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Ich bin ein Gläubiger von den Affen

Eigentlich: „I am believer“ von den Monkees. Waren die cool. Nein, ich bin nicht so alt, als wenn ich die wirklich erlebt hätte. Aber ich kannte „I am a  believer“ (das übrigens von Neil Diamond geschrieben wurde) und in Japan ist das eine Hymne, ebenso wie „Yesterday once more“ von den Carpenters (mag ich nicht, deswegen auch kein Link).  Der gößte Monkee war Michael, jedenfalls war er der musikalisch talentierste.

Werder Bremen hat einen anderen Monkees Song „Daydream Believer“ zu seiner Hymne gemacht, die im Stadium gespielt wird, wenn das Spiel zu Ende ist. Afterburner, eine heiße Band aus Osterholz-Scharmbek. Wieder: Die Eingangshymne gefällt mir wesentlich besser, vor allem auf der Ukulele.

All dies ist aber nichts gegen die Version von Caterina Caselli „Sono Bugiarda“ . Worte verlassen mich an dieser Stelle, lasst Noten sprechen.

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Harz Finale : Was wirklich geschah!

Bevor heute Abend das falsche Finale angepfiffen wird, kommt hier erst einmal die wahre Geschichte des wahren Harz Finales.

Natürlich habe ich überhaupt keine Lust an einem Samstag am sechs Uhr aufzustehen. Vor allem dann, wenn die ganze Woche bei der Arbeit hart und größtenteils unerfreulich war und die Party am Donnerstag Abend schon in der 20., spätestens aber in der 36. Minute zu Ende war. Ich fuhr von der Party nach Hause durch die Straßen Bremens nach Hause und niemals irgendwann war es so still in der Stadt. Am Freitag Abend habe ich mich dann noch mit dem Fixie für eine Stunde ausgetobt, aber auch dann noch lag eine seltsame Mischung von Sommer und Melancholie meterdick hoch auf beiden Seiten der Wümme.

Der Wecker klingelte „LAUT !“ und ich hatte meine üblichen Visionen von entzündeten Sehnen, angeknacksten Knöcheln und usbekischen Geheimagenten die mich in einen handgeknüpften Teppich einrollen, auf ein Düsenkamel schmeissen und mich ab nach Taschkent  entführen. Da stellt sich alles als ein großer Irrtum raus, am Montag sitze ich bereits wieder an meinem Schreibtisch, in der Schublade ein Entschuldigungssschreiben des usbekischen Präsidenten. Jedenfalls war ich froh, das ich das ganze mit organisiert habe, die Verantwortung wiegt dann schwerer als sämtliche Unlust und das hilft mir aus dem Bett zu kommen.

Kurz vor Sieben war ich am Bahnhof und recht schnell trudelten auch Tobias (aka Tobias), Rote Sora (aka Silke), Blitzrad (today known as „Unglücksrad“) und Torsten und Karin ein. Das sollte es auch sein, aber hey, sechs starke Fahrer sind 50% mehr als ein Bahnvierer. Leider auch einer mehr als ein fünfer Niedersachsenticket. Am Bahnhof wurde noch kräftig eingekauft, denn wir alle hatten mehr oder weniger wenig gegessen. Der Regio nach Hannover war wieder nervig voll mit schweren Trekking und MTB Fahrern, so daß wir die übliche Angst um unsere Räder hatten. Am besten ist immer noch die Strategie: Abstellen, ins Abteil gehen, und setzen, Türe zu und nicht mehr darüber nachdenken. Mit ein wenig gutgemeinter Ignoranz gehen doch die meisten Probleme weg. Bei den meisten Kratzern an meinem Rad kann ich auch nicht mehr sagen wie neu die wirklich sind.

Die Stimmung war jedenfalls gut, mindestens so gut wie das Wetter. Intensivst wurde die faszinierende Routenplanung von Torsten und Karin diskutiert. Wir wollten alle auf den Brocken, zum vorletzten Mal als ich da in der Gegend war lag das Ding nämlich noch in einem anderen Staat. Das letzte Mal hatte Kaipi mich nicht gelassen. Vorher hatte der Staat uns nicht gelassen. Natürlich wollten wir auch alles auf die B4 in Bad Harzburg, vom Tour Magazin als eine der schönsten Radstraßen der Welt ausgezeichnet und wärmstens von Karin empfohlen. „Alluviale Schwemmlandschaften kreuzen sich hier mit erruptiven Granitformationen aus dem Pleistozän.“ war ihre recht einleuchtende Erklärung, der auf Anhieb niemand zu widersprechen wagte. Kreuzen ist auf jeden Fall schon mal gut. 

Natürlich durften auch Technikdiskussionen nicht fehlen bei einer richtigen Tour. Tobias z.B. hat nicht nur ein Jersey von Campagnolo (Tobias hat einen extrem verlängerten Oberkörper, so daß nur Campagnolo in der Lage ist Trikots für ihn zu fertigen die über den Bauchnabel reichen) , sondern auch alle Teile an seinem rad sind von Campganolo. Bis auf Schaltung, Bremsen, Laufräder und alles andere was Rose so an das Ding dran gebaut hat. Was Tobias aber nicht an seinem Rad hat sind Basaltfasern. Die habe nur ich, in meiner Ritchey Sattelstütze von Canyon und die sind unglaublich komfortabel! Jeder der schon einmal auf einem Basaltsofa gesessen hat, weiß wovon ich rede.

Das ist aber immer noch bequemer als eine Runde Rad auf meinem alten Cervelo Soloist S1 zu fahren. Das ist so hart, dagegen sind die Sitze der deutschen Bahn Mayonaise. Ansonsten unterhielten wir uns noch über Personen (Lance Armstrong, Balotelli, die hübsche Kassiererin bei Stadler) und ihr Eigenschaften (Arschloch, Arschloch und hübsch). Unterbrochen wurden wir von Rufen wie „Schau mal die Berge!“  „Der Brocken! Der Brocken“ Ui!“und so weiter. Und ehe wir uns versahen waren wir auch schon in Bad Harzburg, das kleine Bremen in den Bergen, wie es von seiner lokalen Bevölkerung liebevoll genannt wird. 

Datei:Bad harzburg station window.jpg

Das Bahnhofsfenster  zeigt die Stadt Bad Harzburg am 30. Januar 1933, seitdem hat sich wenig geändert, so daß wir anhand des Fensters einfach die Straße nach Braunlage finden konnten. Zum Glück hatte Torsten ja bereits alles auf seinem Garmin programmiert, den Rest hatte Karin im Kopf. Es stellte sich dann nur leider heraus, das die B4 irgendwann nach 1933 in eine 12 spurige Autostraße umgebaut worden war, auf dem Radfahrer eine Überlebenschance unwesentlich kleiner als 0,0000000000000001% haben. Pro Minute. Zum Glück hatte Torsten ja noch seinen Garmin, in dem er einfach „Braunlage“, unser Ziel eingab, und das ihm dann, während mir mehr oder minder sinnlos konzentrische Kreise durch Bad Harzburg fuhren, ausrechnete wo es lang ging. Die Tatsache, dass das Gerät eine Entfernung von 346 km angab (Angeber!) hätte uns irgendwie stutzig machen sollen. Nach einer halben Stunde kannten wir Bad Harzburg bereits recht gut und Torsten fuhr voll in ein parkendes Auto das laut Garmin nicht hätte da sein dürfen. Karin hatte die Route anhand von geologischen Formationskarten geplant und verlangte nun nach 3 km tiefen Kernbohrungen um die Position und Richtung zu überprüfen. Der Rest fuhr einfach hinterher. Das macht Spaß, wenn es einen Weg mit 50 km/h runter geht und weniger Spaß, wenn es den gleichen Weg mit 15 km/h wieder hoch geht – und man dann letztendlich immer noch am Stadtrand von Bad Harzburg steht. Der Stimmung tat aber all dies keinen Abbruch. Zum Glück trafen wir auf ein paar Bauarbeiter die uns dann den richtigen Weg nach Wernigrode zeigten. Das fanden wir dann auch ein besseres Ziel als Bad Harzburg und machten uns auf den Weg dorthin.

Jetzt kamen wir auch gut voran unter blauem Himmel, flockigen Wölkchen und dem Brocken auf der rechten Seite. Das Terrain ist doch ein wenig anders  als in Bremen. Es geht so rauf und runter, nicht zu viel aber ständig. Ist ein bißchen wie eine Woche im Leben wenn man älter wird. Die großen Pässe liegen hinter einem, aber es gibt zum Glück noch hier da ein wenig Aufregung im Alltag. Und schwupps waren wir in Wernigerode. Na ja, schwupps heißt nach gefühlten 24 Stunden, unsere Mägen waren leer, so daß wir zunächst einmal ein Restaurant aufsuchen mussten um etwas zu essen. Dieses Restaurant ist dafür bekannt, dass es leistungsfördernde Gesundheitskost zu günstigen Preisen verkauft. Und so machten wir uns frisch gestärkt auf den Weg nach Schierke, wo wir dann den Anstieg auf den Brocken wagen wollten.

 Blitzrad (hier noch) und Tobias in Wernigerode. Die Masse da vorne ganz hinten ist der Brocken.

 Das machte jetzt richtig Spaß. Die Anstiege wurden langsam knackiger  und das Tempo etwas langsamer. Aber raus aus der Stadt und bei so einem Wetter in der Natur – das war schon prima. Langsam ging es nun von etwa 200m auf 500m, immer schön mit Schildern am Straßenrand, so dass wir wussten wie viel wir bereits geschafft hatten. Linkerhand kam ein Parkplatz an einem Bahnhof der Brockenbahn wo wir kurz Rast machten. Karin, so stellte sich später heraus, wurde von einer Bande wilder Erdbeeren überwältigt, die sie mächtig aufhielten so dass Sie später zu uns stiess. Tja, sie fährt halt mit offenen Augen durch die Welt. WEnn man mich fragen würde, was ich auf der Fahrt nach Schierke bemerkt habe, dann würde ich vielleicht sagen „Mein Vordermann fuhr einen Conti GP4000S in schwarz“ oder „Scheiß Belag!“ Wir bewunderten dann aber trotzdem die Auswahl an Brause und Erbsensuppe und waren froh bereits gegessen zu haben.

Und dann, schwupps, waren wir in Schierke und machten uns direkt auf den Weg. Tobias und Torsten nutzten noch schnell die Gelegenheit vor dem Anstieg ihr Körpergewicht zu optimieren. Ich fuhr so vor mich hin, bis ich von Tobias überholt wurde, aber dann legte ich auch einen Zahn drauf, de Anstieg war so bei 3 bis 4% im Wald, schön kühl und das ganz machte viel Spaß. Leider ging dem Brocken dann irgendwo der Wald aus und die Anstiege wurden steiler so dass es dann wesentlich anstrengender wurde. Aber zum Glück gibt es dann zwischen durch auch wieder ein paar flache Stücke, bis man dann zu eine Bahnüberquerung der Brockenbahn kommt. Von hier aus ist es nur noch einen Kilometer bis nach ganz oben, aber leider wird der Straßenbelag wirklich mies und das Stück ist total voll mit Fußgängern. Diese sind schon recht platt vom Anstieg und nicht sehr kooperativ, so daß man sich an den steilen Rampen seinen Weg durch eine Kombination von Schotter und Hindernissen suchen muss. Und dann ist man oben. 

Für Blitzrad, in seiner jugendlichen Stärke war das alles natürlich viel zu einfach gewesen, so dass er am Ende, kurz vor dem Ziel sein Schaltwerk durch die Speichen zog um den Schwierigkeitsgrad der ganzen Geschichte zu erhöhen. Zum Glück fanden wir einen MTBler mit Kettennieter, so daß wir sein Rad auf Single Speed umbauten.

Man beachte das Fabribat der Kurbel: „Full Speed Ahead“ wurde zunächst zum „Singele Speed Ahead“ und später dann zu „No Speed Ahead“

Wir hingen dann erst einmal eine Weile auf dem Brocken rum, bis wir dann alles gerichtet hatten. Die Abfahr ging dann zunächst über den sehr miesen letzten Kilometer, aber dann wurde die Straße besser, schnell und es waren viel weniger Leute da. Ab und an nervte ein Pferdewagen, aber es machte richtig Spaß und wurde richtig schnell. Nachher im Zug zückten wir alle unsere Tachos, ähnlich wie beim Autoquartett und sagten „Maximalgeschwindigkeit: 65 km/h  erst!““ oder ähnliches. Unglücksrad, dem das alles noch nicht schwierig genug war, hatte nun die super Idee auch noch seine Kette reißen zu lassen. Zum Glück ging es aber größtenteils nur noch bergab, so das wir ihn zwischen uns nahmen und anschoben. Das klappte recht gut. Das sind immerhin fast 30 km vom Brocken bis zum Bahnhof in Wernigerode. Abwärts laufen lassen, dann wieder schieben, wir wechselten uns da immer ab, aber wir waren enorm schnell und schwupps am Bahnhof. Blitzrad aka Unglückrad aka Keinradmehr wartete dann dort auf den Zug nach Hannover und der Rest machte sich auf den Weg nach Bad Harzburg wo wir dann in den selben Zug einsteigen wollten. Zurück ging es echt fix. Also überhaupt kein Vergleich zu der Hinfahrt. Irgendwie waren wir einfach schnell und dann …. da. 

Schnell die Sachen aus dem Schließfach, die anderen gehen schon zum Gleis. Ich wollte mich noch umziehen mit frischen Sachen, da ist aber keine Toilette und auch keine Zeit. Egal, Hose runter und so steche ich einige Sekunden nackt in der wunderschönen Bahnhofshalle von Bad Harzburg bevor ich auch zum Gleis gehe. Der Zug mit Keinradmehr kommt, aber er sitzt viel zu weit vorne und in der Mitte ist der Zug getrennt, so daß wir ihn nicht bis Hannover sehen. Bei uns ist die Stimmung gut, wir haben eine Menge erlebt und Silke hat zum Glück eine Tüte Haribo dabei um uns aufzubauen.

Neben uns im Abteil ist eine Gruppe von Kindern die einen Geburstag im Zoo von Hannover gefeiert haben. Die beiden erwachsenen Betreuer geben uns die übrigen Möhren und Paprika, so daß wir langsam wieder zu Kräften kommen. Und schwupps sind wir wieder in Bremen. Im Endeffekt sind wir so um die 110 km gefahren (der Tachovergleich im Zug zeigte dann doch sehr unterschiedliche Werte an die von 110 bis 166 km/h reichten. Torsten hatte die wenigsten km da er über ein Auto gefahren war wo alle andren einen weiten Schlenker gemacht haben. Und vielleicht so um die 1.500 Höhenmeter, wenn man dem Barometer glauben darf.

Das wahre Harz Finale hat mächtig Spaß gemacht. Und in diesem Sommer noch ist dann  Harz II geplant. Die ursprüngliche Idee dabei war, daß man ohne Fahrkarte von Bremen nach Bad Harzburg kommen muß, und sich dann dort ein Rad „besorgt“ um die Tour zu fahren. Na ja, vielleicht machen wir das dann doch anders. Wie das wahre Harz Finale gezeigt hat, gibt es immer Differenzen zwischen Plan und Wirklichkeit.

 Danke an alle die dabei waren – wir werden noch in Jahren darüber sprechen. Unsere Enkel werden dann sagen „Oma/Opa, hör auf wieder vom Harz zu erzählen, das habe ich schon so oft gehört.“ Na ja, das sagte ich ja auch zu meinem Opa, der in den Vierzigern im Russland nicht zum Radfahren war. 

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Reminiszenzen an den Giro d’Italia 2012

Der Giro d’Italia 2012 – was für eine Spannung. Reminiszenzen – was für ein Wort.

Letzteres mußte ich erst einmal auf dem Web nachschauen um es auch ja richtig zu schreiben. In der WordPress Rechtschreibprüfung ist das jedenfalls unbekannt.

Sven, äh Harald (Hallo Blizzrad!) und ich trafen uns heute um 19 Uhr am Kuhsiel um eine gemütliche 60 km Runde zu drehen. Vordergründig. Hintergündig wollten wir auf unserer Tour die wichtigsten Momente des Giro d’Italia nachstellen. DAS MACHEN WIR JEDES JAHR SO, SEITDEM WIR UNS KENNEN:

Der Giro d’Italia begann am 5. Mai mit einem individuellen Zeitfahren in Herning, einer kleinen italienischen Stadt in Dänemark.  Das Zeitfahren wurde gewonnen von Taylor Phinney, einem jungen Amerikaner. Dieser historische Moment wurde von einem jungen Bremer nachgestellt:

Tja, ziemlich schwer zu entscheiden, welches Foto vom Giro und welches von heute Abend ist, oder? Tip: Beim Giro wird im Regelfall ohne Lampe am Rad gefahren!

Einer der Stars beim diesjährigen Giro war wie zu erwarten Mark-Yoko Cavendish. Seine Antritte bei den Zielsprints waren von einer unglaublichen Dynamik geprägt.

Leider gingen uns bei diesem Bild die Statisten aus, also: Tyler Farrar links und Roberto Ferrari rechts imaginieren. Wie man dann übrigens stilvoll im Ziel jubelt mit der entsprechenden Nonchalanche einer Deutschen ohne „Ich freu‘ mich jetzt tierisch“-Gene zeigte uns Yoko-Ina Teutenberg bei der Tour De Idaho gestern:

Beim Giro  ging es derweil ziemlich schnell in die Berge. Da es in Dänemark davon leider nicht allzuviele gibt, mußte der Giro dann zwangsläufig in Norditalien durchgeführt werden. Eine gute Show lieferte dabei der junge Kolumbianer Rigoberto Uran Uran (Auf Deutsch Rigoberto Atom Atom), den wir hier beim Aufstieg am Stelvio sehen.

Dieses Foto in Niedersachsen nachzustellen ist aus verständlichen Gründen schwierig, uns aber dennoch gut gelungen.

Mit ein wenig Fantasie kann man sich aber fehlende Elemente der Bildkomposition gut vorstellen.

Zurück zu Mark-Yoko Cavendish. Der hatte etwas Pech als er auf der 18. Etappe im Sprint knapp von dem jungen Italiener Andrea Guardini im neon Jersey geschlagen wurde. Er ärgerte sich dabei gewaltig, zumal er ja auch extra Frau und Kind gebeten hatte zu kommen und ihm beim siegen zuzusehen. Na, da hing der Haussegen wohl erst mal schief, auch wenn das Kind ohnehin noch nichts mitbekommt. Bei seiner Frau ist man sich nicht so sicher.

Cavendish clearly frustrated that Andrea Guardini beat him in the sprint. Cav later tweeted, "Pretty angry to be beaten when my team set me up like today. I was lazy & left the sprint 50m too late. @andreaguardini was FAST! Congrats"

Wie jedes Jahr endete der Giro in Mailand. Vor der imposanten Kulisse des Mailänder Doms und seinen beiden Kuppeln („il due cuppola grande della cathedrale di Milano“ bei 1:55).

Unser Abend hingegen endete mit einem Sonnenuntergang vor den Brückenpfeilern der Energiewende.

Danke an Gerit für die Fotos. Gerit ist ein cooler Typ: Gelbes Pinarello Vuelta, komplette Campa Chorus Gruppe und Campa Atlanta 96 Laufräder. Danke an Harald, war gut. Bis morgen dann.

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Olmo blau, Superb Pro und Ofmega Mistral

Ofmeg Mistral Kurbel, der berühmte Ninja Wurfstern. Wollte ich schon lange haben, wurde aber bislang nur bei amerikanischen Ebay Händlern NOS für $250 plus verkauft, also viel, viel zu teuer. Aber wie das im Leben so spielt, zufällig dann doch irgendwie dran gekommen.

Bei de Gelegenheit auch den Shimano 600 Umwerfer ausgewechselt. Zunächst auf Dura Ace 7400. geht aber nicht. Dann auf Campagnolo Triomphe. Nicht das beste Model schaltet aber wenigstens. Anti-Gruppitis Pillen geschluckt.

Bei der Gelegenheit kam dann auch das neue Suntour Superbe Pro Schaltwerk dran.

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Amstel Gold und Syke Silber

„Hallo, ich bin der Norbert.“ Hände wurden geschüttelt.

Da werden ja heute eine Menge Jungs mitfahren dachte ich, als ich an der Ampel vor der Erdeerbrücke stand und gleich zwei neue Gesichter mit Jerseys des TCB (Teeny Club Bremen) neben mir warteten.  So langsam ging mir auf, daß ich vielleicht neben der Konkurrenz stehen würde.

„Äh, seit ihr vom Club Bremer Triathleten?“ 
„Was???? Natürlich nicht, wir sind vom Triathleten Club Bremen!“

Ein Tag der anfängt wie ein nie gedrehter Radsportfilm von Monty Python kann kein schlechter Tag werden. An der Weserbank (die Bank mit der Hausnummer Wehrstraße 1) warteten schon eine Menge Mitfahrer, insgesamt wurden es mit mir sechs heute: (Namen geändert): Onne, Aufdi Hügel, Drücker, Jan (Nachname) und Godzilla. Gerhard Polt, ein Name bei dem ich mir nicht sicher bin ob er überhaupt in Norddeutschland zitiert weden darf, hat zu so einer Ansammlung von potentieller Kraft einmal gesagt: „Wir waren ein Haufen PS.“

Und schon ging es los. Leider bin ich völlig überfordert hier wiederzugeben wohin wir denn gefahren sind. Wenn ich fragte, dann hieß es „südlich von Syke“, was nach allgemeinem Verständnis etwas anderes bedeutet als „südlich von Bremen.“ Als ich nach Hause kam, hatte ich aber mehr als 300 Höhenmeter auf dem Tacho, und das ist bei 76 km Strecke insgesamt doch eine ganze Menge. Teile der Strecke waren die schwierigsten Teilstücke aus dem Frühjahrsklassiker „Barrien Butterkuchen RTF“.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wir kamen nach Heiligenfelde. „Ist nicht hier die Mühle, wo wir letztes Wochenende waren?“ „Nein, das ist Heiligenberge.“ „Was, ist das hier schon Sudwehye?“ „Nein, das ist hier Sudwalde.“  „Wistedt oder Wilstedt?“ „Nein, Ristedt.“ Irgendwie hatte ich das Gefühl, noch nicht in der Heimat angekommen zu sein. Als ich nach 12 Jahren Tokyo im Mai 2010 nach Bremen mit meiner Familie zurückkehrte, hätte ich vielleicht doch das Angebot meines Arbeitgebers für ein sechsmonatiges Resozialisierungstraining im Auffanglager Friedland annehmen sollen. In Japan hießen die Orte durch die ich fuhr etwa Higashimatsubara (Östlicher Kiefernhain), Yamabushitoge (Pass der kriegerischen Mönche) oder Okutamakoeki (Bahnhof am inneren Juwelensee), also einfach merkbare Namen mit assozierbaren Begriffen. Aber hier? Okel? Neu-Bruchhausen? Riede? Felde?

Update: Danke an Enno für die Daten der Runde:
http://www.sports-tracker.com/#/workout/enno/d2blse5ggrufm067

Ein Haufen PS fuhr also willen- und orientierungslos, aber schnell durch die Gegend. Mit Drückerwind ging es ganz gut raus und wir machten schön unsere Kilometer. Aufdi Hügel ging fast an jedem Berg in die Eisen und der Rest von uns hatte Mühe ihm zu folgen. Danach fanden wir uns als Gruppe aber immer wieder zusammen. Insgesamt war es deutlich anstrengender als das letzte Wochenende, auch wenn wir am Ende weniger Kilometer in den Beinen und auch einen langsameren Schnitt gefahrenn sind. Am Ende mussten wir danna uch gegen den Wind fahren, aber ich will nicht motzen, Aufdi machte viel Arbeit an der Spitze und das Wetter blieb zum Glück trocken.

Nach 2 1/2 Stunden waren wir wieder zurück an der Bank und konnten nun nach Hause fahren, um den eigentlichen Wochenendtätigkeiten nachzugehen: Terassen bauen, Kaffee trinken, Sesselförmige Ansehstücke im Wohnzimmer bewundern und vor allem wohl duschen und schlafen. Ich setzte mich vor den Fernseher und schaute mir das Amstel Gold Race an. Das einzige große Radrennen das klingt wie eine Biersorte. Erstaunlich wie viele Berge es in Holland gibt, aber erstens sind darüber ja schon Lieder darüber  geschrieben worden und zweitens habe ich ja doch den Verdacht, daß es sich um ein und denselben Berg handelt. Ich bin mal mit Muckel und Rote Zora in einem Wohnviertel in Ritterhude rumgefahren auf der verzweifelten Suche nach Bergen als Vorbereitung für die Transalp. Das war durchaus ähnlich. Außerdem konnte ich feststellen das im Gegensatz zu der Tour de France, die Kühe mit dem Peloton über das Feld laufen. Und dieser junge Franzose, Bradet war sehr mutig aber noch besser hat mir Skysurfer5, auch bekannt unter dem Namen Oscar Freire gefallen.

Der hatte sich ja heute morgen um 4 oder 4 aus Bremen weggeschlichen, angeblich um in den Harz zu fahren und Höhenmeter zu sammeln. Das war aber kein Harzer, sondern Limburger Käse was er schrieb, denn er fuhr direkt nach Holland und fast hätte er es auch geschafft das Rennen zu gewinnen. Das war wirklich spannend.

Zeit die Dienstagsbank wieder zu beleben (Dienstags, 19 Uhr Haus am Walde). Oder die Donnerstagsbank.


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Noch einmal: Ronde van Vlaanderen, beste Photos

Von Straightblacknosugar. 

Arbeitsgerät vom Team Sky, aufgereiht.

Alles andere von Cycling Tips

The beautiful city of Brugge

Tour of Flanders 2012

Tour of Flanders 2012

Tour of Flanders 2012

The moment where Pozzato put Boonen in a bit of strife on the Paterberg

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Fertig zum Einspeichen

Mal wieder blaue Phase.

Dieses Frühjahr wird mein blaues Olmo Evolution One ordentlich „gepimpt“, um dann im Sommer als Olmo Evolution Two gute Dienste zu leisten. Das blaue Olmo war wirklich ein guter Kauf, es ist schnell, elegant und riesengroß. An dem Olmo ist derzeit mein erster, selbstgebauter Laufradsatz montiert: Mavic Open Pro Felgen mit Maillard Hochflanschnaben und irgendeinem Schraubbkranz, der aber leider eiert. Speichen wie üblich DT Swiss Competition (2,0 / 1,8) und DT Swiss Messingnippel. Schön, aber nicht extravagant.

Wirklich schöne Naben sind die Mavic 500. Ich hatte mal einen Laufradsatz damit gekauft und Tobias hat mir den dann hochglänzend aufpoliert. Die Vorderradnabe ist an meinem Union Fixie und mit der Hinterradnabe wusste ich lange Zeit nichts anzufangen. Zum Glück gab es dann aber die Gelegenheit noch eine VR zu kaufen. Zusammen mit einen Paar blau eloxierter Rigida Nova Felgen möchte ich das nun zu einem Laufradsatz für das Olmo aufbauen.

Im Prinzip recht konventionell, 3-fach gekreuzt, DT Swiss Revolution vorne, DT Swiss Competition Speichen hinten. Dazu blau eloxierte Hexagonalnippel aus Messing. Mit denen kann man wesentlich mehr Spannung auf das Rad bekommen und da die von innen angezogen werden, verkratzt die sichtbare Oberfläche auch nicht.

Ich habe immer Probleme mit dem Spannen von Speichen. Ich möchte ganz wie der große Schweizer Laufradpabst Gerd Schraner das gesagt hat, soviel Spannung wie möglich drauf geben, am liebsten so um die 1.000N, aber dann brechen mir oft die Nippel während des Aufbaus weg. Mal sehen, ob das mit den Hexagonalnippeln besser wird.

Dazu noch Schwlbe Felgenband 16mm (ebenfalls blau), Continental Schläuche (gelb, komplementär) und blaue Continental Gradn Prix 4000 Reifen ebenfalls in blau.

Das Mavic Logo auf den Naben habe ich selber mit Acrylfarbe eingefärbt. Sieht nicht so toll aus, von weitem merkt man aber ohnehin nichts.

Zum Einspeichen fehlt jetzt nur noch eine gute Flasche Rotwein.

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Das rote Olmo

Ich wollte nicht. Ehrlich.

Aber gestern saß ich vor dem PC und schaute bei Ebay Italia vorbei was es so alles nues gibt. Und  da stellte ich doch fest, dass ein alter roter Olmo Rahmen von 1975 jede Minute erteigert werden konnte. Na ja, viel zu alt und dann vermutlich auch nicht gerade in einem brisanten Zustand. Obwohl, €40 Mindestgebot ist ja auch nicht viel. Aber das Ding ist ohnehin zu klein. Und was soll ich schon damit aufbauen“ Na ja, also €50 könnte man ja schon mal eintippen, man muß ja kein Gebot abschicken. Ne, also das ist nichts. Obwohl jetzt so 20 Sekunden vor dem Abpfiff, also €50 ist ja nicht so viel und das kauft ja bestimmt sowieso ein finanzkräftiger Sammler aus Japan oder den USA. Aber nein, viel zu riskant und sowieso keinen Platz in der Garage. Also sitze ich da und denke nach, so etwa 10 Sekunden vor dem Achluß und dann kommt plötzlich meine Tochter durch die Tür und zwar so unglücklich, dass ich mich erstens fürchterlich erschrecke und zweitens aus Versehen auf die Maustaste drücke und damit drittens der Höchstbietende für diesen Olmo-Rahmen bin.

Da leider aus welchen Gründen auch immer, die gesamte nordamerikanische und asiatische Sammlerwelt gerade nicht nach Italien gesschaut hat, bleibe ich auch der Höchstbietende und werde nun in Kürze Besitzer dieses Rahmens sein. Ich wollte das aber nicht. Ehrlich.

 

 

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Dura Ace Schaltwerk RD7400

1988

Persönlich finde ich ja, dass Dura Ace heute eine Gruppe ist für Leute die zuviel Geld haben und 5% bessere Leistung oder leichtere Komponenten haben wollen als die halb so teuere Ultegra Gruppe.

Das war aber nicht immer so, wenn es denn so wäre. In den Siebzigern kämpfte Shimano gegen die Qualitätsweltherrrschaft von Campagnolo und musste Komponenten entwickeln die deutlich besser und billiger waren als der Rest der Welt. Das Ergebnis ist bekannt: Shimano regiert heute die Welt in jedem Marktsegment, Suntour, Modolo, Gipiemme, alle Franzosen etc. sind verschwunden. Campagnolo lebt im wesentlichen von der eigenen Legende und lediglich SRAM bietet, gestützt auf den MTB Markt Paroli. Vom Design her ist Shimano heute etwa gleich langweilig wie Toyota. Wirklich, wenn ich mir heute die Teil von Shimano ansehe kann ich nichts besonderes entdecken. Und die Kurbeln, die zunächst nur in der Dura Ace Gruppe waren und nun überall zu finden sind – schrecklichst. Mit überall meine ich übrigens nicht Sora und Tiagra, so tief kann man ja nicht sinken.

Um das gleich klarzustellen, ich benutze Shimano an meinen Rädern, denn technisch ist das alles astrein und die Kosten sind vergleichsweise OK.

Ja, aber früher, da hatte Shimano sehr schöne Komponenten, ohne Zweifel. Ich liebe die Golden Arrow (Vorläufer der 105) und die Arabesque Gruppen für ihr Design. Technisch ist das ja von heute aus betrachtet ziemlich Müll. Vor allem die Bremsen. Shimano wird in die Geschichte eingehen, als die Firma die erstmals eine kommerziell erfolgreiche elektronische Schaltung auf dem Radmarkt eingeführt hat. Daneben hat Shimano aber auch noch ein paar andere, leider heute unterschätzte Technologiesprünge gemacht, wie zum Beispiel die famosen Dura Ace 7403 Bremsen 1991. Die ersten Bremsen die auch wirklich bremsen auf Basis von dual pivots.

Hier ist ein anderes klassisches Designstück, das Dura Ace Schaltwerk RD-7400 von 1988. In der ersten Stufe noch für 6-fach Schaltungen, später dann hochgepimpt auf 7-fach und 8-fach. Sieht einfach top aus, mit diesem silbergrauen Finish und den fließenden Linien, eben wie ein Stück Design und nicht etwas was grob aus einem Stück Metall gehobelt wurde. Erstaunlicherweise ist das obere der beien Schaltwerkrädchen, also das, welches näher an der Kassette liegt, noch asu Stahl gefertigt. Das habe ich später nie mehr gesehen und ist vermutlich auch völlig unnötig, sieht aber spitzenmässig aus.

Und das Design mit dem Dura Ace Logo auf schwrzem Hintergrund ist ja dermaßen von der Konkurrenz geklaut.

Das Teil kommt wahrscheinlich an mein blaues Olmo, wo es ein Golden Arrow Schaltwerk ersetzen wird. Auch kein schlechtes Teil. Evolutioin drei.

 

 

 

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Fernsehen

Despite the fact that I was raised in the sixties and seventies, my parents didn’t own a television set for quite a while. I was forced to go to my grandparents who were living next door when I liked to watch TV. From this angle the bike almost looks like a stealth fighter plane.

My favourite programs as a kid were „Krempoli„, „“Stanley Beamish, „Mini-Max“ and the Augsburger Puppenkiste, a marionette theater that would make any kid of today asleep within 10 seconds. Michael Ende, Ottfried Preussler and Max Kruse all wrote famous pieces for the programm and one I remember in particular were the stories about Urmel. And the charcter I liked most was the sea elephant. One day, when I retire, I want to become like the sea elephant from Urmel. So this is perhaps why the name OLMO, which is or was one of the famous Italian steel frame builders of the sixties, seventies and eighties, is high in my personal list. When I started to become interested in old steel bikes a long time ago (autumn 2010, to be precise), the first bike I fell in love with was the Moser Leader AX evolution This is a nice frame but it very hard to get them in large sizes and . now it is somewhat too modern for me with TIG welded joints and unifork. The second bike I fell in love with was an Olmo. I now own too Olmo frames (I have sold the Faggin and the Peugeot in the meantime to finance them). and the blue one from the Nineties will become my commuting bike and the white „Olmo from the Ice“ will become the showpiece. Still a lot of choices to be made, but here are some photos showing the actual status after working on the bike today. The frame was rusty and in poor conditions when I got it first from Vienna. It was grit-blasted and painted and I bought a set of new decals. Almost every component has a special story. Note the leather grips on the track handle bar, the Shimano 600 AX aero brakes and the Arabesque shifters. There’s so much to write – but another time when the bike is ready. Enjoy the photos.

Campagnolo Super Record Brake Lever with Olmo Pantographs plus leather grips. Shimano 600AX front brake – Eighties arero craze porn The cockpit: Olmo stem with Italian flag Pantographed fork and Arabesque shifters Gran Compe Saddle Front view on pave Rear view on pave Posted by mob at 07:13 Labels: 2011, bremen, Mob, Olmo

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