Die besten Photos von Paris-Roubaix

Die meisten via Cycling Tips

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110th Paris Roubaix 2012

Bonnen's plaque has a few dates missing

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Niedersachsenrundfahrt

10 Uhr an der Bank Weserstrasse heute. Auf nach Niedersachsen, links-weserisch.

Seit langer Zeit wieder eine Ausfahrt mit Leuten aus dem Rennrad-Forum. Als Vorbereitung darauf bin ich am Abend um Acht Uhr ins Bett gegangen, küsste meine Tochter zum Abschied und hing mir eine Kopie des heiligen Christopheruses um, die Tom Boonen letztens von Tjörven Cleenewerck erhalten hatte. In völliger Überschätzung meines körperlichen Kampfkraft setzte ich mich auf mein Union Fixie und fuhr los. Einen Reifen habe ich mir allerdings nicht drangebunden, das macht man nur in Japan zum Training wenn man erstens früher Keirin gefahren ist und zweitens über 70 Jahre alt ist. Sonnig, kalt und windstill, besser kann es fast nicht sein. Doch ein bißchen wärmer, wegen der Füße.

An der Bank warteten bereits die andren. Um ihre Identität geheim zu halten will ich ihnen einmal andere Namen geben: Brummifahrer, Will Work, Hobby und Don Carlos. Als sie mich mit dem Union und meiner flachen Landstraßenübersetzung 52/16 sahen, gab es großes he,he; und ene völlige Fehleinschätzung meiner Leistungsfähigkeiten. Ich war allerdings beeindruckt angesichts der Tatsache, daß Will Work keine Handschuhe anhatte und Hobby kurze Hosen – mir wäre das zu kalt. Später fand ich allerdings raus, dass Will Work sehr enge Lederhandschuhe mit Hautaufdruck von Chanel und Will Work hautfarbene Leichtpelzbeinlinge von Jack Wolfskin trug.

Wir einigten uns schnell auf eine ca. 100 km lange Runde nach Bruchhausen-Vilsen, der Stadt aus der das legendäre Vilsa kommt.

Vilsa Limette PET 12 x 1,0 l

Das Bild zeigt nicht, wie zunächst angenommen werden könnte, 12 Fahrer des Liquigas Teams die ich Dreierreihen durch einen Tunnel fahren, sondern eines der wunderschönen Produkte der Stadt Vilsa, die seit eh und je die Welt beglücken. 

Zunächst fuhren wir also auf dem Deich, bis wir recht fix abbogen und dann irgendwie auf die Straße Richtung Süden kommt, auf der man dann rechts nach Syke abbiegen kann, genau L331. Hobby und Will Work zogen den Rest der Truppe quasi die ganze Zeit. Meine Ortskenntnis war genau hier zu Ende. Zum Glück war es flach, windstil und die beiden machten vorne gut Tempo im 30/33er Bereich so daß wir gut durch die Dörfer kamen. Die Straßen waren auch genial leer, Niedersachsen war vermutlich im Garten und suchte Eier. Wir kamen dann durch weitere Dörfer mt Namen wie Tierfuttermittel bis wir recht fix in Bruchhausen-Vilsen waren. Brummifahrer verließ uns dann und wir fuhren zu viert weiter.

Wie bereits geschrieben, ich hatte nicht mehr die geringste Ahnung wo ich war. Es folgte ein Berg, ganz erstaunlich, bei dem ich völlig einsackte und mit Abstand als letzter den Pass erreichte. Will Work fragte schelmisch, ob wir Lust auf eienn Abstecher ind ie Heiligenfelder Geest hätten. Klar, hatten wir, das liegt übrigens auf der Niedersächsischen Mühlestraße. Also wenn man die Halmastraße immer gerade aus fährt, den Mikadoweg und die Schachallee hinter sich läßt und dann links abbiegt. Also, kam mir jedenfalls so vor. Vereinzelnte Sprachfetzen die ich hörte und die Kennzeichen gelegentlich vorbeifahrender Autos deuteten darauf hin, daß wir uns noch in Deutschland befanden.

Dann kam ein fieser Berg und zwar an der Klostermühle Heiligenberg. Mit meiner Übersetzung fuhr ich da mit 8 km/h im Zickzack hoch. Will Work erzählte mir, daß man dort lecker Kuchen essen kann, der Laden wird von zwei Östereicherinnen betrieben. Rechts sah ich ein blondes Madel im Dirndl. Ich hätte stehen bleiben soll. Habe ich aber nicht.

Es ging zurück nach Bruchhuasen-Vilsen und dann etwas gemütlicher zurück an die Weser. Als wir an der Bank ankamen hattenw ir 94 km hinter uns (ich etwas mehr wegen dem Zickzack am Berg). Don Carlos konnte zu den 26 km zur Bank noch einmal die gleiche Distanz nach Hause draufpacken, ich hatte es etwas weniger weit.

Ich kam nach Hause, aß zu mittag und sah dann dies:

Tom-Boonen-Paris-Roubaix-2012-winner.jpg

Dieser Mann hatte einen etwas härteren Tag hinter sich. 

Nach Paris, Roubaix und Dusche machte ich mich mit meinem Sohn an die Gartenarbeit, um endlich einmal andere Muskelgruppen als die Beine zu belasten. Die Idee kam mir im Gespräch mit Hobby, der so etwas ähnliches macht, aber in Ermanglung eines Gartens Hanteln benutzt.

Ich hasse Gartenarbeit. Als ich vor zwei Jahren aus Tokyo zurückkam und die Wohnung in Bremen gekauft hatte, sagte der Makler noch zu mir „Hier haben sie auch einen wundeschönen, großen Garten, da können sie auch draußen sitzen.“ Wenn man 12 Jahre in Tokyo gelebt hat, 12 Sommer dort mitgemacht hat (36-40 Grad, 99% Luftfeuchte), dann kann man in Bremen nur mit Chanel Handschuhen und Jack Wolfskin Beinlingen draußen sitzen. Habe ich noch nie gemacht. Nur zum rauchen oder Rad putzen. Wenn ein Makler heute so etwas zu mir sagt, dann klingt das wie: „Nebenan ist eine chemische Farbrik einer iranischen Firma, die geht irgendwann in die Luft oder sie bekommen vorher Lungenkrebs.“ Ja, das ist ungefähr gleich mit dem Charme der Gartenarbeit auf mich ausübt.Nie mehr will ich ein Haus, das irgendetwas organisches draußen hat.

Es war und ist aber ein schöner Tag gewesen und die Ausfahrt hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das schöne daran mit Anderen zu fahren ist, daß man neue Straßen und Berge kennenlernt, sich unterhält und viele neue Dinge erfährt.

Und der Windschatten.

Fotos von Hobby.

Strecke von Don Sebastiano

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Olmo Blue Evolution 3

Ich mag Olmos. Eine Psyschologin würde vielleicht eine Steuerkopfschildfixierung diagnostizieren.

Egal, ich liebe sie trotzdem. Ist es,weil Olmo, wie Urmel klingt, der Heldin einer späten Kindheit. Obwohl, ich war ja eigentlich mehr Fan des Seeelefants, der auch altes deutsches Liedgut stilecht zum besten geben konnte. In seiner ruhigen und gelassenen Art erinnert er mich an unseren IT Chef. Vielleicht liegt es auch an dem Rad von „Olmoista“, mit dem ich letztes Jahr einmal gefahren bin und der ein wunderschönes, rotes Olmo besitzt.

Ich saß also zuhause und machte mich auf dem Web verzweifelt auf die Suche nach einem passenden und günstigen Olmo. Ich fand gleich zwei, ein weißes, daß etwas zu klein war und ein blaues, etwas zu groß. Wenn man verzweifelt ist, dann werden die Finger gekreuzt und man denkt: „Na ja, wird schon irgendwie passen, vielleicht baue ich ein blau-weiß gestreiftes daraus das mir passt.“ Die Geschichte von dem weißen Olmo wird ein anderes Mal erzählt. 

Das blaue Olmo San Remo (aus den Neunzigern) kam direkt aus Italien, wo 63 cm Rahmen doch eher selten sind. Das is sowieso das Problem mt alten Stahlrennern, die meisten sind mir zu klein, bei 56cm hört doch vieles auf – wie in Japan. In den Achtzigern sind halt eher Sportler Rennrad gefahren (kleine Äpfel) und nicht so „lange Stangen“ wie heute (Das Zitat bitte einmal bei Francois Truffaut nachsehen). Das weiße Olmo habe ich neu lackieren lassen, das blaue hatte ein paar kleinere Fehlstellen, die ich ausbessern ließ. In der ersten Version (Blue Evolution One) sollte es zu einem Winterrad für die Stadt umgebaut werden.

Ich wollte wenig Geld ausgeben und möglichst viel mit Komponenen arbeiten, die ich noch in meiner „Magic Box“ hatte. Das Peugeot Galibier war mir ohnehin zu klein und ich wolltes es verkaufen, also habe ich das meiste dort abgebaut und an das Olmo dran.

Die Schaltung war komplett Shimano Golden Arrow, die Rahmenschalthebel finde ich ja heute noch mi die schönsten überhaupt, wesentlich schicker als die klassischen Campagnolos. Und das „Golden Arrow“ Logo, das auf den Komponenten eingraviert und gülden ausgemalt ist, sieht auch sehr indviduell aus.

Bei den Bremsen entschied ich mich für die Tektro FL-750 Bremsgiffe, die ich in ihrer Schlichtheit sehr mag. Darüber muß ich beizeiten wohl auch einmal einen Extrabeitrag schreiben. Ich mag ja keine alten Bremsen, weil die schlecht bremsen, schleifen und schwer einstellbar sind. Bei mir fäng das Wort Bremsen erst bei Shimano Dura Ace 7403 ein, davor gab es eigentlich nur „Verzögerer“, „Ornamente“ und „Schleifsteine“. Aber für den Winter reichen auch Shimano 600 neueren Datums.

Die Laufräder habe ich eins zu eins vom Peugeot Galibier übernommen. Es isd as Modell JA0001 und JA0002 meiner selbstgebastelteten Laufräder mit Maillard Naben und neuen Mavic Open Pro Felgen.

Dazu kam der Rest vom Peueot, also der orange Flachlenker (ein letzter Aufschrei der orangen Phase), ein brauner Charge Spoon Sattel und eine neue Sattelstütze („Strong“) und der orginal pantographiere Olmo Vorbau.

Da ich mit dem Rad im Winter fahren wollte, habe ich mir noch Flaschnehalter, Pumpenhalter, Satteltasche und SKS Raceblad Schutzbleche montiert. Diese „swoppe“ ich mit meinem Union Fixie heute. 

Probleme beim Zusammenbau machte vor allem der Shimano Arabesque Steuersatz. Da war ich mit minem Latein am Ende, aber zum Glück konnte das wieder einmald er Rennradgott von Velosport richten. Ich fuhr also los auf die erste Probefahrt. Man, war die Kiste lahm. Ich hatte Mühe, ein flottes Mäadel auf einem Hollandrad zu überholen. Was für eine Enttäuschung: Mein Olmo, ein Seeelefant!. Vielleicht scheuerten die Bremsen mal wieder? Ich schaute hinten und vorne nach. Oh, ich hatte das Hinterrad schief eingebaut und dieses hatte die ganze Zeit an der Kettenstrebe gescheuert, das war der Grund! Natürlich hatte es dabei den gesamten Lack an der linken Kettenstrebe abgeschleift, was erstens sehr unprofessionell und bescheuert aussah, vor allem NACHDEM ich Geld ausgegeben hatte am den Rahmen zu reparieren, mir aber andereserseits die Gelegenheit gab zu prüfen, ob der Rahmen wirklich hinten komplett unterverchromt ist. Stimmt übrigens, wie ich leider feststellen konnte.

Danach war es dann ein gutes Rad mit dem ich viel gefahren bin, vor allem im Winter bis das Union Fixie kam, daß ich danach fast ausschliesslich fuhr.So ist das halt mit neuen Lieben. Irgendwann zwischendurch kam aber doch noch Evolutionstufe Zwei, bei der ich den orangen Lenker gegen einen blauen Charge Straw ausgetauscht habe. Dieser Lenker hat irgendwie den Charme eines SM Spielzeuges (heißt auf japanisch übrigens „Otona no omocha – Erwachsenenspielzeuge). Damit war dann meine orange Phase endgültig zuende. Der Lenker ist wirklich schön, aber auch total hart, da ohen Griffe und im Winter wird er sehr kalt, so daß er ohne dock wattierte Handschuhe überhaupt nicht fahrbar ist. Vermutlich würde man mit der Hand am Lenker kleben bleiben und müsste die Feuerwehr rufen lassen. Selber anrufen kann man ja nicht, da beide Hände am Lenker fest sind.

Im Winter wurde da Olmo noch einmal gut gewaschen und dann in die Garage (Area 51) gestellt. Ich hatte nun genug Zeit zu überlegen, was ich nun als Evolutionstufe Drei machen wollte.

Der Zufall in Form von Henning brachte mir zwei blau eloxierte Rigida Nova 36L Felgen ins Haus. Dies wiederrum brachte mch auf die Idee das ganze Rad irgendwie blau zu machen. Das ist eine sehr DOOFE Idee, denn man findet nie die ganzen aufeinander passenden Blautöne. Ich hatte noch eine von Tobias hochglanzpolierte Mavic 500 HR Nabe udn dazu suchte ich mir das passende VR Stück. Die gravierten Maviclogos habe ich blau ausgemalt. Mit dieser Kombination habe ich dann meinen Laufradsatz KD0001 und KD0002 gebaut. Mit den hexagonalen Speichennippeln und den Unterlegscheiben an den Speichenköpfen ist das der beste Laufradsatz, den ich bislang gebaut habe. Gerd Schraner wäre stolz auf mich.

In der Zwischenzeit hatte ich mir außerdem auch ein paar Traumkomponenten von Shimano Dura Ae gekauft, die nutzlos in der Vitrine aka „Magic Box“ lagen. Eben die erwähnten Dura Acce 7403 Bremsen und ein passendes 7400er Schaltwerk. Also habe ich die Sachen am Rad ausgetauscht., die Montage der Dura Ace Bremsen ist wirklich eine Freunde das geht so fix und bereitet keine Probleme.

Das Dura Ace Schaltwerk machte allerdings ein paar Probleme. Vorne blieb die Golden Arrow Standardkurbel montiert (52/40) und hinten hatet ich  einen wunderschönen Regina America 6-fach 13-24 Zahnkranz montiert. Also 12+11=23 Zähne Kapazität – schafft das Schaltwerk nicht. Zudem sind die Schaltröllchen auch verdammt nahe an den Ritzeln – hat sich das etwas am Standard im Laufe der Zeit verändert?. Also es funktioniert schon, aber wenn man vorne/hinten klein/klein fährt, dannist keine Spannung mehr auf der Kette.

Krönender Abschluß ist ein Selle San Marco Concor Supercorsa Sattel in hellblau, der natürlich auch vond en Blautönen her nicht passt, aber trotzdem ein sehr schöner Sattel ist.

Mit dem neuen Olmo Blue Evolution Three ging es dann gestern auf Probefahrt.  Also, Paris-Roubaix würde ich mit der Kiste nicht fahren, dafür ist sie einfach zu hart, vor allem der Lenker. Sonst fährt das Olmo aber schön und beschleunigt gut. Die Bremsleistung ist jetzt umwerfend. Ich war vom Probefahren so begeistert,d asß ich war nicht merkte, daß das Vorderad schief eingebaut war und nun an der Gabel scheuerte. Ergebnis: An der Gabel gibt es keine Unterverchromung. Außerdem muß ich den Steuersatz noch einmal neu einstellen, der ist empfindlich. Liegt das an dem Ultralangen Steuerkopfrohr?

Da ja nun das blaue Olmo wahnsinnig Sexy aussieht, aheb ich gleich noche in paar passende Bilder vor der Rotlichtstraße im Bremer Viertel geschossen. Ich vermute einmal, daß Zuhälter und Freier es nicht so toll finden, wenn dort photographiert wird aber zum Glück gab es keinen Ärger. Das Olmo kann man ja auch schnell besteigen und damit abhauen.

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Alles über das Olmo San Remo hier.

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Sonntag: Paris – Roubaix

Übermorgen ist das wichtigste Eintagesradrennnen des Jahres.

Also jedenfalls wenn man die Blogs und Radwebseiten der letzten Tage so liest und den ganzen Trubel um Paris-Roubaix mitbekommt. Im Vergleich dazu wird über die Bahnrad WM in Melburn recht wenig berichtet.  Ich möchte zu beidem nicht beitragen, schon gar nicht zu der viel diskutierten Frage, wer das Rennen gewinnen wird.

Manchmal gibt es aber doch sehr interssante „Nerd Artikel“ die ich faszinierend finde. Das besondere an Paris Roubaix ist, das Teile der Strecke über sehr schlecht Kopfsteingepflasterte Wege führen. Genauer gesagt sind es 51,5 km der Gesamtstrecke von 257,5 km. Kopfsteinpflaster ist nicht gleich Kopfsteinpflaster, es gibt Stücke die sind richtig mies und es gibt welche die sind gemein und mies. Das Stück kurz vor Roubaix hat nett gekämmte, glatte Pflasterseine auf denen die Namen der Gewinner vergangener Tage eingemeiselt sind. Wie fies die Stücke sind kann man auf Inner Ring nachlesen. Ich persönlich hasse Kopfsteinpflaster und käme im Leben nicht auf die Idee an einem Amateur Paris-Roubaix teilzunehmen. Erstens bin ich einmal ein supersteifes Vervelo Soloist S1 gefahren, daß mir jegwelche Freunde an Bodenunebenheiten genommen hat. Das war so hart, daß es sich anfühlte als wenn man von einer Nadel in den Hintern gestochen wurde, wenn man sich auf den Sattel schwingt  und der Reifen auf einem Steinchen steht. Und zweitens haben wir von diesem Kopfsteinpflasterzeug genug in Bremen, vor allem im Viertel.

Außerdem verändert sich da Kopfsteinpflaster auf der Rennstrecke ständig. Bauern, die genug davon haben auf ihren Traktoren elendig durchgeschüttelt zu werden kippen Erde auf die Strecke um weiteren bandscheibenvorfällen zu entkommen. Die „Freunde von Paris-Roubaix“ und andere Soziopathen hingegen graben jahr für Jahr Stücke des Pflasters wieder aus und machen die Rillen zwischen den Steinen in Fahrtrichtung mit spitzen Gegenständen tiefer.

Eine sehr genaue Analyse des aktuellen Kopfsteinpflasterzusatndes findet sich auf Podium Cafe. Mit Bildern des Pflasters jedes einzelnen Abschnittes. Ein Traum für Freunde des Kopfsteinpflasters.

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Bottecchia Sprinter 1991 RH56 for sale

Ace of Base. Lisa Stanfield. Tic Tac Toe. Falco. Das waren die Neunziger. Sie waren Neongelb.

Genauso gelb und lila wie dieses Bottecchia Printer Rennrad von 1991. Ich hatte es vor ein paar Wochen gekauft, in einem guten, aber ungepflegtem Zustand von einem netten Belgier, nennen wir ihn hier einmal „Fritteken“. Fritteken verkaufte mir also sein Bottecchia und ich machte mich daran es zu restaurieren.

Zunächst einmal habe ich das ganze Rad komplett auseinandergenommen. Quasi bis auf die letzte Schraube, aber dabei gab es leider auch ein paar Schwierigkeiten: Das Tretlager läuft zwar sehr leicht und gut, ist aber mittlerweile untrennbar mit dem Rahmen verwachsen. Und der linke Rahmenschalthebel von Suntour, sinnigerweise mit einer Plastikkappe zum drehen, läßt sich ebenfalls und auch unter mithilfe von WD40 nicht mehr vom Rahmen trennen. Das der Rest des Rades überwiegend mit Shimano 105 ausgestattet ist, die komplette Schaltungsgruppe aber von Suntour Blaze ist, hatte ich mit dem Gedanken gespielt diese zu entfernen und durch Shimano 105 Teile zu ersetzen. Diese elendige Plastikkappe machte mir einen Strich durch die Rechnung.

Ich arbeitete mich langsam durch das ganze Rad. Felgen und Naben waren noch gut in Schuß und die Lager wurden neu gefettet. Ebenso der Steuersatz. Alle Verschleißteile, wie Bremsbeläge, Züge, Hüllen, Kette, Lenkerband, Endkappen, Schläuche, Felgenband und Endkappen wurden komplett ersetzt. Nur die Reifen habe ich draufgelassen, weil mir diese noch gut erhalten schienen.

Einige der Orginalkomponenten habe ich dann doch ersetzt: Die Maillardpedale hatten Spiel im Lager und ich war mir nicht sicher, wie lange die noch halten würden. Also habe ich Pedale von TK besorgt. Und die Bremshebel von Modolo (entweder Mach Eins oder America) waren einfach gruselig. Einen Satz Shimano 105 Aero Hebel hatte ich noch irgendwo zuhause in meiner „Magic Box“. Zusammen mit dem gelochten Fizik Lenkerband sieht das Cockpit nun wieder aus wie abgeschleckt.

Um dem ganzen Rad etwas Indvidualität zu veleihen, hatte ich die Aussparungen in der Sattelstütze farblich passend lila angemalt.Zudem ist eine der Kettenblattschrauben in Gold, das hat sich im Laufe der Zeit als Markenzeichen für die Räder die ich aufgebaut habe entwickelt.

Um das ganze möglichst günstig und stilecht zu halten, habe ich aus gelbem Elektroisolierband einen Kettenstrebenschutz zurechtgeschnitten, ednn hier gab es doch einige Abplatzungen auf dem Lack. Und zu guter letzt hatte ich mir über das Forum noch einen Selle San Maraco Rolls Sattel ergattert. Der kam gestern an und heute habe ich alles zusammengebaut, eingestellt und fertig.

Ich muß sagen, ich mag die Arbeit an diesen mittelklassigen Rädern sehr. Die meisten Komponenten bekommt man relativ billiug, und wenn mal etwas falsch läuft und verbogen oder unbrauchbar wird, dann ist das nicht so tragisch. Man muß die Farbe des Bottecchia sicherlich mögen, aber technisch ist es sonst astrein und es fährt sich harmonisch, stimmig und leise.

Heute bei schönstem Sonnenschein war ich damit im Viertel unterwegs. Es ist mir natürlich mit Rahmengröße 56 zu klein. Wer es aber haben möchte: €275 VB.

Komponenten

Laufräder Wolber GTX2 mit Shimano 105 Naben und Specialized  Drahtreifen 700C x 20

Bremsen Shimano 105 Aero Bremsheben, Bremskörper

Schaltung Suntour Blaze komplett 2 x 6 Gang Umstellbar Friktion/Index

Lenker Cosmos Italia

Steuerkopflager Miche

Sattel Selle San Marco Rolls schwarz strukturiert

Tretlager und Kurbel Shimano 105

Pedalen Halten

Bremsbeläge, Brems- und Schaltzüge und Hüllen, Kette, Felgenband, Schläuche, Endhülsen, Endkappen, Fizik Lenkerband perforiert alles neu.

Die Geschichte dieses Rads steht HIER, HIER und HIER und HIER und HIER.

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Motobecane, Peugeot und …. Raleigh

The history of Raleigh: The badge from a Raleigh Rapide

Vielleicht war ich in den Siebzigern einfach schon zu alt für ein richtiges Raleigh.

The history of Raleigh: child on a Raleigh Chopper

The history of Raleigh: Raleigh Choppers are ridden during the re-launch of the cult 1970s bicycle

Vielleicht auch nicht.

via the Guardian

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Photos vom Scheldeprijs 2012

Andre Greipel

A very unhappy Andre Greipel who went down in a post- finishline crash.

wieder Andre Greipel

Andre

rain

Marcel, Tyler, Theo.

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Eins, Zwei, Drei, Vier

Sleutelbeen

via The Inner Ring

Mittlerweile so:

fabian cancellara broken collarbone x-ray images

via Podium Cafe

Die Transparenz ist auf dem Web ist schon erstaunend und manchmal erschütternd. Zum Glück hat er bei diesem Sturz keine Abschürfungen im Genitalbereich erlitten, wer weiß was wir sonst hier sehen würden.

Wenn man einer der besten Zeitfahrer der Welt ist, bislang eine gute Saison fährt (Mailand – San Remo) und bald die olympischen Spiele statfinden ist eine solche Verletzung schon bitte. Ich hoffe, er kommt bald wieder auf die Beine bzw. auf das Rad.

 

 

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Kinder im Radsport

Beweisstück A

Der Junge im Maisfeld: Tjörven Cleenewerck
Ronde van Vlaanderen 2012

Beweisstück B

Shane perkins Sohn. Bahnrad Weltmeisterschaften Melburn 2012

 

 

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Peugeot Competition SB

Als ich ein Kind war gab es Pelikan und Geha Füller.

Und nicht viel mehr. Entweder man war fanatischer Pelikanfüllerschreiber oder ebenso fanatisch mit seinem Geha am kritzeln. Pelikans waren blau, Gehas grün. 1990 sass ich mit einem fast vierzigjährigen Mann („The Brain“) im Japanisch-Unterricht in Tokyo und dieser benutze immer noch seinen blauen Pelikanfüller aus Grundschulzeiten.

Es gab Mars, Bounty und Nuts Schokoriegel. Die Milka gab es in Vollmilch, Haselnuss und Noisette. In der ersten Klasse der katholischen Grundschule Marktfeldstraße ein Mönchengladbach gab es Katholiken und auf der anderen Seite des Schulhofes, in der Mitte mit einer dicken weißen Linie markiert, wurden die Ungläubigen („evangelischen“) unterrichtet. Bürordner waren von Leitz oder von Elba.  Ich telefonierte mit der deutschen Post und eine Einheit kostete 23 Pfennig. Am Telefon meiner Eltern war ein Zähler dran.

Kurzum es gab wenig Variation, man musste nicht viel nachdenken und war glücklich.  Heute laufe ich im Supermarkt an Regalen vorbei die mit Schokoriegeln aller Varianten gefüllt sind. 10 Regalmeter sind kein Problem. Bald wird es Schokoriegel von Odol und Religionen von Audi und BMW geben. Ich bin nicht unbedingt glücklicher als damals, aber auch nicht unbedingt unglücklicher.

Rennräder, so dachte ich damals, werden von Peugeot, Motobecane und Raleigh hergestellt. Nicht-Rennräder kommen von Vaterland und anderen deutschen Schrottklitschen wie Elite vom Kaufhof. Ich war glücklich und hatte keine Ahnung von der Existenz von  Olmo, Ciocc, Pinarello, Colnagno, Bottecchia, Daccordi, Casati, Vicini, Cinelli, Sambi, Atala, Tomassini, Guerciotti, Moser, Chesini, Basso, Bianchi, Derosa, Gios, Masi, Torpado, Viner und Willier. Und das, obwohl ich halber Italiener war!

Ich wollte 1975 ein Motobecane und mein Onkel Horst war so nett mir eins zu kaufen. Ein anderer Mann war nicht so nett es mir innerhalb einer Woche zu klauen und die Versicherung meiner Eltern war dann wiederum so nett den Schaden zu begleichen, so daß ich mir fast exakt das gleiche grüne Motobecane kaufen konnte, bis es 1989 wieder von einem andren nicht netten Mann geklaut wurde. Damals hatte ich keine nette Versicherung.

Zeitsprung. 2010 kam ich aus Japan zurück nach Bremen. Ich fuhr einen wunderschönen Sommr lang Rad und wohnte im Viertel. Meine Familie kam nach, es wurde Herbst und das Wetter miserabel. Ich fing an an Rädern zu basteln. Ich schaute mich um und irgendwie wurde ich auf Studio Brisant in Münster aufmerksam und lernte Uwe Scheufen kennen.

Uwe Scheufen ist in „Fachkreisen“ nicht ganz unumstritten. Ihmw ird vorgeworfen, daß er seine Räder zu teuer verkauft. Man muß allerdings auch sehen,d aß dieser Vorwurf von Leuten kommt, die selber gerne an Rädern bastelt und für die es kein Problem ist ein Rad komplett auseinander und wieder zusammen zu bauen und nebenbei einem Rahmen zu löten. Für diese Menschen ist es natürlich auch völlig uninteressant ein gut hergerichtetes Rennrad zu kaufen, denn daran gibt es ja nichts mehr zu tun. Die Menschen die Räder von Uwe Scheufen kaufen sind vermutlich am radfahren und nicht am radbasteln interessiert. Das kann ich auch gut nachvollziehen, ich konnte jahrelang noch nicht mal eine Schaltung richtig einstellen, daß hat mich einfach nicht interessiert. Diese Menschen wollen ein schönes, altes Rad das funktioniert. Uns so etwas herzurichten kostet Zeit, daß weiß ich nun leider auch und von daher finde ich seien Räder eigentlich auch nicht teuer. Ich würde mir heute keine mehr von ihm kaufen, weil ich das alles selber kann, aber ich finde nicht daß er zu teuer verkauft.

Außerdem ist er sehr nett und sympathisch und hat mir alle meine Fragen beantwortet, meine Olmo Rahmen lackieren lassen und mir jede Menge Kleinzeug verkauft und bei Material ist er nun wirklich sehr billig und hat genau die Dinge die ich brauche. Selle San Marco Concor Sattel. Tektro FL 750 Bremshebel – all dies sind wunderschöne Komponenten die man auch leider sonst nichte infach und billig bekommt. Also ich empfinde seine Bekanntschaft als eine Bereicherung.

Von ihm kaufte ich dann für relativ viel Geld ein Peugeot Competion. Das war eigentlich als Speedbike konzipiert und er baute mir das wieder um mit Rennlenker und normalen Bremsgriffen. Ich wollte einfach ein Peugeot haben weil Jerome in Japan auch eins hatte und ich die cool fand. Ein Motobecane hatte ich schon mal und Raleigh fand ich nicht wirklich cool.

Ich war noch inmer in der orangen Phase und deshalb mußten an das Rad orange Schwalbe Ultremo Reifen und oranges Lenkerband dran. Ich weiß heute nicht mehr was damals mit mir los war. Auch ansonsten sind an dem Rad eigentlich eine Menge Dinge die ich zum heulen finde: Peugeot gelabelte Mafac Bremsen. Simplex Umwerfer. Simplex Schalthebel. Peugeot gelabeltes Simplex Schaltwerk. Maillard Naben. Aber ein superschicker Sattel und eine noch schickere Stronglight Dreifach Kurbel. Also ich mochte es.

Ich wurde zum Besitzer, drehte einmal eine Runde um den Block damit und stellte fest, daß dieses Rad viel zu schön zum fahren ist. Dann habe ich es zu meinen Eltern nach Mönchengladbach in die Garage gestellt und gut versteckt. Wenn ich bei meinen Eltern bin werfe ich immer ein Blick darauf und erreue mich daran. Aber ich Rad zum fahren ist das wirklich nicht.

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Alles über das Peugeot Competition Studio Brisant hier.

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