Archiv der Kategorie: Meine Räder

Chesini Gran Premio

Anfang des Jahres kam ich mal wieder wie die Jungfrau zum Kinde zu einem blauen Chesini Rahmen.

Chesini ist wie Olmo, Tommasini, Guerciotti, Atala,Moser, Casati ..OK OK, ich höre schon auf, einer der vielen kleineren italienischen Rahmenbauer die heute so gut wie von der Straße verschwunden sind. Chesinis werden aber immer noch in Verona gebaut, es gibt den üblichen Crabonkram, aber auch noch handgefertigte, teure X-Unos.

Replica X Uno<br>

Natürlich ist ein Chesini Rahmen auch nicht besser als jeder andere und auch nicht schöner als man eine Meinung dazu hat. Aber es gibt eine Besonderheit, und dass ist das „geschnitzte Steuerkopflogo“ mit dem Namen Chesini, dem Radtyp und dem Symbol der Arena von Verona.

Replica X Uno<br>

Ich finde das sehr schön und ganz besonders. Und deswegen hatte ich einen Kaufvorschlag bei einer Ebay Auktion geschickt und war ganz überrascht, als der dann angenommen wurde. Prima, dann kann ich ja endlich ein Rad für meinen Sohn Henri bauen! Mein Sohn Henri hat an sich ein sehr schönes Rad, was er auch sehr, sehr selten bewegt. Vermutlich ist es deswegen so gut erhalten:

FCR 2

Ein Giant FCR2 Modell 2009, gekauft bei Positivo in Tokyo. Ein sehr gut aussehendes Rad, das in echt noch einmal viel besser aussieht als hier auf dem Katalogbild von Giant. Aber natürlich sollen Kinder von mir nicht auf Möhren aus Taiwan zur Schule fahren, sondern auf italienischen Stahlrössern dahingetragen werden.

Also baute ich erst einmal alles von dem Chesini rad ab, gefiel mir ohenhin nicht was da so dran war und dann baute ich das mit meiner älteren Shimano 6600er Gruppe (Zehnfach STI mit Wäscheleinen) wieder auf. Dafür machte ich dann erst einmal mein Fagin Topolino platt, an dem alles montiert war. In Bremen braucht man keinen Umwerfer vorne, deshalb habe ich erst einmal mit einer Sturmglocke experimentiert, die mit dem linken STI verbunden war. Schön, aber leider hält die Fixierung der Glocke nicht besonders gut an der Gabel, deswegen mußte ich das wieder abbauen und habe dann doch einen Umwerfer vorne drangebaut.

Ein Umwerfer hat übrigens noch eine ganz andere erstaunliche Funktion: Er hält die Kette in ihrem Platz. Bei dem Fagin hatte ich nämlich keinen und da fiel mir die Kette ständig vom Blatt vorne. Total nervig.

Das mein Sohn allerdings meine schönen Topolino Carbon Laufräder bekommt, kommt ja gar nicht in die Tüte! Aber zum Glück hatte ich etwas Zeit, eine Super Record Nabe für vorne und eine Dura Ace für hinten und ein schönes paar rot eloxierter Rigida Nove Felgen. Daraus ergab sich ein hübscher Satz. KA0001 und KA0002.

Alles in allem gefällt mir das Chesini vom Design her gut. Es ist ein Zwitter, passt nicht so richtig in die Achtziger, aber auch nicht in die heutige Zeit. Also auch irgendwie wie mein Sohn.

Ich bin dann natürlich ein paar Mal mit dem Chesini gefahren, zunächst um es zu testen und später, nun ja, man hat die ganze Garage voll Räder aber immer sind alle irgendwie kaputt und da war ich froh das Chesini nehmen zu können. Es ist schnell und es fährt sauber aber…. es ist unbequem. Ich weiß auch nicht woran es liegt, aber auf diesem Rad bekomme ich Rückenschmerzen. Ich habe das mal vermessen, kann aber keine Unterschiede zu der Geometrie anderer Räder erkennen. Also fahre ich es nicht mehr.

Mein Sohn übrigens auch nicht, der zieht nach wie vor sein Giant vor.

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Cervelo Soloist S1: 2008 bis 2010

Ich war tief in meiner orangen Phase und mein Cannondale machte mir Sorgen.

Und irgendwie war ich von Cervelo Rädern fasziniert. Am meisten von den massiven, breiten Unterrohren des Soloist. Und so habe ich mir einen Rahmen bestellt in Deutschland und den sollte eigentlich die Freundin unseres Aupairs mit nach Japan bringen. Aber das klappte nicht und so dauerte es noch einmal lange drei Monate bis das Cervelo Soloist im März 2008 endlich von Nagai-San von Positivo aufgebaut war und ich den ersten Trip damit hoch nach Tomin no Mori machen konnte.

Heute mag das Rad nicht mehr so toll aussehen und die Obsession mit dem Orangen etwas merkwürdig anmuten. Aber damals war es halt das Rad überhaupt  für mich. Es gab nur eine Sache die mir nicht gefiel, und zwar waren das die Campagnolo Zonda Räder. Das heisst, eigentlich das Vorderrad. Die Zondas finde ich nach wie vor Klasse, sind haltbar und das G3 Speichenschema machtd ie blöden Räder auch Putzfreundlich. Aber wehe man muß einmal eine Speiche wechseln – das ist teuer und extrem aufwändig und nervig die Nippel an die richtige Stelle zu frimmeln.

Meine 2004 Zonda Räder haben das G3 Muster noch an Vorder- und Hinterrad, aber die 2008er Version ist vorne radial eingespeicht und nur noch hinten G3. Warum? Das ist bis heute so und sieht eigentlich doof aus. G3 forever.

Ich könnte jetzt ganze Bänder über dieses Rad schreiben – habe aber keine Lust und vor allem keine Zeit dazu. 2008 , 2009 und 2010 bin ich jeweils zwischen 5.000 und 12.000 km mit dem Cervelo gefahren, kein anderes Rad wird jemals diese Mileage mit mir erreichen. erstens fahre ich weniger und zweitens verteilt sich das auf viel mehr Räder, damals hatte ich nur zwei oder drei.

Ich wurde damit jap. Meister in der JCRC D-Klasse, als erster Ausländer überhaupt. Ich bin damit unendlich viele Berge hochgefahren, habe lange Touren damit gemacht und und und. Am Ende hatte ich es noch mit in Bremen, aber zwei Risse im Sattelrohr beendeten unser Zusammensein.

David Jacob erzähte mir einmal eine interessante Geschichte. Der Vater einer seiner Freunde war Jäger und hatte immer einen Hund. Wenn der Hund alt wurde, hat er ihn erschossen und einen neuen Hund trainiert. Sein Freund fragte, ob er nicht einmal auch einen seiner Hunde so gern gehabt hätte, dass er es nicht über das Herz brachte ihn zu erschießen. „Doch,“ sagte er“einen gab es. Den habe ich dann von jemand anderem erschießen lassen.“

Alles über das Cervelo Solist S1.

1005 The really last ride 01 pro tyre team

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Milanetti Radonneur

Das dritte Rad, dass gerade parallel gebaut wird neben dem Basso und dem Mirage, nachdem nun endlich das Colnago und das Kotter JSP die Garage verlassen haben und hoffentlich ihre neuen Besitzer erfreuen:

MILANETTI RADONNEUR

Das Rad habe ich komplett relativ günstig im Forum erstanden, Rahmengröße 54cm ist natürlich nichts für mich, aber ich würde ohnehin kein Damenrad fahren. Na ja, wenn das mit dem altern so weitergeht wie bisher, dann dummerweise ja irgendwann doch einmal – oder nur auf der Rolle und auf keinen Fall draußen.

Das Rad ist in gutem Zustand und einigermaßen „epochengerecht“. Ich schätze mal Endsiebziger oder frühe Achtziger, denn es gibt keinen Anlötumwerfer, aber Zugführung unter dem Tretlager und Innensechskanthülsen für die Bremsaufnahme. Der Steuersatz scheint ein neuerer Tange Levin zu sein, ansonsten ist die Schaltung komplett Shimano Golden Arrow und die Bremsen Weinmann (will ich nicht) und Modolo Sport Bremshebel, die ich noch nie vorher gesehen hatte – sehr schön.

Leider gibt es auch eine Menge unpraktischer Dinge, die nun geändert werden müssen. Die neue Besitzerin hat „für die Technik keine Antenne“ und braucht etwas funktionales für den Alltag und für kürzere Touren raus in die Natur. Deshalb überlege ich gerade, wie ich den rechten Schalthebel an den Lenker verlegen kann, so dass man zum Schalten nicht immer weit nach unten an den rahmen greifen muss.

Außerdem kommt ein gekapseltes Innenlager in den Rahmen, denn die sehr schönen alte, offenen Campa und Shimano Innenlager brauchen einfach viel zu viel Liebe, Pflege und Zuneigung.

Und dann die Bremsen: Weinmann? Bin ich besoffen, oder warum sollte jemand mit denen fahren? Stattdessen kommen die besten günstigsten Bremsen der Welt dran: Campagnolo Veloce: Ia Bremsleistung, leicht einzustellen und gut aussehend – und das alles für wenig Geld. Gewicht spielt ja hier nicht so die Rolle.

Das ganze wird dann aufgepeppt mit Paniers von Ortlieb und einer sehr schicken, modernen Beleuchtungsanlage, mit der ich gerade noch am spielen mit. Die Lightshow eines Pink Floyd Konzerts sollte aber gar nichts dagegen sein.

Ach ja: Die Laufräder: Alte Shimano Naben mt Mavic GA-4 Felgen und aufgeklebten Schlauchreifen: Geht gar nicht. da müssen Drahtreifenfelgen rein auf die 700C x 25 Reifen passen, also unverwüstlich und komfortabel.

So, das ist mal der Plan, ich poste neue Fotos wenn das Rad fertig ist. Das Teil geht wenn fertig nach Japan, das erste Mal das ein Rad von mir dort enden wird, bislang hatte ich nur Rahmen verkauft.

 

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For Sale: Colnago Super XL 1988: Rot-weiß modern RH56

S O L D

Schweren Herzens, wie man so leicht schreibt, trenne ich mich nun doch von meinem Colnago: Für mich ist es zu klein und für die,die ich damit beglücken wollte ist es nicht das Rad ihrer Herzen.

Schade, es ist ein gut aussehendes, stimmiges und vernünftiges Rad geworden. Aber im Einzelnen:

  • Rahmen
    Colnago Super XL 1988, fast 25 Jahre alt und im Colnago Katalog von 1988 zu finden
    Columbus Aelle Rohre, stabilerer Satz, etwas schwerer
    Pantographien an der Gabelkrone und Colnago Zeichen an der unteren Steuerkopfmuffe
  • Vorbau und Lenker
    Klassischer Rennradlenker von Cinelli
    Vorbau von 3ttt
    Weiß glänzendes Lenkerband von Fizik (neu)
    Dazu weiße Bremsgriffe Shimano 600 Tricolore
    Neue Racing Bremshüllen und Züge
  • Antrieb und Bremsen
    Thun Coronado Kurbel 52 Zähne vorne
    Schwarze MKS Track Pedale (fast neu)
    Hinten Flipflop Nabe mit Bahnritzel 18 Zähne und Freilauf 16 Zähne – gute Stadt/Land Combo
    Neue KMC 1/2 x 3/32 Kette
    Neue Miche Performance Bremsen, modern und effektiv
  • Sattel
    Charge Spoon in weiß, neu
    SR Laprade Vintage Sattelstütze, schwarz geflutet
  • Laufräder, 
    No Name mit weissen Felgen und jeweils 36 Speichen
    Alu Bremsflanke für Felgenbremse
    Zuverlässig,  schwer, stabil und neu

Der Aufbau war nicht billig, schon der Rahmen und die Laufräder haben richtig Geld gekostet. Daher würde ich mir für das Rad 660 Euro wünschen. Dafür würde ich dann auch nach Wunsch eine passende Übersetzung montieren.

Alternativ gibt es das Rad auch mit anderen, filigranen Laufrädern (Novatec, rot eloxiert). In diesem Fall beträgt der Verkaufspreis 750 Euro.

Alles über das Colnago Super XL 1988 hier.

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Minerva Rennrad Rahmen

Minerva Rennradrahmen, vor ein paar Wochen günstig auf ebay geschossen, RH58, könnte also passen. Ist komplett unterverchromt und hat darauf eine Lackierung die so ähnlich wie Chrom aussieht, an den Übergängen der Kettenstreben kann man das ganz gut sehen. Der Rahmen ist übrigens recht schwer, ich denke da passt auch nur eine 26,4 oder 26.2 mm Sattelstütze rein. Zudem gibt es Ösen an Gabel und den hinteren Ausfallenden zum Anbau von Schutzblechen.

Vom Design her sieht das schon sehr gut aus. Shimano 105SC Steuersatz und Innenlager, angelöteter Hänger für den Umwerfer, Kabelführung nach hinten unter dem Innenlager und der Kettenstrebe, spricht alles für die erste Hälfte der Neunziger Jahre.

Die Lackierung ist schon etwas außergewöhnlich oder gewöhnungsbedürftig. Die Kreuzungspunkte der Rohre oben am an der Sattelstütze und unten am Innenlager sind weiß lackiert. Das Weiss wird dann zu einem Fischschuppen-ähnlichem muster das sich dann verläuft. Es erinnert mich ein wenig an die Lackiermuster italienischer Rahmen (Colnago? Chesini?), aber eine kurze Suche auf dem Web konnte meine Ideen nicht bestätigen. Panto M an den Hinterradstreben, die Gabel ist eine Pantos.

Ich habe den Rahmen jetzt erst einmal auseinander genommen und gereinigt. Die eine Tretlagerseite habe ich trotz massiven Einsatz von Caramba nicht entfernen können; dann bin ich heute damit zum Radhändler gefahren und der schaffte dass innerhalb von einer Minute gegen Beitrag in die Kaffeekasse. Seufz, es fehlt halt doch noch etwas zum Profi.

Die Verarbeitung ist ein wenig schuldrig, was man z.B. gut an den vorderern Ausfallenden sehen kann.

Denn dann stellt sich die Frage, was damit tun. Am liebsten würde ich den Rahmen als Testobjekt nehmen, ob sich der gesamte Lack entfernen lässt, ohne die Chromschicht darunter zu beschädigen.

Danke at Montabici für Infos.

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Jetzt noch weisser: Rotes Colnago

Colnago Super XL 1988, die weisse Variante mit Hipster Laufradsatz. Siet gut aus ist aber noch nicht fahrerprobt.

Heute geht es erst einmal mit dem Rad an der Aller lang nach Branunschweig. OK, Braunschweig liegt nicht exakt an der Aller, da werden noch ein paar extra Kilometer fällig. Blog Pause bis Sonntag.

 

 

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For Sale: Colnago Super XL 1988 Rot RH56

Fertig geworden: Ein Colnago Super XL; den Rahmen hatte ich vor ein paar Wochen gekauft. 

Über den Rahmen hatte ich bereits hier gebloggt. Ich war mir ein wenig unschlüssig, was ich mit dem Rahmen anfangen sollte, und entschied mich dann dafür das mit den Teilen, die sich in meinem Keller so über die Monate angesammelt hatten wieder aufzubauen. Allzu viel Geld ausgeben wollte ich nicht, der Rahmen ist Größe 56 (m-m) und passt mir überhaupt nicht. Also Single Speed.

Als Farbkombination dachte ich an rot – weiß und etwas schwarz und Chrom/silber also sehr klassisch.  Diese Fraben sind ja bereits alle durch den Rahmen vorhanden, mehr hinzugeben wollte ich nicht. Der Vorbau ist von ITM und der Lenker von Cinelli und stammt aus dem Fundus. Keine Ahnung von welchem Rad ich das mal abgeschraubt habe.  Ursprünglich hatte ich eine andre Kombination, aber dummerweise habe ich bei der das Gewinde zur Feststellung des Lenkers überdreht und das muß nun erst einmal wieder repariert werden.

Auch die Shimano 105 Bremshebeln mit weißen Gummis hatte ich noch aus einem Kauf. dazu passte ganz hervorragend der Rest aus schwarz-weiß karierter Bremshülle aus meinem Kotter Aufbau vom Juni.

Zunächst einmal habe ich die Pantos auf dem Rahmen und die geflutete Sattelstütze von SR Laprade neu ausgemalt. Das bringt relativ viel von der Ästhetik, ist eigentlich sehr überraschend. Dann rechnete ich einmal zusammen was ein idealer Aufbau kosten würde ….. das ging überhaupt nicht. Bei manchen Teilen wurden dann Abstriche gemacht (Miche Bremsen, Charge Spoon Sattel, Vittoria Reifen), bei anderen nicht (Fizik glänzend-weisses Lenkerband).

Ich hatte auch noch ein passendes italienisches Shimano 105SC Tretlager übrig (von denen habe ich bereits vier verbaut, funktionieren prima aber gekapselt ist halt doch soviel besser) und dann eine Thun Coronada Kurbel. Die rutscht leider auf dem Vierkant viel zu weit nach innen, ist das der Unterschied zwischen DIN und ISO Dimensionen? Macht nichts, dachte ich, kommt ja ohnehin nur ein Kettenblatt drauf – ging aber trotzdem nicht. Die Kettenblattschrauben sind leider auch besonders, am Ende halfen nur ein paar Unterlegscheiben aus dem Baumarkt.

Pedale sind MKS Track aus dem Fundus.

Ich werde dieses Rad in zwei Alternativen anbieten: Die Laufräder die man hier sieht sich recht teuer, Novatec rot eloxierte Bahnnaben, DT Swiss Revolution Speichen 2.0/1.5, Unterlegscheiben am Nabenflansch, schöne geöste Doppelkammerfelgen.  Ein Freilauf, Übesetzung 52/18 aber Platz für ein starres Ritzel auf der anderen Seite. Mit viel Aufwand, Mühe, Liebe und Geduld eingespeicht. Aber zu teuer. Es wird eine Alternative mit weißen Fixierädern geben, diese wird dann deutlich billiger.

Heute gefahren, passt alles. Stunde der Wahrheit ist für mich immer, wenn ich die Hände vom Lenker nehme. Das Rad muß schön geradeaus laufen und sich mit Gewichtsverlagerung einfach steuern lassen, sonst stimmt etwas nicht. Fährt sich aber alles prima.

Interessiert? So wie es hier steht: 750 Euro. Mit weißen Laufrädern, Bilder folgen: 660 Euro.

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Mountain Bikes

Ab und an lese ich Cross und MTB Blogs, wie zum Beispiel Querfeldeinfieber. Hobbit hätte ich wirklich gerne als Autor auch für dieses Blog. Ich habe nur ein halbes MTB, mein Cannondale Bad Boy. Ich weiss, dass ist kein richtiges MTB. Richtige MTBs sehen so aus:

via fixie collected.

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Regenträume in rot.

Heute in Bremen, Regen. Den ganzen Tag. Zeit zu träumen.

Ich ging mittags in den Garten und machte ein Foto von unserem „Ajisai“ Blumen. Auf Deutsch: Hydrangea, oder noch poppeliger: Hortensien. Wenn Ajisai in Japan anfängt zu blühen, dann bedeutet dies, dass die Regenzeit nahe ist. Die Blüten sind eigentlich immer nass. In Bremen blühen Ajisai fast das ganze Jahr, ist ja auch klar, denn es regnet ja auch die ganze Zeit.

Am Freitag kam mein neuer Colnago Rahmen. Rot, in Größe 58, aber eigentlich Mitte-Mitte 56cm und somit etwas zu klein für mich. Auf dem Rahmen steht „Colnago 1988 XL“ auf dem Unterrohr, also wollte ich erst einmal nachsehen, ob das wirklich so ist. Zum Glück gibt es Bulgier.net, mit einer recht großen Auswahl an alten Radmarkenkatalogen. Ah, der 1988er Colnago Katalog, mit einen offensichtlich noch sehr starken Ernesto. Auch noch sehr schlank.

OK, mal schauen. Vorne direkt ein Volo Carbon Modell, daß ich noch nie gesehen habe, dahinter Master, Masterpiu, Conic, Supersissmo und dann Super. Das ist aber nicht mein Super, da es weder Columbus SL Rohre hat (Aelle) , noch ovale Querschnitte bei den Hinterradstreben. Auch dieses hier ist ähnlich aber nicht gleich. Super, ich habe also ein Super das es nicht gibt, sogar in XL. Aber das ist halt so, oft kann man so etwas nicht rausfinden.

Mit Aelle Rohr, originaler Shimano 600 Ausstattung ist das wohl eher ein Mittelklasse Modell von Colnago. Typische Merkmale auf die ich immer schaue bei neuen Rahmen sind:

  • Rohr
     Oft sind keine Aufkleber mehr da, aber notfalls kann man auch nach dem Sattelstützendurchmesser gehen. Je größer, desto hochwertiger (Columbus SLX z.B. ist 27,2mm), aber über 27,2mm komisch.
  • Bremsaufnahme
    Wenn die Bohrungen für Innensechskantschrauben sind, dann ist das eher Achtziger. In den Siebzigern wurden Bremsen oft noch mit Muttern außerhalb der Aufnahme fixiert. Deshalb ist es manchmal auch schwierig moderne Bremsen an alten Rahmen zu befestigen, da die Achsen zu kurz sind.
  •  Anlötsockel für Umwerfer und Schalthebeln.
     In den Siebzigern tendentiell eher Schellen, ab den Achtzigern tendentiell eher Anlötsockel. Die Anlötsockel für Schalthebel scheinen mir eher da gewesen zu sein als für den Umwerfer. Oftmals ist das aber auch von der Klasse des Modells abhängig, da sich Innovationen, genau wie heute, zunächst im hochpreisigen Segment durchgesetzt haben.
  • Schraubnieten für Flaschenhalter
    Früher eher nur eine am Unterrohr, später eher zwei an Unter- und Sitzrohr.
  • Zugführungen
    Zunächst einmal Schellen für die Zugführung der Hinterradbremse über dem Oberrohr. Später dann angelötete Führungen (zwei oder drei), dann später Führung durch das Oberrohr. Das ist so ein Überbleibsel der frühen Aerodynamischen Phase.
    Schaltzugführungen lagen in den Siebzigern höher, d.h. sie wurden über dem Tretlager geführt, entweder mit einer Schelle am Sitzrohr oder mit längeren, angelöteten Führungen. Das Schaltwerk wurde dann von oberhalb der Kettenstrebe angesteuert. Später wurde die Schaltzugführung unter das Tretlager gelegt. Zunächst mit Stahl-, später mit Plastikführungen.
  • Ausschnitte im Tretlager
    Hat man früher gemacht, teilweise auch sehr elaborate Dinge wie das Logo der Marke (z.B. bei Colnago und bei Ciocc). OK, das macht den Rahmen leichter, ist aber keine gute Idee bei offenen Innenlagern. Bei meinem Union z.B. habe ich die Öffnungen mit Isolierband zugeklebt.
  • Andere Punkte
    Typische andere Punkte die etwas über Qualität und Baujahr aussagen sind die Ausfallenden hinten und vorne, Ösen zur Anbringung von Schutzblechen (schlecht), Pantographien an Sitzstreben, Gabel, Tretlager, Bremsaufnahme etc. (gut), Luftpumpenhalterungen, Anlötteile zur Befestigung von Rennummern, Art der Muffen, am besten mit Logos und Unterverchromungen des Rahmens.

Vermutlich habe ich noch vieles nicht verstanden, aber das ist vielleicht doch eine gute Zusammenfassung, um sich überhaupt einmal orientieren zu können. Das gilt alles nur für Standardrahmen aus runden Rohren, wenn es aerodynamisch und Gilco usw. wird, dann wird das alles noch ein wenig komplizierter.

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Ich schaute mir also den Rahmen an während im Hintergrund unablässig der Regen auf das Unkraut in unserem Garten fiel. So ein Rahmen ist eine neue Chance etwa komplett neu aufzubauen. Das ist etwa wie die Chance, die man im Leben nicht noch einmal bekommt. Man kann quasi alles damit machen: als klassisches Rennrad aufbauen, als Fixie, als komfortables Stadtrad, für wenig Geld, für viel Geld, epochengerecht, gemischt, funktionell…..

Das ist jetzt so etwa das 16. Rad das ich aufbaue und mittlerweile weiß ich recht genau was die größten geistigen Feinde dabei sind.

  • Die Ignoranz sich nicht mit dem Rad zu beschäftigen und auf die einfachste Lösung zu gehen. Also alles aus der gleichen, epochengerechten Gruppe und alles was man bisher schon gemacht hat und kann. Nichts neues auszuprobieren. Ist eigentlich ein Fehlen von Mut.
  • Die Optimierung im Sinne, das man jedesmal das schönste, tollste und bestaussehenste Rad bauen muß, daß die Nachbarschaft je gesehen hat. Endet meistens mit wenig Geld in den Taschen und einem wunderschönen Rad in der Garage, daß man dann aber nicht fahren mag da zu sensibel.
  • Die Ungeduld alles gleich und sofort fertig haben zu wollen. Also gleich bestellen, obwohl nicht richtig durchdacht und dann halt noch einmal weil es nicht passt. Kostet halt eine Menge Geld.

Also, ich laß das jetzt einmal so hängen und warte auf die guten Ideen.


 

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Canyon „Fabrik“ Tour

Schöner Artikel über Canyon, von Bike Radar. In Englisch.

An unfinished prototype of Canyon's new Speedmax CF time trial/tri bike

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