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Über bikesnob28hb

Größtenteils harmlos.

Cannondale Slate

via The Radavist


Cannondale_Road-6

Cannondale_Road-8 Cannondale_Road-16Interessant. Elektronische Schaltung, Scheibenbremsen und als nächster Trend dann Vorder- und Hinterraddämpfung kombiniert mit dickeren Reifen, nachdem ja nun pausenlos propagiert wird, dass dickere Reifen schneller sind?

Bei der letzten RTF fuhr ich ein Stück hinter jemandem her, der keine Bremse oben am Rahmen am Bremssteg befestigt hatte. Es gab überhaupt keine Bremssteg, die Bremse war auf Höhe und hinter dem Tretlager montiert, auch ein Trend bei Aerobikes derzeit. Ich fand, da fehlte eine Bremse, und wenn man hinter jemandem her fährt, der nicht bremsen kann, dann macht das etwas nervös. Vielleicht bin ich auch nur zu konservativ:

“The whole modern world has divided itself into Conservatives and Progressives. The business of Progressives is to go on making mistakes. The business of Conservatives is to prevent mistakes from being corrected. Even when the revolutionist might himself repent of his revolution, the traditionalist is already defending it as part of his tradition. Thus we have two great types — the advanced person who rushes us into ruin, and the retrospective person who admires the ruins. He admires them especially by moonlight, not to say moonshine. Each new blunder of the progressive or prig becomes instantly a legend of immemorial antiquity for the snob. This is called the balance, or mutual check, in our Constitution.”

G.K. Cherston

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51,115 vs. 54,526. Trotzdem, Jens gewinnt verbal.

OK, der Stundenweltrekord ist jetzt an den gegangen und wird vielleicht sogar eine längere Zeit gültig sein. Wir werden uns dann nur noch an zwei namen erinnern, an Jens Voigt, der halt der Schnellste war der der Schnellste werden wollte, und Bradley Wiggins, der der Schnellste wurde. Mathias Brändle? Rohan Dennis? Alex Dowsett? Fußnoten der Radgeschichte, es sei denn einem von ihnen gelingt es in der näheren Zukunft doch noch schneller als Bradley Wiggins zu radeln. Fabian Cancellara? Tony Martin? In dieser Hinsicht verglühte Sterne.

All dies ist allerdings unwichtig, von allen wird uns Jens Voigt eben wegen mehr als dem Stunderekord in erinnrung bleiben. Bradley Wiggins hat die Tour de France gewonnen, aber Jens Voigt ist eine Etappe auf einem Kinderrad zuende gefahren.

Das ultimative Jens Voigt Tool für den Heimgebrauch.

Jens Voigt gewinnt verbal immer.

 

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In den Süden auf der Nationalstrasse 7.

Sommer in Bremen: Menschen mit nacktem Oberkörper, die in Gruppen mit Bierflaschen in der Hand durch das Viertel streifen. Begraste Deichwälle südlich der Schlachte auf denen sich die Bremer sonnen oder auf den Wiesen unterhalb Federball, Boccia oder Zumba spielen. Und dann jetzt auch das neue, noch geheime Strandbad an der Weser: Zeit für Hannes und mich in den Süden zu fahren.

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Das geheime Strandbad im Bremer Süden.

Ehrlich gesagt, wir haben die Schnauze voll davon durch das Blockland und nach Wilstedt zu fahren. Wir kennen dort jede Strasse, jeden Grashalm und jeden unerreichbaren Strava KOM und wir haben Lust auf etwas anderes: Eine spontane Entdeckungstour in den Bremer Süden auf der anderen Weserseite – Strassen die noch nie von uns gefahren wurden, aber zunächst schlagen wir uns bis Ride auf herkömmlichen Wegen durch, und dann geht es auf der L333 Richtung Okel. Die L333 ist das niedersächsische Gegenstück zur Route National 7, also der Verbindungsstrecke zwischen Paris und der Provence für diejenigen Menschen die nicht das Geld für die Autobahn ausgeben wollen.

Den Okeler Berg hoch und schon geht es weiter durch die vielen Alleen im Süden; wir sind flott unterwegs und das Gefühl des Sommers ist einfach herrlich.

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Eine Allee im Süden.

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Noch eine Allee mit niedersächsisch tollem Asphalt.

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Noch eine Allee.

Die Sonne geht langsam unter und unsere Schatten werden auf das Gras geworfen.

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Von Thedinghausen aus fahren wir eine meiner Lieblingsstrecken nach Dibbersen und dann weiter in Richtung Weser nach Horstedt. Laut Wegweiser gibt es dort ein Fährhaus und vielleicht die Möglichkeit über die Weser zu setzen. Zwei Teenies, (verspiegelte Rayban Aviator Sonnenbrillen, Vespas) kommenuns entgegen und wir fragen sie, aber die wissen von nichts. Wir fahren nach Horstedt rein, aber es gibt nur einen Campingplatz an der Weser und keine Fähre. Wir haben nun Gefallen am Abenteuer gefunden und fahren nicht zurück zur Hauptstrasse sondern versuchen unseren Weg nach Norden und nach Hause entlang der Weser zu finden.

Es gibt eine tolle Piste, fast wie eine Landebahn für einen Airbus A380 und wir fahren die so schnell wie wir können lang. Der Gegenwind ist mörderisch, so dass ich nachher etwas erstaunt bin, als ich die Landebahn als Strava Segment markiere. Nur 27 km/hr – es kam mir so viel schneller vor! Aber das muss man erst einmal schaffen – also nehmt die Herausforderung an und zeigt was ihr drauf habt.

Nach 70 km kommen wir zufrieden zurück nach Bremen. Der Sommer könnte endlos so weitergehen.

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Warten auf Bumsfidel. RTF Barrien.

„In Bremen an der Weser, Fleischergasse 8
da wohnt der Metzger Bumsfidel, der aus Kindern Hackfleisch macht
den Eltern gibt er’s wieder, wenn auch als Frikassee
auf diese Art und Weise, tut scheiden nicht so weh“

Mit diesem Reim versuchten mich meine Eltern in Kindertagen davon zu überzeugen, meine Suppe auszulöffeln, wenn sie mal wieder nicht so gut schmeckte. Bumsfidel, das war der Horror meiner Kindertage: omnipräsent wie Tritop, grauenhaft wie BZN und geheimnisvoll wie Idi Amin. Ich wurde erwachsen, dachte nicht mehr an Bumsfidel, bis an jenen schicksalhaften Sonntag im Juni 2015:

Markus und ich hetzten morgen uns halb sieben zur Bank an der Wehrstrasse, wo sich die bremischen Radfahrer zur Anfahrt nach Barrien trafen. Wir wurden herzlich begrüßt mit einem lautstarken: „moin, rhabarber, rhabarber, rharbarber, grummel, grummel“ begrüsst und wollten schon losfahren…..

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Sonntag Morgens um halb Sieben an der Wehrstrasse: Where the fuck is Bumsfidel?

….. als jemand auffiel, das Bumsfidel noch fehlte. Bumsfidel –  ein leichter Schauer rieselte über meinen Rücken und die noch behaarten Teile meiner Beine richteten sich leicht auf gegen den Nieselregen auf. Ein gelber Schatten am Horizont: „Da kommt Bumsfidel endlich!“

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Nein, es war nicht Bumsfidel. Bumsfidel kam nicht und so setzten wir uns in Bewegung Richung Barrien.

Die Barrien RTF heisst offiziell, zumindest auf der Referenzseite aller RTFs in Norddeutschland, Helmuts Fahrradseiten: „Quer durchs Hachetal„. Ich finde die Bezeichnung „Tal“ etwas irritierend, denn sie impliziert das Vorhandensein von Bergen oder wenigstens Hügeln um das Tal herum. Die Hügel müssen sich aber bereits vor langer Zeit  gen Süden verpisst haben. Oder meinte jemand damit die Berge an Butterkuchen, die das eigentliche Highlight dieser RTF sind?  Erste Fehleinschätzung.

Die zweite war, dass wir recht zügig nach Barrien unterwegs waren. Ich dachte, das wird eine gemütliche RTF die ich im 30/33er Schnitt abrolle. Mein Image war etwa so:


Also, locker rum fahren, ab und an ein Baguette aus den extralangen Trikottaschen ziehen und abbeissen, ’ne Fluppe zwischendurch rauchen und dann volles abtanzen im Technoclub in Barrien, um die überschüssige Energie loszuwerden.

Aber alleine die Anfahrt dorthin ließ bereits den Verdacht aufkommen, das es schnell werden könnte. Also erst einmal eine rauchen, wenn das schon bei der Fahrt nicht möglich ist und sich vorher gut verpflegen. Es ist ja schon unglaublich, was die Dorfvereine um Bremen herum (Goldenstedt, Visbeck, Barrien etc.) für so eine RTF an Kuchen und Broten zur Verfügung stellen. Ich bin versucht mit Rad und Kinderanhänger anzureisen, den Damen am Buffetstand zuzurufen: „Ich kaufe alles, stellen Sie es mir bitte in den Anhänger und schicken Sie mir eine Rechnung.“ und dann auf dem Marktplatz in Bremen zu verkaufen – ich könnte reich werden.

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Alles in den Anhänger bitte, aber zapp zapp!

Aber ich bin zum radeln gekommen und nicht um Geld zu machen. Also nehme ich ein Leberwurstbrötchen, einen Kaffee und mache mir eine Mentholfluppe an. Eins von den RCB Mädels starrt mich mit diesem Blick an, den ich nur zu gut kenne. Es ist der Blick, den mein Vater hatte, als ich ihm nach dem Abitur sagte, dass ich nun eine landwirtschaftliche Lehre anfangen würde und den Lehrvertrag bereits unterschrieben hatte; es ist der Blick, den mir meine Frau zuwarf, als ich ihr nebenbei sagte, dass ich zu meinem Geburtstag alle meine ex-Freundinnen eingeladen habe. Ich glaube die Idee des Blickes kommt ganz gut rüber.

Aber wie gesagt, ich bin zum radeln gekommen und wir stellen uns am Start auf. Und nach einer motivierenden Rede durch den Verein geht es los. Und wie immer bei einer RTF fährt man dann gleich 45 km/h ohne das richtig zu merken. Das Feld zieht sich schnell auseinander und Markus und ich sind recht weit vorne in einer Gruppe mit vielleicht 20 Fahrer. Es ist kaum jemand dabei den wir kennen, aber die Gruppe macht gutes Tempo und wir hängen dran, als wenn es um unser Leben geht. Das heisst, ich tu das, Markus macht das sehr souverän. Irgendwie fehlt mir heute die Power, das liegt a) an der Zigarette b) an dem Basso Stahlrad, das heute den Vorzug vor der Carbonmöhre bekommen hat und c) an der Angst vor Bumsfidel. Vermutlich. Vielleicht reichen in meinem Alter fast 6.000 km Training auch nicht mehr aus, um eine RTF schnell zu fahren, ich weiß es nicht.

Bei der ersten Kontrolle nach noch nicht einmal 30 km fahren wir durch. Wir sind jetzt nur noch zu siebt und das Tempo ist immer noch hoch. Irgendwo an einem Hügel nach 41 km müssen wir abreissen lassen, vier sind vorne weg, und wir drei sortieren uns neu. Bis wir dann unvermeidlich von einer größeren Gruppe überholt werden, in der sich die meisten schnellen Jungs vom RCB befinden: Philipp, Sebastian, Stefan, Benjamin, Tobias.. habe ich jemanden vergessen? Nein, Bumsfidel ist nicht dabei. Mit der Truppe geht es dann auch schnell, aber vor allem wesentlich gleichmäßiger weiter.

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An der nächsten Kontrolle, nach etwa 60 km halten wir und fassen Butterkuchen, wie es sich gehört. Die korrekte Form der Nahrungsaufnahme bei dieser RTF ist der sogenannte „Barrienburger“: Zwei Stücke Butterkuchen, mit der Zuckerseite nach innen, so dass man sich nicht die Finger verklebt und mittendrin eine halbe Banane.

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Der klassische Barrienburger

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Die Freunden der Nahrungsaufnahme bei einer RTF, wenn man Strava eingeschaltet hat.

Es geht flott weiter, aber in dieser Gruppe macht es mehr Spaß zu fahren. Gleichmässiger, vielleicht etwas langsamer, aber es ist kein Problem mitzukommen und die Geschwindigkeit ist trotzdem hoch. Ruckzuck geht es durch das von hohen Bergen rechts und links umrahmte Hachetal.

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Durch das Hachetal: Links die Hachspitze und der Mont ‚ach, rechts hinter den Bäumen das Hacher Joch.

Die nächste Kontrolle ist nach ca. 103 km, ein etwas ungewöhnlicher Standort bei 115 km Streckenlänge, aber bitte. Es gibt keinen Grund für diesen Ort, da ist nur ein Haus und zwei nette Damen stehen da und verteilen Butterkuchen, den man nun nicht mehr wirklich will. Der Körper sehnt sich nach Bratwurst, Mettbrötchen und Gulaschsuppe – Hauptsache salzig. Die letzten zehn Kilometer sind dann höllisch gefährlich, da ist teilweise viel Sand und Schlamm auf der Strasse vom Regen am Vortag – da hätte aber noch mal ordentlich gekehrt werden können. Egal, das Ziel ist um die Ecke und wir haben es geschafft. Dort treffe ich Eddie Spezial und seinen Sohn Harry Spezial, der gerade seine erste RTF überhaupt gefahren ist. Überhaupt sind irrsinnig viele nette Menschen da die ich kenne und ich muss an meine erste RTF in Bremen überhaupt denken (RSC Gold), da kannte ich wirklich niemanden.  Ds ist schon gut wie sich das entwickelt hat und ich sollte mir das nicht zerstören, in dem ich jetzt fiese Dinge hier auf dem Blog schreibe. Dazu gibt es allerdings auch keinen Anlass. Die Stuhrer sind bereits da, Silke und Olaf, Klapp-Rabe, Cobra, Thorsten, etwas später treffen auch Caro, Tanja und Silke ein. Überall gibt es etwas zu erzählen und zu hören.

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Doch leider muss ich auch schnell wieder nach Hause, das Grauen in Form von „Chemiearbeit der Tochter am nächsten Montag“ steht vor der Tür.

Zuhause lade ich meine Daten auf Strava hoch (mit neuem Namen, um meiner Mitgliedschaft im RCOB Rechnung zu tragen) und definiere bei dieser Gelegenheit ein neues Segment über die gesamte Länge der RTF. Das Ergebnis ist recht interessant: Wie erwartet bin ich etwa genauso schnell wie Benjamin, mit dem ich zusammen gestartet und ins Ziel gekommen bin und immer noch ’ne halbe Stunde langsamer als die Schnellsten.

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Und ich bin 40 Minuten schneller als Sebastian, mit dem ich ebenfalls gleichzeitig gestartet und ins Ziel gekommen bin? Wie hat der das denn geschafft? Und wieso daddelt Thorsten mit 26 km/h wie auf einem Hollandrad rum und belegt den letzten Platz in der Stravaliste?

Clipboard01 Ich glaube, das ist die elektronische Frikassee-rache von Bumsfidel.

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Eingeordnet unter 2015, Blitzrad, Bremen, Caro, Mob, Olli, Silke, Touren

Sold: Viner Black Viper

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Mein Großvater väterlicherseits murmelte in seinen späten Jahren oft, unterstützt von seiner Familie, etwas von dem „goldenen Mittelweg“. Ich weiß nicht, wie ernst er das meinte, denn sein goldener Mittelweg führte ihn in den Jahren 1941 bis 1944 nach Russland. Mein Leben ist bislang definitiv nicht auf dem Mittelweg verlaufen; allerdings finde ich das Konzept der Mitte in der Balance zwischen Aussehen, Funktionalität und Kosten kein schlechtes. Ich baue gerne Räder, die gut aussehen, nicht so viel kosten, als dass man sie nicht mehr bewegen möchte und die sehr funktional für ihre Benutzer sind.

Wie ein Aufbau wird entscheidet sich in der Regel durch den Kauf eines Rahmens, denn man gibt nicht hunderte von Euros für einen Cinelli Rahmen aus, um dann eine Shimano 105er dranzubauen und umgekehrt montiert man keine Campagnolo Deltabremsen  an eine desolate Kneipengurke für Herbst und Winter. Mein Herz gehört daher, den vielen kleinen, italienischen Herstellern von Stahlrahmen, die oft sehr gut aussehen aufgrund von Lackierung, Chrom und Details, eine gute Qualität bieten und kostengünstig zu haben sind. Zu diesen Herstellern gehört VINER.

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Vielleicht hatte Viviano Nerozzi nicht an die Globalisierung gedacht, als er 1947 anfing in Pistoia bei Florenz Rahmen und Räder zu bauen und seiner Marke den namen „ViNer“ zu geben, zusammengesetzt aus den ersten Buchstaben seines Vor- und Nachnamens. Vielen Menschen geht es vermutlich ähnlich wie mir,  wenn man den Namen zum ersten Mal hört, dann denkt man nicht an Italien, sondern an den Commonwealth, die Aussprache im Gehirn formt sich zu „Weiner“, man denkt an einen Weich- und Schwächling und schlussfolgert: „Nicht gut. warum nur, warum.“ Tatsächlich sind die Räder von Viner auf Augenhöhe mit den Daccordis, Bassos, Olmos oder Chessinis dieser Welt. Das Familienunternehmen beginnt in den Fünfzigern Rennräder zu fertigen, und steigt als Sponsor in den Profisport ein; das bekannteste Team wird Mapei (1993) , das man eigentlich mit Colnago und sehr bunten Jerseys in Verbindung bringt, seinen Ursprung aber im Eldor-Viner Team hat.

1994 stirbt Nerozzi, seine Familie betreibt das Geschäft weiter. Etwas mehr zur Geschichte kann man auf Classic Rendezvous, Vineristi und den Gebrüdern Fratelli lesen. 2013 macht Viner den Laden erst einmal dicht. Wie schade, denn bis zuletzt wurde nach eigener Aussage ausschließlich in Italien gefertigt. Oder doch nicht? Ein 2014er Katalog (Gamma-Viner) ist wieder zu finden, aber handelt es sich hier um eine genuine Fortführung, oder hat jemand die Marke gekauft und lässt in Fernost fertigen? Alles Spekulation.

Die neuen Viner Rahmen sehen nicht schlecht aus – aber zu verwechselbar mit allem anderen was heute auf dem Markt ist.

Durch Zufall, nein eigentlich nicht, durch stundenlanges surfen kam ich in den Besitz eines gelben Viner Rahmens von 1995 (Bilder von dem Rahmen hier), ein veritables Projekt, das gleich in meine Schublade passt. Ich bekomme den Rahmen sehr günstig, da die Sattelstütze nicht raus will (im Wiegetritt hat sie es sich anders überlegt) udn er einige kosmetische Macken hat. Zudem ist die Gabel auch nicht die originale und ein Teil der Decals scheint zu fehlen – und zwar der, der den Typ bestimmt.

Hier einmal ein ähnlicher Rahmen von Sulka.

Viner Pro Team Genius 1992

Der Rahmen ist an sich vorne noch top, aber in der Mitte sammelt sich der Rost. Zum Glück bekomme ich das Tretlager raus. Auf der Basis dieses Rahmens, der so sehr typisch für die Neunziger ist,

  • Rahmengröße 56 (Mitte-Mitte)
  • Goldgelbe Uni Lackierung mit dunkelblauen Schriftzügen
  • Columbus Thron Geröhr für 27,2 mm Sattelstütze
  • 1 Zoll Gewinde, Vorderradgabel sieht verdammt nach einer Giant Cadex Alugabel aus
  • Bremszugführung durch das Oberrohr
  • Schaltzugführung unter dem Tretlager
  • ITA Tretlager
  • Schalthebelsockel am Unterrohr
  • Anlötumwerfer
  • Halbschräge, kurze Ausfallenden mit integriertem Schaltauge
  • Muffen, aber keine die man ausmalen kann, keine Pantos
  • Eine schöne, ungewöhnlich(e) (schöne)  Sattelklemmung
  • Zwei Aufnahmen für Flaschenhalter

Da der Rahmen für mich zu klein ist und  das fertig aufgebaute Rad verkaufen muss, ist die Grundidee ein funktionales, modernes Rennrad zu bauen – aber auf der Basis eines schicken älteren Stahlrahmens und das Ganze für etwa €500. Also etwa:

  • Stahlrahmen, aber trotzdem leichte Komponenten
  • 2 x 10 Gänge aber doch Schalthebel am Unterrohr
  • Keine Rücksicht auf Epochen- oder Gruppenreinheit
  • Und möglichst viel verbauen, was gerade im Keller liegt (ein wie immer illussorisches Verfangen)

Farblich hat der Rahmen bereits so viel Ausstrahlungskraft, das nur eine Grundfarbe und die darf nicht bunt sein, dazu kommt. Ich finde hauptsächlich schwarz oben und silber/chrom unten einen Versuch wert.

Im Keller habe ich noch einen schwarzen Vorbau und einen Ergolenker – das ist schone einmal modern und funktional. Schwarze Tektro RL340 Bremshebel, die haben eine große Auflagenfläche für die Hand und einen Release-Mechanismus für die Bremsen am Hebel. Das Tektrolabel wird wegradiert. Das passt auch gut mit den Campa „Super-Veloce“ Bremsen: Für diejenigen die das nicht verstehen: Das sind normale, schwarze Veloce Bremsen, bei denen das Velocelabel wegradiert wurde. Dazu eine in Deutschland seltene Dixna Stütze aus Japan mit 300 mm so dass viel Platz für Größenvariation ist. Die Stütze ist fast so teuer wie der Rahmen, hat eine sehr praktische Einschraubenfixierung, mit der man den Sattel schnell ausrichten kann – die Erstmontage  ist aber leider etwas mühsam. Dazu ein neuer Sattel, bei dem ich erst einmal alle Logos mit schwarzem Permanentmarker eingefärbt habe, damit man die nicht so sieht. Jetzt noch schwarze Bremszughüllen dran und ein schwarzes, gelochtes Lenkerband von Rose, das ich einmal probeweise gekauft habe. Das lässt sich deutlich besser wickeln, als das Fizik Microtex das auch bei sorgfältigster und aufwändigster Behandlung immer wieder Falten wirft -fast so gut wie das BBB Speed Ribbon, das ich sonst gerne verwende. Fertig – oben ist nun alles schwarz, bis auf den Stronglight Steuersatz der mit dem Rahmen kam, denn der läuft noch gut.

Nun geht es in die untere Etage. Dafür habe ich bereits eine Ergomo Karbonkurbel. Die läuft mir zum ersten Mal über den Weg, Scheint neu 2007 auf den Markt gekommen zu sein, auch irgendwie mit Leistungsmessung kombinierbar, wird aber 2015 wohl nicht mehr vertrieben. Die Logos sehen wahnsinnig hässlich aus und würden sich besser für eine Tablettenschachtel eignen. Also muss mal wieder der Radierer ran, der schon so viel von diesem Rad für einen guten Zweck (Aussehen und Leichtigkeit) wegradiert hat. Dann braucht die Kurbel auch noch ein Octalink (ISIS) Tretlager mit ITA Gewinde – die sind heute etwas selten und teuer. Ich finde ich eigentlich ganz gut, die Montage ist einfach, besser als bei Vierkantaufnahme, aber der Standard hat sich nicht durchgesetzt. Sonst hätte ich auch schon einmal öfter eine Shimano FC 6500 Kurbel verwendet, die mir von Design her sehr gut gefällt.

Da fehlt nur noch der Beipackzettel, dann hat man das perfekte Produkt aus der Pharmaindustrie.

Ich dachte für die Schaltung an ein Shimano 600er Trikolore Schaltwerk, einen Suntour Cyclone Umwerfer udn Dua Ace Schalthebel aus dem Keller. Dazu brandneue Shimano Laufräder WH-R500, kein hochklassiges Material aber dafür sehr stabil, gepaart mit einer zehnfach Kassette. Das würde dann einen sehr guten Antrieb sicherstellen. Blaue Reifen passen nicht ganz, müssen aber weg aus dem Keller.

Beim Aufbau kommt es jetzt zu den ersten Problemen; es ist einfach unvermeidlich, denn irgendetwas passt immer nicht: Das Shimano Schaltwerk hat zu wenig Kapazität und Auslenkung für 10 Gänge – maximal neun können gegriffen werden bei 52/42 vorne und 11-25 hinten. Die Zehnfachkette läuft auch rauh über die Schaltröllchen des Umwerfers, der für 7/8-fach und 3/32er Ketten ausgelegt ist. ich könnte 10-fach Röllchen reinbauen, entscheide mich aber dann doch für ein altes 10-fach Ultegra Schaltwerk, dass ich zufällig im Keller finde. Und dann ist der Suntour (2 x 8-fach) Umwerfer zu breit um zwischen Kettenblatt und Kurbelarm zu passen, wenn die Kette auf dem äußeren Blatt liegt. Da muss also leider auch ein 10-fach Umwerfer dran, und ich besorge mir einen Campa Centaur dafür.

Läuft es jetzt? Nein! Bei der ersten Probefahrt ist die Zugspannung am Schaltwerk so groß, dass die Rahmenschalthebel in ihre Ausgangsstellung zurückgezogen werden. An dem rechten Dura Ace Hebel scheinen noch so einige Teile zu fehlen, so dass ich diese wieder abbauen muss. Das ist noch nicht erledigt, aber da kommen noch andere dran.

Das Ergebnis:

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Fährt sich ausgesprochen gut und schnell: Das Rad tritt gut an und liegt stabil in den Kurven, das Gewicht liegt auch deutlich unter 10 kg. Dsa ist viel im Vergleich zu einem Karbonrad aber für ein Stahlrad ohne Fokus auf Leichtbau OK. Toll ist, dass alle möglichen Laufräder darauf passen: Campa 9 oder 10 fach genau wie Shimano. Mit ein bißchen Aufwand ist auch 7 oder 8 fach möglich (Kette, Schwaltwerk wechseln), aber dann wiederum warum sollte man das tun? Sowohl die 10-fach Campagnolo Proton und Zonda Laufräder, als auch die Campa Omega Felgen sehen super damit aus. Und meine blauen DRC Räder passen auch, ebenso wie die Toppolino Carbonteile und die Spinergy Rev. X, alles mit Shimano Rotor. Es ist eine grenzenlose Freiheit, die nicht begrenzt wird durch die verschiedenen Schaltindexierungstandards.

Es ist eine echtes, modernes Rennrad, das auch Komfort bietet durch die Bremshebel und den Ergolenker. daneben macht sich die gelbe Farbe schick, so etwas ist eben selten und heute gerade nicht in Mode – dadurch wird die Individualität unterstrichen.

Anbei noch ein paar Photos der Details:

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Dixna Stütze mit Einschraubenklemmung. Sattel für den Erstgebrauch.

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Stronglight Steuersatz. Der Silberne Fleck oben. Hier kann man auch gut das dunkle Blau des VINER Schriftzuges sehen.

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Ergolenker mit Tektro Bremshebel. Das ist nicht Epochengerechnet aber praktisch und komfortabel.

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Shimano Dura Ace Schalthebel und Campagnolo Super Veloce Bremsen friedlich beieinander.

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Sattelklemmung und Muffen mit Columbus Thron Geröhr

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Cockpit, Rose Lenkerband könnte auch Fizik sein.

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Reparto Corse : (etwa) Abteilung Strassenrennsport

Insgesamt ein sehr schöner Aufbau und ich würde mich freuen, wenn ich jemand damit glücklich machen könnte. Ich dachte an €490 Verhandlungsbasis ohne Versand.

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RTF Blaustedt. Nein Goldenstedt, war nur Spaß.

Es hat schon etwas, am Sonntag Morgen um halb Acht im Auto auf der A1 Richtung Süden zu fahren. Auch wenn das Auto nur ein Ford Mondeo ist und Süden Goldenstedt bedeutet.

Die Strassen sind leer und es macht Spaß zu fahren, wären die Strassen doch immer etwas leerer, dann müsste man nicht auf das Rad umsteigen um Spaß zu haben. Das Navi führt mich das letzte Stück über asphaltierte Feldwege, die auch gut für eine RTF geeignet wären bis in das Zentrum von Goldenstedt. Die Stadt existiert bereits seit fast 1000 Jahren, in den letzten 937 scheint eher wenig passiert zu sein; zumindest haben die Einwohner Geld angehäuft, wie so häufig in den niedersächsischen Dörfern südlich von Bremen. Davon wurde ein schickes Rathaus gebaut, davor der Platz der deutschen Einheit (auch „Blue Men Platz“ genannt), dahinter die Marienschule, wo der lokale Radklub RSV 890 Goldenstedt seine RTF startet.

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„Schau mal, ein cooler Kanaldeckel!“ „Wo denn? Wo denn?“

Das Wetter ist perfekt und es sind große Gruppen von Fahrern aus den anliegenden Dörfern vertreten: die Goldenstedter selber natürlich, die gelben Visbecker, die Wildeshausener, die Großknetener und  die Bruchhausen-Vilsner. Letztere haben das interessanteste Trikotdesign, eine Mischung aus Astana blau, Garmin Burlington Muster, aber vielleicht ist es auch ein sehr großes, gelbes Treibnetzt in dem sich ein Hai verfangen hat. Der Hai hat bereits ein Loch in das Netz gebissen und droht zu entwischen, der Träger des Jerseys hingegen hat keine Wahl, er muss es tragen. Man denke nicht oft an Haie, wenn man an Bruchhausen-Vilsen denkt; eine Vilsaflasche im Treibnetz hingegen kann man sich gut vorstellen.

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Nicht von der Blue Men Group Goldenstedt, sondern von den Bruchhausen-Vilsener Haien.

Am Start treffe ich eine Menge bekannter Gesichter: Olli mal wieder seit Ewigkeiten, der zusammen mit den Sturen auf dem Rad gekommen ist, Silvia, Torsten, später auch Thorsten, Sebastian und Anne; Bert aus Visbeck und sein bärtiger Gandalf-Freund sehe ich auch zum x-ten Mal auf einer RTF. Es gibt nicht viel Zeit zum reden, denn pünktlich um 9 Uhr wird gestartet – ich stehe sowieso recht weit hinten, sozusagen im virtuellen Startblock G.

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Sonntag Morgen, 9:00 Uhr im Startblock G beim Goldenstedt Velothon

Da ich am Vortag über 130 km geradelt bin, entscheide ich mich eher für den gemütlichen Ansatz und versuche nicht nach vorne zu fahren. Aber nach etwa fünf Kilometern, als ich merke, dass vorne eine schnellere Truppe fährt und sich eine Lücke auftut, mache ich mich mit Thorsten daran auf diese Gruppe zu springen. Die wird dann auch sehr groß und fährt so im 35er Bereich weiter. Aber so richtig Spaß macht es nicht, zwar wird nicht verlangt vorne viel Führungsarbeit zumachen, aber die Gruppe ist sehr nervös, viel gebremse, hohe Konzentration und auch als ich weiter nach vorne fahre, wo sich der Effekt der unruhigen Fahrweise noch nicht nach hinten potenziert hat wird es nicht wesentlich besser. Und so bin ich froh als nach ca. 24 km die erste Kontrolle kommt und fahre gleich weiter durch ohne anzuhalten.

Die Gruppe ist nun deutlich kleiner, vielleicht 20 Fahrer sind noch dabei und es wird etwas weniger hektisch. Die Route der RTF ist sehr gut ausgewählt, viele kleine Straßen, wenig Verkehr und hier und da ein paar nette Steigungen die man fast alle durchtreten kann. Es geht nach wie vor flott voran, aber ich habe nicht das Gefühl, als wenn ich um mein Leben kämpfen müsste. Oder, das allerschlimmste, hinten rausfallen würde.

An der zweiten Kontrolle nach ca 54 km fühle ich mich immer noch, nehme ein Stück Butterkuchen im Vorbeifahren auf und radele weiter ohne anzuhalten. Nach einigen Metern sind wir zu viert, ein Garmin Mädel, ein Typ im schwarzen Jersey, ein verrückter, stiller und älterer  Ranndoneur aus Osnabrück den ich auch schon öfters gesehen habe und ich. Ich mache vorne viel Tempo und wir kommen schnell an die Abzweigung 80er Runde links, 120 und 150er rechts. Ich frage wer rechts fährt und höre nur Entschuldigungen wie „Äh, ich muss noch zurück nach Bremen…“, also heisst es Tschüss sagen. Der Osnabrücker sagte gar nichts, er war halt ein Stiller und wir fahren beide rechts, aber nach einigen Metern fällt er hinten raus. Alleine also, denke ich.

Da kommt ein schnellerer Zug von hinten, angeführt von einigen radioaktiven Delmenhorstern, ein paar lohnenden Vechtanern und zwei schnellen Jungs aus Cuxhaven. Die fahren mit fast 40 an mir vorbei und in dritter Position kann ich das nicht lange mithalten und lasse mich zurückfallen – das gesamte Feld allerdings auch. Uns so bleiben wir zusammen bis zur dritten Kontrolle bei ca. 88 km. Die Cuxhavener wollen durchfahren, ich auch, und so sind wir dann wieder nur noch zu fünft. Bei der 120er links, 150er rechts Abzweigung springen  wieder zwei Fahrer ab und nun sind wir nur noch zu dritt. DAS Tempo ist aber gut und auch nicht zu schnell; wir quatschen ein wenig über Transalp, die Jugend  usw. und schwupps sind wir an der vierten und letzten Kontrolle wo wir zum ersten Mal vom Rad steigen. Nur noch 30 km ins Ziel, wir sind sehr entspannt. Vor uns fährt ein Blauer (aber nicht von den Blue Men) und zu dritt setzen wir unseren Ehrgeiz daran ihn einzuholen – denke ich.

Kaum haben wir ihn, geht es aber im gleichen Tempo weiter. Das Tempo wird eigentlich nur unterbrochen, wenn wir mal eine Abzweigung verpassen und zurück fahren müssen (dummerweise passiert das zwei Mal als ich vorne das Tempo machte). Es wird richtig, richtig schnell und richtig, richtig anstrengend. „Wie gemein“, denke ich, „erst fahren wir ein haltbares Tempo und quatschen, bis ich total eingelullt bin, und dann holen die den Hammer raus!“. Es ist schwer zu sagen, wie weit es noch bis zum Ziel ist. Diese RTF geht ja irgendwie kreuz und quer durch die Lande, ständig sieht man Wegweiser „Goldenstedt nur noch 12 km!“ und ist versucht diesen zu folgen. Und plötzlich erreichen wir dann auch schneller als geglaubt die City Limits von Goldenstedt und dann auch schon das TRATS. Das ist niedersächsisch für „Ziel“, oder das Gegenteil von „Start“.

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Endlich, das Trats!

Silvia, Olli und Torsten haben gerade das erste Steck gegessen nachdem sie von der 120er Runde zurück sind, wenig später trudeln auch Thorsten und Sebastian ein. Gesamtzeit 4:37 hr sind ja auch ganz gut für eine fast 150er Runde.  Es gibt Kirschkuchen, Cola und später auch gegrilltes für mich. Torsten erzählt von einem Unfall in seiner Gruppe mit viel Geschreie und dem Brechen von Knochen. Auf den Stehtischen sind Erinnerungsplaketten an die schöne Zeit mit Schulleiterin Irmgard Möller fixiert (2004 bis 2008) und in der Schule hängt die Galerie der deutschen Bundespräsidenten an der Wand.

Kurzum, es ist ein typischer Sonntag in Niedersachsen und wir sitzen auf Klappbänken an Klapptischen im Trats Bereich.

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Und dann ist es auch wieder Zeit nach Hause zu fahren, die A1 ist nun schon deutlich voller. Eine sehr schöne RTF, genau das richtige für einen Sonntag im Süden (von Bremen). Danke an alle Bremer und die umliegenden Dörfchen.

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RTF Goldenstedt. Preview.

Nach etwa 150 km erreichte ich den TRATS der RTF an der Marienschule in Goldenstedt. Torsten, Silvia und ich standen an um einen relativ hässlichen Rundstehtisch aus Plastik, auf den ich meine Cola gestellt hatte und mein Blick fiel auf eine Plakette, die in der Mitte des Tisches angebracht war: „Zur Erinnerung an eine schöne Zeit: Irmgard Möller, Schulleiterin 2004 bis 2008.“ So eine Plakette hätte ich später auch gerne einmal an meiner Hochschule, vielleicht angebracht an einen Schwamm oder einen Overhead Projektor.

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Am Start, im Startblock G ganz hinten mit Anne, Thorsten und Sebastian.

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Impressionen aus Goldenstedt: Platz der deutschen Einheit, es spielen dort gerade die Blue Men auf. Im Hintergrund das Rathaus.

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Im Ziel (TRATS) an der Marienschule.

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Endlich im TRATS! Mit Sebastian, Silvia, Tosten und Thorsten.

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Viner Black Viper: Preview

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Gierige Räder Juni 2015

French Built22 Triathlon Bike

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via bicycle design

Cervelo R2

2015 Cervelo R2 road bike in grey and orange, side view

Vielleicht nicht das gierigste Rad überhaupt, aber grau/orange als Farbenkombo finde ich sehr gut und Cervelo sehr nostalgisch: Beyond the Peloton.

PANSONIC Carbon

via Kinki Cycles

Nagasawa Keirin Track Bike

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via fixed gear girl taiwan

Canyon Hour Record Bike Alex Dowsett

via velonews

Scotty’s Eddy Merckx SLX Pista

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G I F

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