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Gute Menschen, die auf diesem Blog schreiben.

Peugeot Competition SB

Als ich ein Kind war gab es Pelikan und Geha Füller.

Und nicht viel mehr. Entweder man war fanatischer Pelikanfüllerschreiber oder ebenso fanatisch mit seinem Geha am kritzeln. Pelikans waren blau, Gehas grün. 1990 sass ich mit einem fast vierzigjährigen Mann („The Brain“) im Japanisch-Unterricht in Tokyo und dieser benutze immer noch seinen blauen Pelikanfüller aus Grundschulzeiten.

Es gab Mars, Bounty und Nuts Schokoriegel. Die Milka gab es in Vollmilch, Haselnuss und Noisette. In der ersten Klasse der katholischen Grundschule Marktfeldstraße ein Mönchengladbach gab es Katholiken und auf der anderen Seite des Schulhofes, in der Mitte mit einer dicken weißen Linie markiert, wurden die Ungläubigen („evangelischen“) unterrichtet. Bürordner waren von Leitz oder von Elba.  Ich telefonierte mit der deutschen Post und eine Einheit kostete 23 Pfennig. Am Telefon meiner Eltern war ein Zähler dran.

Kurzum es gab wenig Variation, man musste nicht viel nachdenken und war glücklich.  Heute laufe ich im Supermarkt an Regalen vorbei die mit Schokoriegeln aller Varianten gefüllt sind. 10 Regalmeter sind kein Problem. Bald wird es Schokoriegel von Odol und Religionen von Audi und BMW geben. Ich bin nicht unbedingt glücklicher als damals, aber auch nicht unbedingt unglücklicher.

Rennräder, so dachte ich damals, werden von Peugeot, Motobecane und Raleigh hergestellt. Nicht-Rennräder kommen von Vaterland und anderen deutschen Schrottklitschen wie Elite vom Kaufhof. Ich war glücklich und hatte keine Ahnung von der Existenz von  Olmo, Ciocc, Pinarello, Colnagno, Bottecchia, Daccordi, Casati, Vicini, Cinelli, Sambi, Atala, Tomassini, Guerciotti, Moser, Chesini, Basso, Bianchi, Derosa, Gios, Masi, Torpado, Viner und Willier. Und das, obwohl ich halber Italiener war!

Ich wollte 1975 ein Motobecane und mein Onkel Horst war so nett mir eins zu kaufen. Ein anderer Mann war nicht so nett es mir innerhalb einer Woche zu klauen und die Versicherung meiner Eltern war dann wiederum so nett den Schaden zu begleichen, so daß ich mir fast exakt das gleiche grüne Motobecane kaufen konnte, bis es 1989 wieder von einem andren nicht netten Mann geklaut wurde. Damals hatte ich keine nette Versicherung.

Zeitsprung. 2010 kam ich aus Japan zurück nach Bremen. Ich fuhr einen wunderschönen Sommr lang Rad und wohnte im Viertel. Meine Familie kam nach, es wurde Herbst und das Wetter miserabel. Ich fing an an Rädern zu basteln. Ich schaute mich um und irgendwie wurde ich auf Studio Brisant in Münster aufmerksam und lernte Uwe Scheufen kennen.

Uwe Scheufen ist in „Fachkreisen“ nicht ganz unumstritten. Ihmw ird vorgeworfen, daß er seine Räder zu teuer verkauft. Man muß allerdings auch sehen,d aß dieser Vorwurf von Leuten kommt, die selber gerne an Rädern bastelt und für die es kein Problem ist ein Rad komplett auseinander und wieder zusammen zu bauen und nebenbei einem Rahmen zu löten. Für diese Menschen ist es natürlich auch völlig uninteressant ein gut hergerichtetes Rennrad zu kaufen, denn daran gibt es ja nichts mehr zu tun. Die Menschen die Räder von Uwe Scheufen kaufen sind vermutlich am radfahren und nicht am radbasteln interessiert. Das kann ich auch gut nachvollziehen, ich konnte jahrelang noch nicht mal eine Schaltung richtig einstellen, daß hat mich einfach nicht interessiert. Diese Menschen wollen ein schönes, altes Rad das funktioniert. Uns so etwas herzurichten kostet Zeit, daß weiß ich nun leider auch und von daher finde ich seien Räder eigentlich auch nicht teuer. Ich würde mir heute keine mehr von ihm kaufen, weil ich das alles selber kann, aber ich finde nicht daß er zu teuer verkauft.

Außerdem ist er sehr nett und sympathisch und hat mir alle meine Fragen beantwortet, meine Olmo Rahmen lackieren lassen und mir jede Menge Kleinzeug verkauft und bei Material ist er nun wirklich sehr billig und hat genau die Dinge die ich brauche. Selle San Marco Concor Sattel. Tektro FL 750 Bremshebel – all dies sind wunderschöne Komponenten die man auch leider sonst nichte infach und billig bekommt. Also ich empfinde seine Bekanntschaft als eine Bereicherung.

Von ihm kaufte ich dann für relativ viel Geld ein Peugeot Competion. Das war eigentlich als Speedbike konzipiert und er baute mir das wieder um mit Rennlenker und normalen Bremsgriffen. Ich wollte einfach ein Peugeot haben weil Jerome in Japan auch eins hatte und ich die cool fand. Ein Motobecane hatte ich schon mal und Raleigh fand ich nicht wirklich cool.

Ich war noch inmer in der orangen Phase und deshalb mußten an das Rad orange Schwalbe Ultremo Reifen und oranges Lenkerband dran. Ich weiß heute nicht mehr was damals mit mir los war. Auch ansonsten sind an dem Rad eigentlich eine Menge Dinge die ich zum heulen finde: Peugeot gelabelte Mafac Bremsen. Simplex Umwerfer. Simplex Schalthebel. Peugeot gelabeltes Simplex Schaltwerk. Maillard Naben. Aber ein superschicker Sattel und eine noch schickere Stronglight Dreifach Kurbel. Also ich mochte es.

Ich wurde zum Besitzer, drehte einmal eine Runde um den Block damit und stellte fest, daß dieses Rad viel zu schön zum fahren ist. Dann habe ich es zu meinen Eltern nach Mönchengladbach in die Garage gestellt und gut versteckt. Wenn ich bei meinen Eltern bin werfe ich immer ein Blick darauf und erreue mich daran. Aber ich Rad zum fahren ist das wirklich nicht.

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Alles über das Peugeot Competition Studio Brisant hier.

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Sonntag, 8. April 2012: Paris – Roubaix. 257,5 km.

Paris-Roubaix. 34 Jahre vorher:

Walter Godefroot. Via Tim Smith.

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Eine andere Dimension

Andrew Dickey. Bislang 1.1 Millionen Views auf You Tube.

 

 

 

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Noch einmal: Ronde van Vlaanderen, beste Photos

Von Straightblacknosugar. 

Arbeitsgerät vom Team Sky, aufgereiht.

Alles andere von Cycling Tips

The beautiful city of Brugge

Tour of Flanders 2012

Tour of Flanders 2012

Tour of Flanders 2012

The moment where Pozzato put Boonen in a bit of strife on the Paterberg

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Bad Boy: Der böse Bub Eugen

Im Jahr 2000 hatte ich zwei Radkataloge zuhause: Einen von Trek und einen von Cannondale. 

Trek gefiel mir besser. Y-Foil, ui sah das cool aus. Ich kaufte dann aber trotzdem ein Cannondale R1000, einfach asu Dem Grund weil es nichts anderes für meine Größe in ganz Japan gab. Ich bin 1,86 m groß. 2005 bekam ich dann einen neuen Cannnondale Katalog und sah Bad Boy. Bay Boy sah schwarz und cool aus, war ein Mountainbike mit dünnen Rädern und hatte Scheibenbremsen und Federung vorne. So etwas musste ich haben.  Vielleicht gefiel mir auch einfach nur der Name, denn vor langer, langer Zeit war ich einmal ein Fan der Schweizer Punk Band: Der böse Bub Eugen.


Ich habe mir dann mein Bad Boy Ultra in Berlin bei einem Händler bestellt, zu meinen Eltern in Deutschland schicken lassen und dann bei meiner nächsten Geschäftsreise über Toulouse mit nach Japan genommen. Dort hat es dann der Radladen an der Meguro Dori zusammengebaut.

Im Prinzip war das Bad Boy für die Straße gemacht und auf keinen Fall für das Gelände. Es hatte normale 700er Felgen, genauer gesagt Mavic CPX33, dazu hydraulische Scheibenbremsen von Hayes hinten und vorne, eine 3 x9 SRAM Schaltung mit riesigen Ritzeln hinten, eine Federung vorne, die man ein und ausstellen konnte, den „Oktopus Pedalen“ von Cannondale und einen riesig breiten Lenker mit Rapidfire Schalthebeln. Ich fand das fahren mit diesem gerade Lenker ermüdend und habe mir erst einmal Carbonhörnchen drangebaut, damit ich einen ähnlich Griff am Berg wie an einem Rennradlenker haben konnte.

2003 bis 2005 hatte ich im Norden von Tokyo gearbeitet und ich war froh ein Rad dort haben zu können, so daß ich das Bad Boy mitnahm. Mein Cannondale blieb zuhause für die Touren am Wochenende. Mit dem Bad Boy versuchte ich dann den Weg von meinem „Tanshinfunin“ Domizil (= Junggesellenwohnung) bis zur Arbeit in der kürzmöglichsten Zeit zurückzulegen. Das Ziel war fünf Minuten, dafür hätte ich aber konstant 3ß0 km plus fahren müssen, was im Verkehr und mit dem Rad und in normalen Klamotten etwas schwierig war.

2006 war ich dann wieder zuhause in Tokyo und arbeitete in Yokohama. Ich habe noch einmal meine ganze Forosammlung durchgesehen aus den Jahren, aber es gibt einfach keine Aufnahmen von Bad Boy und mir. Ich benutzte das Rad einfach fast gar. Entweder ich fuhr mit dem Cannondale oder dann noch lieber mit meinem brandneuen Cervelo Solist, aber mit dem Bergamont Beluga und Slipstream und Sohn oder Tochter hinten drauf. Für die Stadt was das Bd Boy auch nicht sonderlich praktisch; mit den Scheibenbremsen hatte es zwar ordentlich Bremspower, aber der Lenker war viel zu breit.

Ic h verkaufte aber dann mein Bergamont und fuhr dann öfters mit Ludwig in die Berge. Ludwig hatte den sehr positiven Drang immer neue Strecken und Ege auszuprobieren und schon bald fanden wir uns auf wenig geteerten Straßen wieder.

Dazu kam, daß ich mir Mitte 2009 zwei Finger brach, einige Woche nicht fahren konnte und erst wieder auf dem Bad Boy beginnen konnte, eben wegen Lenkerform und Scheibenbremse. So kam es, dap ich Juni 2009 zum ersten mal eine längere Tour mit dem Rad machte und zum Shomaru Toge in Saitama fuhr.

Extrem viel Slaß machte es auch in Yokoahama, wo ich zwischenzeitlich hingezogen war, im Sommer entlang des Tsurimigawa durch die mit hohem Gras zugewachsenen Wege zu fahren.

Ich entschloß micha ber trotzdem noch ein wenig Geld in die Hand zu nahmen, um das Rad für unwegsame wege aufzurüsten. Oder mir ein Cyclocrossrad zu kaufen. Zunächst aber suchte ich Ersatzräder fpr das Rad, was sich als unglaublich schwierig heraustellte. Ich war schon fast dabei aufzugeben udn mir ein SURLY Cross zu kaufen, als ich Nagai-San von Positivo fragte, der mir das ganze innerhalb von zwei Wochen besorgte und zwar von Shimano! So nageliegend, aber kein anderer Shop kam auf diese einfache Idee. Auf die neuen Felgen passten auch Schwalbe CX pro 700×28 Reifen und vorne auch noch so gerade unter die Gabel. Damit sollte ich dann gerüstet für das Gelände sein.

Anfang 2010 fuhr ich mit Bad boy hoch zu Yabitsu Toge von der Miyagase Seite aus. Obwohl diese Straße ja jeder kennt, ist das einfach immer noch eine meiner Lieblingsstrecken in Japan und (by the way) auch der letzte Pass den ich im Jun 2010 in Japan hochgefahren bin, bevor es dann endgültig zurück nach Deutschland ging. 2010 war es im Februar noch kalrt und teilweise lag auch noch Schnee, so dass ich mich mit Bad Boy und Schwalbe Pro CX Reifen einfach sicherer fühlte. Oben auf dem Pass war es kalt und schön, alles ging problemlos und ich machte mich daran auf der anderen Seite runter zufahren. Ich kam bis zum Pavilon, dort macht die Straße eines ehr steile 180 Grad Kurve. Und dort muß es wohl sehr eisig gewesen sein, denn ich legte mich richtig schön hin als Bad boy unter mir durchglitt.

Das tat richtig gut weh. Ich hatte einen dicken roten Fleck am Oberschenkel, der sich innerhalb von Stunden in einen richtig schönen lila Fleck verwandelte (die Muster meiner Boxeshorts sind in diesem Zusammenhang nicht weiter von Interesse).

Bad Boy war nichts passiert, aber wenn ich an Bad Boy heute denke, dann fällt mir sofort dieser Sturz ein.

Wenig späterfuhr ich dann mit Ludwig die 76 über Doshi Michi zum Tanzawa Ko. Die 76er Straße ist legendär. Die große Absperrung zu Beginn ist nicht zufällig und die Qualität der Straße ist wirklich mies. Da sollte man sich mit enem Rennrad nicht antun. Mit dem Bad Boy klappte das aber prima allerdings wurde ich auf dem Aufstieg leider von einer Steinlawine getötet.

Dnn ging es nach Deutschland und Bad Boy kam im 40 Fuß Container nach. Der traf am Tag vor meinem Geburtstag im September 2011 in Bremen ein, gerade rechtzeitig für den Winter. Fortan benutze ich hauptsächlich die Gazelle und Bad Boy für den Winter in Bremen. Die gazelle wenn es naß war, denn sie hatte Schutzbleche, und bad Boy wenn Schnee gafallen war oder Eis auf der Strasse. Eine zeitlang dachte ich sogar noch an eine Aufrüstung mit Spikes. Oder die billige Version mit Kabelbinder rund um die Reifen, was ja bei Scheibenbremsen möglich ist.

Im Winter 2011/12 gab es n bremen nämlich eine Mege Schnee, vor allem im Dezember. Da machte da „durchstampfen2 mit Bad Boy auch sehr viel Spaß.

Bad Boy kam dann geputzt, gefette und geölt in die Garage und wurde erst im Winter 2011/12 wieder rausgeholt. Da hatte ich aber schon das Union Fixie mit Schutzblechen und es fiel kein Schnee, so daß ich Bad Boy wiederum nur sehr spärlich benutzte. Außerdem ging mir auch die Scheibenbremsen auf die Nerven. Die rostete nämlich in de Garage immer fest und mußte dann wieder gelöst werden, quietschte und war einfach schrecklich. Daher kommen auch meine Vorurteile gegen Scheibenbremsen.

Der Winter ist nun vorbei udn Bad By steht wieder ganz hinten in der Garage. Bad Boy ist kein schlechtes rad, langsam zwar und immer mit dem Pech da zu sein,w enn ich andere, passendere Räder hatte. Ich denke ich werde es noche inmal gut herichten und zu meinen Eltern stellen und dann irgendwann, vielelicht wenn es zehn Jaher alt ist verkaufen.

Es sei denn, einer der Bremer Crosser nimmt mich endlich einmal mit in den Wald.

Alles über den bösen Jungen hier.

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Die Gazelle der alten Tage

Jerome, ein alter Freund aus Tokyo, hat seine Jugendliebe wiederbelebt.

Jerome ist so ziemlich einer der verrücktesten Typen, in bester französischer Tradition, den ich kenne. Er ist ungebau, schlampig, unpünktlich, unzuverlässig und viele Dinge mehr die ich wirklich nicht mag. Einerseits. Auf der anderen Seite hat er Qualitäten die das zusammensein mit ihm höchst erfreulich machen. Qualitäten, für die es im deutschen keine Worte gibt, weil wir die Qualitäten leider nicht haben. Insofern trifft es „verrückt“ vielleicht noch am besten.

Wenn wir mit ihm zusammen losgefahren sind, dann sieht er aus, als würde er gleich in den Straßengraben fallen und Kotzen. Aber mit jedem Kilometer wird er stärker und am Ende zieht er uns alle nach Hause. Auf der Tour de Noto, als wir am dritten Tag und nach einer sehr feuchten Geburtstagsfeier gegen den Wind  uns in Richtung Ziel kämpften und ich nahe dran war aufzugeben, taumelten wir gemeinsam in einen kleinen Conbi (Supermarkt). Ich lehnte mich gegen den Farbkopierer in der Nähe der Toilette und war völlig fertig. In der Toilette hörte ich Jerome kotzen. Dann zog er mich die restlichen 60 km ins Ziel.

Letztens Jahr fuhr er mit David einen 600km Brevet in Japan. Er kam zum Start und stellte fest, daß er seine Radschuhe zuhause liegen hatte lassen (schlampig). Daraufhin fragte er die anderen Teilnehmer, ob sie Schuhe für ihn hätten und lieh sich ein Paar Turnsschuhe aus, die ihm 3 bis 4 Nummern zu klein waren. Und mit denen ist er dann das Brevet gefahren. Verrückt halt. Aber liebenswert.

Jedenfalls war er dann vor kurzem in Frankreich und hat sein altes Jugendrad, ein France-Loire wiedergefunden. Über die Marke ist relativ wenig auf dem www, sie kommta ber augenscheinlich aus St. Etienne, dem ehemaligen Zentrum der französischen Radindustrie. Natürlich ist das Rad dann auch mit Komponenten bestückt, die alle aus Frankreich kommen und die ich aus Prinzip nicht benutze: Huret Schaltung, Mafac Bremsen, vermutlich Lyotard Pedalen und und und…. David, der alte Brite schaut halt auf britische Räder wenn er etwas altes kauft, Jerome auf französische und ich auf talienische (weil ich ein halber Italiener bin).

Also das Rad ist wie Jerome. Etwas älter, ich mag es und definitiv verrückt.

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Geschichte meiner Laufräder


JA0001 und JA0002

  • Maillard Hochflanschnaben VR und HR 36L
  • DT Swiss Competition Speichen, schwarz, dreifach gekreuzt
  • DT Swiss Messing Nippel 12mm, silber
  • Mavic Open Pro Felgen  für Drahtreifen
  • Schwalbe Felgenband
  • Continental Race Schläuche
  • Erdmann Ventilkappen blau eloxiert
  • Continental Grand Prix 4000S Reifen schwarz 700 x 23C
  • Schraubkassette, unbekannt, 6-fach

Die ersten Laufräder, die ich jemals gebaut habe. Viele Fehler gemacht und anschliessend noch einmal zu meinem Radhändler gegeben, um diese exakt einzustellen. Damals noch von Hochfalnschnaben fasziniert. Teuer. Nicht perfekt schön aber nun stabil und ansehlich. Kein Ärger.

JG0001 und JG0002

  • Shimano 600AX Naben  VR und HR 36L
  • DT Swiss Competition Speichen, schwarz, dreifach gekreuzt
  • DT Swiss Aluminium Nippel 12mm, silber
  • Rigida DP18 Felgen silber  für Drahtreifen
  • Schwalbe Felgenband
  • Continental Race Schläuche
  • Erdmann Ventilkappen gold eloxiert
  • Schwalbe Durano Creme Reifen 700 x 23C
  • Schraubkassette Shimano Uniglide, 6-fach
Für mein weißes Olmo. Ich wurde besser, etwas routinierter. Konnte bei diesenLaufrädern alles selber machen, war aber noch nicht perfekt genug.
JL0001 und JL0002
  • Mavic 500 Nabe, hochglanzpoliert VR 36L
  • Miche Pista Primato HR 36L fixed/free
  • DT Swiss Revolution Speichen, silber, VR, dreifach gekreuzt, mit Unterlegscheiben
  • DT Swiss Competition Speichen, silber, HR, dreifach gekreuzt, mit Unterlegscheiben
  • Erdmann Messing Nippel 12mm, rot eloxiert
  • Mavic MA-2 Felgen für Drahtreifen
  • Schwalbe Felgenband
  • Continental Race Schläuche
  • Erdmann Ventilkappen rot eloxiert
  • Veloflex Master 22  700 x 22C Reifen, später ausgetauscht gegen Continental Grand Prix 4000S Reifen rot 23C
  • Miche Ritzel 16T mit Ritzelträger, Freilauf 18T
Für mein Union Fixie. Mit dem Rad bin ich viel geahren auch während der scheußlichsten Jahreszeiten. Ich musste dann einmal die Speichen nachstellen, einige waren locker geworden. Die Veloflex Reifen sind die schönsten der Welt, allerdings wahnsinnig schwierig aufzuziehen und nicht besonders pannensicher. Nach vier Platten gegen Contis getauscht.
JL0003 und JL0004
  • Shimano 600 Naben 36L VR, HR
  • DT Swiss Competition Speichen, silber
  • DT Swiss Nippel 12mm Messing, Silber
  • Mavic Module E-2Felgen für Drahtreifen
  • Schwalbe Felgenband
  • Continental Race Schläuche
  • Michelin Dynamic Classic (braune Flanke)  700 x 23C
  • Shimano Uniglide Kassette, 6-fach
Ein Satz Laufräder für das Kotter Arabia Rad. Nicht zu auffällig, schön dezent.
KA0001 und KA0002

  • Campagnolo Super Record Nabe 32L, VR
  • Shimano Dura Ace 7700 Nabe 32L, HR
  • DT Swiss Revolution Speichen, silber VR
  • DT Swiss Competition Speichen, silber HR
  • DT Swiss Nippel 12mm Messing, Silber
  • Rigida Nova Felgen rot eloxiert, 32L
  • Schwalbe Felgenband
  • Continental Race Schläuche
  • Rot eloxierte Erdmann Ventilkappen
  • Vorerst gammlige Reifen aus der Garage von irgendwelchen anderen Projekten
  • Shimano 105, 10-fach Hyperglide Kassette

Für mein blaues Chesini. Eigentlich für ds blaue Chesini meines Sohnes. Der Kauf der Felgen ergab sich eher zufällig. Als Budgeträder die anderen Teile günstig gesucht und gefunden. Modern.

KD0001 und KD0002
  • Mavic 500 VR, HR Nabe, 36L
  • DT Swiss Revolution Speichen, silber VR
  • DT Swiss Competition Speichen, silber HR
  • Pillar Hexagonal Nipple, 12mm Messing, blau eloxiert
  • Rigida Nova Felgen blau eloxiert, 36L
  • Schwalbe Felgenband
  • Vittorio Schläuche
  • Blau eloxierte Erdmann Ventilkappen
  • Continental Grand Prix 4000S Reifen 700 x 23C, blau
  • Regina America Schraubkassette, 7-fach
Mein neustes Projekt, bin gerade dran. Wird das Update für mein blaues Olmo Evolution Drei. Die Hexagonalnippel sind einfach wunderbar, da bekommt man viel mehr Spannung drauf. Mit Unterlegscheiben, die zum ersten mal mit einem Aufschläger eingetrieben wurden.
Später mehr.

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Kotter Arabia, für Tobias

Mit Tobias bin ich mal von Tokyo nach Enoshima gefahren.

Wir waren jung (von heute aus gesehen), im selben Stipendienprogramm in Japan (DAAD SP), hatten einen ähnlichen Humor und kamen relativ frisch 1990 oder 1991 in Japan an. Ich hatte noch nicht mein Panasonic Rad aber Tobias hatte schon etwas schickes gekauft und eines Tages beschlossen wir, daß wir uns auf den Weg von Tokyo an die Küste machen sollten. Jürgen, mein Mitbewohner lieh mir netterweise sein Orginal „Shogun“ Rennrad. Nach heutigem Maßstab Schrott. Wir machten uns also auf dem Weg, ohne jegwelche Idee wo es hingehen sollte und mit sehr bescheidenen Japanischkenntnissen. Es dauerte endlos und wir fuhren viel im Kreis. Die Japaner, die wir nach dem Weg fragten hatten offentlichtlich alle keine Ahnung von ihrem Land.. Wir kamen also irgendwann an der Küste an, machten ein Foto and fuhren dann eiligst wieder zurück. Das war ein selten blöder Trip, der aber den Grundstein für viele weitere legte.

Kaum zu glauben, daß der Mann heute seriöser Anwalt ist. Ich sah übrigens noch bescheuerter aus und deshalb ist hier auch kein Photo. Kaum zu glauben, daß ich heute seriöser Professor bin.

Eigentlich war es die Mutter aller sinnlosen Abstecher.  Bei Postivo Espresso war ein „sinnloser Abstecher“ („pointless ride“) eine Abweichung vom Weg, meistens hart und schwer und den Berg hoch, die aber dann entweder zurückgefahren wird da eben sinnlos, oder uns aber dem Ziel keinen Schritt näher brachte. Einer der sinnlosesten „Abkürzungen“ ist der Abstecher zwischen Ome und Okutama zur Mitaka Kabelbahn. Das sind zwar nur 1.540 Meter Strecke , aber auch 183 Meter Höhenunterschied, mit vielleicht 50 Metern  davon auf dem ersten Kilometer. Einfach total sinnlos dorthin zu fahren.

Egal. Also Tobias und ich waren zwei Jahre in Japan zusammen. Er machte dort sein Praktikum in der Anwaltskanzelei Nagashima & Ono  & Ono  & Ono  & Ono  & Ono  & Ono  & Ono  & Ono  und ich lernte meine Frau kennen. Er war bereits mit der bezaubernden Heike verheiratet.

Wir bleiben dann auch nach Japan sporadisch in Kontakt. Tobias war mit seiner Familie lange in Moskau und dann später in München, während ich wieder nach Japan ging. 2010 waren wir dann beide in Deutschland, aber Tobias trainierte für seinen nächsten Einsatz in Saudi-Arabien und war in einem Camp im Yemen. Dort lernte er arabisch und nebenbei das ballern mit Kalaschnikovs. Heike blieb in Deutschland, kaufte Wohnungen und Häuschen und renovierte diese. Aber zumindestens sahen wir uns nun ab und an wieder, denn im Sommer im August, organiserten die beiden immer ein Fest auf Schloß Diemitz (die Hütte auf dem Foto im dunklen Hintergrund) in der Mürritz zu dem wir gerne kamen.

2011, als wir zum zweiten Mal auf Schl0ß Diemitz waren, bequatschte ich Tobias, daß ich ihm sein Jugendtraum Rad bauen könnte. Nett wie er ist gab er mir einen Batzen Geld und freie Hand und ich war im Gegenzug sehr freizügig mit meiner Zeit. Er wollte ein Rad mit dem er Freitags, wenn die lokale Bevölkerung  in der Moschee betet, durch die Straßen von Riyad flitzen kann. Ich wollte etwas sandfarbenes, mit einem Logo von zwei gekreuzten Palmen oder Krummsäbeln vorne am Steuerkopf und auf jedenfall komplett Shimano Arabesque ausgestattet. Diese Gruppe ist so schön und so komplett neben unserer Zeit, wer würde heute in Europa noch ein Produkt vermarkten wollen, das einen klar islamistischen Bezug hat? IKEA? Garderobenständer Minarett? Da riskiert man doch sein Leben!

Also, Tobias gab mir ein paar einfache Vorgaben: Sein Rad sollte gut aussehen, alt und teuer sein, einen schönen alten, dunklen Rahmen und nicht allzu dünne Reifen haben und vor allem, an den Ausfallenden sollten Adjustierschrauben sein. Davon hatte er immer geträumt, das war das Zeichen eines tollen Rennrads.

Ich fragte dann noch ein paar praktische Dinge und wir waren uns schnell einig. Danach verbrachte ich dann sehr viel Zeit auf Ebay und anderen Foren um die ganzen Einzelteile zusammenzukaufen. Die Suche nach einem schönen Rahmen war am schwierigsten. Ich wollte instinktmässig etwas italienisches. Also ehrlich, ich mag eigentlich keine Rahmen aus anderen Ländern, vermutlich weil ich ja selber halber Italiener bin (meine Mutter istUrdeutsche aus Südtirol, seit 1918 italienisch). Da gab es aber nicht das richtige. Irgendwann sahen wir dann einen Kotter Rahmen. Das ist ja nicht der dolle Name, wenn man davon absieht, dass es eine verschworenen Gemeinschaft von Anhängern der Marke gibt und Didi Thurau einmal für den Rennstall der Marke gefahren ist. Der Besitzer selber war, glaube ich, Opernsänger.

Aber dieser Rahmen war wirklich schön. Ich würde mal sagen so etwa von 1990 oder ein wenig später. Anlötumwerfer. Der Bremszug für hinten verläuft komplett im Oberrohr. Der ganze Rahmen ist verchromt und dann ganz leicht lackiert, so dass der Chrom durchscheint, das sieht sehr schön aus und heißt auf italienisch „Chromavelato“. Das sieht wirklich wunderschön aus, ist aber auch leider nicht sehr haltbar. Aber toll ist es schon. Das Kotter hatte so einen farblichen Auberginenüberzug. Außerdem passte die Größe und hinten gab es Adjustierschrauben an den Aufallenden. Tobias sagte ja, ich kaufte den Rahmen recht teuer ein und machte mich an den Kauf der anderen Komponenten.

Die Shimano Arabesque Teile hatte ich relativ schnell zusammen. Tobias hat dann netterweise die Kurbel für mich poliert und Velosport in Bremen den Steuersatz eingebaut. Mein Radhändler um die Ecke, Einrad konnte nicht. Die haben auch nur einen, dafür aber sehr guten und netten Mechaniker, und zwar den „Kreet“.

Ich wollte keine Shimano Arabesque Bremsen haben, da die nicht gut bremsen und nicht gut aussehen. Stattdessen wollte ich Shimano 600 Bremsen montieren, die nicht gut bremsen aber phantastisch aussehen.

Hier die Shimano 600AX an meinem weißen Olmo. Ich bekam sogar Shimano 600 Bremshebel noch mit guten, brauen Gummis. Sehr viele Teile habe ich bei Sella Berolinum gekauft. Die waren sehr nett und haben mir gut geholfen, vor allem als es um die Auswahl ledriger Komponenten ging. Ein wenig hat mir auch Uwe von Studio Brisant Unterstützung gegeben, bei dem ich mal mein eigenes Peugeot SB gekauft hatte.

Es dauerte recht lange aber als ich alles zusammen hatte fing ich mit dem montieren an. Die Laufräder habe ich zunächst auf der Basis von Shimano 600AX Naben und Mavic Drahtreifenfelgen, ich glaube Modul E2 gebaut. Das Zusammenbauen von allem klappte problemlos aber mir fehlten die Reduzierhülsen für die Züge. Und als dann alles zusammen war, rasselte das kleinste Ritzel immer durch. Ich habe zunächst den Spacer rausgenommen, und zwar zwischen dem Hauptteil der Cassette und dem letzten, aufschraubbarem Ritzel (Uniglide).   Es ging aber nicht.  Auch das in die Ecke stellen und ignorieren klappte gar nicht. Dann habe ich das Teil doch zu Velosport gebracht und der Gott der alten Räder dort hatte noch ein altes Uniglide Ritzel das er einbaute und seitdem läuft die Kiste.

Ansonsten gibt es noch ein sehr schönesund teures  Lederband am Lenker, einen wunderschönen Gyes Sattel und eine Satteltasche aus meiner Jugend in der auch so ein typischer „Knochen“ aus meiner Jugend ist um Reparaturen am Rad unterwegs durchzuführen. Und ein Paar MKS Pedalen mit passenden, braunen Lederriemen. Und enem Nito-Kopie Flaschenhalter.

Ich wäre neidisch, wäre das Rad nicht etwas zu klein für mich.

Nachdem alles schön zusammengebaut war habe ich das Rad vor ein paar Wochen nach München geschickt, wo es nun auf Tobias wartet. Heike war schon mal sehr angetan.

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Alles über das Kotter Arabia hier.

 

 

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Nagoya Keirin

Japan ist cool. Insbesondere Keirin.

Also, wenn man hier in Deutschland die Begeisterung für alles was mit Keirin, Track und NJS sieht, as ist schon enorm. Die Götter sind vom Himmel gestiegen und haben Track Racing in Japan geschaffen. Mit super coolen handgefertigten Stahlrahmen von ehrwürdigen Meistern und Werkstätten wie Nagasawa, Cherubim, 3Rensho, Kalavinka oder Sampson und Panasonic (dier verkaufen übrigens auch Eierkocher und Klimanalagen, allerdings ohne NJS Siegel). Und ganz tollen Komponenten von Shimano, MKS, Nitto, Kashimax und vielen anderen kleinen Herstellern die überzogen teuer sind und aus Panzerstahl und nicht kaputt zu kriegen.

Ja, so ist das. Es gibt ur ein kleine Problem, und zwar, daß der Coolness Faktor in Japan von Keirin Rennen nicht dem in Deutschland bzw. Europa entspricht. Pferderennen, Motorbootrennen und Kerin, dass sind die klassischen Sportarten auf die gesetzlich in Japan gewettet werden darf. Im Prinzip ist das etwas für alte Männer und wer schon einmal beim Keirin in Japan war weiß ungefähr was das heisst. Alt heisst hier 60 oder älter, es gibt wenig junge Leute, noch weniger Frauen. Kerin stirbt aus, wird Tradition, ähnlich wie es auch bereits mit Judo, Kendo, Origami, No, Bunraku, Sumo  und anderen Dingen geschehen ist. Besonders schade finde ich das ja nicht, so lange sich etwas neues entwickelt.

Nagoya Keirin hat nun das gemacht, was in Japan immer in Zeiten der Geschäftskrisen gemacht wird. Es hat ein Maskottchen entwickelt und damit einen Werbefilm für die Keirinrennen in Nagoya gebastelt. Bitte schön:

Was sollen  wir eigentlich dazu sagen, wenn wir aufgehört haben zu kichern? Das Mädel in dem Anime heisst übrigens PISTO-CHAN (Chan = Verniedlichung, -chen). Die Kartoffel mit Kapuze heißt aus mir nicht bekannten Gründen YASUDA-KUN. Oh Gott ist das schrecklich. Un dhier ist noch eins hinterher.


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Falkenachtschwalbe

Oder im Ami-slang, eine „Nachteule“

Manchmal sieht man Räder, da denkt man daß die vom Design her ja wirklich gut aussehen, aber vermutlich sehr unpraktisch sind. Der Nighthawk von Brano Meres ist so ein Ding.

X-9 Nighthawk

Die Inspiration zu diesem Teil kommt ja wohl von hier.

F 117 Nighthawk 10995 Wallpaper

F117 Nighthawk.

Also wie gesagt, das Problem ist der Kompromis zwischen Design und Funktionalität. Das ist so wie bei Häusern. Als wir 2000 von Hamamatsu (japanische Kleinstadt mit 800.000 Einwohner) nach Tokyo (japanische Großstadt mit 12.000.000 Einwohner) gezogen sind, hatten wir uns eine Reihe von Wohnungen und Häusern angesehen. Viele von denen waren quasi von der Stange, von großen Wohnungsbaufirmen im Ofen und in Masse hergestellt. Aber es gab auch einige Häuser von bekannten japanischen Architekten, Von einem hatten wir ein Haus gesehen, das hiess „Haus im Bambuswald“ von Eduard Suzuki und das haben wir uns angeschaut. Das war teilweise recht nett, klein, aber über drei Etagen und das Wohnzimmer war irgendwie so überall rund. Aber die Details waren einfach furchtbar. Die Einbauschränke total billig, überall Rost und Wasser und im Erdgeschoss roch es nach Schimmel. Abgesehen davon, daß ein ca 48 cm breiter Streifen mit einer Reihe Bambusbüschlein um das Haus wohl kaum den Begriff Bambuswald verdient. Ich wünschte ich häte noch ein paar Photos.

Aber so ist das, bei dem Design wird an das große ganze gedacht und die Details werden geschlampt.  Genauso finde ich auch das Nighthawk. Mein Cervelo Soloist S1 hatte auch so eine eckige Kante am groß dimensionierten, aerodynamischen Unterrohr. Ruckzuck war da der Lack weg. Lackierte Ecken sind einfach keine gute Idee, das meiste Zeug ist nicht ohne guten Grund rund. Abgesehen davon, daß scharfe Ecken bei Stürzen auch keine gute Idee sind. also, warum all dieses eckige Zeug hier? Der einzige Grund den ich mir vorstellen könnte ist polizeilichen Radarkontrollen zu entkommen. Also ist das im Prinzip ein Rd für rote Ampeln. Voraussetzung ist dann aber, daß der eigene Körper etwa genauso kantig und „Stealth“ ist, was bei den meisten von uns eben nicht der Fall ist.

X-9 Nighthawk

X-9 Nighthawk

X-9 Nighthawk

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Ein anderer interessanter Aspekt bei diesem Projekt ist das verwendete Material. Es handelt sich dabei um Wabenplatten aus Aramid die mit Carbonfaserplatten laminiert wurden. Also alles Wundermaterialien, die aber nicht immer ihren Zweck erfüllen. Wer so gegen 2001 bei Schindler gearbeitet hat wird lächeln, wenn er das Wort Aramid hört. Das erste synthetische Aufzugseil, dass es nie zur Serienreife geschafft hat. Das Material Aramid an sich hat aber durchaus seine Bedeutung, z.B. bei der Konstruktion von kugelsicheren Westen in Verbund mit Kevlar. Zu Carbon braucht nicht mehr viel gesagt zu werden.

Wabenplatten kenne ich aus dem Möbelbau, wo diese zunehmend eingesetzt werden.Die Entwicklung ist ungefähr so: Früher machte man alles aus Massivholz, war gut, schwer und verzog sich. Aber stabil und die einzelnen Elemente konnten relativ schlank gehalten werden. Dann kam die Presspannplatte. Die konnten wesentlich billiger hergestellt werden, waren leichter, normiert und von der Stabilität noch OK. Das das Material an sich nicht gut aussieht, wurde es auf den Flächen laminiert und bedruckt, so daß es dann oft wieder wie Holz aussah. Das empfinden einige Menschen und so auch ich, als Betrug. Auf die Kanten kommen Kantenbänder, all das ist von der Verarbeitung schon wieder ein Aufwand aber immer noch einfacher als Massivholz. Nun kamen Wabenplatten. Die Waben sind aus Papier, darüber sind dünne (5mmm oder ähnlich) MDF Platten laminiert. Ist billig und sehr leicht, so daß man es bei IKEA ohne Probleme rausschleppen kann.Ist  aber auch sehr dick. Möbel werden also dicker. Der Mist an diesen Wabenplatten ist, dass es ein wahnsinniger Aufwand ist hier die richtigen Katen darauf zu machen und daß man an allen Stellen, wo man Wabenplatten miteinander verbinden will oder irgendetwas an den Wabenplatten befestigen möchte Holzriegel braucht. Total unpraktisch. Ergo sollte man Wabenplatten dort einsetzen, wo man große Flächen und wenige Kanten hat und am besten ganz wenige Verbindungsstellen.

Wie zum Beispiel Tragflächen von Flugzeugen. Oder Surfbretter. Oder Schiffsrümpfe. Aber eben nicht Räder. Das ist unsinnig, weil es hier keine großen Flächen gibt abe rjede Menge Verbindungspunkte.

Side view of 747 wing

Also der Ingenieur faßt zusammen:

  • Ein Rad ist kein Flugzeug auch wenn wir gerne so schnell wären.
  • Nichtentdeckung durch Radarwellen ist nicht das primäre Ziel des Radfahrens
  • Materialien sollten so benutzt werden, daß sich ihre Voreteile entfalten können. Und nicht ihre Kanten.

Abgehakt, Danke, der Nächste bitte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Sieht aber trotzdem gut aus.

 

 

 

 

 

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