Regen in der Zone

Ein durchaus verregneter Tag heute in Diemitz. Ich wachte auf und stellte fest, dass ich immer noch erkältet war aber zumindestens war ich motivierter als gestern. Ein wenig am Laufrad geschraubt.

Novatec Bahnnaben, rot eloxiert mit no-name Felgen, silber. Aber immerhin Swiss Revolution 1.5mm Speichen und schöne Sechskantnippel um richtig Spannung auf die Speichen zu bringen. Aber auch mit diesem relativ billigen Material ist es unmöglich einen Laufradsatz für unter 150 Euro komplett mit allem (Reifen, Schläuche, Felgenband, Kassette) zu bauen. Eigentlich sollen die Dinger ja ein mein rotes Colnago, aber damit wird es quasi unverkäulich, also kaufe ich mir doch so einen dämlichen Einzig Laufradsatz für unter 100 Euro.

Nach der Arbeit kam abends kurz die Sonne raus und ich fuhr zur Schleuse und an den See.

Es ist einsam und leise hier und das tut mir wahnsinnig gut. Es ist aber nicht so wie in diesem Overlook-Hotel. Heute habe ich, glaube drei Worte mit Menschen gesprochen. Es erinnert mich ein wenig an meine Studentenzeit in Aachen; 1987 bis 1990 wohnte ich alleine auf der Maxstrasse 12. Ich hatte einen guten Freund, der mich allerdings nie besuchte oder anrief, es war immer an mir dies zu tun. Ich hatte keine Freundin, weil ich etwas eckig und sperrig war und Aachen dummerweise einen Überhang an Ingenieursstudenten hat und die waren fast alle männlich. Meine Freunde unter den Ingenieuren hießen Christian oder Klaus und ich fand sie alle langweilig, bis auf Christian Cordes. Ab und an hatte ich sinn- und belanglose Affären mit Mädels wie Rosie, Brigitte oder xxx. Ich glaube ich war sogar kurz verliebt in die Schwester von Stefan Kuchen. Die Schwester von Stefan Kuchen! Ich wünschte es gäbe Worte die Absurdität dieser Idee zu Papier zu bringen. Die Frau hatte soviel Charme wie ein Basaltsofa. Unverständlicherweise war sie Kindergärtnerin. Die von ihr betreuten Kinder sind heute knallharte Firmensanierer und voll dominante Stationsoberschwestern. Vermutlich.

Manchmal blieb ich dann eine Woche zuhause, redete mit niemanden. Zum Glück bin ich dann 1990 nach Tokyo abgehauen.

Morgen soll gutes Wetter werden, wie schön.

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Eingeordnet unter 2012, Mob, Touren

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