Archiv der Kategorie: Meine Räder

Peugeot Galibier

Ich saß in Bremen und konnte nicht raus.

Also raus zum radfahren. Es war Winter 2010, das Wetter war mal wieder grauenhaft nass und kalt und eklig und selbst mit der Allwetter-Gazelle und drei Meter langen Schutzblechen hinten und vorne hätte da fahren keinen Spaß gemacht. Also machte ich dass, was alle Menschen machen die keinen Sport treiben: Ich saß vor dem PC und klickte mich durch die weltweite Gegend. Bei Ebay fand ich einen presiwerten Peugeot Galibier Rahmen der mir gefiel und den kaufte ich.

Nach meiner Gazelle, dem Peugeot SB und einigen Rahmen die ich für Hiroshi von C-Speed in Japan zum weiterverkaufen eingekauft hatte, war dies der erste Rahmenkauf mit dem Ziel etwas eigenes zu bauen. Ich hatte so etwas noch nicht gemacht aber ich wollte einmal anfangen und die Zeit nutzen, die ich nicht fahren konnte.

Der Rahmen war aus Reynolds 501 wohl aus den Achtzigern. Es kam ohne Tretlager, aber mit Steuerkopflager, Chromgabel mit Peugeot Löwen Pantographen und Sattelstütze. Ohne die Sattelstütze wäre das Ding auch wertlos, denn das ist eine Stütze nach dem „Quill-Stem Prinzip“, die also ähnlich fixiert wird wie ein 1″ Vorbau über eine Schraube oben in der Sattelstütze und einen Schiebkeil der sich gegen das keilförmige Ende der Sattelstütze im Sattelrohr verschiebt und diese so verklemmt. Das Moser Leader AX Evolution hat so etwas ja auch. Wahnsinnig schwer zu bekommen, wenn es nicht mit dem Rahmen geliefert wird.

Der Radhändler um die Ecke hat mir erklärt, dass sich dieses System, obwohl natürlich (a) gutausehend und (b) etxtrem arodynamisch also (c) quasi ein Cervelo-Verläufer, nicht durchgesetzt hat, weil im Gegensatz zu einer Sattelstützenklemme am oberen Rad des Sattelrohrs ein Spalt entsteht durch den Wasser dann in den Rahmen eindringt und den Keil destsetzt bzw. zum Tretlager hin runterläuft. Das gleiche Problem gibt es natürlich auch im Steuerkopf, dort soll es aber nicht so schlimm sein, da Wasser unten wieder rauslaufen kann. Also, so erklärte er mir das, ehrlich.

Zugverlegung durch Ösen auf dem Oberrohr. Keine Anlötung für den Umwerfer, daher Schelle. BSA Tretlagergewinde. Anlötsockel für die Schalthebel. Eingelassene Bremsenverschraubung. Also typisch Achtzigern, so ein Mittelding zwischen alles angelötet und alles drangeschellt.

Ich hatte die Idee da Rad mit Shimano Golden Arrow Komponenten, den gedanklichen Vorläufern der heutigen 105er Gruppe, aufzubauen. Ich mag einfach diese goldene Pfeilprägung in den Komponenten, dass sieht spitzenmässig aus für meinen Geschmack. Mühsam kaufte ich mir Umwerfer, Kurbel, Schaltwerk, Rahmenschalthebel und Bremsen auf Ebay zusammen. Bei dem Sattel entschied ich mich für einen sehr schicken Charge Spoon in braun. Bei dem Lenker wollte ich es besonders gut machen und wir den Traum von einem  Bullhorn Track Lenker erfüllen. Die Kabelverlegung war dann so schweirig, dass ich das gar nicht allein hinbekommen habe, ein schönes weißes Lenkerband versaute und dies meinen Radhändler machen ließ. Das Lenkerband war noch einmal orange, aber damit neigte ich meine orange Phase auch dem Ende zu.

An das Rad kamen auch die ersten Laufräder, die ich mir selber gebaut hatte. Ich hatte also einen Satz alter Laufräder mit Maillard 700 Naben gekauft und dann die Speichen durchgetrennt und die Felgen (Mavic Schlauchreifen) wieder verkauft. Nun wollte ich den schruabkranz von der Nabe holen, was aber ohne Felge nicht geht, denn man spannt ja den Freilauf ein und dreht die Felge dagegen, um den Schraubkranz abzubekommen. Das sagte mir dann auch mein Radhändler. Der machte sich dann die Mühe das Hinterrad wieder provisorisch einzuspeichen und den Schraubkranz zu entfernen. Ich kaufete mir dann ein paar teure Mavid Open Pro Felgen, weil ich irgendwo gehört hatte, daß dies die besten sind (die sind auch gut, keine Frage) und specihte die ein. Ich hatte wahnsnnig Angst, dass ich die falsche Speichenlänge kaufe, aber heute weiß ich, dass Speichenlänge nicht soooo kritisch ist. Als alles fertig eingespeicht und einigermaßen znetriert war habe ich das Rad zum Händler gegeben und der hat danna uch für die notwenidge Spannung auf den Speichen gesorgt. Ich konnte das damals noch gar nicht, heute bin ich ja eher mit zuviel Spannung bei der Sache.

Dann war das Rad fertig und es war Zeit für die erste Ausfahrt nach Wasserhorst. Natürlich war ich superstoly, dass ich das alleine zustande gebracht hatte, aber das Rad war langsam und das fahen mit dem Tracklenker irgendie schon sehr ungewöhnlich. Also ich mochte das nicht. Obwohl es ja eigentlich so ähnlich wie ein umgekehrt montierter und dann abgeschnittener Rennlenler aussieht, ist das gefühl beim lenken ganz anders. Als wenn man wahnsinnige Bewegungen ausführen müßte, weil man so weit vorne von der Lenkachse her gesehen anfassen muß.

Also haeb ich in der Evolutionsstufe Eins den Tracklenker wieder abgebaut und durch eine hübsche, gerade und  orange Lenkstange ersetzt. Das passte auch sehr schön zu dem „Mosburger“ Modolo vorbei (aufklappbar, das ist sowieso eine super Idee) und ich konnte diese sehr minimalistischen Tktro FL-700 Bremsen montieren. Ich liebe diese Bremsen, die sehen einfach total Bauhaus-Zwanziger Jahre aus. Bei den Lenkergriffen hatte ich lange gesucht, bis ich die Fizik fand, wir war es wichtig dass die am Ende offen sind, weil ich eigentlich eine Charge Straw Lenkstange haben wollte.

Ich habe das Rad dann hauptsächlich bei gutem Wetter zum pendeln benutzt. Es hatte zwei große Nachteile: Es war icht schnell und außerdem war es auch zu klein, wie man an dem sehr langen Sattelrohr erkennen kann. Irgendwann einmal habe ich die ganzen Teile abgebaut, das meiste an das viel größere blaue Olmo geshruabt, inklusive der Laufräder, und den Rest eingemottet. Den Rahmen habe ich dann an Tobias verkauft, der daraus ein sehr schönes Singel Speed für seinen kleineren Bruder gebaut hat.

Durch den Aufbau hatte ich eine Menge Dinge gelernt. So wusste ich zum Beispiel vorher nicht, dass Schaltzüge und Bremzüge unterschiedliche Durchmesser (1,2 und 15,mm) und Hüllen (4 mm und 5 mm) haben. Und und und. Danach begann eine kurze Phase der sogenannten „Eprochengerechtheit“, also der zeitlichen Abstimmung von Rahmen und Komponenten. Das ist nun zum Glück wieder vorbei, wie eine lästige Erkältung. Golden Arrow Bremsen sind halt, wie auch alle anderen Bremsen aus dieser Zeit echt Mist. Mit den Shimano 105er wird das erträglich aber die erste moderne Bremse der Welt war iegntlich die Dura Ace 7403, weil Dual Pivot System. Auch Bremshebel ohne Rückholfeder sind nicht so doll habe ich gelernt.

Aber ich will nicht motzen. Und so hatte ich nun endlich auch ein Peugeot neben einem Motobecane und damit alle mir bekannten französischen Rennräder gefahren.

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Alles über das Peugeot Galibier hier.

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Bergamont Beluga

Ich hatte ein Rennrad. Nun brauchte ich ein MTB.

Das war so etwa der Gedankengang und mit dieser wagen Vorstellung ging ich etwa 2001 in Düsseldorf-Bilk einkaufen und kaufte mir ein sehr schickes und nicht teures Beluga Bergamont. Dicke Reifen, V Bremsen, Gänge ohne Ende. In Tokyo gab es aber jetzt gar kein Gelände und so fuhr ich damit auf der Atraße, immer wenn ich keine Lust hatte mich in Rennradkleider zu packen.

Später kaufte ich dazu noch einen Slipstream-Anhänger für die Kinder. Mit meinem Sohn unternahm ich damit die ersten Ausflüge bis zu 30 km weit weg und wir fuhren gemeinsam bei den Yamanote Challenge Touren einmal rund um Tokyo mit. Den Berg runter auf den Haputsraßen war er im Geschwindigkeitsdelirium.  Damit nichts passiert hat da Beluga vorne auf dem Steuerrohr einen „O-mamori“ Aufkleber des Temples Kanda Myojin mit beschützender Wirkung. Henri träumte allerdings hinten auf dem Anhänger, trat nicht mit und irgendwann einmal war er so schwer, dass es wirklich keinen Spaß mehr machte.

Meine Tochter Karen brauchte keine Extraeinladung zum treten. Sie haute rein was das Zeug hielt und schrie vor Vergnügen. Da sie auch noch süßer aussieht als mein Sohn (solange er nicht pubertierte), waren uns die Zustimmung und Entzückungschreie meist weiblicher, oft gutaussehender Passantinnen sicher.

2008 hatte ich dann vier Räder im Radraum unseres Hauses. Mein neues Cevelo, das alte Cannondale, das Bad Boy und das Beluga. Ich hab mich dann entschlossen das Beluga und das Cannondale zu verkaufen und später hat auch Tim Smith von GS Astuto das Slipstream gekauft.

Das Beluga war ein Rad, das problemlos seinen Job gemacht hat. Nicht mehr und nicht weniger. Es gab keine größeren Reparaturen oder Pannen. Insgesamt habe ich auch nur zwei Sätze Reifen verschlissen in den 8 Jahren in denen ich es gefahren bin.

Verkauft wurde das an einen Schüler der deutschen Schule in Yokohama.

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Bremen, Spätwinter, früher abend

Den ganzen Tag gelesen und geschrieben. Das Tageslicht verschwindet draußen.

Milde Temperaturen umd ie 8, 9 Grad. Wolken aber trocken.
Zeit für das Fixie und wahllos durch den Stadt zu fahren auf der Suche nach Neuem und außergewöhnlichen. Am Weserstadium liegen noch die Glasscherben vom Spiel gestern. Der Wasserspiegel der Weser ist recht hoch und es sieht so aus als wenn der Weg am Ufer entlang bald geflutet wird.

An der Schlachte fahre ich auf die Teerhofbrücke, auch bekannt als die Brücke von der Nils Stolberg niemals sprang. Auf der anderen Seite der Weser, im ehemaligen Beluga HQ brennen noch die Lichter und oben in der Bar wird weiter gefeiert.

Rathaus, Neue Kunsthalle, dann zum Theatro. Hier stehen Sommer wie Winter die Tische draußen. Der gewöhnliche Bremer braucht nur einen Tick Wärme und schon setzt er sich draußen im Restaurant an einen Tisch.

Zurück nach Hause zum Abendessen, Tante Danielle gesehen mit den Kindern. Ihnen erklärt, was echt gemeine Omas sind.

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Bremen gestern: 1:2 Heute: 52:16

Deutschland gegen Frankreich war ein unterhaltsames Spiel, auch wenn es am Ende nur 1:2 stand.

Ich hatte von Tim Wiese Schumacher vs.  Battiston ähnliche Action erwartet. Und das ganze im Weserstadium, nur einen Spaziergang von zuhause weg. Nach dem 1:2 gestern hatte ich mir an meinem Union Fixie heute vorgenommen eine andere Übersetzung auszuprobieren. Ganz am Anfang bin ich 52:18 gefahren und hatte eine Flipflop Nabe mit einem 18er Freilauf auf der anderen Seite. Den Freilauf bin ich noch nie gefahren und außerdem habe ich relativ schnell das 18er gegen ein 17er Ritzel getauscht. Mit dem Miche-System, bei dem das Ritzel in einen mit der Nabe verschraubten Träger gelegt wird, geht das sehr unkompliziert und schnell, man muß nur mit einem Hakenschlüssel den Verschlußring auf- und wieder zuschrauben.

Ich wollte aber auch noch mal ein 6er Ritzel ausprobieren. Da die Ausfallenden des Unions relativ horizontal nach hinten verlaufen und in diese Richtung auch noch Platz war, mußte ich an der Kette nichts ändern. So kann ich 18er, 17er und 16er Kette mit der gleichen Übersezung fahren, ohne etwas an der Anzahl der Kettenglieder zu ändern oder Spannung in der Kette zu verlieren.

Das 16er Ritzel fährt sich gut. Die Übersetzung ist nun mehr als 3:1 und beschleunigen und kontinuierliches fahren gegen den Wind und Steigungen hoch wird etwas schwerer, aber nicht unmöglich. Bei 27 bis 28 km/h findet sich für mich eine gute Trittfrequenz von etwa 70 rpm. Das ist etwas langsam, aber ich bin ja ohnehin eher ein „Masher“.

Am Wochende werde ichd amit eine längere Strecke ausprobieren,

 

 

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Das rote Olmo

Ich wollte nicht. Ehrlich.

Aber gestern saß ich vor dem PC und schaute bei Ebay Italia vorbei was es so alles nues gibt. Und  da stellte ich doch fest, dass ein alter roter Olmo Rahmen von 1975 jede Minute erteigert werden konnte. Na ja, viel zu alt und dann vermutlich auch nicht gerade in einem brisanten Zustand. Obwohl, €40 Mindestgebot ist ja auch nicht viel. Aber das Ding ist ohnehin zu klein. Und was soll ich schon damit aufbauen“ Na ja, also €50 könnte man ja schon mal eintippen, man muß ja kein Gebot abschicken. Ne, also das ist nichts. Obwohl jetzt so 20 Sekunden vor dem Abpfiff, also €50 ist ja nicht so viel und das kauft ja bestimmt sowieso ein finanzkräftiger Sammler aus Japan oder den USA. Aber nein, viel zu riskant und sowieso keinen Platz in der Garage. Also sitze ich da und denke nach, so etwa 10 Sekunden vor dem Achluß und dann kommt plötzlich meine Tochter durch die Tür und zwar so unglücklich, dass ich mich erstens fürchterlich erschrecke und zweitens aus Versehen auf die Maustaste drücke und damit drittens der Höchstbietende für diesen Olmo-Rahmen bin.

Da leider aus welchen Gründen auch immer, die gesamte nordamerikanische und asiatische Sammlerwelt gerade nicht nach Italien gesschaut hat, bleibe ich auch der Höchstbietende und werde nun in Kürze Besitzer dieses Rahmens sein. Ich wollte das aber nicht. Ehrlich.

 

 

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Problem des Tages: Was läuft hier falsch und warum?

Nach all den guten Tips, die ich Lieven zum Aufbau seines Union Fixies gegebenhatte passiert nun dies.

Hat jemand eine gute Idee was warum hier flasch läuft?

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Fixierte 71km mit Eis

In Vorbereitung auf den längsten Ausritt auf einem Fixie, den ich nächstes Wochenende plane, bin ich dieses Wochenende den zweitlängsten gefahren. Aus Sicht der nächsten Woche.

Also wenn es noch icht verstanden sein sollte, ich bin noch nie 71 km an einem Stück auf einem Fixie gefahren wie heute. Ich schätze mein Union Fixie sehr, aber irgendwie hatte ich mir das mehr für die Stadt und den Weg zur Arbeit geplant. Radkurier Image und so. Ich, supercool, im Regen mit gelber Ortlieb Bike Messenger Tasche auf dem Rücken an der Weser lang. Alle finden mich toll, denke ich, versuche zu bremsen, habe vergessen, das an meinem Fixie keine Bremsen dran sind und lege mich volle Kanne hin. Direkt an der Weser. Eins zu Null für Nürnberg.

Nein, mein Fixie hat Bremsen und heute habe ich ihm zwei knallneue knallrote Continental GP4000 Reifen spendiert, die die knallschönen Veloflex Master 22ersetzten, die leider auch schon ziemlich hinüber sind. Den roten San Marco Concor Supercorsa Sattel hatte ich auch ganz gut wieder sauber bekommen und so machte ich mich erst einmal uf dem Weg zur Munte. da gab es dann zumindestens einige Fotogelegenheiten. Heute war das Wetter Sahne. Fast schon angenehm war, blauer Himmel mit gemalten Wölkchen und irgendwie lag Fühling, sich frisch verlieben und Eis essen in der Luft. Ich wollte eine meine Standardrunde an den Wümmewiesen bis Ritterhude und dann über Worpswede und Fischerhude nach Borgfeld fahren (die sogenannte Bremer Kulturrunde). Etwa 70 – 75 km lang, je nach Abkürzung und mit drei schweren Bergprüfungen, davon einer der Haut Categorie und zwei der 1.:

  • Autobahnbrücke am Platzhirsch, gefühlte 6m Höhendifferenz, ber leider fast ohne Anlauf von der Munte Seite
  • HC Aufstieg auf den Sandberg bei Worpswede, von Ritterhude/Osterholz kommend, zieht sich elendig lange und
  • Autobahnbrücke am Horner Freibad, fies, da meistens zum Abschluß von Kulturtouren

Für die ganz fiesen Berge in Ritter D’hudez, die mir Muckel einmal zeigte reicht so früh in der Saison die Kraft noch nicht. Die Idee war nicht so schnell zu fahren, also möglichst GA1 (was bei mir 136 – 144BPM entspricht), durchzuhalten und einen möglichst runden Tritt zu bekommen. Das ist nämlich das nervige an Fixies, da muß man immer treten, auch wenn man keine Lust hat. Wenn man das mal vergißt dann haut es einem von hinten die Pedale gegen den Unterschenkel und dann weiß man das wieder für länger.

Also ich fahre eine 52/18 Übersetzung und bei einem 700C Reifen, lege ich dann mit einer Umdrehung der Kurbel etwa 6,1 m zurück. Wenn ich dann genau 71 km gefahren bin, habe ich also genau 11.639 links und rechts getreten – da gibt es keine Pause und kein Pfuschen und kein Pardon.

Ich fuhr also zunächst Richtung Platzhirsch und dann den ersten Anstieg hoch, den man ja wegen vorheriger Überquerung der Straße in leicht genervter Zusatnd bei Null Kilometer/Stunde anfahren muß. Und außerdem war auch nch die Straße voll mit Radfahrer, von denen man nicht wußte ob sie angesichts der massiven Bergwelt vor ihnen schlapp machen und in den Platzhirsch einkehren, oder aber tapfer bis auf den Gipfel fahren. Es klappte aber ganz gut, ich bekam die Kiste bis über 30, hängte die Bremer Contadoren ab und mußte dann noch schneller auf dem Weg runter treten. Der Deich war voll mit Spaziergängern und Radfahrer, aber beim Dammsiel wurden es dann schon deutlich weniger. Jede Menge Rennradfahrer unterwegs, ich kannte aber keinen von denen. Dann bin ich weiter Richtung Ritterhude und Worpswede und wollte einmal ausprobieren ob man durch Moorhausen weiter nach Worpswede fahren kann. Da geht abe rnicht, weil: Dort ein riesengroßer, böser Hund steht der einem klar macht, daß man dort nicht weiterfahren soll und außerdem die Straße dort ohnehin endet. Egal. Die obligatorischen Photos an der SOS Landschaftsstation. Ein Rennradfahrer überholte mich, ich ließ mir das erstens nicht bieten udn zweitens ihn stehen.

Also weiter die K11 nach Worpswede und dann begann schon der schwerste Anstieg auf der heutigen Tour, hinauf zum Col de Sable. Mein Puls lag bei gefühlten 240 (in echt jedoch bei 174) als ich mich aus der aerodynamischen Anfahrtsposition am Ortsschild nach oben schmiß und in einen langen, rhythmischen Wiegetritt überging. Die 30er Geschwindigkeit konnte ich so gerade halten und links und rechts am Wegesrand zischten fast unkenntlich die Gesichter kunstbeflissener Spaziergänger an mir vorbei. Bald hatte ich es geschafft, noch einmal volle Pulle und schon rollte ich wieder auf der anderen Siete runter, bevor der zweite, leichtere Anstieg auf der L153 Richtung Mooringen begann.

Dann gin es wieter über diese total langweiligen, ereignislosen Straßen nach Worpshausen, Heidberg und Fischerhude. Und dort hatte zu meiner großen Freunde und Überraschung das Eiscafe Lindenlaub auf. Brmer, die von Temperaturen um die 9 Grad aus dem Winterschlaf gerissen wurden, rieben sich die Augen und kauften ihren Kindern ein Eis. „Mozartkugel“ war alle, aber Haselnuss und Amarena schmeckten ganz hervorragend, zumal ich deutlich in Gefahr lief auf dem Hungerast nach Hause zu fahren.  Ich hatte zu diesem Zeitpunkt nämlich schon 4 bis 5 Stunden nichts gegessen und von der Wasserflasche alleine bewegen sich die Muskeln auch nicht.

Dann ging es am Wald entlang auf dem üblichen Weg nach Borgfeld. Die Landschaft hatte sich mit Beginn des Frühfrühlings (Spätwinter) seit letzter Woche ganz schön verändert. Das Eis von den Wiesen war fast völlig verschwunden und an einigen Stellen war auch das Wasser wieder komplett abgelaufen. Man vergleiche dies mit letzter Woche, aufgenommen an der Wümme-Wulff-Brücke.

Dann nur noch einige wenige weitere Kilometer bis nach Hause. Aber halt, da ist ja noch der Anstieg am Horner Freibad. Zuviele Radler unterwegs, keine Chance dort zu beschleunigen, sehr bescheidene erformance. Nach 71 km und 2:40 Stunden wieder zurück zu Hause und noch nicht einmal sooooo angetrengt. Es war aber trotzdem anstrengend. Vielleicht verblasst der Grad der Anstrengungen nur deshalb, weil die schwerste Prüfung des Tages noch vor mir lag: Deutsch lernen mit meinem pubertierenden Sohn.

Das Union Fixie fuhr sich gut, mit den Conti Reifen muß ich mir auch keine Sorgen wegen einem Platten machen. Dsa Teil ist estaunlich bequem, der San Marco Sattel ist erträglich und auch der 3ttt Gimondi Lenker, der ja eine Kreuzung zwischen einem normalen Rennradlenker und einem Bahnlenker ist, fährt sich erstaunlich gut. Da Union ist wesentlich bequemer als das Chesini. Ich muß unbedingt herausfinden warum. Es steht also einer 100km Ausfahrt mit dem Teil am nächsten Wochenende nichts im Wege. Wer fährt mit?

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Bottecchia: Da steh‘ ich nun und was nun?

Hm, hier fehlen die Ideen.

Eigentlich ein sehr schöner Heizkörper, Danfoss, Modell DZT-243/L mit 1,5 zoll Gewinde und Regelthermostat von 1998 (das mit den rückseitigen Herzmuffen).

Noch. Also jedenfalls weiß ich immer noch nicht, was ich mit diesem sehr günstig eingekauften Bottecchia machen soll. Ich emien die Farbe ist ja irgendwie die Farbe meiner späten Jugend. Aber da ist noch das Orginal Lenkerband drauf, mit dieser fiesen Abstufung von Pervers-Lila nach Knatschig Neongelb. Und die Komponenten sind wahrscheinlich noch orginal, aber trotzdem ein wilder Mix von Shimano, Suntour und Modolo.

Also her mit den guten Ideen, bitte.

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Lieven’s Union Fixie

Irgendwie durch die Zufälle des WWW bin ich an Lieven gekommen und Lieven an mich. Er hat ein Union. Ich habe auch eins.

Lieven hatte mich angeschrieben als ich einen Post über den Aufbau des Union Fixies aufd em Positivo Espresso Blog gestellt hatte. Er hatte auch eines gekauft und wollte wissen, wie man dies nun als Fixie umbaut. Îch hatte meinen Union Rahmen über das Rennrad-News Forum bekommen, von einem Typ namens Reisberg. Als der Rahmen dann bei mir zu Haus ankam hatte er an der Kettenstrebe einen Aufkleber des Händlers der den Rahmen verkauft hatte: Jan Verdos aus Den Helder – genau wie meine Gazelle.

Die Geschicht dieser Union Rennrahmen ist ganz interessant. Union war neben Gazelle und Batavus, einer der drei großen Radhersteller in Holland. Sie machten hauptsächlich Hollandräder. Nun, das ist keine Überraschung. Irgendwann einmal hatte die dann in den Siebzigern ein Rennteam. Das konnte ja nun nicht auf Hollandrädern fahren, also wurde Gianni Motta in Italien beauftragt die Rahmen dafür herzustellen. Als es denn eine Replikaserie gab, wurden die Rahmend ann zunächst von Gianni Motta geliefert, später aber dann von Union in Holland selber gebaut. So weit istd ie Legende, die man auf dem www recherchieren kann.

Das Union von Lieven sah im Orginalzustand auch gar nicht schlecht aus.

Lieven wollte es aber dann gerne in ein Fixie mit Bullhornlenker umbauen. Ich habe damit ja auch schon einige Erfahrungen und versuchte ihm so gut wie möglich zu helfen. Ich bin sehr gespannt wie der Aufbau weiter geht und wie sich das fertige Rad dann fährt. Viel Glück, Lieven.

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In den Wümmewiesen heute

Die Sonne schien, der Himmel war blau und das im Februar und in Bremen. Also in der Mittagspause raus und in Jeans auf das Fixie und ab in die Wümmewiesen.

Diese Gelegenheiten sind einfach zu selten um sie verstreichen zu lassen. Und die Wümmewiesen in Spätwinter (oder heisst das Frühfrühling?)  gehören zu den sehenswerten Landschaftstechnischen Sehenswürdigkeiten rund um Bremen. Ehrlich gesagt habe ich noch keine anderen entdeckt.

Nur 21 km gefahren, aber auf den Wegen durch die Wiesen die rechts und links geflutet waren war es sehr schön. Das Eis ist nun weg und die ersten Vögel, Enten und Schwäne sind da. eine Krähe durfte da nicht fehlen. Ein paar Spaziergänger mit Ferngläsern.

Mit dem Union Fixie macht es auch nach wie vor sehr viel Spaß. Mizt kaum einem andren rad hatte ich bislang soviel Spaß. Na ja, das Panasonic, das Cannondale, das Cervelo, das blaue Olmo, das Canyon  und ein paar andere waren auch nicht schlecht. Das regelmässige Treten scheint irgendwie sinnvoll zu sein und hilft beim Training.  Sag ich mal.

Am Wochenende habe ich mich schweren Herzens vond em roten Veloflex Hinterradreifen getrennt. VOm Design her sind die Veloflex Master reifen die schönsten die ich kenne. Leider sind sie wahnsinnig schwer aufzuziehen und gehen auch Lichtgeschwindigkeitsschnell kaputt. OK, es ist auch nicht so eine gute Idee 10 km auf einem platten Reifen zu fahren, aber hey, ein Continental Grund Prix 4000 hätte das klaglos überstanden. Jetzt ist erst einmal ein alter und billiger Schwalbe Blizzard aus der Archiv drauf. Bald folgen neue Contis in rot.

Zurück zur Arbeit anch einer Stunde. Frisch weitergewurstelt. Sehr angenehmer Tag.

Tja, keine Schnellspanner eben.

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