% der Menschen die mir auf dem Gehweg am Sonntag morgen um 11 entgegenkommen eine Flache Becks in der Hand halten. Oder mit nacktem Oberkörper durch die Straßen laufen. Na ja, aber ich lebte halt lange in einem Land mit einer sehr konservativen Grundausrichtung.
Egal, damit der Bremer aus dem Viertel nun auch nicht nur im gehen, sondern auch beim Radfahren sein Becks dabei haben kann wurde auf der NAHBS in Sacramento dieses Jahr eine Reihe von Rädern vorgestellt, die Büchsen- und Flaschenhalter an allen möglichen nd unmöglichen Stellen montiert haben. Bei manchen Rädern an Stellen, an denen mein Rad noch nicht einmal Stellen hat. Unten die bislang eleganteste Lösung für längere Touren. Vermutlich auch eine gute Kohlfahrtalternative.