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Adler und Vische.

Am Freitag raus nach Goslar mit Kai, am Samstag 150 km (Kai 225 km) Adlerrunde des RSV Adler-Goslar. Am Sonntag morgen raus nach Visbek, 115 km RTF.

Kai und ich sassen am Bahnhof in Goslar an der Döner Bude, tranken zwei Bier und quatschten über Gott und die Welt. Um uns herum kamen Menschen mit Rädern aus Zügen, tätowierte Mädels aus dem McDonalds und Typen mit Baseballmützen und antrainierten Muskeln aus der Dönerbude. Nebenan im Celtic Pub spielte dazu eine irische Band deren Mitglieder so aussahen wie aus dem Stamm von Mad Max II. Kein Mensch weiß, was die Beziehung zwischen Goslar und Irland ist, aber immer wenn Kai und ich dort auftauschen werden wir gezwungen irischen Weisen zu lauschen.

Es wurde dunkel, wir hatten zwei Bier getrunken und ein wenig geraucht und gingen nun durch die Stadt Goslar. Goslar war für mich bislang immer nur der Startpunkt wichtiger und vor allem anstrengender Radtouren. Zu Beginn ist man nervös und möchte richtig schnell raus in die Berge, am Ende, wenn man wieder reinkommt ist man fertig und will eigentlich nur noch schnell nach Hause. Oder eben noch ein Döner. So richtig hatte ich die Stadt daher noch gar nicht gesehen. Das war ein Fehler, denn was ich sah gefiel mir gut. Eine schmucke Einkaufsstrasse mit Eiscafe, viele alte Fachwerkhäuser, ein wenig Jugendstil und ein Marktplatz voller dichtstehender Leute die in den zahlreichen Restaurants bessere und teurere Dinge aßen als die Looser am Bahnhof.

Minuten später kamen wir an unserem Hotel an, der exklusiven Harz Lodge. Die Lodge ist deswegen exklusiv, weil sie exklusiv von Bikern benutzt wird. Beim Frühstück sah ich noch ein paar andere verirrte Radfahrer; dennoch, 99% aller Kleidungsteile sind hier aus schwarzem Leder, Lycra kommt nur in Spurenelementen vor. Auch die Mannschaft der Lodge ist ähnlich gekleidet; der Rezeptionist machte eher den Eindruck eines Türstehers und auf seinen Ober- und Unterarmen rankten sich die Namen seiner Freundinnen: Schantal, Djaklin, Peggi, Dennis …. na ja, vielleicht waren es doch die Namen seiner Gang. Kai wollte früh raus und los, da der Marathon bereits um 7 Uhr startete, so dass wir fragten, ob wir gleich am Abend bezahlen konnten? Das konnte der Freund von Schantal, Djaklin, Peggi und Dennis nicht beantworten und holte daher seine Chefin; ein ganz harter Keks in ganz hartem schwarzem Leder, oben an der Brust eine „Jenny“ Tätowierung. „Nein“. Die Antwort und der Keks liessen keine weitere Diskussion zu. Wir gingen zu Bett.

Am nächsten Morgen machte ich mich auf den Weg in den Frühstücksraum. Sechs einsame Biker, nicht besonders gesprächig. Dann auf das Rad zum Start. Obwohl ich mir das vorher alles gut angesehen hatte, verfahre ich mich total und komme fünf Minuten vor dem Start am Schulzentrum B-Geige an. Schnell anmelden, Hannes und Eddie treffen. Zum Glück bin ich schon gut angefahren und muss nicht aus dem Stand starten. Hannes kündigt schon an, dass er am Start nicht voll auf die Tube drücken möchte. Ich schon, denn erstens habe ich meiner Familie versprochen um 18:00 Uhr zurück in Bremen zu sein, und zweitens ist sinnlos schnelles losfahren zu Beginn einer RTF ein integraler Bestandteil des Spaßes: Das Adrenalin kocht im Blut, wahllos und gefährlich fährt man an den anderen Teilnehmern vorbei bei dem Versuch nach vorne zu kommen und gibt Körner ohne Ende, die einem am Ende fehlen werden. Das macht aber nichts, denn das macht alles sinnlos viel Spaß.

Und so bin ich dann auch schnell weg, ziehe an anderen vorbei aber ganz nach vorne komme ich nicht mehr, daran hindern mich auch diverse Ampeln im Goslaer Stadtgebiet. Dan führt die Strecke vorbei an den Osterfelder Tongruben sehr schnell in das Gelände; ein schöner Wald, ein schöner asphaltierter, schmaler Weg und ein erster, harter Anstieg. Da muss man den Veranstaltern wirklich ein Kompliment machen, die Streckenführung dieser RTF ist exzellent. Fast alle Anstiege sind auf kleinen Wegen im Wald oder wenig befahrenen Straßen, bei den schnellen Abfahrten wiederum sind die Straßen breit genug um richtig gut Geschwindigkeit zu bekommen. Mittlerweile haben sich Gruppen gebildet und ich bleibe in einer die nun auf der Bundestraße zur Okertalsperre hoch fährt. Es geht über die Staumauer am See entlangt und dann den kleinen Weg hoch Richtung Torfhaus. Hier bin ich schon ein paar Mal gefahren und ich setze mich erst einmal an die Spitze, gehe dann aber den Anstieg ruhig an. Die ersten 100 Höhenmeter läuft es recht gut, dann wird es steiler und jede Menge Teilnehmer ziehen an mir vorbei, es ist fast so, als wenn ich stehen würde. Ich lasse mich davon aber nicht irritieren und halte mein Tempo bei. Auf den letzten 100 Höhenmetern hole ich wieder einige von den Eifrigen ein, nicht zuletzt auch deswegen, weil die am Straßenrad stehen und eigentlich kotzen möchten, aber Pannen am Rad oder Warten auf Teamkollegen vortäuschen. Richtig schnell war ich wohl nicht, aber ich habe noch Kraft für den weiteren Anstieg auf der etwas langweiligen Bundesstraße auf der es nun erst einmal weiter geht. Am Oderteich geht es nach rechts und ich denke die Abfahrt beginnt, haue voll rein und werde prompt mit einem Anstieg überrascht. Mist, bei der Hitze viel Kraft zu vergeuden ist wirklich nicht gut. Zumal nach recht wenigen Kilometers bereits fast die Hälfe aller Höhenmeter erledigt sind. Und endlich kommt auch der erste Kontrollpunkt in Sieber.  Das ist die Kontrolle wo der Chefmechaniker vom RSV Adler mir letztes Jahr meine gebrochene Sattelstützenschelle repariert hatte. Die hielt dann genau 800 Meter, bevor ich wieder mit gefühlter Rahmenhöhe 50cm weiter- und zuende fahren durfte.  Ich habe nur eine Wasserflasche dabei, das war keine gute Idee. Es ist wahnsinnig heiss und ich trinke wie ein Verrückter. Zum Glück bin ich wieder in einer Gruppe und wir machen gutes Tempo bis nach Herzberg und Osterrode. Hier beginnt ein schöner Anstieg nach Clausthal-Zellerfeld den ich mehr oder minder alleine fahre. Einige aus der Gruppe sind vor mir, andere hinter mir, es hat sich gelohnt nicht allzu viel Energie bei den Anstiegen zuvor zu verschwenden. Gab es dort eine Kontrollstation? Habe ich nicht mitbekommen, fahre einfach allein weiter und irgendwo in der Wildnis halte ich an einer alten Tankstelle und fülle meine Wasserflasche nach. Bei Lauthenthal gibt es dann noch einmal einen fiesen Anstieg.  Zum ersten Mal unterhalte ich mich länger mit einem anderen Teilnehmer, irgendwie ist das auch eine sehr einsame RTF.

Dann bin ich wieder zurück in Clausthal. Ich fahre durch die ganze Stadt, stelle dann fest, dass ich unten im Tal falsch bin, muss wieder die ganze Strasse hoch und zurück, bevor ich die richtige Abzweigung Richtung Okertalsperre gefunden habe. Da gibt es noch einmal einen völlig sinnfreien Anstieg nach Schulenberg, der letztendlich auf die selbe Strasse an der Talsperre zurückführt, von der man aus gestartet ist. Tja, hätte ich die Strecke vorher richtig studiert, hätte ich mir das gespart.Außerdem brauche ich so eine weitere Pause am Kiosk an der Staumauer, um meine Wasserflasche noch einmal zu füllen. Der Rest ist dann recht einfach, es geht auf dem gleichen Weg wieder rein nach Goslar auf dem wir rausgefahren sind.

Insgesamt habe ich wohl etwa 6:15 für die 147 km gebruacht, damit bin ich ganz zufrieden. Kai ist da noch unterwegs auf seiner 225 km Runde und Hannes und Eddi sind ebenfalls noch nicht zurück am Start. Ich mache mich auf zum Bahnhof, kaufe fast das ganze Kiosk an Getränken leer und bin dann mit dem Zug zurück auf dem Weg nach Bremen. Penne ein. Zum Glück so gerade vor 18 Uhr in Bremen zurück. Familie happy.

Leider keine Bilder, zu viel Stress, zu schlechte Organisation.

Strava Adlerrunde

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Mosern im Blockland.

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Nette, schnelle Runde mit dem Moser Leader AX Evolution im Blockland: In der Abenddämmerung die Wümme links hoch Richtung Norden, dann rechts runter über das Rouibaix Pflaster Richtung Süden.

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Koreanische Flaggen wehen über Wildeshausen.

14:54 Uhr an einem Sonntag und facebook auf. „Wir treffen uns am Haus am Walde um 15 Uhr, wer mintkommen möchte zur Wilstedt Runde….“

Mist. Alleine los Richtung Brinkum und dann weiter Richtung Groß-Mackenstedt und Harpstedt. Richtig fieser Gegenwind und leerer Magen, ich bekomme kaum den Puls über 130 und die Geschwindigkeit über 25 km/hr. Es ist, als würde ich für die Rente trainieren. An der Tankstelle in Harpstedt kaufe ich zwei Schokoriegel und bekomme zwei Croissants geschenkt. Das hilft, aber trotzdem, erst nach fast 2 Stunden in Wildeshausen. Dort wehen koreanische Flaggen.

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Die Rückfahrt mit gefülltem Magen und Rückenwind macht viel mehr Spass.

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In einer Stunde dreissig zurück ist schon besser. Trotzdem, ich bin die ganze Strecke nie schneller als 42 km gefahren, deshalb uss ich noch einmal in der Geschiwndigkeitsmessung auf der K strasse vor unserem Haus beschleunigen: es werden immerhin 48.

Zurück ins Haus und duschen. Aber was ist das? Kaum ist man mal ein paar Stunden aus dem Haus drehen die Kuscheltiere ab und haben Sex. dabei habe ich doch extra gesagt, dass aus Nilpferd und Schaf nix gutes herauskommen kann.

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Die Weser nach Achim [The Weser according to Achim]

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Die ganze Woche hatte ich keine Zeit zum Rennradfahren und am Wochenende davor hatte ich auch keine Meisterleistungen vollbracht. Die gute im Frühjahr im Regen und bei schlechtem Wetter aufgebaute geht wieder verloren, wo es doch eigentlich jetzt bei gutem Wetter Spaß machen sollte zu radeln. Frustriert. Irgendwan im Frust kommt dann der Punkt wo das Gefühl gegen den Frust rebelliert und auch gegen die Vernunft.

Deutschland schlägt Frankreich. Etwas mehr als zwei Stunden Zeit bis zum Spiel von Brasilien. Chillen? Nö, umziehen, auf das Rad und raus. Richtung Süden, immer an der Weser lang auf der linken Seite dann über die Weser Richtung Achim. Gerade geht die Sonne unter. Zurück durch Achim Richtung Bremen. Zuhause ankommen, duschen, Brasilien schauen. Zufrieden sein den Frust geschlagen zu haben.

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Sales: Vetta Rahmen 58cc

Alles, alles geht vorbei, und Dir bleib‘ ich auch nicht treu. Verkaufe, weil mir zu klein und auch keinen sinnvollen Aufbau gefunden meinen Vetta Rahmen.

Rahmen = Rahmen, Gabel mit Steuersatz und Innenlager. VHB €136 plus Versand mit DHL

Der Rahmen ist gut erhalten, ansprechend leicht und recht bunt … tja aber so waren eben die Achtziger und Neunziger aus denen dieser Rahmen stammt. Vetta ist eine dieser kleinen italienischen Schmieden die neben den Rahmen unter der eigenen Marke, auch viele für andere und bekanntere Marken zusammengelötet haben. Die VettaRahmen werden von der Familie Taverna zusammengebaut. Auf meinem Rahmen sind überall Aufkleber mit T. Taverna, heute machen das wohl Antonio und Ferruccio Taverna die auch nicht mehr ganz taufrisch aussehen. Ich meine, ich hätte z.B. auch einmal einen Müsing Rahmen in der gleichen Farbkombination irgendwo gesehen.

Bei diesem Vetta Rahmen gibt es Cinelli Pantos am Bremsteg und an der Gabel, es gibt keine Markierungen an den Ausfallenden. Die Gabel ist vollverchromt, auch die rechte Kettenstrebe, der ganze Rahmen aber nicht unterverchromt (Dank an die Kratzer die das offengelegt haben). Ein Columbus Aufkleber klebt am Sattelrohr in das eine 26,8mm Stütze kommt.

Ein schöner, bunter Rahmen, den man mögen muss. Ich hatte ihn mit Campa bestückt, aber letztendlich war er mir etwas zu klein und ich hatte auch noch besserer in der Garage stehen. Deshalb habe ich das Rad komplett wieder auseinander gebaut und verkaufe nur den Rahmen.

Wie geschrieben: B U N T

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Posen. Aber richtig.

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Sonntag. Gutes Wetter, viel Wind, ein durchaus geeigneter Tag um einige Kilometer zu radeln.

Leider steckt der grippale Infekt immer noch in Resten in Nase, Mund, Bronchien und sonstwo, so dass die Strecke nicht zu lang und anspruchsvoll sein darf. Egal, Hauptsache erst einmal raus. Auf der Straße Richtung Fischerhude merke ich dann, dass ich nicht genug Luft bekomme. Egal, Hauptsache wieder fahren und in Schwung kommen. Das gute Trainingsmomentum und die Fähigkeit über einen längeren Zeitraum voll angestrengt zu fahren sind leider erst mal weg. Die nächsten Wochen werde ich wohl nicht vor Therafit fahren können.

Ich bin trotzdem froh wieder auf dem Carbon Canyon zu sitzen und Teil der Landschaft zu sein. Nach Wilstedt geht es erst einmal gegen den Wind; es macht immer noch Spaß. Ohne Carbonmöhre wäre der ganze Spaß aber auch nicht möglich. 

Ganz enges, ganz selten getragenes Eusskatel Jersey.

Ganz enges, ganz selten getragenes Eusskatel Jersey.

Nach 60km und zwei Stunden ist die Luft dann aber doch raus. Ausziehen, duschen und umziehen. Wieder auf das Rad und mit Tochter Karen zur Eisdiele (siehe vorher). Da die Eisdiele nur ein bis zwei Kilometer entfernt ist, können jetzt auch die Angeberräder aus der Garage geholt werden. Das Nagasawa? Hm, gerade keine Bremsen dran. Das Umberto Dei? Ne, fahre ich ja auch so fast jeden Tag zur Arbeit. Das Moser Leader AX? Sieht nicht gut genug für die Eisdiele aus. Das blaue Basso? Cool, das ist es, auf dem Regal Sattel kann man zwar eigentlich nicht fahren, aber für 4 km und ein Eis sollte es reichen. Irgendetwas blau-weißes anziehen passend zum Rahmen. Campa Mütze auf passend zum Eis. Posen.

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Riesiger Italo Becher mit zwei Löffeln zum gemeinsamen schlecken. Tochter Karen happy. 

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Gefühlt einen guten Sonntag erlebt zu haben. Die richtige Mischung von Sport, Technik, Kunst und Familie.

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Auf zur Eisdiele: Tochter. Vicini Pollock #8

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Journey to Jerusaleum.

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Friends from Japan visit Bremen rarely. If I tell my friends: „And if you ever come to Bremen please drop by.“,  they usually answer: „Well, if I ever be in Bremen it is because I am lost.“

After having met Ludwig in Japan in April and riding with him up and down Ashigahara and Mikuni Toge, it was a pleasant surprise that hardly one month later he would be coming to Bremen so that we could ride together again. By his own account and as a Southern-German breed, that was his first visit to the North of Germany. The occassion called for some spectacular rides and a sensible introduction into North-German culture.

Which can be quite peculiar, I am from a small town with along name (Mönchengladbach) located in the lower plains of the river rhine close to the Dutch border. People from there usually have a terrible accent, talk alot, have a good sense of humour and don’t care about punctuallity. That is why they tend to end up in marketing and advertisement jobs. Locals from the North are different. It took quite a while to grew accustom to local habits.

For example, people in the North are always drunk. Before going to work in the morning on a normal day they dress up in fancy dresses, meet their friends and open a few bottles of beer, preferable Haake, Becks or other local brands. Then they put the remaining bottles of beer in a cargo flyer and commute to the office or factory. As we started our ride early in the morning we met quite a lot of these groups on their way to work

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Northern Germans on their way to work
Or perhaps three kings on the way to Bethlehem?

Well, that was at least what I intented to sell to Ludwig about the situation here. As a matter of fact it was Ascension Day in Germany, which is celebrated together with Father’s Day and Bremens male population was running wild and drunk in the country side. Teenage Rampage!

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Typical male activities during Fathers’s Day in Northern Germany

As for the choice of rides, I had two options in Bremen: Select a boring ride along the endless pastures of Lower-Saxony to proove to Ludwig that indeed I am right to state that riding aroun Bremen is much more boring that the wonderful hills and mountains of Japan, or organize a route that will bring together some of the most amazing wonders in the area. I opted for the later and we started by crossing the river Weser onto the West side at the Weser barrage close to „Ichigobashi“.

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From there on we proceeded South along the river until we arrived, much to our surprise we almost arrived in Jerusalem; hey we must have been really fast.

P1140845There is only way way to Jerusalem: Through Adolfshausen.

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All of that located close to Blender.

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From there onwards we rode further South to Buchhausen-Vilsen in order to enjoy some of the bumps aka as „hills“ and some of the good food in the local cafe. We enjoyed th long alleys lined with bircha nd other trees.

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As we started late thanks the National German railways we decided that we shorten our trip and headed back to river Weser and rirde along the West embankment until we reach the small pedestrian bridge to the Werder island close to the center of town.

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Now, THAT is Northern Germany. We found our way to Cafe Sand and crossed the river by taking the small ferry.

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Bremians, on their way home from work.

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After arriving home and dressing up for dinner. I took Ludwig to another river close by, the Wümme. It was now almost 7 PM and all other male Bremians were home, drunk and sleeping. This gave as a chance to visit the „Schleuse“ (sluice) a reclusive restaurant on the wrong side of the Wümme. The right side is the right side, aka as Blockland, where asphalt surface is nice, many restaurants are located and people come from wide and far to spend the weekends walking, drinking and eating. The left side is the wrong side, Roubaix-like road surface, not many people and only two restaurants.

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Local Haake Beck Kräusen beer in special glasses.

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Finally a traditional Japanese blog photo: Food.

Not sure why, buit I feel better on the wrong side of the river. The next day we droove teh car down to Osnabrück where we had another ride. But this is a different story for a new post.

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Alles in Butter. Kuchen: RTF Barrien

 

An einem Dienstag in Duisburg: Hatte ich mich in einem der letzten Posts irgendwie abfällig über Magdeburg geäußert? Das tut mir nun leid.

Der IC kommt um 9:10 Uhr im Hauptbahnhof in Duisburg pünktlich an. Das ist schlecht, denn ich hatte mich darauf verlassen, dass mich die Deutsche Bundesbahn mit mindestens einer Stunde Verspätung ans Ziel bringen würde. Aber selbst auf die Unzuverlässigkeit der Bahn kann man sich nicht verlassen. Dem Taxifahrer sage ich, dass ich es nicht eilig habe. „Prima, dann kann ich Ihnen ja noch etwa von Duisburg zeigen“! OK, was zum Beispiel? Es folgt eine gefühlte Viertelstunde des Schweigens. „Den Puff?“ Nein Danke, es ist Dienstag morgen, ich habe gerade einmal eine Stunde Zeit bis zu meinem Termin und möchte nicht völlig dearrangiert aussehen. Und das sind nur einige Gründe die mir spontan einfallen.

Zu Mittag gibt es zumindest Schnitzelparade im Casino Bliersheim.

An einem Sonntag in Barrien. Vor einer halben Stunde haben wir uns in Bremen am Weserwehr getroffen und sind zusammen nach Barrien geradelt. Erstaunlicherweise konnte ich das Tempo der Gruppe nicht mithalten, zunächst dachte ich, dass es einfach meine Kondition nach der RTF gestern in Bramsche war. Dann stellte ich fest, dass meine Hinterradbremse zu fest eingestellt war und sich das Hinterrad nicht richtig drehen konnte. Nachdem die Bremse gelöst war, ging es wieder gut weiter. Nur die Gruppe war weg und ich musste allein meinen Weg nach Barrien finden. Kein Mensch auf den Strassen in dieser gottverlassenen Gegend. Könnte natürlich auch was damit zu tun haben, dass es kurz nach sieben Uhr morgens an einem Sonntag Morgen ist. Irgendwie komme ich dann doch nach Barrien rein, bin aber der in einem total verlassenen Einfamilienhausgebiet. Kurz danach finde ich den Sport- und Startplatz. Silke fragt mich: „Warum hast Du nichts gesagt?“ Na ja, da ich ja dachte, dass es an meiner Kondition liegen würde, hätte ich da schreien sollen: „Hey, nicht so schnell, ich kann nicht mehr!“ oder „Wartet ihr Ssssschweine?“ Nein, all dies verstößt leider eklatant gegen die ungeschriebenen Gesetze des Radsports.

Trotz Rhönmarathon und Elfstädtetour sind jede Menge Freunde und Bekannte aus Bremen da. Olli und Corinna seit langer Zeit mal wieder, Jörg, Johannes, Sebastian, Silke, Philipp, Andreas, Axel, Nils, Alfred, Ralf … eine RTF ist da Äquivalent von als Sechsjähriger die Strasse hochgehen, bei seinen Freunden klingeln und schauen wer da ist. Ich denke, dass ist der größte Verlust überhaupt wenn man „erwachsen“ wird, die Möglichkeit zu verlieren seine Freunde einfach sofort zu sehen. Heute muss ich mich zwei Wochen vorher zum Essen verabreden oder zehn Messages auf facebook oder Whatsapp schicken.

Am Start stehen Axel und Nils und seine Fotografin ganz vorne. Es wird die beste Platzierung sein, die sie im Verlaufe der RTF erreichen werden.

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Eine kurze, motivierende Ansage des Veranstalters folgt. Ich gebe dies hier nicht wortgetreu wieder, aber in etwa die gefühlte Lage:

„Ihr fahrt nach Straßenverkehrsordnung und auf eigene Gefahr und Rechnung. Die ganze Strecke ist abgeschottert (ich hatte irrtümlich verstanden „abgeschottet“ und mich schon wie blöde gefreut), also irrsinnig gefährlich. Außerdem gibt es mindestens zwei Schützenfeste und sowieso überall Pfingsten. Die Schützen schießen schon mal ganz gerne ein paar Radler ab. Ein paar ganz schlechte Stücke haben wir auch drin gelassen, die werden jedes Jahr noch schlechter, aber uns ist nichts besseres eingefallen. Hinter Bokel laufen blutgierige Zombiebären auf der Strasse rum, vor Gessel haben sich einige afghanische Freischärler verschanzt. In Bruchhausen-Vilsen wird der Ausbruch mehrerer extrem ansteckender Seuchen vermeldet und für 11: 11 Uhr ist der Weltuntergang vorhergesagt. Ach so ja, und wenn ihr, wieder allen Erwartungen überleben solltet, dann macht euch darauf gefasst, dass euer Rad dann geklaut wird. „

Es ist diese klassische Situation, die danach schreit die Frage zu stellen: „Ist das auch alles, oder verschweigen Sie uns etwas?“ Stattdessen bleiernes Schweigen interpunktiert von nervösem Lachen. Eigentlich wollen alle wieder nach Hause, aber die ungeschriebenen Gesetze des Radsports verlangen ……

Ready to go? Fire it up!, so etwa hatte ich mir Motivation beim Radrennen vorgestellt.

Ich hänge mich an die erste Gruppe ran. Wir kämpfen so ungefähr fünf Minuten, aber mir ist eher nach Kaffee- und Butterkuchenfahrt als nach Rennen zu Mute. Rausfallen lassen. Vor mir ist ein Mädel vom TCB. Ich hole sie ein und wir fahren gemeinsam bis wir noch einen anderen Fahrer eingeholt haben. Dann kommt auch schon eine größere Gruppe mit Philipp, Silvia und Andreas in der wir bis zur ersten Kontrollstation bleiben. Die ist etwas chaotisch, zudem gibt es da einen Organisator, der uns zu vernünftiger und disziplinierter Fahrweise anleiten will. Das will zumindest ich nicht. Möchte ich diszipliniert fahren, fahre ich im Verein. Mache ich aber nicht.

Kurze Pause, noch zu früh für Butterkuchen. Irgendwie schaffen wir es einen neue Gruppe zu organisieren. Allerdings ohne Andreas der eine klassischen „Wardrobe Malfunction“ Janet Jackson’schen Ausmasses erlebt und den wir erst am nächsten Kontrollpunkt wiedertreffen.  Bei der Ausfahrt ist rechts ein Stück Wiese abgezäunt, ein Schild weist auf die Verwendung hin „Pissoir“.

Wir fahren los, gleich eine Steigung hoch und oben überhole ich noch so gerade einen gelben Kugelblitz. Nette Gruppe, nette Strassen, Tempo ist nicht zu hoch und an der Steigungen wird trotzdem gut gebolzt. So macht das Spaß. Man kann sich unterhalten, aber auch schnell fahren. Eins von den TCB Mädels fährt extrem kraftvoll und bolzt jede sich auf tuende Lücke zu.

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Nächster Kontrollpunkt. Mehr Butterkuchen. 1406 RTF Barrien 05Mehr Arme die gierig nach Butterkuchen greifen.
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Unsere Gruppe bleibt in der Kernmannschaft zusammen. Es folgt „das schlechte Stück“. Andreas und ich sind gerade vorne und verschleppen das Tempo. Andreas ruft noch: „Vor….“ und das „…sicht“ folgt als er bereits mit dem halben Oberkörper über dem Lenker ist. So ein Cervelo Rad ist halt brutal hart und nicht für solche Strecken geeignet. Nächster Kontrollpunkt. Drei Stück auf 115 km Strecke ist sehr großzügig. Noch mehr Butterkuchen.

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Der erfahrene Butterkuchen-RTF Fahrer nimmt zwei Stücke und klappt diese mit den zuckrigen Seiten aufeinander um sich die Hände nicht schmuddelig zu machen. Man kann dann auch noch eine halbe Banane dazwischenlegen. Die andere Hälfte hatte ich mit einem Mädel geteilt.

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Sehnsucht (links) nach Perfektion (rechts)

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2008 Japan Cycling Racing Club Champion Jersey. Plus weiße Bibshorts in Erwartung heißestem Wetter. Nachdem mein Sohn mich gestern nervte „Boh – Du bist voll rot!“ War heute das Design Thema polnisches Nationalteam.

Noch 20 Kilometer bis zum Ziel. Entspannt plaudern Silke und ich. Ortsschildsprint nach Barrien rein. Ich fahre ein wenig bescheuert und haue fast jemanden raus. Einlauf auf dem Sportplatz. Es gibt eine Hüpfburg und unglaubliche Massen von Menschen. Wohnen die wirklich alle in Barrien? Und wo sind die, wenn man sonst so durch den Ort fährt?

Lockeres Ausklingen, ja, nächste Woche ist RTF in Goldenstedt. Wenn das Wetter gut ist sollten 208 km OK sein. Plus 2 x 12 km hin und zurück vom Bahnhof in Barnstorf. Ganz so locker ist es nicht, die Gewitterwolken stehen bereits fast über uns.

Wir fahren in einer größeren Gruppe zurück Richtung Bremen. Zunächst ist alles fein, aber denn beginnt es zu regnen. Und dann auch noch zu blitzen und zu donnern. Silke ist zu Glück einigermaßen betrunken und merkt nicht, was um sie herum so passiert. Einige von uns kugeln raus oder werden vom Blitz getroffen, wer weiß das schon. Ich habe jetzt irgendwie Lust auf das Freibad Horn, aber Silke meint, dass die Leitung bei Gewitter alle aus dem Becken holt, denn wenn der Blitz da einschlägt ist das wie eine Riesengroße Fritteuse. Mehr Blitze, mehr Donner. Weltuntergang doch nicht um 11:11 Uhr, sondern etwas später, vermutlich weil organisiert von der Deutschen Bahn. In Bremen hört es dann wieder auf. Nass zuhause aber glücklich.

Fazit: sehr gut organisierte RTF auf sehr schönen Strecken. Hat richtig viel Spaß gemacht. Bis nächste Woche.

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Look who came to Jerusalem. Or Bremen.

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von | 4. Juni 2014 · 10:05