Archiv der Kategorie: Radprojekte

Räder an denen ich gerade bastele, die aber nicht für mich bestimmt sind. Erst einmal.

Neue Räder. Alte Räder.

tumblr_ms12jcenw41r2pwtto1_500

Die Entscheidung heute sich ein neues Rad zu kaufen oder zu basteln bedingt auch oft, eines der real existierenden Teil in der Garage loszuwerden. Derzeit warten zwei violete Concorde Rahmen aus den Neunziogern, ein blau-goldenes Umberto Dei, ein Raleigh Gravel Crosser und ein demontiertes Minerva-Lotus Projekt auf den Zusammenbau. Das passt dann unmöglich in die Garagae und unter der Bettdecke ist auch kein Platz mehr frei. Also muss jetzt doch das Milanetti und das Vetta gehen.

tumblr_mr45bcicPR1rf2h2eo1_1280

Das Milanetti (Ich weiß, das da oben ist ein Bianchi) versuche ich bereits seit ewigen Zeiten zu verkaufen da ich nicht warten kann, bis meine Tochter groß genug ist das zu fahren. Frauen rufen immer wieder entzückt: „Ach, ist das schön!“ wenn Sie es sehen, aber leider ist es auch sehr groß und an die Rahmenschalthebel muß man sich auch erst mal gewöhnen, wenn man immer STIs oder Ergopower gefahren hat.

1299001260557595

Das Vetta (ja, ich weiß, das da oben ist auch kein Vetta), mag ich eigentlich sehr und benutze es derzeit um den Weg zur Arbeit zu fahren. Gestern fehlte mir auf meiner Carbonmöhre auf einmal der Daumenschalthebel der Ergopowers – da wußte ich, das sich mich an das Vetta gewöhnt hatte. Aber leider ist es zu klein. Und die Campa Mexico Felgen sind zwar unendlich schicke, aber gepaart mit den Mirage Eingelenkbremsen ist der Bremseffekt etwa so, als würde man Tempotaschentücher ind ie Speichen werfen.

tumblr_mrjnxy5awG1qgkeato1_1280

Das kommt jetzt alles zu Ebay, damit die Finanzierung neuer Projekte sichergestellt wird.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2013, Milanetti, Mob, Vetta Armoury Show

Ein Mercian für Manu. Aka M&M

Mein Freund David aus Tokyo beklagte sich auf diesem Blog letztens, das sich viel zu viele Fotos von leicht bekleideten Asiatinnen auf Rädern posten würde. Es wird also Zeit für eine gut bekleidete Mitteleuropäerin und ihr Rad: Manu und ihr Mercian aka M&M.

Manu hatte mich vor letztes Jahr einmal angesprochen und wollte das Milanetti Damenrad von mir kaufen. Sie mochte das Design, aber leider war es ihr zu groß. Ich weiß nicht, wie das anderen Menschen geht, aber das Milanetti steht immer noch bei mir in der Garage und ich bekomme es nicht verkauft. Was an sich schade ist, denn es ist wirklich ein sehr schönes Rad. Es ist genau das Rad für die Freundin eines Radverrückten die mindestens 1,70 Meter groß sein sollte. Seine Größe ist egal.

Dann haben wir lange nach einem passenden Rad für Sie gesucht, bis wir diesen schönen, englischen Mercian Rahmen fanden in Größe 48 und aus Reynolds 531 Rohr. Mercian ist eine englische Marke aus Derby, die es auch heute oder schon wieder heute gibt. Der Rahmen ist sehr, sehr leicht, was erst einmal dem Rohr, aber dann auch der Größe geschuldet ist. Leider hingen da eine Menge langweilige Komponenten dran, die wir erst einmal abbauen mussten, bevor wir uns an den Wiederaufbau machten. Geblieben ist nur der Rahmen mit Steuerkopf und Tretlager, sowie die Mavic Drahtreifen Laufräder.

1306 Mercian 3

Manu hatte sich zunächst für einen komplette Golden Arrow Gruppe entschieden: Bremshebel, Bremsen, Umwerfer, Schaltwerk und Kurbel bilden eine epochengerechte Einheit. Mein Verhältnis zu der Golden Arrow Gruppe ist etwas gespalten: Ich mag das Design sehr, aber die Bremswirkung ist wirklich unter aller Kanone. Oder so glaubte ich bislang, denn bei diesem Rad haben wir das gemeinsam recht gut hinbekommen.

Zu Golden Arrow und zu den goldenen Decals passen Goldenes Lenkerband von Deda und goldene Bremshüllen. Natürlich ist es immer so, dass das eine Gold anders ist als das andere. Da wir aber nicht so dick aufgetragen haben ist das Ergebnis auch OK.

1306 Mercian 5

Damit das ganze auch bezahlbar und funktional wird, sind wir einige Kompromisse eingegangen. Die schwarzen Gummis auf den Golden Arrow Bremshebeln sind normale Aero 1055 Gummis. Das gibt eine gute Griffläche, passt aber nicht richtig passeng über die Griffe selber.

Auch sonst haben wir uns nicht mit NOS Komponenten aufgehalten, die ja letztendlich einem nur dem Spaß am hemmungslosen Fahren und Versauen seines Rades nahmen, bzw. man ärgert sich halt immer so, wenn da irgendetwas in die Binsen geht: Günstige Michelin Lithion 2 Reifen, ein Ritchey WCS Sattel – ich hätte ja gerne etwas goldenes montiert, aber es gibt einfach nichts auf der weiten Welt. Busyman?

In allem Überschwang spendierte ich noch einen meiner Regina Schraubkränze. Ajax Sattelstütze, irgendein Italo Lenker .. MKS Stream Pedalen und dann war das Rad auch schon fertig

1306 Mercian 7

1306 Mercian 4

Die Aufgabe war es ein Rad für die Stadt zu bauen, mit dem man auch aber bei gutem Wetter einmal schnell über Land fahren kann. Deshlab steht auch der Lenker, so wie er steht und erleichtert das Bremsen in aufrechter Position bei Griffposition oben. Die MKS Stream finde ich ohnehin konkurrenzlos als Stadtpedalen, weil beidseitig fahrbar. Und der Rahmen hat, wie es sich für einen guten englischen rahmen aus dem Schlechtwetterland gehört,Ösen, so dass sich problemlos Schutzbleche oder ein Gepäckträger nachrüsten lassen.

Manu und ich haben das Rad zusammen aufgebaut, Philipp hat mit der Wasserrohrzange geholfen. An einem Abend haben wir schon fast alles zusammenbekommen, es gab aber dann ein paar Probleme mit dem Zahnkranz, der Sattelklemmung und der eigentliche Sattel gefiel uns auch nicht mehr. Wir hatten die Alternative alles weiß zu machen (Lenkerband, Bremshüllen, Sattel), haben uns dann aber doch für Gold entschieden. Am zweiten Abend haben wir das Rad dann fertig gebaut. Das war das erste Mal, dass Manu richtig geschraubt hat, und das hat sie sehr gut gemacht. Ich war vor allem mächtig beeindruckt von ihren Lenkerbandwicklungsfähigkeiten, denn ordentlich Lenkerband zu wickeln finde ich so eine der schwierigsten Dinge beim Aufbau.

Das Mercian hatte sich auch gutmütig verhalten und nicht rumgezickt. Gestern haben wir dann noch den Sattel getauscht und sind ein ganz klein wenig gefahren. Es ging los in dem Laubengang der Krähenburg.

1306 Manu Mercian 4

 

Wir fuhren dann bis zum Tor des schwarzen Ritters. Der ist übrigens ca. 60 Jahre alt, trägt eine Brille und hat eine Fernbedienung  zum Öffnen seines Tores.

1306 Manu Mercian 12

1306 Manu Mercian 14

Dann musste ich allerdings wieder nach Hauase, weil nervige Studis bereits seit Stunden mein Haus belagern und mich mit Emails bombardieren. So, das war erst einmal das letzte Projekt vor der Sommerpause. Dank an Manu und Philipp.

7 Kommentare

Eingeordnet unter 2013, Manu, Mercian, Mob

Tägliches FGGT

tumblr_mo3b8g4ejd1rt94pbo1_1280 tumblr_mo3b8g4ejd1rt94pbo2_1280 tumblr_mo3b8g4ejd1rt94pbo4_1280 tumblr_mo3b8g4ejd1rt94pbo6_1280

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2013, Mercian, Mob, Sex. Lies & Vids

Bianchi Spillo

Im Folgenden ein eher untypische Aufbau: Ein Bianchi Spillo Stahlrahmen für ein Stadt/Treking Rad.

1306 Bianchi Spillo Midori im Aufbau 00

Curano Schutzbleche. Leicht und lassen sich auch leicht montieren. Ich hoffe die halten auch was aus. Aber intelligenter als die SKS Bluemels sind die schon gemacht. Nabendynamo SP8 von David in selber eingespeichten Laufrädern (Mavic A119 Felgen, 32L doppelt geöst). Sollten leicht werden, deshalb DT Swiss Revolution Speichen verwendet. V Bremsen. Auch zum ersten Mal verbaut.

1306 Bianchi Spillo Midori im Aufbau 01

Als Rennradfahrer muß man doch ein paar Mal tief schlucken. Insbesondere der Kettenkasten ist gewöhnungsbedürftig. Aber auch der Sattel. Ohne Kettenkasten sehr das ganze sehr viel filigraner aus. Die Vorderlampe gefällt mir noch nicht – zu klobig, gibt es da etwas schöneres was nicht Edellux heisst?

1306 Bianchi Spillo Midori im Aufbau 02

 

 

Die Züge können erst nach der Sitzprobe abgelängt werden. das ist jetzt nur für die Testfahrten zusammengeschraubt. Der Vorbau ist für Rennradfahrer ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftig. Das Braun der Ledergriffe passt gut zum Braun des Sattels und dem Schwarz des Rahmens.1306 Bianchi Spillo Midori im Aufbau 04 1306 Bianchi Spillo Midori im Aufbau 05Alfine 8.Gang Nabenschaltung, auch komplettes Neuland. Fährt sich aber angenehm. Da der Rahmen keine vertikalen Ausfallenden hat erst einmal im Suntour Cyclone II las Kettenspanner – das wird noch geändert. Es fehlt auch noch die Verkabelung. Teekessel Kette. Ach so, hinten an den Sattel kommt noch ein 交通お守り.

Viel gelernt beim Aufbau, einiges Falsch gemacht. Ich lerne zwar wegen meiner Erfahrung jetzt schneller, aber dieser Typ von Rädern ist schon anders. Später mehr.

3 Kommentare

Eingeordnet unter 2013, Bianchi Spillo, Mob

Minus Drei

Ich werde mich wohl von einigen meiner Räder trennen müssen. Diese drei hier werden in Kürze zum Verkauf stehen, damit Platz in der Garage frei wird zum Aufbau noch schönerer und besserer Rennräder.

1305 VK Lotus 01

Lotus, voll Chrom, RH 60, überwiegend Shimano 600 und Suntour Komponenten.
Stylish, glitzernd und traditionell.

1305 VK Milanetti 01

 

Milanetti, RH54 von 1982. Komplett Shimano Golden Arrow und Nitto.
Für die Liebste.

1305 VK Vetta 01 Vetta, frühe Neunziger, Campagnolo, Selle Italia, Miche etc. italienische Komponenten, 2 x8 Ergopower.
Schnell, außergewöhnlich und ein wenig gelb.

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2013, Gierige Räder, Lotus British Racing M Type, Milanetti, Mob, Vetta Armoury Show

Reus Supersangue

Jan de Reus war holländischer Radprofi vor dem 2. Weltkrieg. Nach dem Krieg eröffnete er seinen eigenen Laden in Zwanenburg und begann später, zusammen mit seinem Sohn Jan de Reus Junior (* 1946) eigene Stahlrahmen zu löten. Den Radladen gibt es heute noch; einige seiner Räder kursieren auf im Netz und im Web und hier und dort.Ob er ein Vampir war ist nicht bekannt.

Vampirella_by_Kidd_P

Kai P. stellte mir eines Abends im Winter seinem guten Freund Julian vor, der ein Rennrad suchte. Ich hatte nichts passendes für ihn in der Garage (aka Area 51) und wir einigten uns darauf, dass ich ihm auf der Basis eines Stahlrahmens etwas modernes zusammenbauen würde. Eigentlich wollte Julian etwas in Burgundrot, aber langsam ging uns die Geduld bei der Rahmensuche aus und ich kaufte doch für relativ viel Geld einen leichtem Jan de Reus Rahmen aus Reynolds 531 Stahlrohr in dunklem grau; damit ließen sich bestimmt eine Menge farblicher Variationen herstellen. Der Rahmen kam komplett mit Hatta Swan Steuersatz und Campagnolo Innenlager sowie Startnummernhalter am Oberrohr; all dies sah sehr professionell aus.

1303 Reus Vampirella 06

Ich weiß auch nicht warum ich immer bei holländischen Rahmen hänge bleibe. Vermutlich liegt es daran, dass die erstens meine Größe haben, zweitens nicht ganz so beliebt sind und relativ günstig zu haben sind, und drittens oft angeboten werden. Ich hatte eine Gazelle, habe noch ein Union und zwei Concorde und irgendwann einmal werde ich vermutlich auch ein Duell besitzen.

Der Aufbau gestaltete sich sehr langsam; die Vorgabe nach Burgundrot war sehr schwierig umzusetzen und die ersst geplante Gruppe 600 Trikolore STI gefiel mir nicht gut genug für diesen Rahmen (liegt jetzt in der Kiste). Schließlich entschloss ich mich meine Ultegra 6500er Gruppe, die ich ursprünglich 2008 für mein Cervelo Soloist gekauft hatte zu verbauen. Die Gruppe hatte ich 2009 durch die neuere 6600er ohne „Wäscheleinen“ ersetzt und dann zunächst an einem Faggin und später an einem Chesini montiert. Mit dem „ice grey“ Finish von Shimano passte sie sehr gut zu dem Rahmen und bot alle Vorzüge einer modernen 10fach STI Schaltung. Danach ging es dann schneller vorwärts, die Grundrichtung war mit Shimano vorgegeben, auch wenn an der Kettenstrebe ein Campagnolo Aufkleber strahlte; aber das sehr bescheidene Wetter hinderte mich daran Probefahrten zu machen und alles perfekt einzustellen.

Aber im einzelnen:

1303 Reus Vampirella 07

 

1303 Reus Vampirella 09

RAHMEN

+ Jan de Reus RH58 Stahlrahmen aus Reynolds 531 inkl.Gabel, ca Mitte Neunziger; 100/126 mm
+ Sattelstütze 27,2 mm
+ Bremzugführung im Oberrohr
+ Angelötete Schalthebelsockel, Umwerferadapter, 2 Flschenhalter, Startnummernhalter
+ Pantographien an der Gabelkrone, Steuerkopfmuffe unten innen, Innenlager links
+ Schaltzugführung unter dem Tretlager
+ Ausfallenden Campagnolo mit Stellschrauben

1303 Reus Vampirella 20

BERÜHRUNGSPUNKTE

+ Lenker Nitto Mod. 55 42cm breit
+ Lenkerband 3T
+Vorbau Kalloy silber 80 mm
+ Sattel Charge Spoon schwarz
+ Sattelstütze BLB Aero 27,2 mm
+ Pedalen MKS Stream schwarz, beidseitig fahrbar

1303 Reus Vampirella 04

1303 Reus Vampirella 03

BREMSEN UND ANTRIEB

+ STI Hebel Shimano Ultegra 6500 10-fach mit Wäscheleinen
+ Bremsen Shimano Ultegra 6500 ice grey finish, vorne mit roten Bremsschuhen.
+ Shimnno Ultegra 6500 Umwerfer
+ Shimano Ultegra 6500 Schaltwerk
+ Wippermann Connex Kette
+ Shimano Dura Ace 7500 Kurbel mit neuen Kettenblättern 
+ Shimano 105 Kassette 12/26 
1303 Reus Vampirella 08

1303 Reus Vampirella 05

LAUFRÄDER

+ Vorne Campagnolo Record Nabemit DT Swiss Revolution Speichen und Rigida Nova Felge 32L
+ Hinten Shimano Dura Ace 7500 Nabe mit DT Competition Speichen und Rigida Nove Felge 32L
+ Neues Felgenband, Schläuche, rote Ventilkappen, Reifen Schwalbe Blizzard udn Continental Ultra Sport

Ich hatte an sich einen Satz Shimano 105er Naben mit Mavic CXP33 Felgen in Silber für den Aufbau gekauft, die roten ungeösten Rigida Nova sahen aber so viel besser aus. Klickpedale kamen nicht in Frage, da auch in der Stadt gefahren werden sollte, kamen die sehr praktischen beidseitig fahrbaren MKS Stream zum Einsatz.

Endlich hatte ich Ostern alles zusammengebaut und heute war das Wetter wenigstens so, dass es so aussah als könnte es in absehbarer Zeit einmal Frühling werden. Ich machte mich also zum abstimmen und photopraphieren auf die Straße. Nach ein bißchen Gefummel an der Schaltung und dem Nachstellen der Hinterradbremse lief das Rad wie von selbst. erstaunlich wie gering der Unterschied in Beschleunigung, Kurvenlage und bremen im Vergleich zu meinem Canyon Carbonrad ist. Sicher, das Canyon ist schneller und agiler und etwas präziser; aber das ist nicht etwas was man sofort und überall merkt.  Natürlich hatte ich auch mal wieder geschludert; der Sattel war nicht festgestellt und rutschte nach hinten als ich mich setzte. Aber das kann man ja schnell justieren.

Zum Abschluss stieg ich noch einmal richtig aus dem Sattel und jagte im harten Wiegetritt die Bahnüberführung hoch. Wobei ich mir prompt den Lenker verdrehte und mich fast hingelegt hätte, den ich hatte vergessen den Vorbau zu fixieren. Ein Glück, dass ich das noch bemerkt habe.

Alles in allem ist das aber ein Rad, dass ich liebend gerne auch selber behalten und ab und an fahren würde. Das dunkelgrau – Rote Finish erinnert mich irgendwie an Vampire, Blutgefäße und so ein Zeuch, wie in diesem japanische Lorelei U-Boot Film.  Deshalb Supersangue.

1303 Reus Vampirella 01

1303 Reus Vampirella 10

1303 Reus Vampirella 13

1303 Reus Vampirella 14

1303 Reus Vampirella 15

1303 Reus Vampirella 17

1303 Reus Vampirella 18

1303 Reus Vampirella 19
1303 Reus Vampirella 22

3 Kommentare

Eingeordnet unter 2013, Mob, Reus

Torpedo Deutschland Racing III [RH60 c-c]zu verkaufen

1303 Doitsu Gyorai 12

SOLD

Natürlich kann man seine Zeit damit vertrödeln, teure Stahlrahmen bei Ebay zu kaufen, dann die Epochengerechten passenden teuren Komponenten mühsam zusammenzusuchen und sich damit ein schönes, teures und richtig gut aussehendes Rad zu bauen. Da aber Ende März dann immer noch Schnee vor der Haustür liegt und man dann unmöglich mit dem Teil fahren kann, muss man warten bis Winter, Regenzeit, Scheißwetter, furchtbarer Sommer, nasskalte Herbsttage etc. vorbei sind, bevor das gute Stück auf die Straße darf. Also eigentlich nie.

1303 Doitsu Gyorai 15

Alternativ bietet sich die Möglichkeit seine Zeit damit zu vertrödeln einen miesen Stahlrahmen zu kaufen, den mit dem was gerade in Keller und Garage noch rumliegt zu „veredeln“, alles was funktionieren muss wie Lenkerband, Reifen, Schläuche, Bremsbeläge und Züge neu zu kaufen  und damit etwas zu bauen, was allgemein als „Schlampe“ bezeichnet wird.  Eine Schlampe ist nicht schlampig gebaut; genau wie das was man unter Männern gemeinhin als Schlampe versteht nicht schlecht aussehen muss. Eine Schlampe ist nicht … wählerisch. Bei ihr darf man auch Campagnolo mit Shimano und Suntour (Puma mit Dior und Superdry) mischen und das Lenkerband von oben nach unten wickeln. Eine Schlampe macht vieles mit und dafür sind wir ihr dankbar. Auch wenn wir uns nicht unbedingt gerne mit ihr zeigen.

1303 Doitsu Gyorai 09

Im Februar schoß ich einen Torpedo Rahmen bei Ebay, solides Columbus Aelle Rohr für 26,8 mm Sattelstützen, Marke Torpedo. Schaut man sich die Lackierung an, liegt die Vermutung nahe, dass es sich um eine deutsche Firma handelt, das Columbus Aelle Rohr läßt auf eine italienische Fertigung schliessen – oder vielleicht auch nicht denn das Innenlager ist BSA Standard und 68mm lang. Über die Marke Torpedo habe ich nichts herausfinden können; er Aufkleber sieht auch wie nachträglich drangepappt aus, ich würde einmal auf eine Händlermarke schliessen.

Der Rahmen selber (Rahmen Nummer 89 K 0403) ist sehr Neunziger, mit Anlötösen auf dem Oberrohr für den hinteren Bremszug der komplett offen verläuft, Schaltsockel am Unterrohr, Schaltzugführung unter dem Tretlager, Adapter für Anlötumwerfer und Bremsaufnahme für Inneninbusschrauben. Die hinteren Ausfallenden haben Stellschrauben, sind aber sonst nicht zu identifizieren.

Ich arbeite gern mit dieser Art von Rahmen, denn es ist relativ einfach qualitativ gute, billige und technisch funktionierende Teile dafür zu bekommen. An Siebziger Jahre Rahmen zum Beispiel, passen oft moderne Dual Pivot Bremsen vorne nicht dran, weil der Befestigungsbolzen zu kurz ist, um diesen mit einer Schraube hinter der Gabel zu schliessen. Es gibt zwar eine Lösung, aber das ist aufwändig und Geld und frickelig.

Ich musste den Rahmen bei dem Vorbesitzer in Ratingen abholen, bekam aber auch eine schöne SR Sattelstütze und eine Luftpumpe dazu. Die Lackierung ist wirklich sehr … deutsch. Also in Israel würde ich mit dem Teil nicht am Strand fahren wollen. Da eine Menge japanisches Zeuch an das Rad kommen sollten, wurde das Projekt

ドイツ魚雷Racing III 

getauft. 

ドイツ wird „doitsu“ ausgesprochen und bedeutet Deutschland; 魚雷 bedeutet „Torpedo“, wird „gyorai“ ausgesprochen und besteht aus einem Zeichen für Fisch und einem für Donner, ist also äußerst Gewaltpoetisch. Ganz korrekt wäre eigentlich 魚形水雷 (Fisch – Form – Wasser – Donner : Gyokei Suirai). Ich mag Torpedos im Zusammenhang mit Rädern; mein erstes Rad überhaupt hatte eine Sachs Torpedo Dreigangschaltung; es machte unglaublich viel Spaß zu versuchen den Freilauf zu treffen. 

Ich fing dann in meinem Keller an zu kramen und zu basteln. Vorbau und Lenker waren schnell gefunden, auch ein Paar recht gut erhaltenes Shimano RSX Bremsgriffe hatte ich mal „zur Sicherheit“ gekauft. Später bekam ich dazu auch noch die passenden Bremsen, so wurde die Bremsgruppe komplett Shimano. RSX war in den Neunzigern das, was heute Tiagra ist, also in der Shimano Hierarchie unterhalb der 105er Gruppe. Aber immerhin schon mit STI Hebeln. Die Bremsen packen richtig gut.

1303 Doitsu Gyorai 02

Für Antrieb und Schaltung hatte ich auch noch ein ganz besonderes Schätzchen in meinem Keller: eine Zusammenstellung wunderschönster und seltenster Ofmega Komponenten: Wo darf ich anfangen .. vielleicht ganz hinten mit dem Besten? Das Schaltwerk ein Ofmega Master, das kommt aus der Zeit als Ofmega nicht mehr der irrsinnig tollen Idee anhing alles aus Plastik in Modefarben zu fertigen.  

1303 Doitsu Gyorai 06

Geschmeidig wickelt sich die Wippermann 1/2 x 3/32er Kette um die Schaltwerkrädchen und landet dann hart und plötzlich auf der Ofmega Kurbel. Ofmega hat ja mit der Mistral eine der schönsten Kurbeln überhaupt gebaut, als Sie damit fertig waren haben sie diese Kurbel hier geformt. Die hat leider noch nicht mal Standard-Kettenblattschrauben, das Gewinde ist im kleinen Kettenblatt eingelassen, ähnlich wie zum Beispiel bei einer Thun Coronado. Schnell will die Kette diese Kurbel wieder verlassen; gelenkt wird sie dabei eigentlich von einem Ofmega Mistral Umwerfer. Also eigentlich.  Da am Rahmen aber ein Adapter dran ist habe ich dann doch einen Suntour Blase, Verzeihung Blaze verbaut. Die Ofmega Dinger sind so selten, das sie noch nicht einmal bei Velobase eingetragen sind. Ich habe dummerweise zwei davon und bin gerne bereit einen mit dem kompletten Rad mitzugeben, damit man sich das Teil Gruppenrein zusammenbauen kann. Ich muß aber warnen, der Umwerferkörper besteht aus Plastik und das sieht nicht sehr solider aus. Die Verstellschrauben die da rein gedreht werden sind auch keine normalen Metallschrauben sondern haben eher ein Gewinde wie Holzschrauben, vermutlich damit sie so im Plastik besser halten. Ist wirklich gruselig.

1303 Doitsu Gyorai 07

Und wer denkt und lenkt den ganzen Antrieb? Richtig, zwei wunderschöne komplett Plastik Schalthebel aus der Mistral Gruppe, gab es ja auch von Modolo; in wunderschönem SKY blau. Auch hier bin ich gerne bereit die Original Ofmega Schrauben dazu beizusteuern, möchte man allerdings Rad fahren so empfiehlt sich die jetzige Lösung.

1303 Doitsu Gyorai 05

Es war ein Drama, bis ich die Ofmega Kurbel endlich montiert: Die Ofmega Kurbel hat eine italienische Vierkantaufnahme,  aber alle BSA Innenlager die ich habe sind für JIS Vierkant ausgelegt. Zudem ist der Ofmega Vierkant auch noch gut ausgeleiert, bei der Montage jedenfalls bewegt sich die Kurbel ca. 1 cm weiter Richtung Rahmen als dies ein JIS Vierkant tun würde. Ich hatte zunächst ein 107 mm Miche Lager verbaut, da war die Kurbel quasi auf der linken Seite. Dann probierte ich ein neueres 115 mm Lager, aber auch da verbiss sich das Kettenblatt noch schön in der Kettenstrebe. Also habe ich mit ein 122,5 mm Shimano Lager bestellt, normalerweise wird so etwas bei Dreifachkettenblättern vorne verbaut – das passte dann so gerade.

Bei dem Sattel fiel die Wahl auf einen BLB Fly in … gelb. Na ja, passt gut zu den blauen Schalthebeln, dachte ich mir so. Als ich den Sattel gekauft hatte, dachte ich wirklich der wäre gelb und würde gut zu meinem Vetta passen …. aber das konnte ich mir schon beim auspacken abschminken. Das gelb ist irgendwie wie … Radioaktivität? Aber zu Torpedo Deutschland passt das gut.

1303 Doitsu Gyorai 03

1303 Doitsu Gyorai 10

So, jetzt noch die Laufräder, da habe ich lange gesucht, bis ich etwas günstiges gefunden habe. Shimano RSX Naben (passt!) mit Campagnolo Lambda Felgen die den vergilbten Ofmega-Italo Flair unterstützen mit einer siebenfach Uniglide Kassette. Das war der zweitbilligste Laufradsatz, den ich jemals gekauft habe. Reifen und Schläuche konnte ich gleich wegschmeissen und die nächsten Tage und Nächste verbrachte ich dann damit die Dinger sauber zu machen und zu zentrieren. Man ärgert sich über die ganze Arbeit für so einen Billigsatz wenn man bedenkt, dass es bereits einen sehr ordentlichen brandneuen Shimanosatz für unter 100 Euro gibt. Mit viel Mühe und viel Angst das irgendetwas kaputt geht und die ganze Mühe umsonst war habe ich die Dinger zentriert bekommen. Lief aber immer noch mies. Dann habe ich die Lager auseinandergenommen, gesäubert und die alten Kugeln durch neue von Kugeljupp ersetzt, die ich mir vor langer Zeit mal gekauft hatte, weil ich mich immer geärgert habe, wenn ich beim Auseinanderbauen mal wieder eine verloren hatte. Jetzt machten die wenigstens keine Geräusche mehr.

So, und heute war dann endlich alles zusammengebaut und ich konnte die erste Probefahrt durch die Kälte machen. Aber Schlampen sind da nicht so zimperlich. Ist jetzt die Erwartungshaltung, nach dem ganzen Gezicke und Gemosere, dass das Rad sich echt beschissen fährt? Natürlich ist es nicht so, und das meine ich ehrlich. es fährt sich wunderbar leicht und locker, lässt sich gut beschleunigen und mit den beiden Dual Pivot Bremsen auch gut abbremsen. Im Wiegetritt die Berge in Bremen hochzufahren (oder die Autobahn- und Schnellstraßenüberführungen)  funktioniert ganz hervorragend. Hier und dort noch ein bißchen rumfiddeln und adjustieren, aber ich muß sagen ich war wirklich zufrieden. OK, ein Torpedo ist kein Pinarello oder Masi, aber es fährt sich locker und vor allem immer und überall.

Ich werde das jetzt erst einmal fahren bis der Winter vorbei ist, es aber auch gleichzeitig zum Verkauf anbieten. Sollte jemand noch nicht abgeschreckt sein: Ich stelle mir so etwa 345,67 Euro Verhandlunsbasis war. Auf die Nachkommastellen kommt es mir nicht an.

1303 Doitsu Gyorai 16

Ach so ja: Ui, ist das teuer, werden jetzt viele sagen, die sich mit dem Aufbauen von Rennrädern beschäftigen. Für den Preis bekomme ich doch schon ein (bitte passendes auswählen): Dancelli, Viner, Olmo, Enik, Titan etc. Ja ich weiß, für Menschen die schrauben ist das nix. Ist alles fertig, muß nichts mehr gemacht werden, einfach warten bis der Frühling kommt und losfahren.  Aber ich finde, auch wenn es komplette alte Räder zum wiederaufbauen recht günstig gibt, so ist doch das Aufbauen selber teuer. Ein normaler Aufbau verschlingt bei mir immer 400 bis 600 Euro Materialkosten, darunter wird es einfach sehr schwierig etwas qualitativ gutes zu bauen. Reifen plus Schläuche plus Felgenband – da sind schon fast 50 Euro weg. Und so läppert sich das zusammen.

Mein Angebot ist eher für die, die keine Ahnung haben. Nicht weil ich die „betrügen“ möchte. Nein, aber wenn ich was verkaufe dann ist auch immer die Serviceleistung drin alles genau einzustellen, mich auch nach dem Verkauf um alles zu kümmern was anfällt und Tips für den weiteren Aufbau zu geben und durchzuführen.

1303 Doitsu Gyorai 08

 SPECS 

(folgen später)

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2013, Meine Räder, Mob, Radprojekte

SOLD: Vetta Armoury Show Bike

1302 Vetta Cinelli 01

Vetta ist einer dieser kleinen italienischen Hersteller von denen man so gut wie nichts weiß, die keine glamorösenRäder wie Pegoretti, Pinarello oder Colnago bauen aber dennoch interessante Rahmen hergestellt haben.

Vetta war oder ist vielleicht auch noch ein Hersteller aus Padua  der auch für andere Marken produziert hat. Muffen, Gabeln etc. hat er nichts selber produziert, sondern von Cinelli, Gipiemme, Campagnolo etc. verwendet. Soweit liess sich das aus dem Web herausfinden, wer mehr weiß möge mir Bescheid sagen und mich schlauer machen. Ich werde das gerne. Die VettaRahmen werden von der Familie Taverna zusammengebaut. Auf meinem rahmen ist überallein Aufkleber mit T. Taverna, heute machen das wohl Antonio und Ferruccio Taverna die auch nicht mehr ganz taufrisch aussehen

1302 Vetta Cinelli 02

Meinen Vetta Rahmen in RH58 cc hatte ich vor ein paar Monaten auf Ebay ersteigert zu einem vernünftigen Preis. Der Rahmen hat diese typische, schräge Achtziger/Neunziger „Ich will mit grellen Farben auffallen“ Lackierung und erinnerte mich stilistisch an Armoury Show bei „Castles in Spain“. 

Na gut, also eigentlich erinnert er mich nur an die späten Achtziger und frühen Neunziger und ich suchte einen Vorwand um einmal Armoury Show in dieses Blog zu bekommen. Der Vetta Rahmen stand dann erst einmal ein paar Wochen bei mir rum, da ich noch mit einigen Auftragsprojekten beschäftigt war.

1212 Erst eins dann zwei dann drei dann vier 05

Simonato Björn, check. Basso Selber check. Der Rest steht noch rum.

Ja, so einen Haufen Rahmen auf dem Tisch rumstehen zu haben ist schon ziemlich cool. Natürlich geht das nur, wenn de weibliche Teil der Familie ausgeflogen zum Eiskunstlaufen ist und die Männer das sagen haben. Also, vierter Rahmen von vorne ist ein Vetta.

Durch einen Zufall kam ich günstig an alte 8-fach Campagnolo Mirage Ergopower Hebel zusammen mit den dazugehörigen Bremsen. Ok, dachte ich mir, das ist ein guter Startpunkt um einen italienischen Rahmen mit Campagnolo und Cinelli Komponenten aufzubauen. Warum Cinelli? Weil sowohl die Gabel des Vettas als auch der Bremsteg Cinelli Pantographien hat.

1302 Vetta Cinelli 03

Cinelli Panto Gabel, neu in gelber Farbe ausgelegt.

1302 Vetta Cinelli 04

Ebenso das Panto auf dem Bremsteg.

Und durch einen weitere Zufall kam ich an einen wunderschönen günstigen alten Campagnolo Mexico 1968 Laufradsatz 32L mit Aufnahme für eine Campa 8-fach Kassette. Zunächst mit einem Radiergummi von Swiss Stop und später mit Hilfe von Tobias wurde der LRS aufpoliert bis er wieder funkelte.

Hier musste ich Tobias stoppen, denn er wollte sich dann an den Naben vergreifen, um diese auch noch um funkeln zu bringen.

Einen passenden Campa Anlöt-Umwerfer hatte ich noch in der Kiste auf der „Umwerfer“ steht und von meinem Union Fixie hatte ich noch eine schöne Campa Centaur 10-fach! Kurbel. Zu meiner Überraschung bekam ich dann auch noch ein 8-fach Rekord CShaltwerk mit Macken günstig ab. Damit war der Grundstein gelegt, die restlichen Einkäufe gingen dann sehr schnell.

Damit begannen dann aber auch die typischen, kleinern Probleme die man so beim Zusammenbauen hat. Der Cinelli Lenker passte zwar an den Cinelli Vorbau, aber es war unmöglich die Schellen der Ergopower Bremshebel an dem Cinelli Lenker zu befestigen da der Durchmesser des Lankers zu groß war. Ich wusste ja, dass Cinelli Lenker eine 26 mm Lenkerklemmung haben, aber dass der Durchmesser im Griffbereich auch größer ist war wir neu. Zum Glück hatte ich noch einen schönen NOS Nitto Mod. 55 Lenker übrig, der dann (neben den ironisch besetzten Shimanoschalt- und bremshüllen) für den japanischen Touch sorgt.

Die Pedalen sind vorläufig Gipiemme Sprint, der Sattel ist ebenfalls vorläufig ein Charge Spoon, aber mir schwebt da an sich etwas gelbes vor. 

Es gibt nun sehr viel Chrom und Glitzer an dem Rad, etwas schwarz und dann diese grellen Punkte an Steuerkopf; Tretlager und am oberen Sitzrohr. Natürlich wäre es jetzt angesichts dieser Farben recht einfach gewesen alles andere (Sattel, Lenkerband, Züge, Reifen) schwarz zu halten, aber ich wollte mich trotzdem auf das Experiment Gelb einlassen.

Die Idee dazu kam wir in einem Rennrad News Forum Beitrag in dem jemand schrieb, dass es ein alter Trick sei, die Farbe des Lenkerband in der Farbe des Logos auf dem Unterrohr zu wählen. Das Vetta Logo ist hier schwarz/gelb, also wurde die Farbkombination am Lenker ebenso. Leider habe ich dafür das Fizik Mikrotex Lenkerband verwendet was beim wicklen zu schwersten Verwicklungen führt, immer Falten schlägt und einfach größter Mist ist. Das war das letzte Mal, ich habe noch zwei als Ersatz im Keller und dann ist Schluss mit diesem Teufelszeug.

Vor ein paar Tagen waralles fertig, aber heute bin ich zum ersten mal dazugekommen das Vetta zumindestens ansatzweise zu bewegen. Erkältung, schlechtestes Wetter, Schnee, Kälte und quengelnde Familienmitglieder hielten mich bislang davon ab. Es fährt sich sehr schön und angenehm. ich mag auch die Campa Ergopower Hebel, auch wenn ich mich ganzes Leben lang Shimano gefahren bin. Jetzt habe ich auch endlich verstanden, was der fundamentale konzeptionelle Unterschied zwischen des Ergos und den STIs ist: Bei den STIs sitzt die Schaltung quasi auf der Bremse, also vor dem Hebel, bei den Ergopower Schrems sitzt die Schaltung hinter den Bremshebeln. Was natürlich eigentlich viel sinnvoller ist. 

Wirklich ein schönes Rad, genauso wie ich Räder mag: nicht zuviel Bling und Glitzer dran, nicht zu teuer, als dass man es nicht mehr fahren mag. Abertrotzdem auffällig und irgendwie einzigartig mit guten Ideen: Das ist mein Vetta.

1302 Vetta Cinelli 05

1302 Vetta Cinelli 06

Danke noch einmal an Tobias für das Aufarbeiten der Laufräder.

Interessiert? 650€ VHB

Ein Kommentar

Eingeordnet unter 2013, Mob, Sales, Vetta Armoury Show

Simonato: Tutto Completto

1301 Simonato Ready 01

Im Prinzip fertig, allerdings muss alles noch fein eingestellt werden damit es auch gut läuft und fahrbar ist. Leider lässt es das Wetter draußen nicht zu, das Rad auf der Strasse zu bewegen. Es dürfte also schnelle etwas trockener werden – gegen die Kälte ist nichts einzuwenden.

5 Kommentare

Eingeordnet unter 2013, Mob, Simonato

Simonato Weihnachtstestversion

 

 

 

 

 

 

 

1212 Simonato Test 03

Frohe Weihnachten allerseits. Bei Rewe stauen sich die Schlangen vor der Kasse zurück bis zur Fleisch- und Käsetheke, die Geschenke liegen unter dem Baum, die Kinder sind schon aufgeregt und draußen stehen geschmückte Fixies auf Kopfsteinpflaster.

 Na gut, es stehen nicht gerade hunderte von Fixies in den Straßen Bremens. Eigentlich nur eins. Eine Testversion von Björns Simonato mit provisorischem Sattel und Kurbel. Das ist vermutliche der letzte Aufbau für dieses Jahr, es sei denn ein Wunder geschieht und die Internethändler dieser Welt schaffen es noch Zeuch bis zum Jahresende nach Bremen zu bringen. Eher unwahrscheinlich.

1212 Simonato Test 04

Wie man hier gut sehen kann ist das Rad noch weit davon entfernt fertig zu sein. Fünf gleichfarbige Kettenblattschrauben ist natürlich ganz weit weg von „perfekt“.

1212 Simonato Test 01

Alles Gute zu Weihnachten.

1212 Simonato Test 02

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2012, Mob, Simonato