Tagesarchiv: 21. Mai 2012

Eva’s Peugeot Galibier:

Der Sinn eines Blogs ist es natürlich, ganz anderes als bei einer Zeitung, als Autor mit möglichst vielen neuen Menschen in Kontakt zu kommen, die in etwa gleiche Interessen verfolgen. Deshalb schätze ich es sehr, wenn hier jemand kommentiert, schreibt und Anregungen gibt. Die meisten die dies tun kenne ich persönlich von irgendwo her, entweder aus Tokyo oder aus Bremen, aber ab und an verirrt sich hier auch jemand hin, den ich so noch nicht kenne. Auf diese Art und Weise habe ich Lieven aus Gent kennengelernt, dem ich dann beim Aufbau seines Union Fixies helfen konnte.

Eva wurde aufmerksam auf mein altes Peugeot Galibier, das ich in der Zwischenzeit wieder verkauft habe. Ein schönes Rad, dass mir vom Design her sehr gut gefallen hat und außerdem war es das erste Rad, was ich von Kopf  bis Fuß (oder vielleicht von Speiche bis Lenker?) selber aufgebaut habe. Die Laufräder habe ich heute noch.

Hier ist das Peugeot Galibier von Eva, das genau den gleichen Rahmen hat wie meins (ebenfalls Reynolds 501) und auch die gleichen Decals (= Aufkleber).

Ich würde bei der Rahmengröße einmal auf 54 oder 56 cm tippen. Das Galibier ist in einem Peugeot Katalog von 1984 abgebildet. Oder vielleicht in dem USA 1986 Katalog.

Das Rad hatte Evas Vater gekauft, seitdem hat es wohl eine Menge Veränderungen vom Orginalzustand ergeben. Na ja, auf jeder „normalen“ klassischen Rennradseite geht jetzt das große Heulen los: Sattel, Lenker, Klingel, dazu neuartige Shimano Deore Pedalen und dann Shimano 600 Tricolore Kurbel – all das passt erst einmal gar nicht so zusammen.

Ich glaube, für einen Radständer am Hinterbau gebe es auch die gelbe Karte.

Sehr schön sind aber die Felgen (Mavic) und die Hinterradnabe ist die wunderschöne Mavic 500, eine der schönsten UND technisch besten Naben überhaupt aus der Zeit.

Ja, ja, so sind wir halt trainiert zu denken. Ich denke aber, hier muss man das Ganze etwas anders sehen. Erlaubt ist letztendlich was einem gefällt und was praktisch und sinnvoll ist. Zum Beispiel eben ein Radständer. Und letztendlich ist es auch egal, ob eine Schaltung von Shimano oder Suntour ist, solange sie gute läuft.

Und wenn dann noch eine Menge Erinnerungen mit einem Rad verbunden sind, dann ist das drum und dran ohnehin egal. Und wenn Dinge, mit denen wir gute Erinnerungen verbringen nicht hinten im Schrank verstauben oder in der Vitrine im guten Zimmer stehen, sondern wirklich von uns jeden Tag gebraucht werden, dann ist das doch die beste Kombination überhaupt.

Jedenfalls finde ich das Peugeot Galibier von Eva einen guten Kontrast zu dem Artikel über Campagnolo Delta Bremsen, wo es im Prinzip darum geht ob irgendwelche Blechteile aus rostfreiem Stahl sind oder nicht und von wann bis wann so oder anders.

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