Tagesarchiv: 28. Mai 2012

Reminiszenzen an den Giro d’Italia 2012

Der Giro d’Italia 2012 – was für eine Spannung. Reminiszenzen – was für ein Wort.

Letzteres mußte ich erst einmal auf dem Web nachschauen um es auch ja richtig zu schreiben. In der WordPress Rechtschreibprüfung ist das jedenfalls unbekannt.

Sven, äh Harald (Hallo Blizzrad!) und ich trafen uns heute um 19 Uhr am Kuhsiel um eine gemütliche 60 km Runde zu drehen. Vordergründig. Hintergündig wollten wir auf unserer Tour die wichtigsten Momente des Giro d’Italia nachstellen. DAS MACHEN WIR JEDES JAHR SO, SEITDEM WIR UNS KENNEN:

Der Giro d’Italia begann am 5. Mai mit einem individuellen Zeitfahren in Herning, einer kleinen italienischen Stadt in Dänemark.  Das Zeitfahren wurde gewonnen von Taylor Phinney, einem jungen Amerikaner. Dieser historische Moment wurde von einem jungen Bremer nachgestellt:

Tja, ziemlich schwer zu entscheiden, welches Foto vom Giro und welches von heute Abend ist, oder? Tip: Beim Giro wird im Regelfall ohne Lampe am Rad gefahren!

Einer der Stars beim diesjährigen Giro war wie zu erwarten Mark-Yoko Cavendish. Seine Antritte bei den Zielsprints waren von einer unglaublichen Dynamik geprägt.

Leider gingen uns bei diesem Bild die Statisten aus, also: Tyler Farrar links und Roberto Ferrari rechts imaginieren. Wie man dann übrigens stilvoll im Ziel jubelt mit der entsprechenden Nonchalanche einer Deutschen ohne „Ich freu‘ mich jetzt tierisch“-Gene zeigte uns Yoko-Ina Teutenberg bei der Tour De Idaho gestern:

Beim Giro  ging es derweil ziemlich schnell in die Berge. Da es in Dänemark davon leider nicht allzuviele gibt, mußte der Giro dann zwangsläufig in Norditalien durchgeführt werden. Eine gute Show lieferte dabei der junge Kolumbianer Rigoberto Uran Uran (Auf Deutsch Rigoberto Atom Atom), den wir hier beim Aufstieg am Stelvio sehen.

Dieses Foto in Niedersachsen nachzustellen ist aus verständlichen Gründen schwierig, uns aber dennoch gut gelungen.

Mit ein wenig Fantasie kann man sich aber fehlende Elemente der Bildkomposition gut vorstellen.

Zurück zu Mark-Yoko Cavendish. Der hatte etwas Pech als er auf der 18. Etappe im Sprint knapp von dem jungen Italiener Andrea Guardini im neon Jersey geschlagen wurde. Er ärgerte sich dabei gewaltig, zumal er ja auch extra Frau und Kind gebeten hatte zu kommen und ihm beim siegen zuzusehen. Na, da hing der Haussegen wohl erst mal schief, auch wenn das Kind ohnehin noch nichts mitbekommt. Bei seiner Frau ist man sich nicht so sicher.

Cavendish clearly frustrated that Andrea Guardini beat him in the sprint. Cav later tweeted, "Pretty angry to be beaten when my team set me up like today. I was lazy & left the sprint 50m too late. @andreaguardini was FAST! Congrats"

Wie jedes Jahr endete der Giro in Mailand. Vor der imposanten Kulisse des Mailänder Doms und seinen beiden Kuppeln („il due cuppola grande della cathedrale di Milano“ bei 1:55).

Unser Abend hingegen endete mit einem Sonnenuntergang vor den Brückenpfeilern der Energiewende.

Danke an Gerit für die Fotos. Gerit ist ein cooler Typ: Gelbes Pinarello Vuelta, komplette Campa Chorus Gruppe und Campa Atlanta 96 Laufräder. Danke an Harald, war gut. Bis morgen dann.

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