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Chesini, Blau, in Japan sucht ….

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Hiroshi von C-Speed, Yokohama war am Werk.

Und gutes hat er getan. Aus dem NOS Chesini Citerium Rahmen, den ich ihm vor mehr als einem Jahr in Deutschland gekauft hatte, hat es nun ein stilistisch sehr schönes und nicht zu teures Single Speed Rad gebaut.

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Oh. ein Dura Ace Steuersatz. Und eine wahnsnnige Kurbel, ich muß ihn fragen woher die hat, die will ich auch!

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Eingeordnet unter 2012, Chesini Criterium, Mob

Ein weisses Rennrad

Klar, sieht man.

Dieses hier hat Tobias aus Bremen aka „Audi Freak“ gebaut. Die Basis ist ein alter, neuer unbekannter Rahmen aus Lagerbeständen der Achtziger Jahre der Stadt Bielefeld. Daran wurde eine komplette alte Shimano 105 Gruppe (1050) verbaut, die von einem anderen Projekt, einem Benotto stammt. Das Ergebnis sieht sehr schlicht und klar, vor allem vor dem Hintergrund dieser rot-braunen Klinkerwand aus. Von der Idee hin finde ich das eigentlich sehr ähnlich zu meinem Canyon minus dem Orangeanteil.

Tobias hat noch vor den Rahmen mit selbstentworfenen Logos zu bekleben. Zunächst einmal aber wäre er dankbar für eine Kommentierung seiner Arbeit.

Man könnte das Rad natürlich auch in das Rennrad-News Forum stellen, etwa unter die Rubrik „Zeigt her eure Klassiker“ und die Forumsmitglieder um ihre Meinung bitten. Leider sind die Kommentare oft nicht wie erwartet („Dolle Sache!“) sondern zeigen von einer pessimistischen Herangehensweise an die Probleme dieser Welt im Detail („Die Ventilkappen gehen ja gar nicht“). Aus diesem Grunde habe ich einige einfach formulierte Regeln aufgestellt, wie man Beiträge dieser Art im Forum formulieren sollte:

DER CYCLYNG RATGEBER FÜR GUT FORMULIERTE BEITRÄGE UND KOMMENTARE IM RENNRAD-NEWS KLASSIKER FORUM

Regel #1:
Jeder Kommentar zu einem präsentierten Rad muss anfangen mit:
„Schönes Rad, aber leider…“
Auf diese Art und Weise wird unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass man egentlich en ganz netter Mensch ist, aber das Rad eben nicht so doll findet. Oder man schrecklich neidisch ist. Oder man wahnsinnig viel Ahnung hat.

Beispiel 1:
„Schönes Rad. Aber leider wurden die Innengewinde nicht Nippel nicht mit Öl gereinigt, das vor 1990 produziert wurde. Gehört also nicht in diesen Thread hier.“
Wirkliche Aussage: „Dein Rad kannst Du in die Tonne kloppen ber schick mir die Nippel vorher.“

Beispiel 2:
„Schönes Rad. Leider scheint mir das Lenkerband anderes rum gewickelt sein als das Profil des Hinterrads verläuft. Das entspricht keinesfalls der StVO, noch der KlVZO (Klassiker Vorzeigordnung).“

Wirkliche Aussage: „Ich habe mehr Ahnung als du. Schick Dein Rad her, ich bin neidisch und du verdienst es ohnehin nicht.“

Regel #2:
Räder sind nie fertig

Jedes Rad das hier eingestellt wird muss in der Beschreibung mit dem Zusatz versehen werden, das es eigentlich noch nicht fertig ist. Dies entschärft eventuelle Kommentare die nach Regel #1 aufgestellt werden.

Regel #3
Die Komponente x wird aber noch ausgetauscht:

Jede Beschreibung eines Rades muss einen Kommentar enthalten, dass bestimmte Komponenten nicht der KlVZO (siehe oben) entsprechen und dass daher bitte Kommentatoren Gnade vor Recht walten lassen sollen.

Beispiel:
„Das Rad ist noch nicht fertig, ich denke, ich werde demnächst noch Rahmen, Laufräder und sämtliche Komponenten austauschen.“

Kommentar:
Der Versuch sich auf diese Art und Weise abzusichern ist leider völlig sinnlos, da es nur den Ehrgeiz der Kommentaren anstachelt ein anderes Detail zu monieren. Zum obigen Beispiel wäre dann eine vermutliche Antwort nach Regel #1:

„Schönes Rad. Leider ist der Hintergrund nicht Epochengerecht.“

Regel #4
Ein Rahmen ist nie gerade.

Wenn wirklich nichts zu monieren ist, dann darf mit dem Kommentar zumindestens in Aussicht gestellt werden, dass sich der Besitzer in Kürze damit wegen eines technischen Defekts ordentlich auf die Fresse legen wird.

Beispiel:
„Schönes Rad, da gibt es nichts zu kriteln. Aber sag mal, ist die vordere Flaschenhalterschraube nicht schief, oder sieht das nur auf dem Foto so aus? Gab es da vielleicht mal einen Unfall? Sieht mir so aus wie ein typischer Unfallschaden wenn das Rad von einer Zehnjährigen Japanerin aus 8.000 Meter Höhe von einem Gleitdrachen geworfen wird und dann genau mit der Flaschenhalterschraube auf einem Stoppschild aufgekommen ist“

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Problem des Tages: Was läuft hier falsch und warum?

Nach all den guten Tips, die ich Lieven zum Aufbau seines Union Fixies gegebenhatte passiert nun dies.

Hat jemand eine gute Idee was warum hier flasch läuft?

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Eingeordnet unter 2012, Bits&Pieces, Mob, Union

Lieven’s Union Fixie

Irgendwie durch die Zufälle des WWW bin ich an Lieven gekommen und Lieven an mich. Er hat ein Union. Ich habe auch eins.

Lieven hatte mich angeschrieben als ich einen Post über den Aufbau des Union Fixies aufd em Positivo Espresso Blog gestellt hatte. Er hatte auch eines gekauft und wollte wissen, wie man dies nun als Fixie umbaut. Îch hatte meinen Union Rahmen über das Rennrad-News Forum bekommen, von einem Typ namens Reisberg. Als der Rahmen dann bei mir zu Haus ankam hatte er an der Kettenstrebe einen Aufkleber des Händlers der den Rahmen verkauft hatte: Jan Verdos aus Den Helder – genau wie meine Gazelle.

Die Geschicht dieser Union Rennrahmen ist ganz interessant. Union war neben Gazelle und Batavus, einer der drei großen Radhersteller in Holland. Sie machten hauptsächlich Hollandräder. Nun, das ist keine Überraschung. Irgendwann einmal hatte die dann in den Siebzigern ein Rennteam. Das konnte ja nun nicht auf Hollandrädern fahren, also wurde Gianni Motta in Italien beauftragt die Rahmen dafür herzustellen. Als es denn eine Replikaserie gab, wurden die Rahmend ann zunächst von Gianni Motta geliefert, später aber dann von Union in Holland selber gebaut. So weit istd ie Legende, die man auf dem www recherchieren kann.

Das Union von Lieven sah im Orginalzustand auch gar nicht schlecht aus.

Lieven wollte es aber dann gerne in ein Fixie mit Bullhornlenker umbauen. Ich habe damit ja auch schon einige Erfahrungen und versuchte ihm so gut wie möglich zu helfen. Ich bin sehr gespannt wie der Aufbau weiter geht und wie sich das fertige Rad dann fährt. Viel Glück, Lieven.

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Bottecchia Sprinter 1991

Ein Bottecchia in voller Neonblüte im Garten

Ein Bottecchia in voller Neonblüte im Garten

Vor ein paar Wochen habe ich auf Ebay relativ günstig diesen Neo-, oder besser Neonklassiker von Bottecchia erstanden. Das Wort „relativ günstig“ darf auf diesem Blog und in diesem Zusammenhang nur gebraucht werden, wenn es sich um einen zweistelligen Eurobetrag handelt. Ich mag solche Projekte, also Räder für wenig Geld kaufen und dann für wenig Geld in Schuß bringen. Man darf nicht durchdrehen und Veloflex Reifen in Frankreich bestellen weil sie farblich so schön passen, oder die vorhandenen Dura Ace Teile verbauen. Es ist eine Übung in Geduld, nämlich mit wenig Geld etwas schönes zu bauen. Nur … was mache ich jetzt aus dieser Kiste. Neu lackieren?

Zu den Details: Ein Bottecchia Modell Sprinter, nach Shimano Produktionscode von 1991, relativ gut erhalten. Ich vermute einmal, dass dies ein Einstiegsmodell von Bottecchia war und noch mit den Orginalkomponenten ausgestattet ist. Dsa sieht man ja auch schon an dem Lenkerband, das farblich genau auf den Rahmen abgestimmt ist.

Neonlenkerband mit graduellem Übergang von Lila zu Gelb.

Neonlenkerband mit graduellem Übergang von Lila zu Gelb.

Die meisten Komponenten an dem Rad sind von der Shimano 105 Gruppe, genauer gesagt Shimano 105SC. So also die Naben vorne und hinten, sowie die Bremsen und die Kurbel. Die 105SC ist eine sehr vernünftige Gruppe: Sieht OK aus, funktioniert gut und ist noch günstig zu haben.
Die Bremsgriffe sind allerdings von Modolo, Modell America? und die komplette Schaltgruppe ist von Suntour, Blaze, 2 x 7-fach.

 

 Na ja, SunTour. Einerseits haben die wirklich ein paar sehr schön anzusehende Teile gebaut, wie z.B. das Cyclone  Mk II Schaltwerk von 1981, dass sich noch in einem meiner Schatzkästchen befindet und darauf wartet verbaut zu werden. Andererseits gibt es aber auch eine Menge mittelmässigen und schlecht kreierten Schund von dieser Firma. Und dann der Name … also wirklich. Schön übrigens, wie der Swichennippel als Endkappe am Schaltungsseil hier verbaut wurde. Stilvoller wäre natürlich ein gelb eloxierter Speichennippel.

Soweit zu den Hauptkomponenten. Also, ich finde jedenfalls dass dies die Komponenten sind, die einem Rad ihren Charakter verleihen. Dann gibt es noch die Nebenkomponenten, in diesem Fall ein Lenker von „Cosmos“, einer Marke von der ich noch nie gehört habe, ein Miche Steuersatz, ein noch unbekanntes Tretlager, ein unbekannter Vorbau, eine Selcof Sattelstütze und, als Highlights gut erhaltene Wolber GTX 2 Felgen:

Wolber GTX 2 Drahtreifenfelgen

Wolber GTX 2 Drahtreifenfelgen

Fast schon zu gut für diesesRad, also vielleicht werden diese dann woanders verbaut? Ich habe da gerade so eine Baustelle an einem Kotter…..

Und ein weiteres Highlight, recht interessante Riemenpedalen von Maillard, Typ Atom CXC.

Die häßlichen Reflektoren müssen natürlich ab …. viel zu schwer, da geht ja die Leistung in den Keller. Na ja, und ich und Maillard – die habe ich alle recht schnell kaputt bekommen, also besser nicht zuviel mit diesen Dingern fahren.

Was ich aber am meisten überhaupt an Bottecchia mag ist der Headbadge am Steuerkopf. Wow, dieses neo-klassizisische Italo-Fascho Design Logo aus den Dreissigern ….

 

 Fast so schön wie das Chesini Logo. Oder das runde M von Moser.

Alos, was nun aus dem ganzen machen für wenig Geld. Ach so, der Rahmen ist mir übrigens zu klein, für mich selber wird das nichts.

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Eingeordnet unter 2012, Bottecchia Sprinter 1991

Lilac Angel for Larissa

Over the last three weeks I assembled this bike for the girlfriend of a cycling buddy in Bremen. He wanted his girlfriend to start riding and she asked for something that looks good and suits her personal taste.

Tobi (the guy) was able to buy an old OLMO Speedy Gonzales dated from 1990 or 91 with a complete Shimano 105 7-speed setup for less than 20.000 Yen. It took me two weeks to deassemble the whole bike, grease all parts, spot-repair some rusty patches and scratches, grease, lubricate and adjust headset and bottom bracket as part 1 of this project.

Larissa wanted to have some combination with black and lilac as the dominant colors and chrome and white in the back. As they are still young and work in poorly paid jobs (hospital, kindergarten) they didn’t wanted to spend too much money. As opposed to professors working in poorly regarded academic institutions that regularly poor thousands of Euros into the garage equivalent of Greece.

We decided on the main components and technical specs and we purchased the necessary spare parts such as chain, cabling, handle bar tape, brake pads, new saddle, Look pedals and new Schwalbe Ultremo tires. In the end we spend less than 35.000 Yen in total on this bike which was somewhat within the budget.

I think the result is a good looking, feminine bike with a sensible design. The main color is black with lilac cables, saddle and tires outlining the contours of the bike. White is the second colour within the triangle of the upper, lower and saddle tube. Design wise everything fits together.

From a technical point of view the bike is now in good shape and the Shimano 105 components work very well. Shifting is smooth and the braking is now super-aggressive. During the project I found out that the outer chain ring had to be exchanged but I was able to buy a NOS Shimano one from the Eighties as replacement.

As the original components were used there were hardly any compatibility issues. Only the truing of the rear wheel took quite along time in order to get the right mix of tension, torsion and trueness in both directions.

If there is one thing I love and hat it is the glossy black handlebar. It looks very good and very sexy – the combination with black leather would be perfect. However it is a pain to wrap the handle bar with this tape from Fizik and I would recommend to use it only with „pure“ handlebars, in other words, don’t try to wrap brake or shift cables with it.

Larissa was happy when she picked it up on Sunday and so was her boyfriend. I had fun doing the consulting and assembly. Having done previously the Pescarolo and the Kotter, this has been the third bike I assembled for someone else. This will never become a work to earn a living, however the combination of doing something with my hands and making people happy is a quite satisfying one.

More pics are here.

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Eingeordnet unter 2012, Mob, Olmo Larissa

Pescarolo sold

Yesterday I sold the Pescarolo bike. No, not to the guy on the photo. This was the first sale of a bike I built up new completely as opposed to single frames and components I have sold before. The Pescarolo isn’t a top of the line bike, neither does it fit my size (55 cm), but still I was a little bit sad. This could become a repeated process in the months to come. I am currently building up a blue Olmo bike that will become the replacement for the blue Gazelle I bought last year. And then we will see.

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Eingeordnet unter 2011, Bremen, Mob

Moser Leader AX Frame

Ah, a Francesco Moser bike…..
Moser Leader AX Evolution Frame Size 56 cm. A typical Italian engineered product: Beautiful design, top notch engineering and some miserable details: integrated quil-stem for teh saddle post.

 „Unifork“ , according to Hiroshi this qualifies the bike from selling in Japan. But…

… the fork is open at the drop-outs. I guess this is due to weight savings? Or just sloppy craftmanship?
Of course, a bike like this must be equipped with Campagnolo components. Old Athena head set.
This is a used frame and it has some wounds.
Dedacciai tubing. „Modern“ steel technology. Forget Columbus, Reynolds or Oria.
The integrated seat post design. Looks alomst like an aluminium frame.
Some work to be done.
But generally the frame is in good conditions. Although perhaps not good enough for Japan.
Wishbone type brake bracket.
A wonderful frame indeed and I would really love to built it into a complete new bike with modern components. But the frame size is just too small.
I came out of the garage (aka as area 51) yesterday and just by chance my wife as arrived with the family car. She noted the Project Galibier and said „Oh, another bike, is this not your third one?“ It was a classical situation, first I wanted to mutter somethinga long the lines „Well, it isn’t like it looks like, please let me explain….“ But then I realised that my wife has missed purchase of #3, #4, #5 and #6 so I could answer with gusto: „No, this is not my third bike!“.
Anyway, there is hardly place in the garage left.

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Eingeordnet unter 2011, Bremen, Mob, Moser Leader AX