Archiv der Kategorie: Radprojekte

Räder an denen ich gerade bastele, die aber nicht für mich bestimmt sind. Erst einmal.

Panasonic PR-4000

Es gab eine Zeit, da war Japan erstens cool und zweitens arrogant.

Da war so Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger. Wirtschaftlich ging es immer schneller immer besser und die Möglichkeiten, so glaubte man, waren grenzenlos. Ein paar Jahre noch vielleicht, dann würde man die Vereinigten Staaten links überholen. Der Kaiserpalast war bereits mehr wert als ganz Kalifornien, für Tokyo bekam man die USA und für Osaka wäre vermutlich England, Frankreich und Madagaskar drin gewesen. Ausländer dienten zur Belustigung im Fernsehen, als Hostessen und zum Beibringen von Englisch, oder wie jemand der das tat mal sagte: „English is taught in the presence of Japanese.“

Tokyo war schrill und faszinierend, Geld war im Überfluss da, guter Geschmack eher weniger. Mein Chef drückte mir einen Gutschein für ein Taxi in die Hand der mich 80 km weiter zum Forschungslabor in der Provinz brachte und ihn bzw. die Firma 300 Euro kostete. Einmal war ich in einer Bar und pinkelte in ein Pissoir, das mit verschieden eingefärbten Eiswürfeln gefüllt war. Neue Gebäude wurden zunehmend mit Marmor verkleidet. Kurz, die Zeichen standen bereits auf Dekadenz und Untergang und da sich Geschichte immer wiederholt, zuerst als Tragödie, dann a ls Komödie, wird man das dann lustigerweise auch mit China in Zukunft beobachten können.

Die Achtziger / Neunziger waren ohnehin schrill wenn es um Frisuren und Farben ging. Aus dieser Epoche stammt dieser Panasonic PR-4000 Rahmen der vermutlich ursprünglich  mit Shimano 105SC 7-fach ausgerüstet war (im Steuersatz kann man noch den Produktionscode „OK“ sehen, was November 1990 bedeuten würde).

Ich habe heute schon einmal daran geputzt und gebastelt, es ist aber gut möglich, dass sich hier noch einiges ändern wird.

Der Rahmen selber ist aus Tange CroMo Seamless Tubes Double Butted, man schaue einmal hier für die Specs. Der Zustand ist nicht großartig aber OK, es gibt eine Menge Kratzer und leider auch eine kleine Delle am Oberrohr.  Gar nicht gefällt mir diese Unifork die aussieht wie bei einem MTB; am liebsten würde ich da etwas verchromtes, klassisches sehen.

Schön ist aber der Startnummernhalter am Oberrohr, so etwas hatte ich bislang noch nicht. Und die Bremszugführung am Oberrohr die offen verläuft ist durchdacht und sinnig.

Ein weiteres Highlight ist die in den Sitzstreben integrierte Klemmschraube für das Sattelrohr. Das sieht sehr schick aus, ist aber auch sehr speziell und wehe da geht man etwas kaputt.

Die Ausfallenden sind von Tange, das Innenlager ist BSA 68mm, es gibt keine Befestigung für einen Umwerfer, sondern es muss mit einer Schelle gearbeitet werden und die Schaltzugführung ist unter dem Innenlager. Befestigungen für Flaschenhalter am Sitz- und am Unterrohr.Typischer 90er Jahre Kram halt, wobei glaube ich, manche Menschen aber auch kein Freund von Anlötumwerfer sind, da diese abgerissen werden können. OK, aber dann macht ein integriertes Schaltauge hinten natürlich auch keinen Sinn.

Die Einstellschrauben sind übrigens neu, die alten waren verbogen. Zum Glück kann man ja so etwas noch bei Rose kaufen. Alles in allem sieht der Rahmen gut durchdacht und praktisch aus – aber eben nicht unbedingt schön. Das ist eben japanische Industriekunst a la Toyota und nicht italienisches Brickel-brackel a la Pegoretti.

Die Laufräder bleiben auf jeden Fall dran, das sind uralte Shimano Naben 600EX aus den Achtzigern mit dem alten Logo, Fettschmierungsöffnung und einer 6-fachen Uniglide Kassette. Darauf sind Mavic GP4 Schlaureifenfelgen mit recht rostigen Speichen verbunden. Die Gommitalia Champion Schlauchreifen sind neu mit Tufo Band verklebt. Das ist übrigens zu breit für die Felge und die klebrige Seite schaut auf beiden Seiten heraus. Geht das auch anders oder brauche ich Kitt?

Der  Rest der Teile ist erst einmal für das erste dran, oder „toriaizu“, wie man so schön in Japan sagt. Ich will aber möglichst viel Zeug aus meinen Kisten im Keller los werden. Und überhaupt ich muss mich von meiner Gruppitis erholen. In den letzten Monaten konnte ich es einfach nicht ertragen, wenn, sagen wir mal meine Bremshebel sehr schöne Shimano 600EX (6200) waren und dann aber Golden Arrow Schalthebel  (ebenfalls sehr schön) am Rahmen pappten. Nein, dann musste ich mir unbedingt bei Ebay sauteure Shimano 6200er Schalthebel kaufen. Ich denke diese Einstellung ist zumindestens für mich etwas bescheuert und vor allem: teuer.

Also kommt dran was mir gefällt und hier bahnt sich eine wilde Mischung aus Shimano, Suntour, Campagnolo, Gipiemme und Mavic an. Plus ein paar moderne und sinnvolle Teile. Ich hoffe ich bekomme diesen wunderschönen Suntour Umwerfer zum laufen, das ist nämlich etwas tricky a er mit der Außenhülle angesteuert wird.

Zudem ist da Teil wahnsinnig massiv, so dass es einmal gerade in den Zwischenraum zwischen Sattelrohr und Reifen passt. Ein 700 x 25C kann da nicht montiert werden.

Der Lenker wird vermutlich flach und kurz werden, ein Rennlenker ginge natürlich auch wäre aber deutlich langweiliger. Aber mal sehen, das ist ja das spannende am Radaufbau, man weiß am Anfang nicht genau was am Ende herauskommt und man kann immer noch hie rund da ein wenig tauschen.

Mein erstes, richtiges Rennrad war auch ein Panasonic, ich habe das September oder Oktober 1990 in Tokyo gekauft. Es war blau, vielleicht auch ein PR4000 und mit einer Shimano 600 Trikolore ausgestattet. Leider gibt es keine Bilder und so gegen 2001 wurde es mir leider geklaut. Heul.

 

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VERKAUFT: Milanetti Damenrennrad aus den Achtzigern

Das sollte eigentlich ganz anders werden:

Ich hatte das komplette Rad vor ein paar Monaten  im Forum gekauft und wollte es als Randonneur für eine japanische Freundin aufbauen. Mit Schutzblechen, Gepäckträger und Ortlieb Packtaschen für die großen Touren in jedem Wetter. Daraus wurde aber nichts und ich war ein wenig ratlos was ich mit dem Rad für wen machen sollte. Ich habe dann doch ein wenig Geld in die Hand genommen und es praktischer und „Artenreiner“ zu machen.


Schaltung und Antrieb sind und waren komplett Shimano Golden Arrow.

Der ursprünglich Zustand mit flachem Lenker hat mir gar nicht gefallen und so habe ich einen sehr kurzen (80mm) Nitto Vorbau mit einem sehr schönen Nitto Mod.55 Lenker verbunden und das ganze mit Shimano 600 Bremshebel versehen. Die Gummis dafür sind neu von Dia Compe und passen nicht perfekt aber gut genug. Auch die Bremszangen sind nun von Golden Arrow – ich hatte die Ewigkeiten in der Schublade und wollte die nie benutzen. Nicht zuletzt ist die Bremsleistung ist, der Zeit angemessen, bescheiden. Ehrlich gesagt genauso wie der Altenburger Schund der da dran war.


Der Sattel ist ein neuer schwarzer Charge Spoon Damensattel der klassisch genug aussieht und dennoch bequem ist.

Die Pedalen sind schwarze MKS Stream; die sehen nicht nur gut aus (notfalls kann man auch Haken montieren) sondern sind auch von beiden Seiten fahrbar, sehr stabil und sehr schmal. Eigentlich die idealen, praktischen Pedalen für wenig Geld.

Die Laufräder sind alte Shimano Naben mit Mavic Modul E2 Drahtreifenfelgen und schwarz-weißen Vittoria Rubino Reifen.Vorher waren da Mavic GP-4 Schlauchreifenfelgen dran, das finde ich aber für ein Damenrennrad sehr unpraktisch.

Farblich ist das Hauptthema Grau (Rahmen) und Silber (Züge, Chrom) mit ein paar gelben Akzenten (Sattelstütze, Muffen, Schalthülle, Zugenden, Kettenblattschraube). Zunächst wollte ich viel mehr „Gelb“ an das Rad bekommen, aber das sah einfach nicht gut aus.


Ich muss mir nun überlegen, ob ich warte bis in ein paar Jahren meine Tochter die notwendige Größe für das Milanetti erreicht hat, aber ob ich es doch verkaufe. Wenn jemand stark interessiert ist möge er sich melden. Ich denke es ist eine gute Basis, um davon zu träumen im Frühling mit der Freundin gemeinsam durch die Natur zu fahren.

Und gerade habe ich noch einmal nachgelesen, wie ich mir vorgestellt habe, dass das Rad werden sollte. Die Campagnolo Veloce Bremsen, die ich auch gekauft habe, machen wirklich viel Sinn, sehen aber leider nicht zeitgerecht aus. Auch das gekapselte Innenlager wäre gut gewesen, da gab es aber einige technische Schwierigkeiten. Und dann hatte ich zunächst den rechten Schalthebel an den Vorbau gebaut, denn es ist unpraktisch so tief an den Rahmen zum schalten zu greifen. Das war ein hübsches Experiment, brachte aber auch nicht so wahnsinnig viel.

Am nächsten Wochenende werde ich mich um ein paar Kleinigkeiten kümmern, dann dürfte es fertig sein. Wenn jemand  ganz heftig interessiert sein sollte: für 600 Euro würde ich mich von dem hübschen Dinge trennen.

 

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Milanetti Radonneur

Das dritte Rad, dass gerade parallel gebaut wird neben dem Basso und dem Mirage, nachdem nun endlich das Colnago und das Kotter JSP die Garage verlassen haben und hoffentlich ihre neuen Besitzer erfreuen:

MILANETTI RADONNEUR

Das Rad habe ich komplett relativ günstig im Forum erstanden, Rahmengröße 54cm ist natürlich nichts für mich, aber ich würde ohnehin kein Damenrad fahren. Na ja, wenn das mit dem altern so weitergeht wie bisher, dann dummerweise ja irgendwann doch einmal – oder nur auf der Rolle und auf keinen Fall draußen.

Das Rad ist in gutem Zustand und einigermaßen „epochengerecht“. Ich schätze mal Endsiebziger oder frühe Achtziger, denn es gibt keinen Anlötumwerfer, aber Zugführung unter dem Tretlager und Innensechskanthülsen für die Bremsaufnahme. Der Steuersatz scheint ein neuerer Tange Levin zu sein, ansonsten ist die Schaltung komplett Shimano Golden Arrow und die Bremsen Weinmann (will ich nicht) und Modolo Sport Bremshebel, die ich noch nie vorher gesehen hatte – sehr schön.

Leider gibt es auch eine Menge unpraktischer Dinge, die nun geändert werden müssen. Die neue Besitzerin hat „für die Technik keine Antenne“ und braucht etwas funktionales für den Alltag und für kürzere Touren raus in die Natur. Deshalb überlege ich gerade, wie ich den rechten Schalthebel an den Lenker verlegen kann, so dass man zum Schalten nicht immer weit nach unten an den rahmen greifen muss.

Außerdem kommt ein gekapseltes Innenlager in den Rahmen, denn die sehr schönen alte, offenen Campa und Shimano Innenlager brauchen einfach viel zu viel Liebe, Pflege und Zuneigung.

Und dann die Bremsen: Weinmann? Bin ich besoffen, oder warum sollte jemand mit denen fahren? Stattdessen kommen die besten günstigsten Bremsen der Welt dran: Campagnolo Veloce: Ia Bremsleistung, leicht einzustellen und gut aussehend – und das alles für wenig Geld. Gewicht spielt ja hier nicht so die Rolle.

Das ganze wird dann aufgepeppt mit Paniers von Ortlieb und einer sehr schicken, modernen Beleuchtungsanlage, mit der ich gerade noch am spielen mit. Die Lightshow eines Pink Floyd Konzerts sollte aber gar nichts dagegen sein.

Ach ja: Die Laufräder: Alte Shimano Naben mt Mavic GA-4 Felgen und aufgeklebten Schlauchreifen: Geht gar nicht. da müssen Drahtreifenfelgen rein auf die 700C x 25 Reifen passen, also unverwüstlich und komfortabel.

So, das ist mal der Plan, ich poste neue Fotos wenn das Rad fertig ist. Das Teil geht wenn fertig nach Japan, das erste Mal das ein Rad von mir dort enden wird, bislang hatte ich nur Rahmen verkauft.

 

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For Sale: Colnago Super XL 1988: Rot-weiß modern RH56

S O L D

Schweren Herzens, wie man so leicht schreibt, trenne ich mich nun doch von meinem Colnago: Für mich ist es zu klein und für die,die ich damit beglücken wollte ist es nicht das Rad ihrer Herzen.

Schade, es ist ein gut aussehendes, stimmiges und vernünftiges Rad geworden. Aber im Einzelnen:

  • Rahmen
    Colnago Super XL 1988, fast 25 Jahre alt und im Colnago Katalog von 1988 zu finden
    Columbus Aelle Rohre, stabilerer Satz, etwas schwerer
    Pantographien an der Gabelkrone und Colnago Zeichen an der unteren Steuerkopfmuffe
  • Vorbau und Lenker
    Klassischer Rennradlenker von Cinelli
    Vorbau von 3ttt
    Weiß glänzendes Lenkerband von Fizik (neu)
    Dazu weiße Bremsgriffe Shimano 600 Tricolore
    Neue Racing Bremshüllen und Züge
  • Antrieb und Bremsen
    Thun Coronado Kurbel 52 Zähne vorne
    Schwarze MKS Track Pedale (fast neu)
    Hinten Flipflop Nabe mit Bahnritzel 18 Zähne und Freilauf 16 Zähne – gute Stadt/Land Combo
    Neue KMC 1/2 x 3/32 Kette
    Neue Miche Performance Bremsen, modern und effektiv
  • Sattel
    Charge Spoon in weiß, neu
    SR Laprade Vintage Sattelstütze, schwarz geflutet
  • Laufräder, 
    No Name mit weissen Felgen und jeweils 36 Speichen
    Alu Bremsflanke für Felgenbremse
    Zuverlässig,  schwer, stabil und neu

Der Aufbau war nicht billig, schon der Rahmen und die Laufräder haben richtig Geld gekostet. Daher würde ich mir für das Rad 660 Euro wünschen. Dafür würde ich dann auch nach Wunsch eine passende Übersetzung montieren.

Alternativ gibt es das Rad auch mit anderen, filigranen Laufrädern (Novatec, rot eloxiert). In diesem Fall beträgt der Verkaufspreis 750 Euro.

Alles über das Colnago Super XL 1988 hier.

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Altes Zeug von Colnago

Ich mag diese barocken Designs von Colnago mit endlos verlängerten und polierten Muffen und unförmigen Gilco Rohren ja nicht besonders, aber seit dem Kauf meines Super XL 1988 steht mir das Herz still, wenn ich so etwas sehe:

Colnago Bahn Rad

Colnago Bahnrad aus den frühen Neunzigern. Rahmengröße 51, zum Glück, sonst wäre ich vielleicht schwach geworden.

Na ja, ist ja eigentlich auch ganz schön. Esamexiko, Rahmengröße 52 cm. 1.250 US $. Via Eroica Cicli.

 

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Jetzt noch weisser: Rotes Colnago

Colnago Super XL 1988, die weisse Variante mit Hipster Laufradsatz. Siet gut aus ist aber noch nicht fahrerprobt.

Heute geht es erst einmal mit dem Rad an der Aller lang nach Branunschweig. OK, Braunschweig liegt nicht exakt an der Aller, da werden noch ein paar extra Kilometer fällig. Blog Pause bis Sonntag.

 

 

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For Sale: Colnago Super XL 1988 Rot RH56

Fertig geworden: Ein Colnago Super XL; den Rahmen hatte ich vor ein paar Wochen gekauft. 

Über den Rahmen hatte ich bereits hier gebloggt. Ich war mir ein wenig unschlüssig, was ich mit dem Rahmen anfangen sollte, und entschied mich dann dafür das mit den Teilen, die sich in meinem Keller so über die Monate angesammelt hatten wieder aufzubauen. Allzu viel Geld ausgeben wollte ich nicht, der Rahmen ist Größe 56 (m-m) und passt mir überhaupt nicht. Also Single Speed.

Als Farbkombination dachte ich an rot – weiß und etwas schwarz und Chrom/silber also sehr klassisch.  Diese Fraben sind ja bereits alle durch den Rahmen vorhanden, mehr hinzugeben wollte ich nicht. Der Vorbau ist von ITM und der Lenker von Cinelli und stammt aus dem Fundus. Keine Ahnung von welchem Rad ich das mal abgeschraubt habe.  Ursprünglich hatte ich eine andre Kombination, aber dummerweise habe ich bei der das Gewinde zur Feststellung des Lenkers überdreht und das muß nun erst einmal wieder repariert werden.

Auch die Shimano 105 Bremshebeln mit weißen Gummis hatte ich noch aus einem Kauf. dazu passte ganz hervorragend der Rest aus schwarz-weiß karierter Bremshülle aus meinem Kotter Aufbau vom Juni.

Zunächst einmal habe ich die Pantos auf dem Rahmen und die geflutete Sattelstütze von SR Laprade neu ausgemalt. Das bringt relativ viel von der Ästhetik, ist eigentlich sehr überraschend. Dann rechnete ich einmal zusammen was ein idealer Aufbau kosten würde ….. das ging überhaupt nicht. Bei manchen Teilen wurden dann Abstriche gemacht (Miche Bremsen, Charge Spoon Sattel, Vittoria Reifen), bei anderen nicht (Fizik glänzend-weisses Lenkerband).

Ich hatte auch noch ein passendes italienisches Shimano 105SC Tretlager übrig (von denen habe ich bereits vier verbaut, funktionieren prima aber gekapselt ist halt doch soviel besser) und dann eine Thun Coronada Kurbel. Die rutscht leider auf dem Vierkant viel zu weit nach innen, ist das der Unterschied zwischen DIN und ISO Dimensionen? Macht nichts, dachte ich, kommt ja ohnehin nur ein Kettenblatt drauf – ging aber trotzdem nicht. Die Kettenblattschrauben sind leider auch besonders, am Ende halfen nur ein paar Unterlegscheiben aus dem Baumarkt.

Pedale sind MKS Track aus dem Fundus.

Ich werde dieses Rad in zwei Alternativen anbieten: Die Laufräder die man hier sieht sich recht teuer, Novatec rot eloxierte Bahnnaben, DT Swiss Revolution Speichen 2.0/1.5, Unterlegscheiben am Nabenflansch, schöne geöste Doppelkammerfelgen.  Ein Freilauf, Übesetzung 52/18 aber Platz für ein starres Ritzel auf der anderen Seite. Mit viel Aufwand, Mühe, Liebe und Geduld eingespeicht. Aber zu teuer. Es wird eine Alternative mit weißen Fixierädern geben, diese wird dann deutlich billiger.

Heute gefahren, passt alles. Stunde der Wahrheit ist für mich immer, wenn ich die Hände vom Lenker nehme. Das Rad muß schön geradeaus laufen und sich mit Gewichtsverlagerung einfach steuern lassen, sonst stimmt etwas nicht. Fährt sich aber alles prima.

Interessiert? So wie es hier steht: 750 Euro. Mit weißen Laufrädern, Bilder folgen: 660 Euro.

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Olympia, Tour De France, Fußball EM

Kommt jetzt sehr sehr schnell alles auf usn zu. Wo bleibt da die Zeit zum arbeiten? Zum Radfahren? Zum Rumschrauben an diversen Rädern? Für die Familie (falls es einer von denen lesen sollte) ?

Wie jedes Jahr sind die letzten beiden wichtigen Rennen vor DEM großen Rennen, mit anderen Worten, der Tour de France, die Dauphine und die Tour de Suisse. Die Tour de Suisse wird immer die sein, bei der Jan Ulrich (a) fett aussieht, (b) überzeugend gewinnt und (c) große Hoffnungen für die TdF zu verbreiten und dann doch wieder Zweiter hinter Lance Armstrong zu werden. Deshalb schaue ich mir das auch nie an, weil ich dann schlechte Laune bekommen — das ist etwa wie duschen 1986, doch dazu irgendwann einmal später.

Die Dauphine ist allerdings wieder sehr interessant und ein schönes Rennen mit vielen Bergen und Hügeln. Englands bestaussehendster Rennfahrer nach Mark-Yoko Cavendish, Bradley Wiggins (genau, der vom Versand)  gewann die erste Etappe (den Prolog gewann mal wieder ein Aussi)

und strahlte danach wie Cavendish oder Teutenburg vom Siegerpodest.

Cadel Evans macht eine guet Show und zeigt, daß er ein ernsthafter Konkurrent für den Gewinn der TdF 2012 ist. Er gewinnt die dritte Etappe im Spurt vor Cadel und Cadel. Er muß sich nur selber schlagen.

via fyxomatosis

Andy Schleck dagegen macht gar keine gute Figur. Wie das gesamte Radio Snack – Nissan Team. Nur drei Siege in dieser Saison bis jetzt – damit spielt das Team trotz seiner Größe in der gleichen Liga wie AG2R und Saxobank. Das gibt nichts mit Radio Snack in dieser Saison wage ich einmal vorauszusagen. Fraglich ob Fabian Cancellara noch in Form kommt in dieser Saison und die Konkurrenz im Zeitfahren ist ohnehin stärker geworden. Und fast jeden Tag irgendwelche Meldungen über Streit im Team – das geht gar nicht.

Samuel Sanchez leidet derweil vor seinen Teamkameraden und Helfern die interessiert zuschauen …. bis er ihnen endlich sein Rad gibt.

Thor Hoshvod fährt nun auch nicht zur TdF. War krank, mußte aus dem Giro aussteigen und wil sich auf Olympia konzentrieren. Schade, letztes Jahr war Thor hushvod einer der Helden der Tour. Erinnert sich jemand an die 13, Etappe?


Phantastisch. Ich kann zwar kein norwegisch, aber dieser Kommentar ist super, was noch besser als der italienische den ich eigentlich bevorzuge.

Auch nicht schlecht. Norwegischer Doppelsieg. Die norwegischen Reporter sind vermutlich ausgeflippt und haben das Studio kurz und klein geschlagen – deshalb gibt es da auch kein Video auf Youtube.

Und wer jubelt da im Hintergrund bei der 16. Etappe über Thors Sieg? Genau Ryder Hesjedal, dn wir diess Jahr nicht nur beim Giro, sondern auch bei der Tour sehen werden.

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Kotter Racing Team JPS

Das John Kotter Player Special Racing Team.

Gerade fertig geworden, obwohl etwas zu tun und noch weiter zu optimieren gibt es ja immer. Die Basis dieses Kotters ist ein komplett erhaltenes Rennrad aus den Achtzigern gewesen. Quasi wie neu, hat ein Hannoveraner für seine Frau gekauft und die hat es nicht gefahren sondern auf die Empore gestellt und anstrahlen lassen. Ich hatte das Rad vor ein paar Wochen auf Ebay ersteigert und es dann in Hannover abgeholt. Ich muss sagen, ich war wirklich schwer beeindruckt und es tat mir ein wenig weh den Originalzustandes des Rades zu verändern.

Der Plan war das Rad so komfortabel, stylish und sportlich wie möglich für die Frau eines sehr guten Freundes aus vergangenen Japanzeiten umzubauen. Für ihn hatte ich bereits ein anderes Kotter umgebaut, so daß die Familie jetzt fast völlig kotterisiert ist. Nachdem „er“ eine fast komplette Shimano 600 Arabesque Gruppe montiert hat, wurde für die die fast noch schönereShimano Golden Arrow zusammengekauft. Die Kurbel ist NOS, nur leider gibt es keinen Golden Arrow Anlötumwerfer, so dass hier ein 600EX 6207 zum Einbau kam.

Ein Rennradlenker kam gar nicht in Frage, so dass ich mich für einen Trainingsbügel entschied. Ich wollte schon immer einmal die Dia Compe 188 Bremsen verwenden, die Ende des Lenkers fixiert werden, hier gab es eine prima Möglichkeit dazu. Ich finde diese Art der Befestigung hat sehr viel Charme, da man nämlich dann das Lenkerband ungestört nach vorne winkeln kann und so eine Menge weiterer Griffmöglichkeiten schafft. Das ist ein Lederlenkerband, relativ teuer aber sehr schön.

Ebenso wenig kamen klassische Haken- und Riemenpedale in Frage. Ich habe solche auch lange bei meinen Rädern benutzt, kam dann zu halben Haken ohne Riemen und dann einfachen Rennpedalen. Aber am besten für den Alltag sind immer noch Pedale die zweiseitig zu fahren sind – einfach drauf und losfahren.

Bei den Bremsen habe ich lange gezögert, aber bei mir fangen Bremsen eigentlich erst bei der Dura Ace BR-7403 an. Alles davor, also prä-dual pivot, ist eigentlich nur leichte Verzögerungsdekoration. Die alten Golden Arrow und Arabesque Bremsen leisten meiner Ansicht nach gar nichts. Und da bei den Dia Compe der Bremszugweg ohnehin sehr begrenzt ist habe ich mich für Campagnolo Veloce entschieden. Diese sind zwar nicht „epochengerechnet“, passen aber vom Design her sehr gut zu dem Rad.

Umgekehrt war die Entscheidung beim Sattel: Ein Terry Damensattel wäre wohl das bequemste, was der Markt hergibt, aber ein Brooks Damensattel ist auch recht bequem und sieht wesentlich besser aus. In die Satteltasche passt genug Zeug, um das Rad bei einem Platten wieder ans fahren zu bekommen.

Sehr viel Arbeit machte das Zentrieren der Laufräder. Obwohl das Rad ja nie gefahren war, gab es vorne und hinten sehr starke vertikale Unwuchten die mit viel Mühe entfernt wurden.

Es ist eine schöne Überraschung geworden und fährt sich mit kurzem Vorbau und Lenker sehr angenehm. Der Sattel muß noch weiter runter, aber darunter ist eine NOS Shimano 600 Sattelstütze und die tut man ja nicht so gerne weiter als notwendig in den Rahmen schieben. Der Brooks steht vorne etwas hoch, habe ich ausprobiert, ist so am bequemsten.

Gestern und heute damit Probe gefahren, läuft wirklich gut. Könnte mir auch gefallen, ist mir aber mit Rahmengröße 54 cm viel zu klein. Aber ich denke Mal, John Kotter wäre stolz auf mich.

Alles über das Kotter John Player Special hier.

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Geschlaucht. Teile. For Sale.

Gestern und Heute 6 Paar Laufräder eingestellt und teilweise mit neuen Schläuchen und Reifen versehen. Geschlaucht. Ergebnis ernüchternt:

  1. Kotter Shimano 600/Mavic MA: Riesige Eier, muß alles noch mal nachzentriert werden.
  2. Maillard/Mavic Open Pro: Passt, sitzt und hat Luft.
  3. Union Mavic: Beide neuen roten Contis zerstört mit Löchern in der Karkasse. Neue Contis aufgezogen, Schläuche OK und halten Luft obwohl geflickt.
  4. Olmo Mavic/Rigida: Keine Probleme, alles prima.
  5. Canyon SwissDT R1.1. Vorne schon wieder platt. Beide Reifen runter und neue Ultremos mit neuem SChlauch vorne aufgezogen. Sollte nun erst einmal OK sein.
  6. Toppolinos. Schlauchreifen. Hinten OK. Vorne geht keine Luft rein, da muß ich mir morgen etwas ausdenken.

Wie gesagt, total geschlaucht. Es macht einfach keinen Sinn sich gute Reifen für Bremen zu kaufen, die, sagen wir mal 5.000 km laufen können, wenn diese ohnehin durch Glasscherben etc. regelmässig nach 400 km zerstört werden. Und an Schläuchen sollte ich mir einmal eine Hunderter-Radladen-Verbrauchspackung holen.

Bei der Gelegenheit habe ich einmal meinen Keller aufgeräumt und verkaufe die folgenden Teile:

Lenker Bremsen Vorbau Leder Kombination

Kommen von einem nie gefahrenen Kotter Rad. Absolut neuwertig, ohne jede Gebrauchsspuren, fast so wie vor 25 Jahren. Die Bremsen sind Shimano Dura Ace BL 7401, non-Aero. Diese wurden an einem 3ttt Superleggero Lenker verbaut, Außenbreite 430 mm. Das besondere daran ist die Zugführung: Unter den Bremsgriffen wurden Löcher in den Lenker gebohrt, ebenso auf der Unterseite in der Nähe des Vorbaus. Die Bremzüge verlaufen also nicht unter dem Leder Lenkerband, sondern im Lenker selber.

Der Lenker ist mit einem sehr schönen Lenkerband aus schwarzem Leder ummantelt, das mit einem helleren Faden im Kreuzstich vernäht wurde.

Der Vorbau ist ebenfalls von 3ttt schwarz  und etwa 90 mm lang. Die Abschlußkappe der Lenkerklemmung ist vorhanden. Auf dem Vorbau ist der Name eines Vorbesitzers „W. Schwitalla“ eingraviert. Type des Vorbaus ist mir unbekannt. Statt einem 3ttt Frontschild wurde eine Metallschild mit den Weltmeisterfarben und den Olympischen Ringen eingesetzt.

Das ganze kommt komplett mit schwarzen Bremshüllen und Zügen. Die Hüllen sollten bei kleinen Rahmen von der Länge her ausreichend für die Vorderbremse sein und bis zur Führung durch das Oberrohr. Die Züge sollten erneuert werden. Evtl. ist es also erforderlich die Griffe zu demontieren und neue Bremshüllen durch den Lenker zu führen. Ds sollte technisch machbar sein.

Das ganze ist einfach traumhaft gut aussehend – aber eben nichts für mich und das Rad brauche ich für etwas ganz anderes. Ich würde mich für 90 Euro inklusive Versand davon trennen.

Klickpedalen Shimano Dura Ace PD-7401 Neu

Kommen von dem 25 Jahre alten, nie gefahren Kotter Rad und sind in absolut neuwertigem Zustand. Diese stammen aus der Zeit vor dem Shimano SPD-SL System und wurden von Look mit dem Look System für Shimano gefertigt. Keine gute Idee von Look gewesen, das. Die Pedalen sind allerdings perfekt, keine Kratzer, nichts, wirklich neuwertig. Selbst die Beispiele auf Velobase sehen nicht so gut aus wie diese.

Ich dachte an 50 Euro inklusive Verschickung.

Sattel Selle Royal CX

Sattel aus den Achtzigern mit goldfarbenem Gestänge und goldener Nase. Wie üblich bei Sätteln aus dieser Zeit sieht auch dieser sehr gut aus und soll laut Velobase schön unbequem sein.

„Aerodynamisch optimiert, offene Spitze, damit die Luft hindurch und nicht herum ström. Geprägtes CX Logo, vergoldete Metallapplikation auf der Spitze, vergoldete Sattelstreben mit einer starken Biegung im hinteren Bereich – Das ermöglich extrem nach vorn verlagerte Sitzpositionen bei Zeitfahrrädern. An der Kante rundherum vernäht.“

Habe ich gerade bei einem Anbieter auf Ebay gelesen. Unbenutzt, von meinem Kotter aus den Achtzigern abgebaut. Absolut neu, Gestänge leicht angelaufen aber wirklich in einem sehr guten Zustand.

Ich dachte an 60 Euro inklusive Verschickung.

Trainingsbügel Sellavia 

Neu, unbenutzt. Falsch gekauft, kann ich für mein Projekt leider nicht verwenden. 25,4 mm Klemmung, 22,2 mm Durchmesser. Aus Aluminium  silber eloxiert. Etwa 560 mm breit. Von Sella Berolinum, Neupreis 15,90 Euro.

Leider schlecht zu versenden, kostet mit DHL online €5,90. Daher für 15 Euro inklusive Versand abzugeben.

Ein Paar Drahtreifen Continental Sport 20 – 622 plus eine Mavic Felge MA40 36 Loch plus …

Die Continentalreifen sind etwa 25 Jagre alt und unbenutzt, quasi neuwertig. An den Flanken jedoch etwas spröde, wie das bei alten Gummis halt so ist. An den Seiten des Profils sind aber noch die Einspritzkanäle zu erkennen, diese sind noch nicht abgefahren.

Dazu eine Mavic MA 40 Drahtreifenfelge schwarz anodisiert, nit 36 Löchern gebraucht aber in gutem Zustand. Die Ösen sind angerostet, aber die Flanken sehen noch gut aus.

Dazu gibt es noch ein zweites Paar gebrauchsfähige alte Draftreifen umsonst dazu plus eine moderne 700er Felge von Swiss DT R1.1 die vermutlich etwas verzogen ist. Ich würde das um liebsten, auch wegen der Versandkosten alles als ein komplettes Paket verkaufen, und dann mi Hermes für €9,90 verschicken.

Daher hatte ich mir als Verkaufspreis inklusive Versand 40 Euro vorgestellt.

Kontakt bitte über Kommentar auf dem Blog(der nicht sichtbar wird, bis ich ihn freischalte oder lösche).

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