250 Höhenmeter in 45 Sekunden

Nach einem sehr schönen Bergtraining im Harz am vergangenen Wochenende hat sich die Leistungsfähigkeit doch ganz erheblich verbessert. 

So war ich gestern in der Lage, 250 Höhenmeter in etwa 45 Sekunden zurückzulegen, etwas was ich vermutlich noch nicht einmal im freien Fall die Waldböschungen des Harz zustande bekommen hätte.

Oben angekommen besuchte ich erst einmal die Toiletten des Restaurants auf dem Gipfel, die einen ganz hervorragenden Überblick über die umgebende Natur boten:

 

Oh, Mann kann die Umgebung nicht so gut sehen? Hier noch einmal ein weiteres Bild:

Ein wenig trostlos mit wenig Grün, vielleicht ähnlich zu dem Sprenggebiet in dem wir uns am Sonntag im Harz befanden. Schon erraten? Genau, ich war im 49. Stock des Commerzbank Towers in Frankfurt auf dem 1. Deutsch-Japanischen Unternehmergipfel. Das es sich um einen „Gipfel“ handelte, der zudem das Überwinden von Höhenmeters erforderte, ist der Bericht darüber in einem Blog über Radfahren doch sinnvoll scheint mir.

Zwischen dem Frankfurter Bahnhof und dem Commerzbanktower verläuft die Kaiserstrasse. Hier gibt es Sexshops, Obdachlose, Prügeleien, Nutten, Döner Buden und daneben glitzernde Bankfillialen, Hochhäuser und edle Geschäfte und Restaurants. Vor einigen Jahren war das faszinierend und machte den Charme Frankfurts aus, weil der Kontrast zwischen Geld,Wohlstand und Verbrechen und Armut so prägnant hervorkam. Heute ist das anders. Verbrechen Typ A (Diebstahl, Betrug, Prostitution) reiht sich neben Verbrechen Typ B (Investment Banking, Equity Funds und Wirtschaftsprüfung) ein.

Was für einen Eindruck bekommen Menschen die hier stehen, über die Dinge die vor und unter ihnen liegen?

Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied zum Radfahren: Während beim Radfahren die Schwierigkeit darin besteht auf den Gipfel zu kommen, besteht beim Kongress die Schwierigkeit darin auf dem Gipfel zu bleiben. Manche Vorträge waren nun wirklich grottenschlecht und man möchte wirklich in den Aufzug steigen, das gute Wetter ausnutzen und sich ein wenig Frankfurt ansehen. Bei einem bin ich eingeschlafen, so langweilig war das.

Dann gab es aber auch echte Höhepunkte:

Wow, Tomas Kasbager. Cooler Typ, mit dem würde ich auch gerne Mal ne Runde Radfahren.

Alles in allem ist Kongressteilnahme im Prinzp Grundlagenausdauertraining GA1. Man muss konzentriert bleiben und die Perlen raushören, die da ab und an komme mögen.

Heute Regeneration.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter 2012, Mob, Obskura

Eine Antwort zu “250 Höhenmeter in 45 Sekunden

  1. Joerg_hb aus Osnabrück

    Moin Michael,

    in Schlagdistanz vom Commerzbanktower gibt es Frankfurts besten Fixie-Laden
    http://www.fixiestube.com/
    Das Anschauen und Quatschen lohnt sich.

    Gruß Jörg

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