Monatsarchiv: Juni 2012

Pinarello MATT Pista

Gebaut für die Olympischen Spiele in London. Look hat ja so etwas ähnliches vorgemacht.

hgwr:PINARELLO MAAT PISTA | cyclowired

via Cyclowired

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Fixed Gear Girl Taiwan Heute

Schönes Rad. Mehr davon hier bei Abow @SPUN STUDIO

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Regenträume in rot.

Heute in Bremen, Regen. Den ganzen Tag. Zeit zu träumen.

Ich ging mittags in den Garten und machte ein Foto von unserem „Ajisai“ Blumen. Auf Deutsch: Hydrangea, oder noch poppeliger: Hortensien. Wenn Ajisai in Japan anfängt zu blühen, dann bedeutet dies, dass die Regenzeit nahe ist. Die Blüten sind eigentlich immer nass. In Bremen blühen Ajisai fast das ganze Jahr, ist ja auch klar, denn es regnet ja auch die ganze Zeit.

Am Freitag kam mein neuer Colnago Rahmen. Rot, in Größe 58, aber eigentlich Mitte-Mitte 56cm und somit etwas zu klein für mich. Auf dem Rahmen steht „Colnago 1988 XL“ auf dem Unterrohr, also wollte ich erst einmal nachsehen, ob das wirklich so ist. Zum Glück gibt es Bulgier.net, mit einer recht großen Auswahl an alten Radmarkenkatalogen. Ah, der 1988er Colnago Katalog, mit einen offensichtlich noch sehr starken Ernesto. Auch noch sehr schlank.

OK, mal schauen. Vorne direkt ein Volo Carbon Modell, daß ich noch nie gesehen habe, dahinter Master, Masterpiu, Conic, Supersissmo und dann Super. Das ist aber nicht mein Super, da es weder Columbus SL Rohre hat (Aelle) , noch ovale Querschnitte bei den Hinterradstreben. Auch dieses hier ist ähnlich aber nicht gleich. Super, ich habe also ein Super das es nicht gibt, sogar in XL. Aber das ist halt so, oft kann man so etwas nicht rausfinden.

Mit Aelle Rohr, originaler Shimano 600 Ausstattung ist das wohl eher ein Mittelklasse Modell von Colnago. Typische Merkmale auf die ich immer schaue bei neuen Rahmen sind:

  • Rohr
     Oft sind keine Aufkleber mehr da, aber notfalls kann man auch nach dem Sattelstützendurchmesser gehen. Je größer, desto hochwertiger (Columbus SLX z.B. ist 27,2mm), aber über 27,2mm komisch.
  • Bremsaufnahme
    Wenn die Bohrungen für Innensechskantschrauben sind, dann ist das eher Achtziger. In den Siebzigern wurden Bremsen oft noch mit Muttern außerhalb der Aufnahme fixiert. Deshalb ist es manchmal auch schwierig moderne Bremsen an alten Rahmen zu befestigen, da die Achsen zu kurz sind.
  •  Anlötsockel für Umwerfer und Schalthebeln.
     In den Siebzigern tendentiell eher Schellen, ab den Achtzigern tendentiell eher Anlötsockel. Die Anlötsockel für Schalthebel scheinen mir eher da gewesen zu sein als für den Umwerfer. Oftmals ist das aber auch von der Klasse des Modells abhängig, da sich Innovationen, genau wie heute, zunächst im hochpreisigen Segment durchgesetzt haben.
  • Schraubnieten für Flaschenhalter
    Früher eher nur eine am Unterrohr, später eher zwei an Unter- und Sitzrohr.
  • Zugführungen
    Zunächst einmal Schellen für die Zugführung der Hinterradbremse über dem Oberrohr. Später dann angelötete Führungen (zwei oder drei), dann später Führung durch das Oberrohr. Das ist so ein Überbleibsel der frühen Aerodynamischen Phase.
    Schaltzugführungen lagen in den Siebzigern höher, d.h. sie wurden über dem Tretlager geführt, entweder mit einer Schelle am Sitzrohr oder mit längeren, angelöteten Führungen. Das Schaltwerk wurde dann von oberhalb der Kettenstrebe angesteuert. Später wurde die Schaltzugführung unter das Tretlager gelegt. Zunächst mit Stahl-, später mit Plastikführungen.
  • Ausschnitte im Tretlager
    Hat man früher gemacht, teilweise auch sehr elaborate Dinge wie das Logo der Marke (z.B. bei Colnago und bei Ciocc). OK, das macht den Rahmen leichter, ist aber keine gute Idee bei offenen Innenlagern. Bei meinem Union z.B. habe ich die Öffnungen mit Isolierband zugeklebt.
  • Andere Punkte
    Typische andere Punkte die etwas über Qualität und Baujahr aussagen sind die Ausfallenden hinten und vorne, Ösen zur Anbringung von Schutzblechen (schlecht), Pantographien an Sitzstreben, Gabel, Tretlager, Bremsaufnahme etc. (gut), Luftpumpenhalterungen, Anlötteile zur Befestigung von Rennummern, Art der Muffen, am besten mit Logos und Unterverchromungen des Rahmens.

Vermutlich habe ich noch vieles nicht verstanden, aber das ist vielleicht doch eine gute Zusammenfassung, um sich überhaupt einmal orientieren zu können. Das gilt alles nur für Standardrahmen aus runden Rohren, wenn es aerodynamisch und Gilco usw. wird, dann wird das alles noch ein wenig komplizierter.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ich schaute mir also den Rahmen an während im Hintergrund unablässig der Regen auf das Unkraut in unserem Garten fiel. So ein Rahmen ist eine neue Chance etwa komplett neu aufzubauen. Das ist etwa wie die Chance, die man im Leben nicht noch einmal bekommt. Man kann quasi alles damit machen: als klassisches Rennrad aufbauen, als Fixie, als komfortables Stadtrad, für wenig Geld, für viel Geld, epochengerecht, gemischt, funktionell…..

Das ist jetzt so etwa das 16. Rad das ich aufbaue und mittlerweile weiß ich recht genau was die größten geistigen Feinde dabei sind.

  • Die Ignoranz sich nicht mit dem Rad zu beschäftigen und auf die einfachste Lösung zu gehen. Also alles aus der gleichen, epochengerechten Gruppe und alles was man bisher schon gemacht hat und kann. Nichts neues auszuprobieren. Ist eigentlich ein Fehlen von Mut.
  • Die Optimierung im Sinne, das man jedesmal das schönste, tollste und bestaussehenste Rad bauen muß, daß die Nachbarschaft je gesehen hat. Endet meistens mit wenig Geld in den Taschen und einem wunderschönen Rad in der Garage, daß man dann aber nicht fahren mag da zu sensibel.
  • Die Ungeduld alles gleich und sofort fertig haben zu wollen. Also gleich bestellen, obwohl nicht richtig durchdacht und dann halt noch einmal weil es nicht passt. Kostet halt eine Menge Geld.

Also, ich laß das jetzt einmal so hängen und warte auf die guten Ideen.


 

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Die Varusschlacht Teil II

Endete heute mit einem klaren Sieg der römischen Legionen. Doch alles der Reihe nach.

Manchmal entstehen aus dem Nichts Verbindungen zwischen nicht zusammenhängenden Ereignissen, die dann zusammen zu einem schönen Ganzen führen. Schönes Wetter in Bremen, die Stories von Jörg über die Schönheiten des Osnabrücker Landes (denn auch wenn er sich Jörg_hb im Forum nennt, so ist er doch so wie Marco und ich ein Zugereister in Bremen). Der Wunsch von Marco am Samstag zu fahren, meine Familie in Berlin auf der Eisbahn. Keine Lust wieder um Bremen zu fahren. Die Lust darauf etwas verücktes zu machen.

Also schrieb ich einfach an Marco, dass wir heute mit dem Forum nach Osnabrück fahren würden. Er schien etwas überrascht, stand dann aber um kurz vor 9 am Bahnhof in Bremen. Ich war zweimal in meinem Leben in Osnabrück: Einmal 1980, als in mit meiner Band EA80 dort einen Auftritt hatte in dessem Zuge die Halle dort abbrannte. Gerüchten zufolge hatte damals Tommy Stumpf vom KFC (Kriminalitäts Förderungs Club) Feuer gelegt, aber denen traute man halt damals alles zu und der KFC hat dem niemals widersprochen. Das zweite Mal war bei weitem nicht so spannend, mit unseren Studenten im letzten Jahr. Die Jugend von heute taugt halt nichts.

Ich habe also überhaupt keine Ahnung wo man da Radfahren kann. Natürlich habe ich das Marco nicht gesagt. Ich habe auch nicht gesagt, daß wir vermutlich nur zu zweit sein werden. Und auch nicht, daß wir da niemals fahren. Die besten Voraussetzungen für einen spannenden Trip. Eigentlich wollte ich Marco mit zum Ort der Varusschlacht nehmen, wo wir uns dann die Hände reichen wie damals Ronald Reagan und Helmut Kohl in Bitburg auf dem Soldatenfriedhof und Dinge sagen wie: „Hey Marco, ist schon OK, das ihr Jungs vor 2003 Jahren ohne Erlaubnis da in unserem Wald rumgelaufen seit.“ Und Marco sagt dann: „Macht auch nix, dass ihr damals tausende von Römer umgebracht habt, ich komme ohnehin aus der Gegend um Neapel.“

Der Regionalexpress war nur leicht zu spät und in Osnabrück kaufte ich erst einmal eine Landkarte. Wir kamen schnell in Fahrt und fuhren raus Richtung Ostercappeln. Die Straßen waren voll mit schlecht gelaunten Autofahrern. Das ist OK, wenn man bei der EM verliert, aber wir hatten ja doch wohl gewonnen gestern.  Die Laune war eher so, als wenn gestern beschlossen wäre in Deutschland die Drachme statt dem Euro einzuführen. Wir fuhren recht zackig mit einem guten Rückenwind. Von Osercappeln ging es weiter nach Bad Essen und dann hatten wir als erste Bergprüfung den Essener Berg angesetzt. Marco ist ohnehin recht schnell; am Berg ist er allerdings das Äquivalent zu Marco  Reus während ich so Bargfredisch den Berg hoch fahre.  Also, er ist leicht und schnell und jung. Aber er wartet dann nett oben und beim runterfahren darf ich ihn dann überholen, weil ich einfach viel mehr Risiko fahre.

Von Bad Essen ging es weiter nach Melle. Das ist eine sehr schöne Strecke und in Oldendorf gibt es noch einmal einen richtig fetten Berg. Es kamen uns auch vereinzelte Radfahrer dort entgegen,aber wir waren so ziemlich die einzigen die gegen den Wind fuhren. Bis nach Wellingholzhausen. Dort gab es einen sehr schönen Kreisverkehr, auf dem wir erst einmal Pause machten. Marco ist Riesenfan der deutschen Nationalmannschaft, die er aber komischerweise immer die „Azurri“ nennt. Ich bin ja halber Italiener und und deswegen bin ich großer Fan des italienischen Fußballs. Da ich in Mönchengladbach auf Sizilien aufgewachsen bin ist mein Lieblingsspieler Boninsgena.

Heute könnte man an de Dose doch sicherlich noch ein paar DNA Spuren sichern, um das eins für allemal zu klären.

Also, wir entdeckten jedenfalls eine schöne Bank in einem Kreisverkehr und machten kurz Pause.

Dann ging es weiter nach Dissen am Teutoburger Wald. Dissen am Teutoburger Wald macht echt Spaß. Dissen in Bremen ist Mist. Über Hilter und Hardenberg kamen wir dann zurück nach Osnabrück. Insgesamt war ich froh eine Karte gekauft zu haben, sonst wären wir wie Varus da im Wald rumgetappt und hätten nicht ein noch aus gewußt.

Fazit: 3 1/2 Stunden sehr angenehmes Radfahren mit vielen Hügeln auf insgesamt 84 Kilometern. Fast 800 Höhenmeter gefahren, also soviel wie in Bremen in einem Monat. 3 1/2 Stunden im Zug, 1 1/2 Stunden hin, und dann 2 Stunden zurück mit dieser als Zug getarnten Straßenbahn namens NWB. Die Fahrt zurück war eine echte Qual. Doch da entdeckte ich auf Marcos Trikot, dass er ein Fan der holländischen Poptruppe „Gruppo Sportivo“ ist:


Obwohl die Puffy Version ist auch nicht schlecht. Ich bin ohnehin großer Puffy Fan seitdem ich sie einmal Live in Shibuya gesehen habe.

Egal, das war jedenfalls eins ehr gutes Training für das Harzfinale am nächsten Wochenende.

 

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Der Sattler

Auf Cycling Tips gibt es einen sehr schönen Artikel über Mick Peel aus Melburn, der sich damit beschäftigt Sättel, überwiegend aus Leder, zu bauen. Viele der Sättel haben eine bekannte Form, wie z.B. die des Fizik Arione oder des Concor Supercorsa, sind aber mit einer neuen Decke gezogen. Beeindruckend.

Malachi Moxon's Swift Swallow themed saddle

Gute website: Busyman Bicycles.

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Werkzeuge für die Mode

Key-rack-01

Ok, das ist nicht das beste Beispiel um anzufangen. Aber jetzt:

Wheel_standOliverStaiamos-CycleHangers-1

Rim_hangerVelo_hanger

und so nicht:

Bike_hanger

via Bike Hacks, spezielles und gutes Blog.

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Nationen der Welt, schaut auf die Jerseys.

Griechenland – Deutschland  2:4. Zudem ein schöner, neuer Rahmen im Schrank für den ich mir nun überlegen kann, wie ich ihn aufbauen werde. Bilder ein anderes Mal. Ins Büro, schnell fertig und dann kurzentschlossen mit dem blauen Olmo aus auf den Deich.

Radfahren erfordert immer so viel Vorbereitung: Umziehen, Wasserflasche, Sonnenbrille, Radschuhe, Luftpumpe – ganz schlimm ist es im Winter oder bei Regen. Heute aber einfach raus auf dem Rad in Lederschuhen, Bad Boy Hemd und Shorts. Kein Werkzeug dabei, kein Helm. Einfach und spontan los. Ein starker Wind bläst seitlich und je nachdem wie ich mich an der Wümme entlang hin- und zurückwinde werde ich schneller oder langsamer. Gestern beim fahren mit den Anderen habe ich zum ersten Mal hier eine Schlange gesehen. Heute bleibt es zunächst schön und ich sehe im Osten Wolken und Regen. Auf dem Rückweg auf der unbeliebten (östlichen) Wümme-Seite fängt es an zu schütten. Ich werde nass, aber das macht mich erst einmal schneller. Die Straßen sind frei von Deutschen und Griechen. Vereinzelte Portugiesen fahren noch Auto. Etwas mehr als 30 km und etwas mehr als eine Stunde und ich bin wieder zuhause.

Nach dem Spiel: Modeshow. Die Jerseys der Nationen der Welt, via Velo News:

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Friedensfahrt Leipzig – Berlin

Also eigentlich: Warschau  – Berlin – Prag. Juliane und David sind dieses Jahr mitgefahren und es gibt einige Bilder auf der offiziellen Website.

Hier sehen wir, wie David das Feld anführt. Von Juliane ist leider nichts zu sehen.

Auch hier David in der Front und nix von Juliane.

Vor irgendsoeinem Stadttor, vielleicht in Lübeck oder Bremen.

Website der 8. Etappe

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Laufradbau. Light Wolf.

Light Wolf kannte ich bislang noch nicht. Der hype ist, daß dies der beste Laufradbauer in Deutschland ist.

Website Light Wolf

Beeindruckende Galerie von Laufrädern.

850 Gramm als Satz AX Lightness

785 Gramm als Satz.

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Rad. Abgeschlossen.

via Prolly is not Probably, schönes, neu gefundenes Blog

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