Tagesarchiv: 17. Mai 2012

Kotter Lotus John Player Spezial

Formel Eins mochte ich eigentlich nie.

Bzw. ich fand das nicht wirklich spannend, besonders heute wenn Rennen entschieden werden, wann wer zum tanken rein fährt und neue Reifen bekommt.  Einige Formel Eins Rennwagen hingegen, aber auch andere sehen richtig gut aus. Versteht ihr was ich meine? Habt ihr ähnliche Erinnerungen an die Autos mit denen ihr als Kinder gespielt habt? Die stärksten, schnellsten und coolsten Boliden die in unserer Holzkiste zu finden waren?

Tyrell

Porsche 917 (nicht F1)

Porsche 917 (auch nicht F1). Und jetzt der Höhepunkt, waraum ich diese endlos lange Vorgeschichte brauche:

Lotus

Den mochte ich irgendwie ganz besonders. Das hing damit zusammen, das meine Eltern, die beide nicht rauchten und beide anglophil waren, einen Riesenvorat an englischen Zigaretten hatten, den ich ihnen langsam und heimlich wegrauchte. Meine favorisierte Marke war John Player Special, der Sponsor des Lotus Teams. Daneben hab es noch Benson & Hedges and filterlose Navy Cut die nur in Notsituationen zu ertragen waren.

So 1975 fuhr ich mit meinem Freund Dietmar Beck (Heute Polizist) auf eine Motoradshow in Essen. Einfach grottenschlecht und total langweilig. Ich hatte etwas Geld und kaufte mir einen Aufkleber, eben den von John Player Special, rund, fast so groß wie eine LP und der pappte dann auf meinem Jugendschrank. Leider war das eine schlechte Kopie aus Wanne Eickel (dem China der Siebziger), denn auf dem Aufkleber stand

JOHN PLAYER SPEZIAL

was mir aber erst mein Vater zuhause sagte. Typisches „Problem anderer Leute Feld“. Ich ignorierte was er sagte und war weiterhin stolz auf dieses zeitgerechte Souvenir der Rennwelt.

Heute fuhr ich nach Hannover, um mein neues Kotter Rennrad abzuholen, dass ich vor ein paar Wochen für viel Geld bei Ebay erstanden hatte. Mit Rahmenhöhe 56 cm ist es viel zu klein für mich, aber es ist aus den späten Achtzigern, wunderschön ausgestattet und  vor allem seit 20 Jahren quasi nie gefahren. Alles an dem Rad ist quasi neu, inklusive Kette und Reifen.

Das Rad ist nicht für mich, vor einiger Zeit habe ich ein Kotter für einen alten Freund aufgebaut., das Kotter Arabia. Nun möchte er seiner Frau Heike auch ein schönes Rad schenken, so dass sie gemeinsam fahren können. Der Name Arabia ist übrigens nicht nur wegen der Arabesque Ausstattung von Shimano gewählt worden. Tobias lebt derzeit tatsächlich in Riyadh, Saudi-Arabien und bald wird er mit seiner Frau entweder dort oder in Dubai sein.

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Ich werde in den nächsten Wochen das Kotter für Heike Damengerecht und komfortabel umbauen. Außer dem Rahmen und den Laufrädern, die wirklich ganz exzellent in Schuss sind, kommt alles runter und dient der Finanzierung dieses Projektes. Statt einem Rennradlenker werde ich einen Trainingsbügel montieren mit sehr schönen Dia Compe Hebeln die anstelle der Lenkerstopfen verankert werden. So wie bei dem Eley Kishimoto Rad. Die Komponenten sonst werden im wesentlich Shimano 600 (6200er Serie) und Golden Arrow werden. Ich habe noch eine NOS Golden Arrow Kurbel die ich hierfür aufgeben werde, sowie gut erhaltene Schalthebel und Umwerfer.

All das wird seine Zeit brauchen, es muß aber fertig sein zum großen Sommerfest auf dem Landgut in Meck Vorpom.

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