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Summer fun is almost gone.

In der letzten Woche kam endlich der Sommer nach Bremen, nachdem die Wochen davor in erster Linie die Argumentation der Klimawandelverweigerer stützte.

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Ich fuhr am Samstag fast 100 km Richtung Süden, aber ich hatte Beine wie Pudding: Cyclassics, OBKM, Stabi Training- in dieser Woche hatte ich mich überanstrengt und wie mein Großvater sagte: „Kleine Sünden straft der liebe Gott sofort“.

Das tolle am Bremer Sommer ist, dass man sich auf das Rad setzt, einfach 75 km fährt mit einem Schnitt von etwa 30 und damit nach weniger als 3 Stunden  bereits ordentlich Strecke gemacht hat. In Tokyo war das anders: Mit dem Zug raus, in den Bergen fährt man auch nicht schneller als einen Schnitt von 20 – 25 und so lohnt sich das ganze nur, wenn man den ganzen Tag unterwegs ist und 150er Touren fährt. Und damit ist der Tag dann auch komplett gelaufen, während ich hier um 14 Uhr wieder zuhause bin.

Heute ging es wieder in den Süden. Immer noch mit Puddingbeinen und immer noch im Sommer.

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Immer noch Pudding

Ich fuhr mal wieder da, wo ich am liebsten fahre: Auf der Strasse nach Dibbersen.

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Die alten Bäume spenden Schatten in der Sommerhitze, der Asphalt ist glatt und neu und kaum ein Auto zu sehen. Fährt man dann um die Ecke, kommt das Wahrzeichen von Dibbersen zum Vorschein: Ein Pferd auf dem Turm.

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Da vergesse ich dann auch leicht, das prinzipiell hier etwas fehlt: Berge.

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Über die Uesener Weserbrücke ging es rein nach Achim und von dort aus mit viel Rückenwind nach Embsen und Oyten. Auch ohne viel Anstrengung blieb der Schnitt hier über 40.

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Spaßeshalber versucht ich mich am Pestalozzihügel , aber da ging gar nichts. Zurück über den Hodenberger Deich überholte ich zwei Rennradfahrer, strengte mich an und kam schnell nach Borgfeld. Dort war gerade der Umzug der Schützengilde Borgfeld. Es sah nicht so aus, als wenn jemand der Beteiligten da Spaß dran gehabt hätte; der kommt erst dann wenn der Alkohol am Feuerwehrhaus fließt.

Zuhause angekommen, hatte ich gerade noch Zeit zu duschen bevor pünktlich am 16:32 Uhr das Ende des Bremer Sommers mit einem kräftigen Regenschauer eingeleitet wurde.

Danke Bremen für diese phantastische Sommerwoche.

Strava

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Elb-Bremen Cyclassics 2016

Hamburg, das etwas größere Bremen an der Elbe, oder auch kurz das Elb-Bremen, wie es von seinen höflichen, toleranten, weltoffenen und verständnisvollen Bewohnern genannt wird, ist seit 1996 Schauplatz eines Radrennens, den Cyclassics. Dieses sollte dieses Jahr zum letzten Mal ausgetragen werden – Zeit also dabei zu sein.

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Ich bin leider nur sehr selten in Hamburg, da es ja leider so ist, dass diese Stadt absolut nichts hat, was Bremen nicht schon hätte. Hafen? Hat Bremen auch. Speicherstadt? Hat Bremen auch in Form der Überseestadt. Mittelmäßiger Fußballverein? Schlechtes Wetter?Schiefgegangene Bauprojekte a la Elbphilharmonie oder Spacepark? Reeperbahn? – Helenenstraße. St. Pauli? – das Viertel. Cyclassics? Bremen Challenge! Na gut, also irgendwie doch 1:0 für Hamburg.

Mitte dieses Jahres hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass der Rückzug von Vattenfall als Sponsor der Cyclassics das Ende der Veranstaltung, zumindest in Hamburg bedeuten würde. Zwar beteuerte der Veanstalter, dass es zwei ernsthafte Angebote anderer Städte für die Fortführung geben würde, aber wir wissen ja ziemlich genau, welche Städte heute so verzweifelt sind dies zu tun: Pjöngyang, Dubai oder Damaskus. Also meldete ich mich für die 100 km Strecke an, um wenigstens einmal in Hamburg dabei gewesen zu sein. Als dann bekannt wurde, dass ein neuer Sponsor EuroEyes, gefunden wurde und das Rennen in Hamburg bleibt, dachte ich erst einmal ich seh‘ nicht richtig. Und dann entschied ich mich doch teilzunehmen und nicht zu warten bis EuroEyes auch kein Interesse mehr hat.

Und so fand ich mich am Sonntag Morgen zusammen mit Silke um 6:30 Uhr im Zug nach Hamburg. Wenige Minute vorher war eine Sushiparty bei uns zu Hause zu Ende gegangen, die mein Sohn initiiert hatte. Er hatte in den letzten Monaten mitbekommen, dass „Willst Du noch ein Bier bei mir trinken?“ eine deutlich niedrigere Erfolgsquote bei Frauen seines Alters hat als „Kommst Du auch zu meiner Sushiparty?“ Und so haben wir in der letzten Zeit eine Sushiparty nach der anderen, was sehr lustig ist, wenn man meinen Sohn kennt: Der will nämlich nie mit uns Sushi essen gehen, weil er das nicht mag bis auf eine einzige Sorte (Ikura). Und an der Zubereitung von Essen zeigte er ebenfalls noch kein Interesse; also auch wenn er halber Japanern ist heißt das noch lange nicht, dass er Sushis zaubern kann.

Ich dachte, wenn jetzt Mädels zu uns nach Hause kommen, dann sorgen die auch dafür, dass nach der Party aufgeräumt wird, aber das war eine komplette Fehleinschätzung. Ich durfte mir erst einmal durch Reis-, Avakoda- und Lachsreste eine Schneise auf dem Frühstückstisch schlagen zwischen Pfützen aus Soyasosse und Schleifspuren aus Wasabi.

Der ganze Zug hingegen war im Bereich des Radwagens voll mit Bremern die nach Hamburg fuhren. Um diese Uhrzeit trifft man im Zug normalerweise ja nur Menschen die aus der Discomeile Bremens nach Hause auf das Dorf fahren wollen und dabei verzweifelt versuchen beim Kotzen den kleinen Tischabfalleimer zu treffen. Da war heute komplett anders.

In Hamburg angekommen sagten wir schnell „Tschüß“, denn Silke war mit ihren Rennhasen in Block E verabredet, während es mich als Erstteilnehmer in Block I verschlagen hatte. Dort traf ich Fabian, der mit dem Motorboot über die Kanäle Mitteldeutschlands nach Hamburg geschippert war. Das war sehr praktisch, denn er hatte sein Motorboot im Parkhaus am Hauptbahnhof geparkt und musste dann nur wenige Schritte zum Start laufen. Ich hatte Fabian seit dem Velothon in Berlin nicht mehr gesehen und wir hatten uns einiges zu erzählen, zumal wir im September zusammen mit Steini auch endlich Berlin entlang des Mauerweges umrunden wollen.

Dann ging es plötzlich los. Das ist ja immer so. Man steht im Startblock, quatscht, ist komplett kalt und plötzlich sieht man, wie die Massen vor einem in Schwung kommen. Und in Hamburg war schon eine sehr große Masse vor einem, vor allem aus Perspektive I.

Von Alain, einem Franzosen, den ich in Tokyo kannte, habe ich gelernt, wie man sich gut durch ein dichtes Feld von Fahrern zu Beginn eines Rennens nach vorne durcharbeiten kann. Alain konnte das extrem gut und ich kann es ein wenig; während wir also im Schritttempo durch die neutrale Zone auf den Start zuradelte hattet ich bereits ein Drittel des Startblockes hinter mich gelassen. Und auch danach ging es nicht gerade schnell weiter. Bislang war ich es von Rennen gewohnt, dass die ersten 10 Kilometer, unabhängig von der Länge des Rennens, mit 50 Km/h plus durchgeballert werden bis man nur noch nach Luft japst und keine Kraft mehr hat. Die restliche Distanz bis zum Ziel wird dann in RTF Manier in einer Gruppe abgewickelt. Hier war es aber nicht so, es ging relativ gemütlich raus aus Hamburg und ich sprang vorwärts von einer Gruppe zur anderen.

Dann kam ein sehr schneller Fahrer vorbei, ich erinnere mich nur noch daran, dass auf seiner Hose „Veganes Radfahren“ stand, was auch immer das bedeuten soll. Ich verstehe ja, dass man vegan essen kann, aber Radfahren? Klingt ähnlich wie rauchen „ohne Atomkraft“; oder  „bumsen für den Frieden“. Der zog mich an weiteren Gruppen vorbei, war aber letztendlich zu schnell für mich. Dann kamen drei blaue Dänen von hinten, an die ich mich wieder ransaugen konnte und mit denen nahm ich die Köhlbrandbrücke in Angriff.

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Die kommt leider bereits nach 10 km und ich war noch nicht richtig warm – das tat also richtig weh und am Ende krabbelte ich da mit weniger als 25 km/h hoch. Aber es ging.

Dann kamen die Berge. OK, also was Hamburg so an Bergen zu bieten hat, was sich auch nicht wesentlich von dem unterscheidet, was Bremen an Bergen zu bieten hat. Allerdings braucht man in Bremen für jede Steigung erstens eine Autobahn und zweitens eine Brücke darüber. In grenzenloser Überschätzung meiner Fähigkeiten nach dem Dolomitentraining und da ich irgendwo gelesen hatte, dass die Bergwertung nur 1,7 km lang ist, ging ich den ersten Berg sehr forsch an und setzte mich von meiner Gruppe ab. Drei Minuten, so dachte ich, halte ich das locker durch. Aber ich war erstens nicht so gut und zweitens war die Strecke deutlich länger als ich dachte, am Ende etwa 6 1/2 Minuten und so wurde ich von dem gesamten Feld wieder eingeholt als ich jämmerlich langsam die letzten Meter zusammenkratzte.

Aber jetzt hatte sich, mehr als 30 km im Rennen, endlich einmal eine vernünftige Truppe gefunden, die in etwa bis zum Schluss zusammenbleiben sollte. Dabei waren unter anderem:

+ Dänen, die nicht lügen und schnell fahren können
+ Zwei weitere Dänen vom Team „Heino“ [das ist dänisch und heißt „Heino“ auf deutsch, vermutlich]
+ Ein Fahrer mit einem türkisen Trikot, das aussah als wenn es eine schlecht gemachte „Biancchi“ Kopie aus Nordkorea gewesen wäre und der von einer Parfümerie aus Wedel gesponsort wurde. Auf seiner Hose stand hinten drauf „Ein Duft sagt mehr als 1000 Worte
+ Ein Riese mit DEMAG Trikot und einem Cervelo.
+ Eine blonde Frau im weißen Trikot „Changing Diabetes“

Jetzt ging es richtig schnell vorwärts und wir rollten das Feld von hinten auf. Bereits auf dem Weg nach draußen kämpfen wir uns durch das H und G Feld durch. Wir überholten größere Gruppen von denen und dabei musste man immer aufpassen, das man an der schnellen Truppe blieb und nicht aus versehen dort hängenblieb weil man aus Versehen am falschen Hinterrad kleben bleibt. Weil die Straßen teilweise recht eng und kurvig waren, wurde das Tempo beim Überholen etwas langsamer, so dass alle in der Gruppe Anschluss finden konnte. Irgendwo holte die Gruppe auch Christian ein, der ebenfalls aus I gestartet war.

Es ging relativ schnell nach Hamburg wieder rein, jetzt mit Rückenwind. Ich konnte mich weiterhin gut an dem Duft mit 1000 Worten orientieren, bis der dann nach einer Kurve und schneller Beschleunigung heraus fiel. Die Gruppe wurde zum Ende etwas kleiner.

Im Hafen war eine Straße zur Hälfte für den Verkehr frei, zur anderen Hälfte für das Radrennen mit Hütchen gesperrt. Diese konnte man aber fast nicht sehen und beinahe wäre ich gegen das erste gefahren. Silke sah später an der gleichen Stelle einen ziemlich schlimmen Sturz, der sie ebenfalls fast ausgeknockt hätte.

Und dann waren wir auch schon nahe des Ziels. Es gab ein paar aufblasbare Tore, aber wie viel Kilometer die bis zum Ziel anzeigen sollten war mir nicht klar. Ich fuhr zu früh an, am Ende ging mir ein wenig die Kraft aus, aber es reichte dann um mit Christian gemeinsam über die Ziellinie zu fahren. Ergebnis: Etwa 2:35 hr Fahrzeit, Top 600 in der 100 km Distanz, fast Top 100 in meiner Altersklasse (Betreute Senioren 3), fast 39er Schnitt. Kam mir etwas schneller vor, aber in den „Hamburger Bergen“ fährt man doch halt längere Strecken im 30er Bereich.

Strava

Mein Vergleich für Hamburg sind die beiden großen anderen deutschen Jedermannrennen, die ich gefahren bin: Berlin und Münster. Im Vergleich dazu sind wesentlich mehr Fahrer auf der Strecke, es gibt nicht diese langen Stücke komplett ohne Fahrer zum Ende des Rennens. Die Strecke ist auch wesentlich kurviger und hat mehr gefährliche Stellen wie Schienen, Verkehrsinseln oder scharfe Kurven, man muss die ganze Zeit sehr konzentriert fahren. Andererseits hatte ich erwartet nach den Berichten bislang, dass mehr gefährliche Fahrer auf der Strecke sind; aber bis auf einen Flachlenkerwichser, der es lustig fand bei den Hütchen der Straßenabtrennung Slalom zu fahren, war das Niveau gut.

Nach dem Rennen trafen sich die Bremer auf dem Platz wo es Paulaner gab.

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Junge, gut aussehende Hamburgerinnen in hanseatischen Kostümen verteilten die Getränke an die Teilnehmer. OK, 2:0 für Hamburg, die Frauen haben den größeren Charmefaktor.

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Oder vielleicht doch 1:1, wenn man sie mit den RCB Rennhasen vergleicht.

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vl.n.r.: Linda Hase, Silvia Rabbit, Silke Usagi und mein Name ist Hase, ist weiß von nichts.

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Immer mehr Bremer kamen und wir verloren uns in Unterhaltungen. Ich sprach recht lange mit Kai, der bald den Ötztaler Marathon fahren wird; Fabian, Kathrin und die Kinder kamen, später auch Jan und Caro und Friedel, nein Klaus.

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Die Fahrt zurück nach Bremen dauerte dann zu lange in einem zu vollen Zug.

Fazit: Hamburg ist zwar verdammt weit weg von Bremen, aber durchaus ab und an einen Abstecher wert. Danke an alle für Organisation, Unterstützung und Freundschaft.

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A Japanese Version of Snippo.

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via No Future Tokyo

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Bremen City Triathlon: Lärmschutzzone Jericho. Teil II.

Der erste Teil des Berichtes über den City Triathlon endete an einem entscheidenden Wendepunkt des Rennens: Ich stand in der Wechselzone und quatschte mit Didi.

 

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Plötzlich sah ich etwas, das aussah wie der weiße Hai nur komplett in schwarz auf mich zukommen? „Wieso“, fragte ich mich, können Haie eigentlich auf dem Land laufen?“ Eine blöde Frage, denn Hollywood hat diese ja bereits ausreichend beantwortet. Kurzform: Es geht, die können ja auch fliegen. ES war aber gar kein schwarzer Hai mit blonden Haaren, es war Isabel, die Schwimmerin des Professorenteams, die mit als eine der ersten wieder aus dem Wasser war. Ich habe das gerade noch einmal bei den offiziellen Ergebnissen nachgeschaut, es war tatsächlich die drittschnellste Zeit aller Staffelschwimmer. Das brachte mich arg in die Bredouille, denn erstens war meine Läuferin nicht da, um den Transponder zu wechseln und zweitens durften wir ja auch aus moralischen Gründen nicht vor dem studentischem Team liegen.

Egal. Da die Wechselzone dieses Jahr wieder deutlich näher an der Radstrecke lag als beim Quatrathlon letztes Jahr (Schwimmen-Laufen-Radfahren-Laufen), war ich ohne Muskelkrämpfe auf dem Rad. Ich übersah die gelbe Linie für das Aufsteigen und stieg auf das Rad. Hinter mir gab es riesig Lärm und einen Moment dachte ich, dass ich disqualifziert worden wäre. Kurzes schlechtes Gefühl. Das wurde aber dann gleich besser, als ich das Team der zweitschnellsten Schwimmerin noch vor der ersten Kurve überholte. Da lagen wir dann auf dem ersten Platz der Mixed-Staffeln, aber das wusste ich nicht.

Es ging nun die Nordstraße hoch gegen den Wind. Das machte sehr wenig Spaß und noch weniger Tempo. Ich fuhr mit 40 km/h an, merkte aber, dass ich das Tempo nicht halten konnte, auch deswegen, weil ich noch überhaupt nicht warm war. Das tut sehr weh und kurz danach wurde ich dann von den Zeitmaschinen und Philipp überholt. Zu allem Überfluss fiel auch noch der Tacho aus, so dass ich gar keine Ahnung mehr hatte wie gut oder schlecht ich war – dementsprechend demotiviert kam ich am Wendepunkt an der Waterfront an.

Nun ging es mit dem Wind zurück auf der Nordstrasse. Das macht natürlich Spaß und sofort steigt die Motivation wieder das Ding anständig zu Ende zu fahren. Ein großer Haufen RCBler hatte sich an der Ecke Überseetor/Nordstrasse versammelt und feuerte uns an – da motivierte noch mehr. Und so ging ich recht guter Dinge in die zweite Runde. Ich wurde nun auf der Nordstrasse auch von dem TCB Radfahrer überholt und ganz am Ende noch von einem weiteren. Leider gab es auf der ganzen Strecke keinen „Hasen“ vor mir den ich jagen konnte. Ich war also sehr unsicher, was meine Zeit anging, als ich vom Rennen zurück in die Wechselzone kam und erst einmal vorsichtig kollabierte. Etwas, was die Jungs vom SG Stern gar nicht lustig fanden, denn während ich da noch auf dem Boden lag und nach Luft rang wurde ich angesprochen, ob ich nicht irgendwo anders kollabieren könnte, denn „andere wollen hier auch noch fahren.“ Im Endeffekt stellte sich heraus, dass ich mit 34:01 min die beste Zeit jemals hier gefahren war. Zusammenzubrechen war also voll gerechtfertigt.

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(c) Tim: Philipp

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(c) Tim: Philipp

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(c) Tim: Silvia

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(c) Tim: Silvia

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(c) Tim: Didi Aerowunder

Wir gingen nun zum Ziel, um zu schauen, wie sich das Rennen weiter entwickeln würde. Philipp hatte für das Studententeam einen kleinen Vorsprung gegenüber dem starken TCB Team herausgefahren, der musste aber nun von Janek bis ins Ziel gehalten werden.  Die Professoren lagen OK im Rennen und die Frauen ebenfalls. Bei letzteren war es ja ehrlich gesagt das heimliche Ziel vor den Mädels von Islamic State International Tri’s (ISI Tri’S) zu liegen die letztes Jahr den 3. Platz gemacht hatten – das sollte also reichen für das Podium.

Janek lief gut, schneller als im Vorjahr, aber es reichte nicht: Der TCB Läufer holte bis zum Ziel  etwas mehr als 20 Sekunden Vorsprung heraus machte wie im vergangenen Jahr den ersten Platz, wir den zweiten.

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Weit und breit niemand hinter Janek, doch einer vor ihm.

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Dann kam auch schon relativ kurz hinterher Sina vom Professorenteam ins Ziel. Sie bog um die letzte Ecke, ihr Gesicht von Leiden und Schmerzen schwer durchpflügt. Die Studis und ich begannen zu schreien. „Lauf Sina, lauf!“ was vielleicht etwas irreführend war, denn auf den letzten 20 Meter kann man nicht mehr 4 Minuten Rückstand auf das Podium einholen. Sina begann die Rufe zu wahrzunehmen und langsam, wirklich extrem langsam, kam von ganz unten aus den Tiefen des Schmerzzentrums ein Lächeln hervor, dass sich bis zum Ziel zu einem sehr breites Grinsen entwickelte.

Melanie und ich kletterten über die Absperrung in den alkoholfreien Paulaner VIP Bereich und gratulierten allen und tranken unser Weizen. Wenig später kam auch Anika (also nicht Annika) hinzu.

Fazit: 2. Platz wie im letzten Jahr für das Studententeam. Wäre Isabel (schwarzer Hai) für das Team gestartet hätten sie problemlos gewonnen, aber wir wussten ja dummerweise nicht, wie gut der schwarze Hai ist.

14011971_1069687523117725_1199549411_n 5. Platz für das Professorenteam, so gut waren wir auch lange nicht mehr. Ohne Isabel wären wir vermutlich auf dem 8. Platz gelandet, was auch keine Schande gewesen wäre.

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Studenten der HIWL, Annika (also nicht Anika) leider schon auf dem Weg nach Hause.

7. Platz für das Frauenteam. Da hätte ich mehr erwartet, aber ein Vergleich der Ergebnisse von 2015 und 2016 zeigt, dass die Konkurrenz einfach viel stärker geworden ist. Mit der Zeit von diesem Jahr wären wir im letzten Jahr locker 3. geworden. ISI, dritte im letzten Jahr waren dieses Jahr auch nur 6. Also an sich auch ein gutes Ergebnis.

Dann fing es dummerweise an zu regnen und das Event bröselte auseinander, viele fuhren nach Hause; Philipp, Janek und ich warteten noch auf die Siegerehrung. Das heisst, sie warteten auf das Podium zu kommen und ich darauf ihnen gleich danach den Pokal abnehmen zu dürfen, denn der verbleibt im Besitz der Hochschule.

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Auch wenn es nun das fünfte Mal war, es hat immer noch Spaß gemacht und ich denke allen Andren ging es genauso. Sicher, man kann immer noch einmal grübeln, was alles hätte besser laufen können – vorher wie im Rennen. Aber es gibt ja auch immer noch ein nächstes Jahr. Bis dahin.

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(c): Tim

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Bremen City Triathlon: Golgata Waterfront. Teil I.

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Bremen City Triathlon – obwohl mit schwimmen und laufen gekoppelt ist es doch eines der vier wichtigsten Radsportereignisse in Bremen. Die anderen drei sind das Velotörn Rennen im September (der Nachfolger der Bremen Challenge), die RTFs vom RSC Gold und RCB und jedes Montagstraining vom RCB. Dieses Mal waren wir mit zwei Mixed- und einer Frauenstaffelam Start.

Ich hatte das ganze Jahr für dieses Ereignis trainiert, mehr als 8.500 km in den Beinen. Im Juli war ich sogar extra 2 Wochen in die Dolomiten gefahren, um mich bei einem Höhentraining optimal für den Triathlon vorzubereiten. Und das alles nur, um ganz sicher hinter einem unseren anderen Teams zu landen. Denn das wichtigste am City Triathlon ist, dass das professorale Gurkenteam meiner Hochschule aus verschiedenen Fachbereichen (Mixed Pickels) immer hinter dem Studierendenteam liegt. Nur wenn das der Fall ist, ist der Hochschulfrieden gesichert. Die Studierenden freuen sich und wenn man ihnen dann mal wieder eine schlechte Klausurnote verpassen muss, dann können sich die Studis immer noch auf die Schulter klopfen und sagen: „Tja, aber sportlich sind wir nicht solche Gurken wie unsre Profs.“ Damit dies auch garantiert gelingt verpflichten wir Jahr für Jahr Söldner für das Studierendenteam (völlig Fremde wie Philipp oder Absolventen wie Janek), denn leider ist es so, dass wir nicht drei sportlich gute Menschen aus den Reihen der Studierenden zusammenbekommen.

Bei den Profs ist es übrigens noch schlimmer. Da bin ich seit Jahren der Einzige und wir müssen uns ebenfalls mit studentischen Söldnern verstärken.

Die Studierenden schneiden dann Jahr für Jahr gut ab. 2012, 13 und 14 machten Sie den ersten Platz, 2015 den zweiten, die Erwartungen sind also recht hoch. Und dieses Jahr hatten wir ein ebenfalls punktuell verstärktes Frauenteam am Start; und auch dort sahen wir gute Chancen auf dem Podium zu landen. Die Professoren verlieren immer – 2012 machten wir noch einen guten 4. Platz und verpassten das Podium knapp, seitdem nur noch zweistellige Ergebnisse. Egal, die Hoffnung stirbt zuletzt an der Golgata Waterfront.

Ich melde unsere Teams im Juni an, allerdings gab es dann doch noch einige Veränderungen. Miki Berenyi konnte nicht schwimmen, doch Isabel, eine Freundin von Annika sprang ein. Linda konnte nicht Radfahren, doch Melanie sprang ein und so hatten wir das Professoren- und Frauenteam zusammen. Beim Studententeam vertrauten wir auf die erfahrenen Philipp und Janek, die das ja nun jahrelang machen und Annika, die letztes Jahr im Prof Team so schnell schwamm. Anika (nicht zu verwechseln im Annika) und Sina liefen dann für die Frauen bzw. die Professoren.

Wichtig ist es mit gutem Material Rad zu fahren. Als ich früher unvorbereitet mit dem Rennrad teilgenommen habe, wurde ich ab und an von Zeitfahrrädern überholt, etwa so wie ich auf dem Weg zur Arbeit an einer alten Frau mit Rollator vorbeifahre. So etwas passiert mir heute nicht mehr, da ich a) die beiden Flaschenhalter von meinem Rennrad abmontiere, b) die Satteltasche abmache und c) ein schickes Hochprofil Vorderrad aus Carbon benutze. Eigentlich müsste ich jetzt auch noch die Bremsbeläge austauschen, aber dazu habe ich keine Lust und ich bremse ja eh nicht.Wenn ich mit diesem Rad nun fahre werde ich ab und an von Zeitfahrrädern überholt, etwa so wie ich auf dem Weg zur Arbeit an einer mittelalten Frau mit Rollator vorbeifahre.

Zweirad Stadler Bremen - Hansator

Eine gigantische Säge aus den Tiefen des Weltalls bedroht die Menschheit in der Überseestadt.

Ich kam in der Überseestadt an, diesem innerstädtischen Juwel Bremens in dem nun ein Stadler UFO aus Independence Day Resurgence gelandet ist und fing an ein paar Runden auf dem Rad zu drehen. Der Wind kam Richtung Nordwest und war nicht zu schwach: Das hieß am Anfang die Nordstrasse gegen den Wind rausfahren und am Ende der Runde mit Rückenwind die Konsul-Smidt -Strasse ins Ziel- das konnte also interessant werden und genau umgekehrt wie in den Jahren zuvor.

Am Treffpunkt wartete bereits Philipp. Außer ihm war quasi die gesamte Elite des Bremer Radsports versammelt: Andreas OHZ, Cobra Cabana, es war fast so wie im VIP Zelt von Käfer auf dem Oktoberfest – nur ohne Gina Lisa Lohfink und Lothar Matthäus.

Melanie kam und ich stellte sie ihrem neuen Rad vor, dass ich von einer unbekannt bleiben wollender gute Fee ausgeliehen bekommen hatte. Ich dachte ich tu der guten Fee dann auch einen Gefallen und säubere Kette, Schaltwerk und Kettenblatt ihres Rades am Vorabend. Danach lief gar nichts mehr. Mal sehen….die Kette war extrem gelängt, hätte quasi schon zu den olympischen Spielen, aber in London ausgetauscht werden sollen. Da die Ritzeln vorne und hinten aber mit Dreck zugeklebt waren, lief das alles irgendwie. War der Dreck erst einmal weg lief gar nichts mehr. Mist. Neue Kette drauf. Hatte aber nur eine 9-fach – die rutschte durch bei starker Belastung. Musste also irgendwie gehen, war aber nicht optimal. Mit der gewohnten studentischen Verspätung kamen die Studenten. Wir hatten nur noch wenig Zeit und gingen gleich in die Wechselzone und machten uns bereit. Die Schwimmerin machten sich auf zum Becken und ich quatschte ein wenig mit Didi der gleich neben uns wechseln sollte.

Dann ging es gleich Schlag auf Schlag. Doch das ist eine weitere Geschichte und die folgt morgen.

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Downtown Fischerhude.

Heute stand das etwas andere Radprogramm auf dem Plan: 3 Singlespeed bzw. Fixie Räder durch Downtown Fischerhude.

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Ich glaube, das war das erste Mal, das ich mit einer Gruppe unterwegs war, die nur auf von mir gebauten Rädern fuhr: Cobra auf ihrem Faggin Cabana, Christian auf dem 8bar Black Blox und ich auf dem blauen Basso.

Wir fuhren gemütlich in Richtung Fischerhude, ich wollte es auch nicht übertun, denn morgen ist der City Traithlon in Bremen und ich fahre für die Professorenstaffel Rad. OK, das muss nicht übermässig anstengend sein, denn schließlich ist es unsere Hauptaufgabe von den Studententeams geschlagen zu werden, um den Hochschulfrieden zu sicher, aber trotzdem möchte ich auch schneller sein als in den Jahren zuvor – als unter 34 Minuten zu fahren sollte doch möglich sein! Also heute bloß nicht überanstrengen.

In Fischerhude zeigte uns Christian, der hier aufgewachsen ist, die Gassen und Geheimwege durch das Dorf. Ich kannte bislang nur einen Weg durch Fischerhude, also rein von Ebbensiek, Quelkhorn oder Sagehorn und raus durch, genau Sagehorn, Quelkhorn oder Ebbensiek. Deshalb dachte ich auch, dass es in Fischerhude auch nur Häuser an der Straße gibt, dahinter freies Feld bis Wilstedt oder so. Das ist aber keineswegs so. Fischerhude ist extremst viel und dicht bebaut und in seinen Gassen kann man sich gut verlieren. Da muss man sich schon verdammt gut auskennen, um wieder aus dem Labyrinth von Villen, Maisfeldern und Pferdewiesen auf die Hauptstrasse zurück zu finden. Es gibt einen Hügel, den Losberg, auf dem eine Mühle steht und zwischen Fischerhude und Quelkhorn gibt es eine weiteres Dorf, Wilhelmshausen, dass sich zu Fischerhude verhält wie Rheydt zu Mönchengladbach.

Unwillkürlich wird einem dort die eigene Ignoranz gezeigt; ich fahre seit mehr als sechs Jahren dort und all dies ging bislang völlig an mir vorbei.

Auf der Rückfahrt explodierte vermutlich irgendwo in der Nähe ein Atomkraftwerk und verstrahlte die Tierwelt, die daraufhin spontan genetisch mutierte.

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Das was kurz, bevor wir von den mutierten Riesenenten attackiert wurden.

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Unmerklich kamen sie näher.

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V.l.n.r.: Bling Bling; Bling; Black

Insgesamt sehr schöne 50 km, auf Strava zu verfolgen.

Plädoyer für Fischerhude: Die Strassen von Fischerhude Downtown sind mindestens so toll wie die Strassen von San Fransisco.

Sie sollten ein fester Bestandteil jedes RCB Montagstrainings werden.

 

 

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Drei Tage im August. Drei Farben grau.

Nach zwei Wochen intensivem Radfahren in den Dolomiten fällt es schwer sich wieder in Bremen einzugewöhnen. Selbst nach drei Ausfahrten ist noch nicht das Gefühl von Kraft, und vor allem: Freunde wieder da.

Dunkelgrau

Der Giro war am Samstag zu Ende, am Sonntag Abend war ich wieder zurück in Bremen. Bis Donnerstag habe ich gar keinen Sport gemacht, so kaputt war ich. An dem Abend konnte ich mich aufraffen zum Body Attack zu gehen – eine gute Entscheidung. Am Freitag dann spät Abends auf das Rad und eine Standardrunde gefahren – bloß nichts neues. Machte dann auch entsprechend wenig Spaß, aber immerhin, so langsam ging es weiter.

Bremen ist nicht Bozen auf Strava

Hellgrau

Am Samstag auch keine Lust zu fahren. Am Sonntag Morgen hätte ich mit zwei Gruppen rausfahren können, aber ich verschlief prompt beide. Endlich um 12:00 Uhr machte ich mich auf den Weg. Es war zumindest warm, was für diesen Sommer schon gut ist, aber auch extrem windig und böig. Teilweise fuhr ich mit 20 km/h gegen den Wind. Ich fuhr Richtung Bruchhausen-Vilsen und probierte ein paar neue Straßen aus. So langsam kam wieder Schwung in die Sache, aber richtig schnell war ich nicht. Ich fühlte mich ein wenig wie diese alte Dampflok, die in Bruchhausen-Vilsen zur abfahrt bereit stand.

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Irgendetwas fehlte – schaut man sich die folgenden Bilder an, dann wird auch klar was:

Bremen

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Bozen

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Hm, was  war es nur? Ich kam nicht drauf. Dann fiel es mir wie Schuppen hinterm Haus: In Bremen gibt es keine guten Stellen für ein „Bike leaning against something“ Foto. Ich versuchte es in Fischerhude, aber es ist irgendwie nicht das gleiche:

Bike leaning against something in Fischerhude

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Bike leaning against something in Calfosch

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Komisch, dasselbe Rad, aber der Effekt ist ganz anders.

Bei Daverden, an meiner Lieblingsstelle fuhr ich über die Weser. Die Norddeutschen sind hart im Nehmen, nur die Andeutung von Sonne, ein paar Strahlen, die kurz hinter eine Wolke auftauchen und gleich wieder dahinter verschwinden, und schon wird der Grill auf den Balkon geschafft, das Boot zu Wasser gelassen und das Handtuch im Freibad ausgebreitet.

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Kurz danach sass ich im Cafe Melissa in Etelsen auf der Terrasse. Die wunderbare Melissa selber war da, trug etwas schwarz-negligee haftes und wusselte sich durch die Mengen an Besucher.

Danach war ich wieder im Frieden mit mir selbst und fuhr das Ding in 130 km anständig zu Ende.

Mentales Friedland auf Strava

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Dann heute RCB Montagstraining, wie immer dieses Jahr sehr gut besucht.Ich stell emich zu der schnellen Truppe, fahre aber dann doch mit den mittel-schnellen – oder mittel-langsamen, ganz wie man will. Richtig langsam sind die auch nicht, unterscheiden sich aber dadurch, dass absolut kein Ortsschild gesprintet wird. Teilweise fahren wir mit 35 km/h durch die Gegend und mein Puls ist bei 99. Mit ist kalt, es sind gerade einmal 17 Grad, der Himmel ist grau und immer noch keine Berge in Sicht.

RCB Montagstraining auf Strava

So langsam darf die Form aber wieder kommen, denn am Mittwoch sind Kriteriumsrennen, am Sonntag dann der City Triathlon in Bremen, eine Woche darauf die Cyclassics in Hamburg, dann die Weserrundfahrt, Velotörn Bremen, RTF Lauenau – ich dachte bis heute, der Saisonhöhepunkt wären die Dolomiten gewesen, aber da kommt ja noch etwas.

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Teufelsmoor.

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Seit Jahren suche ich nach neuen Wegen um Bremen herum und seit Jahren weiß ich auch, dass ich dafür einen Crosser brauchen würde, habe aber keine Lust und kein Geld, um mir einen zu kaufen.

Und seitdem ich  letztem Sommer zum ersten Mal in Melchers Hütte war, wollte ich die Feldwege im Teufelsmoor erkunden und über diese schräge Brücke über die Hamme fahren, die mir bei einer Torfkahnfahrt auffiel.

In der letzten Woche habe ich mein Umberto Dei umgebaut. Das ist ein sehr schöner Rahmen mit einem Moustache Lenker, tollen goldenen Mafac Bremsen und noch schöneren goldenen H plus Son TB14 Felgen; abgerundet durch eine Regina Ora Kranz mit passender Regina Kette – Gold quasi überall. Das Rad gefällt vielen gut die es sehen; mir auch, nur leider muss ich es auch fahren und da liegt das Problem: Funktional ist das alles nicht so glücklich. Für kurze Strecken ist Umberto gut, aber bei längeren Strecken schmerzt die Haltung und die Handposition auf dem Lenker. Die Bremsen machen alles: Geräusche, glitzern, bewegen .. nur bremsen, das tun sie nicht. Und Rahmenschalthebel….na ja: STIs/Ergo und Dual Pivot Bremsen sind ja meiner Ansicht nach die herausragenden Innovationen der letzten 30 Jahre.

Ich hatte mir lange überlegt, wie ich das Rad umbauen sollte und langsam reifte die Idee daraus einen Semi-Crosser zu bauen. Den Moustache Lenker ersetzte ich durch einen schmalen Riser von Nitto der sehr stark nach Fixie-Szene aussieht. Einen breiten MTB Lenker wollte ich nicht. Nichts gegen MTBs und schon gar nichts gegen ihre Fahrer, aber MTB Fahrer sehen meiner Meinung nach auf MTBs so aus, wie weibliche, russische Gewichtsheberinnen wenn Sie gerade das Gewicht vom Boden nach oben reißen.

Weightlifting

Klassischer MTB Riser Lenker in typischer, epischer Breite.

Die Bremsen ersetzte ich durch Modolo Sport Hebel, da ich schon wieder Tektro FL-750 verbauen wollte die zugebenermaßen die schönsten Hebel der Welt sind. Und durch Tektro Bremsen mit langen Schenkeln die vom Aufbau von Hannes weißen CIÖCC übrig geblieben waren. Dazu hellblaue Esi Chunky Griffe, statt den Oury Griffen, die ich sonst oft benutze.

Den Laufradsatz tauschte ich aus gegen einen mit Dura Ace 7400 Naben, Mavic MA2 Felgen  und einer massigen 6-fach Uniglide Kassette 15/32. Zum Glück schafft das die Campa Nuovo Record Schaltung, wenn auch nur auf dem großen Kettenblatt. Aber das ist doch mal eine ansprechende Übersetzung für das Gelände. Auf die Felgen  wurden Challenge Strada Bianca Reifen gezogen. Massive Dinger 700 x 30C, aber mit einem schönen Diamantprofil, Naturflanke und halbwegs Straßentauglich aussehend.

Ich hatte noch einen Satz Suntour Accushift Daumis; von denen montierte ich den rechten an den Lenker um das Schaltwerk zu bedienen. Den linken Schalthebel für den Umwerfer ließ ich unten am Rahmen wo er hingehört, weil der ohnehin nicht benutzt wird. Ich hätte auch gleich Umwerfer und kleines Kettenblatt abmontieren können, aber meiner Erfahrung nach ist es gut einen Umwerfer montiert zu haben, einfach nur um die Kette vorne nicht abspringen zu lassen.

Am Donnerstag Abend nach dem Regen machte ich eine kurze Probefahrt. Passte in etwa. Heute dann die längere Ausfahrt ins Teufelsmoor.

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Melchers Brücke

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Melchers Hamme

Am Anfang fuhr ich auf bekannten Wegen. Umberto ist nicht wirklich schnell, aber es reicht, um nicht ungeduldig zu werden. Kurz vor Worpswede bog ich nach Norden ab und so langsam kam jetzt auch die Sonne raus. Es machte Spaß schnell zu fahren, neues zu sehen und unter dem Rad Sand und Kies knirschen zu hören. Das machte Lust nach mehr.

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OK, der Hummer hat doch die dickeren Reifen.

Wie schwierig das Gelände dort ist sieht man ja schon daran, was da sonst so rumfährt. Nicht. Denn ehrlich gesagt, hätte ich das alles auch mit einem Rennrad fahren können, Conti GP4000 Reifen halten so etwas aus.

Trotzdem, der Umberto Crosser könnte genau das richtige Rad für eine weitere geplante Tour sein: Die komplette Umrundung Westberlins auf dem 160km langen Berliner Mauerweg mit Fabian; und am besten auch gleich mit Steini.

Ich freue mich schon riesig, Fabian. Ich freue mich schon sehr, Steini. Ich hoffe das gibt diesen Spätsommer etwas, Fabian. Das machen wir doch im September, Steini?

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RCB Montagsvelothon.

Mein Standardprogramm für das Wochenende sieht derzeit so aus: Am Freitag die sehr gemütliche BBC Runde, am Samstag Grundlagenausdauer- und Stabitraining und am Sonntag ist Ruhetag. Nur auf diese Art und Weise bin ich in der Lage beim RCB Training am Montag teilzunehmen.

Nachdem es die letzten drei Montage ausgiebig geregnet hatte, war heute mal wieder gutes Wetter und entsprechend viele Fahrer waren zum Treffpunkt nach Borgfeld gekommen. Während im Frühling Pollenflug Allergien verursacht, bekam ich heute fast eine Adrenalin oder Testoronallergie – die Ungeduld aller lag spürbar in der Luft: Es würde schnell, dreckig und brutal werden, auf jeden Fall in der Heizdüsengruppe.

Jede Menge bekannte und berüchtigte Gesichter. Ich habe leider keine Photos gemacht. Selbst wenn ich welche gemacht hätte, wären nur verschwommene Schatten erkennen zu gewesen, so schnell war das Tempo und so gesättigt die Luft mit Adrenalin. Aber ich habe heute eins im Web gefunden, das den nach der Geburt getrennten Zwillingsbruder von Stefan Schnippowski zeigt der heute auch dabei war.

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Uwe Schnippowski

Die Einsteiger sollten sich hinten auf dem Parkplatz sammeln, die Heizdüsen mitten auf der Strasse. Alle andere blieben stehen wo sie waren. Dann ging es los und innerhalb von 300 Metern waren wir zu Viert vorne und hatten die anderen bereits verloren. Wir waren eine recht große Truppe bei den Heizdüsen heute, vielleicht so um die 20 Fahrer, die dann wieder Anschluss fanden.

Das Tempo war…schnell. Als ich wieder zuhause war und auf meinen GPS Datenlogger schaute, zeigte dieser einen Schnitt von 35 km/h – inklusive der getrödelten An- und Abfahrt durch die Stadt. Und hatte ich den nicht auch an, als ich bei Rewe Riegel kaufen ging und verträumt an den Regalen vorbei schlenderte? Mir kam es so vor, als wenn wir überwiegend mit 40+ durch die Gegend gerast wären.

Quasi an jedem Ortsschild gab es einen Sprint, angefangen in Quelkhorn, und dann in Ottersberg, Ottersstedt, Otterswerk, Ottershorn, Ottersthal und sogar in Ottersfeld. Ich hielt mich taktisch zurück, da ich nicht wusste, ob ich nicht doch irgendwann einmal herausfallen würde. Aber als wir fast wieder zurück und ich noch gut in Schuss war, dachte ich mir, ich könnte ja auch einmal ein paar sinnlose Attacken fahren. Also begann ich Ortsschilder anzutäuschen.

„Los, da vorne ist Quelkhude“ murmelte ich, beschleunigte wie ein Blöder und musste feststellen, dass sich eine ganze Truppe hinter wir dranhielt, die alle den Sprint nach Quelkhude, respektive Borgstedt oder Dogrepel für sich gewinnen wollten. Man, waren die gut. Ich nahm wieder Tempo raus und schaute mir die Sache von hinten an. Vorne wurde es ja auch wieder langsamer, wenn nach exzessivem Sprinten kein Ortschild in Sicht kam.

Wir waren also irre schnell zurück. Noch weit vor dem Sonnenuntergang.

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Borgstedter Deich Richtung Hühnersiel

Da gab es dann endlich mal die Gelegenheit etwas zu reden, denn beim Fahren war daran nicht zu denken. Das war definitiv härter und schneller, als der Velothon in Berlin vor zwei Wochen. Zum Glück konnte ich den als Vorbereitung für das Montagstraining mitnehmen.

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Nach dem Training war ich ziemlich müde. Da aber diese Woche kein Body Attack stattfindet, da die Trainerin in Urlaub ist und zudem mal wieder mieses Wetter nach Bremen zieht, fuhr ich noch ein wenig an Wümme und kleiner Wümme lang, um mir die Füsse zu vertreten und noch ein paar Kilometer zu sammeln. Denn in 2 Wochen bin ich wieder in den Dolomiten, das könnte dann tatsächlich etwas härter werden, als ein RCB Montagstraining. Auch wenn man sich das noch nicht vorstellen kann.

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Ein Kommentar

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Velothon Berlin 2016. Teil 1: Das Radabitur

Jedes Jahr fahre ich genau zwei Mal nach Berlin: Im Oktober zum Deutschen Logistik Kongress, dem intellektuellen Highlight meiner beruflichen Bestimmung und im Juni zum Velothon. Der Kongress ist deutlich anstrengender und ebenso weniger spaßig.

Zumal ich da auch immer in irgend so einem angeblichen Luxushotel bin. Der Luxus besteht darin, dass dort eine Flasche Mineralwasser auf dem Tisch steht. „Oh, denkt man sich“, wie nett von denen, bis man die Flasche hoch nimmt und feststellt, dass  unter dem gläsernem Deckel ein klitzekleiner Zettel liegt auf dem geschrieben steht: „Genießen Sie unser Premium Mineralwasser der Fürst Detlev Quelle zum Preis von nur €15,80 pro Flasche.“ Ich habe nie verstanden, warum die Preise in der Minibar bei Hotels proportional zum Übernachtungspreis steigen. Man sollte doch meinen, dass ab einem bestimmten, lächerlich hohen Zimmerpreis alles umsonst sein sollte.

Beim Velothon übernachte ich immer bei Kathrin und Fabian; nicht über Airbnb, sondern über die gute alte Japanconnection die uns auf alle Zeiten zusammenschweißen wird:

„I’ve seen things you people wouldn’t believe. Attack ships on fire off the shoulder of Shibuya. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser Gate. All those moments will be lost in time, like tears…in…rain. Time to die.“ [Tears in rain]

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Bubble Era Japan, Anfang der Neunziger. Noch ein paar Jahre, so dachte man, dann wird Japan die wirtschaftliche Führung der Welt übernehmen. Da kann man schon mal ein paar hundert Euro für eine Taxifahrt nach Hause ausgeben, auf golden eingefärbte Eiswürfel im Pissoir pinkeln und sich ausrechnen, für wie viel Quadratmeter japanischen Boden in Tokyo man wie viel Quadratkilometer Anwesen an der Küste in Kalifornien eintauschen kann.

Ich war 1990 im Panasonic Showroom, eigentlich Show Palast und sag die ersten Shimano STI Hebel meines Lebens. All diese Dinge verbinden die, die dabei waren und der Versuch das irgendjemandem anderen zu erklären ist, was uns lächerlich macht. Wer das nicht glaubt möge versuchen Taro Karl Greenfields Speedtribes zu lesen.

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Ikonen der Bubble Era

Heute sitzen wir in London, Berlin, Bremen oder immer noch in Tokyo. DSa ist übrigens auch nicht schlecht. Ich schätze es irgendwie sehr, dass keiner meinerJapan-Freunde in Bremen ist, sondern ich gezwungen werde zu reisen, um sie zu treffen.

An sich war der Plan am Freitag nach Berlin zu fahren , am Samstag im Grunewald zu trainieren und danach shoppen zu gehen, am Sonntag den Velothon zu fahren und dann ganz entspannt am Montag nach Bremen zurückzukehren. Für die Zugfahrt hatte ich mir ein paar besonders miese Projektberichte meiner Studis mitgenommen, um mich wieder ganz schnell zu aklimatisieren.

Von allen Dingen machte mir ausgerechnet mein Sohn einen Strich durch die Rechnung. Mein pubertierender, Teenagersohn, den ich nie sehe, weil er in seinem Zimmer hockt, Online zockt und maximal um vier Jahr morgens raus kommt um sich eine Pizza in der Mikrowelle warm macht. Also ein Sohn, der sehr wenig Aufwand bereit, dafür sollte man als Eltern nicht undankbar sein. Und ausgerechnet dieser Sohn kam dann eines Tages aus seinem Zimmer und sage. „Hey, ich hab jetzt Abitur.“ Wobei, um das richtig einzuordnen, es sich um ein Bremer Abitur handelt. In Bayern bekommt man das vermutlich in einer Tüte mit Panini Sammelbildern und dann ärgert man sich, dass man nicht den glitzernden Mario Gomez drin hatte. Jedenfalls bedingte dies, dass wir am Freitag auf den Abiball seiner Schule mussten der, dem Anlass entsprechend, im viertbesten Hotel am Platze ausgerichtet wurde.  Also erst am Samstag nach Berlin.

Aber erst ein paar Worte zum Abiball. Erstens, hatte ich nicht. Also Abitur schon, aber wir fanden das normal und nicht so außergewöhnlich, als dass es eines Fests bedurft hätte. Wir hatten auch keine Mottowochen in den Wochen vor den Abiturprüfungen, wo wir jeden Tag der Woche in einem anderen Kostüm auftauchen mussten. Und auch kein Abibuch. Und keine selbstorganisierte Abifahrt an die Küsten Spaniens, zusätzlich zu der Abifahrt. Uns wurde das Abi in die Hand gedrückt, und dann wurden wir zur Hintertür der Schule gebracht, wo wir dann doch bitte unauffällig das Gebäude zu verlassen hatten, um nie wieder zurückzukehren. Ich schwang mich damals auf meine Motobecane Rennrad fuhr nach Hause und wusste nicht was ich tun sollte. Die Zeit nach dem Abi war so ziemlich die langweiligste meines Lebens.

Heute hat mein Sohn keine Zeit Langeweile zu haben, denn seine Zeit ist mit Abi Events total verplant. Und als Eltern habe ich da mitzuziehen. Also musste ich für die ganze Familie Karten zum Abiball kaufen die teurer waren als die Teilnahmegbühren beim Velothon, die Tochter brauchte ein neues Kleid, der Sohn brauchte komplett alles neu was seinen Teenykörper verhüllt, da hätte ich ihm schon ein MTB für zaubern können und ich konnte nicht nach Berlin.

Stattdessen fand ich mich am Abend im Hotel wieder mit einem Glas Sekt in der Hand. Abiturzeit in Bremen. Nebenan feierte die freie Waldorfschule und der Duft von gerösteten Sonnenblumenkernen trieb ebenso wie die Töne von Altblockflöten zu uns herüber, dazu gab es ein Lied über die Kartoffel aber nichts zu essen.

Wir hatten aus alle ziemlich aufgebratzt – wie auch alle anderen die da waren.

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Super, mein Sohn hat Abi – und ich den Hosenstall offen.

Wir durften dann endlich in den Ballsaal wo es einige Reden gab und danach wurde das Buffet eröffnet. Es gab: Nudelsalat. Currywurst. War wie auf dem Campingplatz am Unisee. Und stolze Mütter.

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Danach gab es dann: Gedichte, vorgetragen von überglücklichen Abiturientinnen. Echt schlimmes, bedeutungsschwangeres Zeug. Und musikalische Darbietungen von Schülern mit Gitarren. Gruselig. Man wusste so gar nicht, wo man hinschauen sollte. Dann kam der Höhepunkt des Abends.

Ein paar Tage vorher hatte ich eine leicht ironische Mail an die Tutorin unseres Sohnes, Frau Kah geschrieben, und mich dafür bedankt, dass sie unseren Sohn zum Abi geführt hat. Das war etwas ironisch, weil ich vor zwei Jahren ein Gespräch mit ihr und der Oberstufenleiterin hatte, in dem Sie mir nahelegt, dass unser Sohn doch besser die Schule verlassen würde. Wie einigten uns aber darauf, dass er die Q1 wiederholen solle und im Nachinein war das eine gute Entscheidung. Jedenfalls erzählte ich das kurz vor dem Abiball meinem Sohn (den sehe ich ja nicht so häufig, und wenn dann nur morgens um vier in der Küche) und  er sagte: „Wir haben da nicht mir Frau Kah, sondern mit Frau Peh gesprochen. Ich hasse Frau Kah.“ Also, ich hatte mich bei der meist gehassten Lehrerin meines Sohnes bedankt, die ich überhaupt nicht kenne. Wobei mein Sohn sowieso alle Lehrer hasst und es da im Hass bestenfalls Unterschiede im Microhassbereich gibt.

Wir hingen also an unserem Tisch herum und versuchten Currywurst mit Nudelsalat zu essen, als so eine Frau an unseren Tisch kam – das war Frau Kah. Ich erkannte die nicht, weil ich Frau Kah noch nie gesehen hatte. Überschwänglich bedankte Sie sich bei mir für die nette E-Mail und sagte ein paar nette Dinge über unseren Sohn. Eigentlich sagte sie nur  das eine nette: „Er ist ja ein Stiller.“ Worauf ich antwortete: „Tja, halt Japaner!“.

Danach schwangen wir noch unsere Knochen auf die Tanzfläche und kurz danach wurden wir von den Schülern rausgeschmissen, die alleine feiern wollten. So kamen wir früh nach Hause und am nächsten Morgen konnte ich mein Zeug für Berlin packen. Die Bahn fuhr auch pünktlich ein, bevor in Hannover dann nichts mehr ging. Ich sass direkt im Wagen hinter dem Fahrerstand. Da wurde geschraubt und am Computer gehackt, aber es kam immer wieder nur diese monotone Stimme die „Störung. Störung. Störung“ wiederholte. Ich habe den Verdacht, so ein IC läuft im Prinzip auf Windows 3.2.

IC Anwendung

An der Technik mag es ja bei der DB mangeln, dafür sind die Zugbegleiter mittlerweile erstklassig geschult. Auf die ersten Beschwerden wurde sehr souverän reagiert:

„Sie wissen doch, wie das bei uns läuft. Aber das wichtigste ist jetzt nicht die gute Laune zu verlieren. Sie da machen das schon ganz gut.“

Und so kam ich, wie fast immer, zu spät nach Berlin. Aber immer noch rechtzeitig, um kurz bei Bio Lüske zu shoppen und dann mit Kathrin, Fabian un den Kindern auf dem Balkon zu Abend zu essen. Wir hauten Nudeln rein, als wenn es nur noch ein Morgen geben würde. Und zwar der Tag an dem wir nicht 60 km in Berlin, sondern 1.200 km von Paris nach Brest und wieder zurück fahren würden.

Doch das ist eine andere Geschichte und die wird morgen erzählt.

 

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