Archiv der Kategorie: Touren

Alle Touren an denen Freunde der Cyclitis teilnehmen.

Donnerstag. Freitag. Samstag. Sonntag.

Samstag.

Ich wollte ja eigentlich nicht mehr Radfahren und hatte mir bereits einen schicken Motorroller zugelegt. Leider war der nun erst einmal in der Werkstatt und wurde zu einem Fixieroller umgebaut: Bremsen weg, Getriebe weg und Spielkarten auf die Felgen geklebt.

Und zudem hatte ich noch keine neuen Rollerfreunde, also entschloss ich mich schwerzen Herzens am Samstag mal wieder Rad zu fahren mit der BBC Runde. Das war doch eigentlich ganz nett, die Strecke war sehr gut ausgewählt und führte mehrheitlich über Straßen die ich bislang wenig oder noch gar nicht gefahren war, das Tempo war sehr moderat, so dass ich ziemlich viel gequatscht habe, mit Freunden, aber auch mit neuen Mitfahrern. Ich schätze so Gelegenheiten ja sehr. Benjamin zog ab und zu Sprints an und so konnte ich mich an der einen oder anderen Stelle gut verausgaben. Leider fehlt heute die Zeit viel darüber zu schreiben, deshalb nur ein paar Bilder und ein paar kurze Beschreibungen.

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Irgendwo, irgendwann mit irgendwem (aber nicht Erdogan).

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Erzwungene Pause, da wir zu fünft vorne weggesprintet waren.

Die Pausen bei dieser Tour waren etwas sporadisch unerklärbar. Nach ca. 45 km machten wir mitten im nirgendwo die erste Pause, es gab kein Eis, keinen Kuchen – nichts. Die zweite war dann erzwungen. Es gab aber auch nichts.

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Hier starten Benjamin, Bo und ich gleich zu unserem Ortsausgangssprint: Härtester Gang rein und stehender Start. Definitiv unter 30 km/h.

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BBC Granden.

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Die zweite Pause: Vor dem Nagelstudio von Tim in Adolfsdorf.

Sprintvideo von Bo. Strava der Strecke von Benjamin

Sonntag

Musste heute dummerweise arbeiten, denn ich war offensichtlich in der Woche vorher zu faul: Na gut da fehlte ja auch der Montag. Um 13:30 Uhr traf ich mich im Hannes, es war bitterkalt. Sibirische Winde fegten durch die Fischerhuder Steppe und wir hatten Mühe alle unsere Glieder warm zu halten. Ab und zu überholten wir ein Räumfahrzeug der Sagehorner Verkehrsbetriebe und überall waren bereits Warnschilder aufgestellt.

Ich sag‘ noch zu Hannes: „Mensch pass auf, hier ist ’ne Glatteiswarnung!„, aber da war es schon zu spät, unkontrolliert rutschten wir beide weg und kamen auf der Strasse zu liegen. Zum Glück war nichts passiert. Bis wir ein paar Passanten fragen konnten ein Photo zu machen hatte es bereits wieder angefangen zu tauen.

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Scheisswetter heute!

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Free Tibet of Glatteis now!

Hannes zupfte sich sein Free Tibet zurecht, ich setzte meine Coco Chanel Mütze wieder fesch auf und weiter ging es. Ohne schöne Unterbrechung der etwas monotonen Arbeit- mein Dank an Hannes.

Insgesamt an vier Tagen ca. 270 km – der Dynamo läuft wieder.

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Das war’s.

Die Weser, bei Sagehorn

Heute um 16:00 Uhr war die gemütliche ex-BOC jetzt BBC Runde angesagt, draußen frühlingte es und in meinem Kopf schwirrte dazu das passende japanische Lied dazu. Und dann noch eins. Ich freute mich auf eine nette, gemütliche Runde mit vielen bekannten Gesichtern. 

Es ging auch schön gemütlich los und beim fahren quatschte ich mit Andreas, Bo und Schnippo. Wir fuhren die Wilstedt Runde, nicht dass ich die gerade erst gestern gefahren war, aber bitte. Im Wilstedt gab es einen Ortsschildsprint und ich konnte trotz Materialnachteil mit dem alten Basso recht gut mithalten. Dann wurde es etwas schneller auf dem Rückweg nach Fischerhude, da wir ja mit dem Wind fuhren.

Mit uns fuhr ein schweigsamerer, älterer Herr (will sagen in meinem Alter)  ebenfalls auf einem Stahlrad und das hatte – und ich schwöre, ich habe das noch nie gesehen – tatsächlich Campagnolo Delta Bremsen montiert.

Also will sagen, Campagnolo Delta Bremsen habe ich schon oft gesehen, aber dass diese tatsächlich benutzt werden, das mit ihnen gefahren wird, noch nie. Das ist sehr ungewöhnlich, denn der Legende zufolge bremsen diese Bremsen nicht besonders gut. Wer sie hat, stellt sie zuhause in die Vitrine und zeigt sie seinen Freunden, anstatt sich damit das Leben zu nehmen.

Ich würde sagen Campagnolo Delta Bremsen sind wie Kondome, man besitzt sie, aber in Benutzung sieht man sie nie.

Der ältere Herr war jedenfalls sehr schnell, was vermutlich daran lag, dass er nicht bremsen konnte. Weil der Campagnolo Delta Bremsen montiert hatte. Mit Kondomen wäre es vermutlich noch schnelle gewesen, aber das steht ja hier nicht zur Debatte.

Ich hatte vermutet, dass wir klassisch über Fischerhude zurück fahren würden, aber wir blieben auf der Strasse Richtung Oyten und Achim und machten uns dann auf den Weg Richtung Hodenberger Deich. Das Tempo wurde jetzt echt schnell und nach einiger Zeit waren wir auch nur noch zu zehnt. Andreas und ich mussten auch einmal nach vorne. Ich hatte mit Andreas abgesprochen, dass wir, wenn wir vorne sind, direkt abbremsen auf 30, dann kurz beschleunigen und anzeigen, dass wir wechseln wollen. Andreas zog das Tempo aber erst einmal an. Dann wurde er das Opfer seiner eigenen Tatktik und konnte am einzigen „Berg“ nicht mehr mithalten.

Der Rest war dann auch ziemlich brutal schnell. Das war alles Adrenalin und Strava KOM getrieben und machte überhaupt keinen Spaß mehr. Zumal ich meinen GPS Tracker zuhause vergessen hatte und von dem ganzen Gebolze ohnehin nicht durch Ruhm und Ehre profitieren konnte.

In Borgfeld hatte ich dann keine Lust mehr und seilte mich schnell ab Richtung Heimat. Ehrlich gesagt macht mir Radfahren auch nicht mehr so viel Spaß. Ich habe nicht gewusst oder geahnt wie anstrengend das sein kann. Und dieses ständige anstrengen und dieses ständige Leistung bringen das habe ich ja schon im Beruf und brauche das nicht in meiner Freizeit. Und dann muss man auch konsequent sein und deshalb habe ich heute beschlossen mit diesen ganzen Radfahrunsinn aufzuhören. Jawohl, Strich drunter und Schluß. Ich mache jetzt etwas weniger anstrengendes, und das ist Motorrad- bzw. Rollerfahren. Ist auch auf zwei Rädern und in der Natur und man kommt weiter raus und frischer zurück. Was passendes habe ich auch schon gefunden.

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Was ich aber auf jeden Fall weiter machen möchte ist schreiben und bloggen. Ich werde weiterhin über meine Abenteuer auf zwei Rädern berichten, aber nicht mehr auf diesem Blog sondern auf einem neuen Blog namens:

There is no „I“ in Bykerydyng

Viel Spaß dabei, die neue URL veröffentliche ich morgen.

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Welle der Erregung.

Heute Nacht entlieh sich der deutsche Staat eine Stunde meines Lebens als er zwischen 2 und 3 Uhr die Sommerzeit einführte. Ich habe nichts dagegen, im Oktober bekomme ich meine Stunde ja wieder zurück. Aber wieso bekomme ich keine Zinsen dafür? 

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Christian Marclay – The Clock

Vorschlag zur Güte: Im Oktober werden die Uhren nicht um eine Stunde, sondern nur um 59 Minuten zurückgestellt; eine Minute wird an alle Bürger ausgezahlt. Man mache das 60 Mal, und dann ist es auch gar nicht mehr nötig überhaupt auf die Sommerzeit umzustellen, da wir die dann ohnehin schon haben. Nicht das ich das erleben würde, und wenn dann wäre es im altersgemäßen Zustand vermutlich sowieso egal.

Als zum ersten Mal, als Reaktion auf die große Ölkrise von 1973, 1980 die Sommerzeit in Deutschland wieder eingeführt wurde, weigerte sich mein Vater einige Tage lang da mitzumachen. Die Uhren zuhause wurden nicht umgestellt und in Telefonaten mit Kunden betonte er immer wieder, dass er pünktlich um 8 Uhr „richtiger Zeit“ kommen würde. Ich empfand das als verrückt, hatte aber einen gewissen Respekt, dass mein Vater den Kampf gegen die Zeit aufnahm.

Das wollte ich heute auch tun, ein kurzer, knackige Auftritt auf einer schon hundert mal gefahrenen Route, dem Worpsweder Dynamo. Ich verließ das Haus, als die Profis bei Gent-Wevelgem-Gent noch 75 km vor sich hatten und wollte vor ihnen das Ziel erreichen. Gleich im Sprint hoch zum Bürgerpark, dann weiter am Unisee zum Tierheim an der Müllverbrennungsanlage (Honi soit  qui mal y pense). Gleich wieder volle Power im Strava Zwang zum Dammsiel. Ausruhen bis nach Worpswede. Dann wieder volle Power den Timeworp hoch. Dann erst einmal Pause.

Als ich in Worpswede ankam spürte ich eine gewisse Welle der Erregung. Genauer gesagt, ich sah Sie gleich neben der Bank auf der ich sass.

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Da war sie, direkt unter meinem Rad, die Welle der Erregung.

Wow, man war ich erregt. Und die Welle erst – das war ja ein kleiner Tsunami, der sich hier unkontrolliert in Worpswede breit machte und langsam seinen Weg in Richtung der Dolomiten nahm.

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Drüben auf der anderen Straßenseite in den Dolomiten ahnten die Menschen noch nichts von dem unabänderlichen Schicksal, dass sie gleich in Form eines Tsunamis erfassen wollte. Die Welle der Erregung war hier noch nicht angekommen, man aß Eis und wunderte sich, wofür „or. ital.“ auf de Markisse stand.

Der Rest: Antiklimatisch. Gegen den Wind nach Hause, langsam, kräftezehrend. Trotzdem, ein schöner Tag, nur eine Stunde zu kurz.

Worpsweder Dynamo auf Strava

 

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Dokodemo Tour.

„Es wäre doch nett“, dachte ich mir, „mal wieder zusammen am Wochenende zu fahren und nicht alleine mit schlechter Laune und Form gegen den Wind zu fahren.“ 

Zum Glück ist die Rennradbegeisterung ja gerade so, dass man in Bremen über die fb Gruppe jeden Tag mindestens drei Touren zur Auswahl hat, denen man sich anschliessen kann. Vor die Wahl gestellt morgens um Neun 150 km mit den Cracks, um Zehn 123 km mit Radler die ich nicht kenne (aber vermutlich auch teuflisch schnell sind) zu fahren, oder um Zwölfe zu Dritt mit Schnippo und Helge eine gemütliche 60 km Runde zu drehen entschied ich mich für das letztere. Obwohl mir klar war, dass das niemals gemütlich werden würde. Und später wurde mir auch klar, dass wir alles andere als zu dritt fahren würden, weil ca. 15 andere ebenfalls zu dritt unterwegs sein wollten.

Schnippo traf ich bereits an der Ampel der Erdbeerbrücke. Zuerst erkannte ich ihn nicht, da er vermummt war. Ich hatte lange keinen so vermummten mehr gesehen, der letzte vor Schnippo war Thomas, der im Sommer 1980 in Berlin aus Kreuzberger Seitenstrassen heraus Bullenwannen mit Farbbeuteln bewarf. Der Unterschied zwischen politisch motivierter Vermummung und radfahrtechnischer ist im wesentlich einen Frage der Mode: In den Achtzigern waren schwarze Baumwollvollmützen und Arafat-Feudel angesagt, heute sind es Textilien aus sogenannten Funktionsmaterialien (als wenn ein Material nicht immer irgendeine Funktion hätte, sogar Bibis Tasty Donut Duschschaum hat vermutlich eine) und neonfarbene Sonnenbrillen, die auch auf dem Spring Break in Mexiko ganz nett ankommen würden.

Radfahrerinnen mit Funktionsbrillen

Am Weserwehr wartet dann eine ziemlich große und bunte Truppe. Viele kannte ich wie Enno, Silvia, Thomas, Benjamin, Tim, Tanja oder Linda, viele waren mir neu. Das ist aber heute egal, denn hinterher kann man ja dann auf Strava nachschauen mit wem man gefahren ist und sich gegenseitig Kudos geben. Von Anfang an war klar, dass es innerhalb der Gruppe ein ganz erhebliches lila-schwarzes Leistungsgefälle geben würde. Da das ganze aber als gemütlich angekündigt war, sieht man darüber hinweg und brettert los.

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Auf zur Sonne, zur Freiheit nach Okelweyhe.

Der Himmel über Bremen zeigte sich heute von seiner besten Seite: Strahlend blau, dazu aufgrünende Wiesen und Felder, wenig Verkehr und hier und dort die ersten Osterblumen und Krokusse. Nach dem Salalom auf dem Deich, ging es ab dat Autohaus auf normalen Straßen und Rückenwind schnell Richtung Süden über Kirchweyhe, Südweye und Sudweyhe nach Okelweyhe oder so. Hinter Okel erhebt sich majestätisch der Okeler Berg. Man fährt in den Ort herrein, dreht ein paar Kurven und dann plötzlich hinter den in der Sonne glitzernden Bürotürmen Okels taucht der Okeler Berg in seiner vollen, angsteinflössenden Größe an. Man hat vielleicht schon einmal den Nanga Parbat oder das Stilfser Joch im Fernsehen gesehen, hat von den Verrückten gehört die dort hochgekraxelt sind und von den Vernünftigen die dort starben, und all das kommt einem gleich in den Sinn gleich hinter Okel. Nebenbei gibt es dort auch einen Strava KOM zu knacken, so dass das Tempo dann gleich mächtig anzieht. Das Feld reißt es dann gleich auseinander, rot-schwarz ganz weit vorne, lila-schwarz ganz weit hinten und dazwischen recht bunt. Ich quäle mich hoch und denke an Yabitsu-Toge oder Matsuhime Toge in Japan, ähnlich anspruchsvolle Gipfel. Oben warten wir in der eisigen Umklammerung der Gipfelkälte, bis alle aufgeschlossen haben.

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Gipfelkreuz auf dem Okeler Berg

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Warten in der Eiseskälte

Von dort aus geht es zackig weiter richtig Gödestorf und Wachendorf bevor wir uns dort wieder auf in Richtung Bremen machen. Eine größere Gruppe verlässt uns, um mehr als 60 km zu fahren. Wir machen uns weiter auf den Weg Richtung Schnepke. Trotz Pause und Verletzung bin ich ganz gut drauf, versuche jede Steigung schnell zu fahren und auch vorne Tempo zu machen.

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Unten: Richtung Schnepke. Oben: Richtung Malle vermutlich.

Es fällt auf das Schröder fehlt. Gerüchte kursieren, dass er krank ist, oder Feuer löschen muss. Vorne singen wir gemeinsam die Ode auf Schröders Tasche. Also was für den richtigenSchröder seine Kuscheldecke ist, ist für den wahren Schröder seine Mammut Hüfttasche.

Das Ding ist winzig, zuerst denkt man, das ist eine SD-Karten Aufbewahrungstasche, und ich rede hier von Micro SDs. Aber dann holt Schröder beim fahren was dabei heraus. Und noch was. Und noch was und noch was und noch was. Unglaublich, Mitfahrer berichteten. dass er angeblich erst eine Standpumpe, anschliessend einen Doppel Whopper und dann noch ein Elektroschweißgerät aus dieser Tasche zauberte. All dies ist übrigens nicht neu, natürlich gibt es da alles bereits in Japan. Dort gibt es einen Comicfilm Doraemon, in dem eine blaue Roboterkatze und ihr jugendlicher Freund Nobita die Hauptrollen spielen:

Doraemon, Mammut Hüfttasche nach vorne gedreht.

Der blaue Roboter Doraemon hat ein katzenähnliches Aussehen.  Er wiegt 129,3 Kilogramm, ist 129,3 cm groß, kann 129,3 cm hoch in die Luft springen und rennt bis zu 129,3 km/h schnell. Am Bauch trägt er eine Tasche, die Yojigen-Poketto, auf Deutsch vierdimensionale Tasche, die in ein anderes Raumkontinuum mündet und deshalb unendlich viel Platz bietet. Aus der Tasche holt er bei Bedarf allerlei Gegenstände aus der Zukunft, etwa eine Überall-Tür und diverses anderes technisches Spielzeug. 

Es gibt einige Toyota Commercials in denen, man glaubt es kaum, Jean Reno den Doaremon spielt und die Dokodemo Door hervorzaubert.

Am besten daran gefällt mir ja wirklich die Überall-Tür, auf japanisch die „Dokodema Door“. Doaremon halt diese Tür aus seiner Tasche raus, man sagt wo man hin möchte, macht  die Tür auf und schon ist man da: „Syke!“. Na bitte, klappt doch.

Schröder zieht daher seine Mammut Hüfttasche auch niemals aus. Er trägt Sie unter dem Jacket bei der Arbeit, beim schwimmen im Horner Freibad und auch nachts unterm Schlafanzug. Also, das hört man so.

Wir fuhren derweil von Syke den Berg zum Golfkurs hoch und wieder zurück nach Okel. An jedem Ortschild wurde gesprintet, meist waren Schnippo, Benjamin und Carlos Estobar vorne. Und ehe wir uns versahen waren wir dann auch schon wieder am Weserwehr nach ziemlich genau 60 km (Strava).

Eine schöne Tour an einem schönen fast-Frühlingstag – Danke an alle die mitgefahren sind. Die Gruppe zusammenzuhalten hat auch gut geklappt, allerdings muss man dann auch irgendwann so ehrlich sein und den Stecker ziehen, wenn es wirklich nicht geht. Aber das klappte ja auch gut.

Schröder, wir haben Dich vermisst.DSCF2238

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Reus. Die Zukunft der Nostalgie.

Vor etwa drei Jahren baute ich ein Reus Rennrad für Julian auf. Das gefiel mir so gut, dass ich Julian mehrfach anbot das Rad jederzeit zurückzukaufen. Letztens schickte mir Julian einige Photos von dem Rad und nun weiß ich wo er mir dem Rad war und was daraus wurde.

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Der Originalaufbau

Die Details über den Aufbau und die Wahl der Komponenten lassen sich hier auf dem Blog bei Interesse nachlesen. Die Kombination des dunkelgrauen Rahmens mit roten Laufrädern und Züge hatte so etwas leicht vampirelles; noch besser als das war das Fahrverhalten: Wirklich schnell, agil, resonierend im Wiegetritt, fast so gut wie mein Canyon Positivo, was (leider) immer noch das Maß aller Dinge darstellt.

Julian fuhr mit dem Rad 2014 im Blockland um Bremen herum, was uns erahnen lässt wie gut das Reus aussehen könnte, wenn er eine Stunde früher losgefahren wäre. So sehen wir allerdings die Schönheit des Blocklandes.

Blockland

Reus 2014 im Blockland

Im Sommer 2015 ging es in die Schweiz und seinen Pässen.

Kunkelspass 1

Kunkelspass

Der Pass ist in der Nähe von Chur. Schön, das Rad sieht quasi original aus, nur Flaschenhalter, Klickpedale und Satteltasche sind dazu gekommen. Ich finde ja allen möglichen Klimbim am Rad nicht so sexy, aber auf längeren Touren muss man halt Kompromisse machen.

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St. Gotthard (Tremolo)

Zwei Tage später: Ah ja, eine Luftpumpe, ein Tacho und ein Plastikadapter für irgendetwas sind am Lenker montiert. Und sogar noch die Originalreifen..

Gotthardpass

St. Gotthard im Juni

Furkapass

Drei Tage später am Furkapass

Heiligenrode

Irgendwann in Heiligenrode

Hoffentlich ein Photo neueren Datums. Das Rad sieht immer noch gut aus und hat jetzt auch endlich vernünftige (wenn auch nicht gut aussehende) Reifen: Conti GP4000.

Als ich die Photos sah, dachte ich an den Film Amelie,

und wie die Heldin Ihrem Vater heimlich einen Gartenzwerg entwendet, Photos von verschiedenen berühmten Gebäuden der Welt mit dem Zwerg davor macht und diese als Postkarten (Absender: Zwerg) an ihren Vater schickt.

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Es freut mich immens, das ein Rad das ich für gelungen halte, so viel herum kommt, gut genutzt wird und Freunde bereitet. Danke, Julian.

Andere Geschichte: Heute bin ich die ersten 100 km (an einem Tag) in diesem Jahr gefahren. Auf dem 3Rensho, dass sich nun, frisch japanisch gesegnet und mit neuem, breiteren Felgenband ausgestattet klaglos und gut verhielt. Der Himmel war blau, kaum eine Wolke zu sehen und trotzdem regnete es punktuell ab und an: Hier mal 15 Meter auf der Parkallee, da mal 20 Meter an der kleinen Wümme. Wirklich eigenartig. Eigentlich wollte ich ja mit den anderen heute raus, aber ich verpennte die schnelle Gruppe um zehn, eine weitere um 11 und dann auch die um 12. Nach drei Uhr wurde es wirklich kalt, und so stieg ich das erste Mal nach 82 km vom Rad und machte eine kurze Pause zum aufwärmen im Cafe in Fischerhude. Die letzten 18 km nach Hause waren dann weniger prickelnd.

Das war die erste länger Fahrt (Strava) mit dem 3Rensho und ich bin mal gespannt, wie sich die Geschichte diese Rades, gerade in Photos entwickeln wird.

 

 

 

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Festive 760 Report.

Ist es nicht schlimm? Man hat im Vorjahr sein Ziel erreicht und gleich wird es im nächsten Jahr ein Stück höher geschraubt. Warum eigentlich?

Bei der Festive 500 mache ich nun zum dritten Mal seit 2013 mit. Ich finde das eine sehr gute Motivation über den Winter fit zu bleiben, vor allem in der Fressgasse zwischen Weihnachten und Neujahr. 2013 hatte ich noch kein GPS und musste feststellen, dass manuelle Eintragungen nicht anerkannt werden. 2014 bin ich 659 km in acht Tagen gefahren, was mir immerhin Platz 735 weltweit von etwa 50.000 Teilnehmern und in Deutschland Platz 23 von ca 1.200 einbrachte. Prima. Dieses Jahr bin ich 100 km mehr gefahren. Das Ergebnis (bislang) Platz 553 von 72.000 Teilnehmern weltweit (schön). Und in Deutschland Platz 59 von 2.500 Teilnehmern. Doppelt so viele Teilnehmer in Deutschland und dann auch noch so starke, es wird nicht einfacher, was aber einmal nicht dem altern zugeschrieben werden kann.

Der Start in die Festive500 war einfach, eine schmucklose Ausfahrt mit vielen Bekannten zur Humoorlosen Kirche plus einige weitere Kilometer solo, damit waren die ersten 100 km im Sack.

Am zweiten Tag bin ich alleine Richtung Okel und Syke los, schließlich bei Uesen über die Weser und habe in Fischerhude Jan und Caro getroffen, mit denen ich die letzten Kilometer fast im Dunkeln nach Hause gefahren bin. Wieder fast 100km. Und wir haben uns gleich für den nächsten tag verabredet wieder gemeinsam loszufahren.

Am dritten Tag trafen wir uns, um die Höhenrücken der Wildeshausener Geest zu bezwingen. Wir machten einen riesigen Umweg um überhaupt dort hinzukommen und fuhren die Serpentinen der Gegend immer wieder hoch und runter. Es war schon bitter dunkel, als wir auf dem Heimweg kurz vor Sudweyhe zusammen fuhren und Jan einen Sturz hatte – bitte genug, im Nachhinein stellte sich heraus, dass er sich dabei drei Rippen brach. Das hat ihn aber nicht daran gehindert nach Hause zu fahren. Ich hoffe, dass wird alles wieder schnell verheilen und den sportlichen Ehrgeiz nicht bremsen.

Am 27.12. ging nachmittags der Flug nach Mallorca, so dass am Vormittag nur Zeit für eine kurze Runde war und zwar für den Wilstedt Klassiker im Uhrzeigersinn. Aber immerhin reichte es für mehr als 50 km. Abends dann in Lloseta.

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Der nächste Tag brachte Sonnenschein, blauen Himmel und sehr angenehme Temperaturen. Malle eben. Ich war etwas zerrissen, ob ich lieber in die Berge fahren sollte, um mich wieder an das klettern und vor allem an das abfahren zu gewöhnen, oder mich auf die Ebene konzentrieren und Kilometer machen sollte. Kompromiss. Am ersten Tag ging es über Alaro und Bunyola hoch den bekannten Anstieg nach Orient. Das war nicht wirklich neu, aber vielleicht das dritte Mal, dass ich hier hochstieg. Es waren relativ viele Radler unterwegs, viel mehr als vor vier Jahren, als ich mit meiner Familie zwischen Weihnachten und Neujahr auf Mallorca war. Die Abfahrt nach Alaro war super, es tat so gut mal wieder Geschwindigkeiten jeseits der 50 km/h rauszuhauen, das fehlt in Bremen ja fast völlig. Den Rest der Etappe erkundigte ich die Gegend jenseits der Autostrada.

Einen Tag später hatte ich viel Zeit, kam morgens früh aus dem Bett und machte mich auf den Weg nach Inca und weiter nach Sineau und Petra. Ich wollte weiter nach Arta und dann den Anstieg hoch zu dem verlassenen Kloster fahren. Die kleine Strasse von Petra nach Manacor war großartig, dann wurde es ein wenig schlechter von der Straßenqualität auf dem Weg von Manacor nach Arta. Auf halbem Weg, etwa bei San Lorrenc kamen mir zwei Österreicher auf neuen, hellblauen Specialized Rädern entgegen und meinten, dass die Strasse gaaaanz mies wäre und ich besser umkehren sollte. Ich musste aber weiter nach Arta und ich hatte keine Lust die Schnellstrasse zu nahmen, also liess ich mcih nicht überzeugen und fuhr weiter. Die Strasse war zwar nicht toll, aber für ein altes (2011) und verkratztes Canyon ist das auch nicht wirklich ein Problem. Das Problem war eher, dass ich in Arta bereits 70 km auf dem Tacho hatte und Null Zeit füt den Anstieg. Also machte ich mich auf der Küstenstrasse zurück Richtung Alcudia. Das ist keine wirklich schöne Strasse, aber sie ist verdammt schnell und hat gute Wellen.

In Alcudia war ich bereits des öfteren und ich furh einmal quer durch die Stadt, dann weiter nach Pollenca. Das Club Resort war geschlossen und es wurde kräftig an einer weiteren Etage gebaut. Für mich ging es weiter auf der Radautobahn nach Campanet und Selva, ich weiß nicht wie oft ich die bereits gefahren bin. Und dann ging mir das Wásser aus. Mit Not schaffte ich es bis zu einem Colaautomaten nach Inca und dann den Rest nach Hause. Abends dann nach Palma.

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Wie jeden Abend leuchtete unser Pool einladend bläulich durch das Dunkel der Nacht.

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Am letzte Tag fuhre Fabian und ich zusammen in Richtung Petra. Wir wollten hoch zur Kirche Ermita de Bohany in der Nähe von Petra. Im Prinzip folgten wir bis kurz vor Petra meiner Route vom Vortag und machten guten Fortschritt. Fabian klagte über seine schlechte Kondition, aber als wir dann losfuhren hatte ich erst einmal Mühe hinter ihm zu bleiben. Ich habe auch eine irrsinnig lange Aufwärmphase, gegen den Elektromotor von Fabian bin ich ein Diesel.

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Nach einer Weile war es dann sehr angenehm. Wir sind bereits öfters zusammen gefahren und gut aufeinander eingespielt. Kurz vor Petra machten wir uns auf die Anfahrt in Richtung der Kirche zu suchen. Wir konnten rechts abbiegen, was grob etwa der richtigen Richtung entsprach, oder weiter geradeaus fahren und einen kurzen, steilen Berg hoch. Natürlich entschieden wir uns für rechts. Die Strasse der wir folgten war eng und quasi an jedem Haus wurden wir von Hunden angebellt. Rechts lag ein größeres Grundstück entlang der Strasse, das mit einem Maschendrahtzaun abgegrenzt war und zwei fette, große Hunde bellten uns an und liefen parallel zu uns hintern Zaun und hinter uns her. Ich musste schmunzeln, die blöden Viecher, irgendwann einmal würde das Grundstück aufhören und dann würden die doofen Hunde gegen den Zaun laufen.

Aber was wäre, wenn da gar kein Zaun wäre, sondern die Hunde nun nicht mehr getrennt durch den Maschendraht hinter uns herlaufen würden. In diesem Fall müsste ich wohl darauf vertrauen, schneller als Fabian zu sein.

Da war aber ein Zaun. Allerdings bald keine Strasse mehr. Wir mussten zurück, wieder an den Hunden vorbei und dann den teilen Berg hoch und eine andere Strasse hoch zu der Kirche nehmen. Das war dann aber die richtige. Ich fuhr da recht schnell hoch und Fabian nahm sich seine Zeit, so das sich von oben einige Photos von ihm machen konnte.

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Und er dann oben von mir.

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Bevor wir die Aussicht bewunderten. Rechts ist der Ort Petra sichtbar, berühmt für seine Felsenhöhlen in denen auch Indiana Jones Teil II gedreht wurde. Glaube ich.

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Ups.

Aber für Kultur, vor allem Popkultur hatten wir so gar keine Zeit und wir machten uns auf den Rückweg über Sant Joan

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Sant Joan. Ohne Harrison Ford.

und Pina nach Senchelles und dann nach Hause. ach ja, der Weg nach Ruberts war auch gar nicht schlecht, eine schöne fiese, technisch anspruchsvolle Strasse.

Und dann ging es quasi bereits zum Flughafen und wieder zurück nach Bremen.

Am nächsten Morgen brauchte ich vor Nässe, Kälte und Frust erst einmal eine Aspirin. Etwas stärkeres wäre noch besser gewesen. Ich fühlte mich total erschlagen und zurück im Gelee der norddeutschen Mattigkeit. Da hilft nur der Body Attack Kurs normalerweise. Und ich musste noch raus Raketen kaufen und zu REWE einkaufen. Normalerweise gebe ich solche Trips ja nicht bei Strava ein, aber für die Festive 500 schon.

Im Anschluss daran, der wirklich letzte Trip des Jahres, der Klassiker schlechthin, HaW, die kleine Wümme, zurück rechts der großen Wümme, und wieder links hoch die große Wümme, und dann die kleine Wümme auf der anderen Seite zurück – und das alles auf dem Union Fixie. Das Rad ist OK, aber der San Marco Super Corsa Sattel ist eine echte Qual auf längeren Strecken (wenn auch schön).

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Silvester am Dammsiel

Da war’s was getan werden musste für 760 km.

In der Zwischenzeit machte David in Japan auch seine 500 km voll und kam dabei an dem allseits beliebten deutschen Restaurant Seacastle in Kamakura vorbei, was es nach all den Jahren und der wirklich nicht freundlichen Bedienung erstaunlicherweise immer noch gibt.

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Auch in Manchester war irgendwann das Jahr einmal zu Ende und ein bemerkenswertes Photo gelang.

CXo0_ZsWAAAeCUm.jpgDie Story dazu z.B. auf Spiegel Online.

Damit ist das Jahr 2015 auch zu Ende.

In anderen Jahren, insbesondere in den Achtzigern, war Musik das ganz große Thema – auch für einen Jahresrückblick. Ich blicke ungern zurück, jedenfalls in der Öffentlichkeit. Aber Spotify macht einem das einfach. Da es auch sonst nirgendwo passt, fünf Songs die mir 2015 gut gefallen haben. Nicht alle sind komplett neu, aber zum Glück muss man ja nicht ewig Clash, Damned und Sex Pistols hören.

Everything but the girl – I didn’t know I was looking for love

The Sounds – Living in America

Kiesza – Hideaway [allerdings nur in dieser Version]

The Weeknd – Can’t feel my face [auch in der Walk off the earth version]

Itchy Poopzkids – Why still bother?

 

 

 

 

 

 

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Festive 500 Day 5: Orient

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Col de Honneur.

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Total Humorloser X-Mas Kirchen Ride.

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„Das verstehst Du nicht als Japanerin: Ich bin katholisch! Ich muss am Heiligen Abend in die Kirche, oder ich komme in die Hölle!“ sagte ich zu meiner Frau. Was ich ihr nicht sagte, war, dass ich 35 km weit weg zur Humorlosen Kirche wollte. Und auch nicht, dass das eigentliche Ereignis keinesfalls ein Besuch im Gotteshaus, sondern in der Fahrt dorthin und zurück mit den übriggebliebenen Rennradradlern Bremens war.

Die Strassen Bremens waren wie leergefegt, einzig und allein die Verzweifelten, denen immer noch Weihnachtsgeschenke unter dem Baum fehlten machten sich per Auto in die Stadt. Also etwa die Hälfte der gesamten Stadtbewohner. Aber sonst war alles wie immer, nur ein bißchen zu warm. Als ich an der Eichhörnchenwache abbog, sah ich hinter mir einen Weihnachtsmann auf dem Rennrad. Das war schon etwas ungewöhnlich, aber Weihnachtsmann hin oder her, ich machte das, was getan werden musste und zog das Tempo an, so dass mich der Weihnachtsmann auf keinen Fall überholte. Mir ist das egal, ob der Weihnachtsmann, Wolfgang Schäuble oder Jens Voigt hinter mir her fahren, auf der Parkallee will ich nicht überholt werden, Pasta.

Am Treffpunkt am Haus am Walde warteten schon drei, vier Mitfahrer und langsam trudelten immer mehr ein. Ich kannte lediglich Melanie, Thorben und Jörg aber das mochte ja nichts Josef Point (aka Joey Punkt) teilte Startnummern aus, die wir uns irgendwo hinstecken sollten.

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Melanie mit Startnummer 77.

Überhaupt, es bestand mal wieder gar kein Zusammenhang zwischen denen, die eingeladen und zugesagt hatten oder interessiert waren, oder denen die letztendlich erschienen. Das ganze erinnerte sehr stark an Douglas Adams „Bistr-O-Matik Drive:
[Wer, wie ich „Per Anhalter durch die Galaxis“ im wesentlichen auswendig kennt möge kurz gähnen und diesen Absatz überlesen]

So hat man nun erkannt, daß Zahlen nicht absolut sind, sondern von der Bewegung des Betrachters in Restaurants abhängen.

Die erste nichtabsolute Zahl ist die Anzahl der Leute für die ein Tisch reserviert wird. Sie wird sich im Laufe der ersten 3 Telefonate ständig verändern und dann keine erkennbare Beziehung zur Anzahl der Leute haben, die wirklich dort aufkreuzen, die später noch dazukommen, oder die wieder weggehen,wenn sie sehen wer noch alles gekommen ist.

Die zweite nichtabsolute Zahl ist die angegebene Ankunftszeit, die inzwischen als einer der bizarrsten mathematischen Begriffe bekannt ist, nämlich als Reziproversexklusion, eine Zahl, deren Existenz nur so definiert werden kann, daß sie alles andere als sie selbst ist. Mit anderen Worten: die angegebene Ankunftszeit ist der eizige Moment, in dem es völlig ausgeschlossen ist, daß da irgendein Mitglied der Runde erscheint.

Die dritte und allerrätselhafteste Zahl im Bereich der Nichtabsolutheit ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen der Anzahl der Posten auf der Rechnung, dem Preis jedes Postens, der Anzahl der Leute am Tisch und dem Betrag, den jeder zu zahlen bereit ist.
(Die Anzahl der Leute, die überhaupt Geld mitgebracht haben, ist nur ein Unterphänomen in diesem Bereich.)“

 

Bei Radtreffs in Bremen ist das total ähnlich. Die erste nichtsabsolute Zahl ist die Zahl der Radfahrer, die mitfahren und keinerlei Bezug zu irgendwelchen Ansagen, Anmeldungen oder sonstigem hat. Es ist zudem eine dynamische Zahl, denn ihre Größe ändert sich inkremental über die Dauer einer Radfahrt, im wesentlichen daraus, dass hinten jemand rausfällt.

Die zweite nicht-absolute Zahl ist die Durchschnittsgeschwindigkeit, die für eine Radfahrt angegeben wird, etwa „Wir fahren heute einen ruhigen 28er Schnitt.“. Als ich zum ersten Mal an der Humorlosen Kirche auf meinen Tacho schaute (worher konnte ich nicht, ich musste mich zu sehr aus mitkommen konzentrieren), zeigte dieser einen Schnitt von 29,7 km/h. Und zwar nur deswegen, weil ich mein Rad die ersten 2 km rauchend geschoben hatte, sonst wäre ich gnadenlos über die 30 gekommen. Tja, Bremen steht halt nicht für Bremsen, auch wenn fast alle Buchstaben gleich sind.

Die dritte und letzte nicht-absolute Zahl ist die Rückkehrzeit. Sie steht in keinem Verhältnis zu vorher gemachten Aussagen, der angekündigten Strecke und seiner Länge oder irgendwie sonstetwas. Man kann aber mit Sicherheit sagen, dass sie später ist als jede Zahl die in einem Satz gegeben wird der beginnt mit „Schatz, ich bin spätestens um …“.

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Thorben

Wir fuhren also mit 35 Sachen an der kleinen Wümme und dem Deich entlang; Thorben und ich hielten das Ingenieursniveau der ganzen Sache hoch und unterhielten uns über punktuell verstärkten Materialabtrag im Säurebad unter Hitzeeinwirkung duch Laser und erfreuten uns des Lebens bevor wir viel zu schnell an der Kirche waren. Oder doch zu spät, denn auf uns warteten ja die Familien zuhause und so mussten wir den Besuch da leider ausfallen lassen. Was vielleicht auch ganz gut war, denn eigentlich war ich auch 1993 aus der Kirche ausgetreten. Was jahrelange linke Indoktrination an der Schule und im Studium nicht geschafft hatten, erreichte die erste Lohnabrechnung meines Arbeitgebers quasi sofort. Wir machten ein  paar schicke Photos.

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Mann, chillend vor Sandhaufen (groß).

Da ich das Gruppenphoto ja schon weiter oben platziert habe, bleibt mir hier nichts anderes übrig, als ein Photo aus der Gruppe zu zeigen, dass einen Mann vor einem Sandhaufen zeigt.

In leicht gemässigtem Tempo und vor allem mit Rückenwind ging es dann wieder zurück nach Bremen, was Melanie und mir die Gelegenheit gab uns zu unterhalten. Und ich konnte auch noch ein paar schicke Photos machen:

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Männer in Radklamotten auf dem Deich von hinten.

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Männer in Radklamotten auf dem Deich von hinten. Einer nicht.

Ich weiß nicht, wie viele Photos ich in den fast sechs Jahren Bremen zum Themenkomplex „Männer in Radklamotten auf dem Deich von hinten“ gemacht habe. egal, hier sind noch einmal zwei.

Wie zu erwarten, wurde dann in Richtung Platzhirsch noch mal gut geballert und die Bergetappe über die Autobahn (Bremens Äquivalent zu Alpe d’Huez) mit vollem Tempo gefahren. danach war die Luft aber raus. Was übrig geblieben war von der Meute fuhr Richtung HaW, ich bog ab und machte mich auf nach Fischerhude.

60 km waren einfach nicht genug für heute, denn heute beginnt die Festive500, also etwas was stärker ist als der katholische Glaube, nämlich die Verpflichtung zwischen Weihnachten und Neujahr insgesamt mehr als 500 km zu radeln. 60 km wären da erstens unterdurchschnittlich gewesen und zweitens wäre ich vor der angesagten Zeit zuhause gewesen – unmöglich. Also raus auf den Hodenberger Deich, dann abbiegen nach Saghorn und weiter nach Fisherhude. Mist, die Bäckerei hat natürlich schon geschlossen, als ich da ankomme. Zum Glück habe ich einen Energieriegel dabei. Nein, habe ich zuhause liegen lassen. Mist. Und so geht es halb auf dem Hungerast zurück am Waldesrand nach Bremen.

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Startnummer 47.

Insgesamt werden es 104 km, das nimmt erst einmal etwas Druck vom Kessel. Da darf jetzt auch mal ein Tag mit Regen kommen, ohne das es gleich kritisch wird. Obwohl dieses Jahr pfusche ich sowieso. Nachdem ich zwei Mal  hintereinander mehr als 500 km in diesem norddeutschen Mistwetter abgerissen habe, über das sich Australier und Südafrikaner totlachen während die im Sommer in der Sonne schwitzen, fahre ich nun drei Tage nach Malle, um die notwendigen Kilometer abzuspulen. Freue mich schon.

Aber jetzt erst mal Geschenke auspacken, ich hoffe der Weihnachtsmann war schon da.

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Na, warste schon da?

Danke für die Idee, die Organisation und die Photos von der Gruppe, Melanie und Weihnachtsmann an Joey Punkt.

Wir sehen uns dann spätestens am 1.1. um 11:11 Uhr an der Weserbank.

 

 

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Kühe in Fischerhude mit Walter Vorwerk

Diese Woche brachte mich nach Berlin, beruflich war es durchwachsen, kulturell spitze. 

Das erste Highlight bereits am Dienstag Abend: Turbo Kid im Z-inema der Z Bar.

Ich darf das hier posten, weil es sich ganz klar um einen Radfilm handelt, also einen klaren inhaltlichen Bezug zum Thema dieses Blogs aufweist. Was mich dazu bringt zu bitten, für diesen Blog als „Top Fahrrad Blog des Jahres 2015“ zu stimmen, falls noch nicht getan. Und zwar hier, ist als „cyclyng.com“ gelistet. OK, da kann man ja auch anderer Meinung sein – die meisten sind es aber nicht, denn derzeit liegt cyclyng.com auf dem zweiten Platz in der Zwischenwertung. Erstaunlich.

Berlin brachte mich auch auf die Idee (OK, es war die Idee von Steini) nächstes Jahr einmal komplett um Berlin entlang des Mauerwegs zu radeln. Der Mauerweg ist ca. 160 km lang und führt entlang des ehemaligen Verlaufes der Mauer. Nicht ganz, denn dort wo die Grenze durch die Havel lief, muss man ein wenig Umwege fahren. Aber 160 km an einem Tag, teilweise über Feldwege ist schon ein prima Unterfangen. Vor 1989 wäre das natürlich noch cooler gewesen, aber das war ich auch nicht so fit, also habe ich es gelassen.

Berlin brachte mich auch zu Yuji Kimura von Kimura Cycle Works und seinem Laden auf der Danziger Strasse. Yuji kümmert sich um die Restauration von alten Rädern, er hat gerade zwei Rahmen von mir, die er lackieren wird.  Sein Schwerpunkt (Touring) ist etwas anders als der meine, aber es gibt auch eine starke gemeinsame Linie bei Design und Farben. Hier ein schönes Beispiel seiner Arbeit.

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Damit war der Radrelevante Teil des Berlin Besuches auch schon vorbei. Von Dienstag bis Samstag gar nicht zu radeln, viel auf einem Kongress zu essen und in der Milchbar in Kreuzberg und sonstwo rumzuhängen und Rotwein zu trinken macht kurzfristig Spaß, hinterlässt aber auch deutliche Spuren bei Kondition und Fitness. Und dann noch Start-ups besuchen…. Nach meinen Besuchen dort (Bei Flix Mein Fernbus und iversity) habe ich eins über Start-Ups gelernt: Das ist im wesentlichen ein Marketingtrick, um jungen Menschen schlechte Arbeitsbedingungen zu verkaufen: 30 m2 Büro mit 24 Leuten drin? Miese Tische, miese Stühle, keine Headsets, überall Pizzakartons auf den Tischen? Mittagspause im Treppenhaus, auf den Stufen sitzend wieder Pizza? Cool, denn das ist doch ein Start-Up Baby! Ich finde ja vieles nicht an meiner Hochschule gut, aber ich bin dankbar für einen stabilen Stuhl, einen großen Schreibtisch und Thomas, der mit mir im Zimmer sitzt. Und dann noch Hardcore Kultur, bei der dann vor lauter Stehen die Beine echt weh tun, in Form eines Besuches der Gemäldegalerie.

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Botticelli, Der Frühling / Im Reich der Venus

Gemälde / Öl auf Leinwand (vor 1730) von Giovanni Antonio Canal (gen. Canaletto) [1697 - 1768] Bildmaß 46,7 x 90,9 cm Inventar-Nr.: 1653 Systematik: Geographie / Europa / Italien / Orte / Venedig / Kirchen

Giovanni Antonio Canal (gen. Canaletto) [1697 – 1768] Irgendso ’ne Kirche mit Maria im Namen in Venedig

Hing auch da rum, erinnerte mich aber eher an Kommunion, Abitur und Geburtstage und die Hände von Onkeln und Tante.

Nach so viel Kultur wachte ich total müde und verkatert heute mittag in Bremen auf. Ich wusste, wenn ich mich jetzt nicht gleich auf das Rad quäle, dann wird das ein schlechter Tag und eine Scheißwoche. Also raus Richtung Süden, der Himmel lachte blau und das Thermometer der Sparkasse zeigte 22 Grad an. Ich fuhr meine verlängerte Standardrunde über Riede, Dibbersen und Eißel weiter südlich nach Morsum und Intscheide. Dort holte mich die Kultur wieder ein in Form einer Kunstausstellung im örtlichen Hardware Laden.

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Installation Gruppenbild mit Dame, Walter Vorwerk zugeschrieben, 1993

Ich kann keinen Vorwerk Staubsauger sehen, ohne an die Geschichte von Kyra Küchler zu denken. Kyra ist die Schwester von Alwin Kuechler, einer der wirklich genialen Menschen die ich kenne. Alwin ist der Kameraman des neuen Steve Jobs Films, in den Achtzigern machte er eine Ausbildung zum Fotografen in Düsseldorf. Seine Schwester war hübsch, hatte einen französischen Mann und die dickste Brille, die ich bis dato gesehen hatte (das änderte sich dann im Studium). Und Alwin hatte einen Vorwerk Kobold Staubsauger, mit dem man als Mann, nach Aussage von Kyra, super prima onanieren konnte. Heute weiß ich, dass das stimmt. Nicht, weil ich das selber mal ausprobiert habe (diese Modelle von Vorwerk sind längst vergriffen und heute begehrte und teure Sammlerstücke), sondern weil es eine Dissertation zu dem Thema gibt, wie uns das Internet sagt. Im Prinzip ist das nämlich so, dass man sich schlimme Verletzungen zufügen kann, wenn man zu gierig mit dem Teil onaniert, denn nach 11 cm Rohrlänge kommt man in Berührung mit dem rotierenden Ventilator. Der Rest ist dann etwa so wie in Turbo Kid.

Ich mag diese Touren, die mich mindestens zwei Mal die Weser kreuzen lassen, heute am dem Wehr nach Daverden.

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Die Weser flußaufwärts, von Daverden aus.

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Das Maschinenhaus des Weserwehrs bei Daverden.

Über Daverden fuhr ich nach Posthausen. Ich weiß nicht, wie das in Posthausen passieren konnte, aber etwas ist ganz gewaltig passiert. Ich stelle mir das immer so vor: Ein idyllisches Dorf an einem Sommertag im Flachland Niedersachsens. Die Kühe grasen, in der Dorfbäckerei wird gebacken, beim Metzger wird Wurst verkauft und ein paar Bauern stehen auf dem Dorfplatz und schnacken. Plötzlich ein schrilles Pfeifen von oben, irritierte Blicke nach oben. Das Pfeifen und Dröhnen wird immer lauter und dann wird der ganze Himmel plötzlich dunkel, bevor etwas wie ein riesiger Meteorit mitten im Dorf einschlägt und fast alles an Häusern, Straßen, Gärten und Plätzen unter sich begräbt. So ungefähr muss sich das Einkaufszentrum Dodenhof dort angesiedelt haben.

Errichtet innerhalb von Sekunden: Dodenhof in Posthausen

Fährt man da von vorne ran, dann sieht das ja alles noch sehr schick aus, aber von hinten zeigt Dodenhof dem Rest des Dorfes seinen Arsch in Folge von übermässig hohen Betonwänden. Die wichtigste Kreuzung im Dorf ist direkt hinter der Passage von einem Teil zum anderen, die Strasse führt quasi wie durch einen Tunnel. Als kleinen Gimmick gibt es 100 Meter weiter in einem normalen Haus dann das einzige Dodenhof Geschäft, das nicht im Meteorit integriert ist: Männermode XXL.

Über Oyten und Sagehorn fuhr ich dann nach Fischerhude, wo ich beim Bäcker kurz etwas aß, mich dann aber aufmachte, um es noch vor Dunkelheit nach Bremen zu schaffen. Es war jetzt deutlich kühler geworden,so dass es einen umgekehrten Morgentau-effekt gab: Über die feuchten Wiese wabberten die Nebelschwaden und snur noch schememnhaft waren Kühe und Pferde zu erkennen.

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Szenen, wie aus Turbo Kid, den man unbedingt sehen sollte, falls der Trailer nicht schon überzeugend genug war. ICh denke, das wäre auch ein Fall für die Abteilung „Delikte am Menschen“.

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Super Tag, ein guter Start in die Woche. Bis Montag dann.

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秋日和 [Akibiyori – ein ruhiger Tag im Herbst]

Die Letzte Chance diese Woche noch etwas zu radeln, bevor es morgen für den Rest nach Berlin geht.

Der Herbst in Bremen ist dieses Jahr gar nicht so übel – ungewohnt trocken, viel Sonnenschein, auch wenn es kälter wird. Heute hatte ich zwischen 3 und 5 die Chance etwas zu fahren und machte mich mal in umgekehrter Richtung an dire rechte Wümmeseite. Dort finden gerade Straßenarbeiten statt, die letzten Reste an Wümmepave werden beseitigt, bald ist die ganze rechts Seite gut asphaltiert und befahrbar sein. Nächsten Sommer, wenn das noch niemand mitbekommen hat, wird das eine schöne und schnelle Strecke werden.

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Während bislang einfach über die alten Pflastersteine asphaltiert wurde, wird nun auch die Pflasterschicht entfernt und (hoffentlich) eine Frostbrechende Schicht unter den Asphalt gelegt, um die Konstruktion auch langlebig zu machen.

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Anschließend wieder zurück an der kleinen Wümme. Blick nach Norden, die nächsten Berge müssten in Norwegen sein und kann man von hier aus nicht sehen. Spektakulärer Sonnenuntergang vor Windkraft und Müllverbrennung.

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Zurück in Bremen dann ebenso spektakuläre Rotfärbung des Himmels und ein riesiger Mond, den ich aber leider nicht photographieren konnte, als ich daran dachte war der Blick schon versperrt.

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Ab morgen Blogpause, Berlin ruft.

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