Monatsarchiv: September 2012

Weltmeisterschaft in Valkenburg: Time Trials

Wow. Nie hätte ich in meinem Leben gedacht, dass in Valkenburg igendetwas substantielles sich würde abspielen. Valkenburg in der holländischen Provinz Limburg, in den holländischen Bergen (siehe: Dutch Mountains by „The nits“), Valkenburg nur wenige Kilometer von Aachen entfernt wo ich eine lange und nicht besonders glückliche Zeit als Ingenieurstudent verbrachte. Städte unter 1.000.ooo Einwohner in den Niederlanden fand ich eigentlich immer uninteressant, es sein denn sie verfügten vor meinem 23. Lebensjahr über Coffeshops oder vor meinem 30. über eine vernünftige Disco. So eine gab es in Wijnandsrade, einem noch kleinerem Kaff als Valkenburg.

Bei den Frauen gewann also am Vortage wie geplant Judith Arndt.

Die dann nach dem Straßenrennen ihre Karriere beenden wird, um uns aber bereits jetzt zu erzählen wie satt sie alles hat und sich auf das Leben nach dem Sport freut. Da war doch was?

Genau, Judith Arndt 2004 bei den olympischen Spielen in Athen zeigt es auch allen. Die Geste bedeutet: „Cool, ich habe heute zum ersten Mal den zweiten Platz gemacht.“

Auch meine Favoritin, Ina-Yoko Teutenberg war am Start. Bis jetzt dachte ich immer,dass Sie vielleicht etwas männlich und hart aussieht. Aber letztens sah ich Photos von ihrem Bruder Lars Teuenberg in einem Radsportmagazin. Der arbeitet als Mechaniker oder irgendwie Spezialist bei irgendeinem Pro team:

 

Nie mehr werde ich etwas kritisches über seine Schwester schreiben. Mann habe ich eine Angst, dass der auf mich los geht.

Gab es sonst noch irgendwelche Höhepunkte beim Einzelzeitfahren der Frauen? Ja, der POC Helm mal wieder, diesmal getragen von dem schwedischen und amerikanischen Athleteninnen:

Wesentlich spannender war da schon das Time Trial der Männer. Zuerst einmal sah es gar nicht nach Spannung aus, denn einige der weltbesten Zeitfahrspezialisten wie Fabian Cancellara und Bradley Wiggings gingen gar nicht erst an den Start. So konnte „Panzerwagen“ Toni Martin mal wieder gewinnen:

World Championships: Panzerwagen Prevails; Phinney Serves Notice

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Ok, waren heisst der eigentlich Panzerwagen? Und warum wird das Wort „Panzerwagen“ dann völlig unlogisch gebraucht wie „Panzerwagen attacks on the way to Alpe d’Huez“? E sollte doch klar sein, dass ein Panzer hoch nicht besonders effektiv und schnell fahren kann.

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Er hätte es beinahe doch geschafft Gold zu gewinnen: Taylor Phinney, der etwas unglücklich und mit nur wenigen Sekunden Abstand Zweite wurde. Vielleicht konnte der Wind nicht schnell genug vor seinem marvel-Superhelden Skinsuit wegrennen, oh Gott, America, the beautiful…. schickt doch bitte einmal Stella McCartney da rüber,d mit sie etwas schönes für die Jungs und Mädels entwirft.

Erinnert sich noch jemand daran, wer Dritter geworden ist? Genau, ich habe es auch vergessen. Eher in Erinnerung bleiben wird wer eigentlich hätte Dritter werden sollen und zwar Marco Pinotti. Leider legte er sich auf die Fresse und brach sich das Schlüsselbein.

Das ist schade und der Moment, wo ihm sein Trainer Bettini ins die Augen schaut, ihmd as Trikot wieder über die Schulter streift und dabei den Schmerz simuliert den sein Fahrer fühlen muß, das hatte schon etwas sehr rührendes. Ehrlich. Bis jetzt keine schlechte WM. Mal sehen wie die Straßenrennen werden.

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Crankers

Ein neues Magazin, dass hiermit Werbung macht.

Flipping through the pages of Crankers Mag may give strange side effects.

„Flipping through the pages of Crankers Mag may give strange side effects.“

Ich bin froh auch Dinge posten zu können, die wirklich nur im Entferntesten irgendwie mit Radfahren zu tun haben.

 

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Bremer Polizei stellt StVZO taugliches MTB vor

Der Bremer Polizeikanzler gibt gekannt:

Leider kommt es in den letzten Tagen des Sommers, wenn die Tage wieder kürzer und die Straßenoberflächen rutschiger werden. immer wieder vor, dass Radfahrer mit nicht Straßenverkehrstauglichen Rädern unterwegs sind. Diese Räder sind Straßenverkehrsuntauglich, was den betroffenen Radfahrern offensichtlich nicht klar ist. Unklar ist auch warum diese dann nicht Mängel und Bußgelder einsehen wollen, auch wenn Sie von Polizeibeamten in der Ausübung ihrer Pflicht darauf hingewiesen werden. Uneinsichtigen, wie z.B. einem Forumsbekannten Fahrer mit einer Jahresnettoleistung von über 5.000 km drohen dann zusätzlich Anzeigen wgen Beamtenbeleidigung.

Der Polizeikanzler weist darauf hin, dass Räder über die folgende Ausstattung verfügen müssen:

  • Radreifen vorne und hinten müssen über Profile verfügen mit einer Tiefe des Mariannengrabens
  • Die vordere und hintere Beleuchtung muss heller als tausend Sonnen sein
  • Klingeln, Hupen oder Sirenen sollten bis nach Wacken gehört werden können
  • Das Rad sollte bei der Polizei oder noch besser bei der UCI registriert werden
  • Satteltaschen für Ausweispapiere, Taufschein, Geburtsurkunde, Polizeiliches Führungszeugnis, Bestätigungen diverser Leumunde, Arbeitszeugnisse, Visum, Freischwimmernachweis, Lohnsteuererklärung, Grundschulzeugnisse, Impfpässe, Diabetikerausweis sowie Schufa Auskunft sollten im Fall polizeilicher Kontrollen vorgehalten werden
  • Schutzbleche sollten zum Schutz gegen Spritzwasser direkt vor den Augen montiert werden

Ein vorbildlich ausgestattetes Rennrad wird als Beweismittel A unten angehängt:

Mit diesen Rädern kann gegebenenfalls auch an Monscheinfahrten teilgenommen werden.

Absolut verboten ist so etwas (Beweismittel B):

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Campagnolo Sportswear. Goodbye. Tot Ziens. Sayonara. Selamat Jalan.

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Vittoria Schuhe

Ich bin zwar keine Frau, aber bei manchen Schuhen werde auch ich schwach.

Product Review: Vittoria 1976 Classic Road Shoes

Product Review: Vittoria 1976 Classic Road Shoes

Product Review: Vittoria 1976 Classic Road Shoes

Product Review: Vittoria 1976 Classic Road Shoes

Vittoria 1976 Classic Carbon via Prolly. Oder direkt von der Homepage.

Für den Euro-Radler auch in weiss. Alternativ auch:

Natürlich viel zu teuer. In einem früheren Leben war ich der Ansicht ohne passende Lloydsschuhe nicht gehen zu können. Ich kaufte nur in Schuhläden ein, in denen man zur Damenabteilung in den ersten Stock oder in den Keller gehen musste und die Herrenabteilung direkt hinter dem Eingang begann.

Ich brauche gerade mein letztes Paar auf. Beim Radfahren mag ich einfach meine beiden fast identischen Paare SIDI.

Bei dem Giro Empire könnte ich allerdings auch schwach werden:

 

 

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Neue Altersklasse

Als ich 2003 in Japan angefangen habe an JCRC (Japan Cycling Racing Club Association) Rennen teilzunehmen, habe ich von Anfang an gesagt, dass ich dies nur zur Vorbereitung mache, um dann endgültig in der Klasse „O“ (Oh, nicht Null) Konkurrenzfähig zu sein. Ich bin mir nicht sicher, wofür das „O“ genau steht, aber vermutlich für „old“ oder „older“, denn hier starten die Sportler die zwischen 50 und 59 Jahren alt sind. Ab 60 Jahren gibt es die letzte Altersklasse, namens „G“, vermutlich für „Greise“ oder „(noch) Gesund“.

Seit gestern ist es soweit, ich bin nun ge-oht und starte endlich in einer Altersklasse, in der ich wieder Chancen auf einen Podiumsplatz habe, und sei es auch nur wegen mangelnder Teilnehmerzahlen.

Mit 50 Jahren ist man immerhin zwanzig Jahre älter, als diese Shimano 600 (6207) Griffgummis.

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Coren Fixie

Jede Menge deutsche Ingenieurkunst und 32.000 US Dollar später:

 

UBC Coren Teaser from UBC Composites on Vimeo.

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250 Höhenmeter in 45 Sekunden

Nach einem sehr schönen Bergtraining im Harz am vergangenen Wochenende hat sich die Leistungsfähigkeit doch ganz erheblich verbessert. 

So war ich gestern in der Lage, 250 Höhenmeter in etwa 45 Sekunden zurückzulegen, etwas was ich vermutlich noch nicht einmal im freien Fall die Waldböschungen des Harz zustande bekommen hätte.

Oben angekommen besuchte ich erst einmal die Toiletten des Restaurants auf dem Gipfel, die einen ganz hervorragenden Überblick über die umgebende Natur boten:

 

Oh, Mann kann die Umgebung nicht so gut sehen? Hier noch einmal ein weiteres Bild:

Ein wenig trostlos mit wenig Grün, vielleicht ähnlich zu dem Sprenggebiet in dem wir uns am Sonntag im Harz befanden. Schon erraten? Genau, ich war im 49. Stock des Commerzbank Towers in Frankfurt auf dem 1. Deutsch-Japanischen Unternehmergipfel. Das es sich um einen „Gipfel“ handelte, der zudem das Überwinden von Höhenmeters erforderte, ist der Bericht darüber in einem Blog über Radfahren doch sinnvoll scheint mir.

Zwischen dem Frankfurter Bahnhof und dem Commerzbanktower verläuft die Kaiserstrasse. Hier gibt es Sexshops, Obdachlose, Prügeleien, Nutten, Döner Buden und daneben glitzernde Bankfillialen, Hochhäuser und edle Geschäfte und Restaurants. Vor einigen Jahren war das faszinierend und machte den Charme Frankfurts aus, weil der Kontrast zwischen Geld,Wohlstand und Verbrechen und Armut so prägnant hervorkam. Heute ist das anders. Verbrechen Typ A (Diebstahl, Betrug, Prostitution) reiht sich neben Verbrechen Typ B (Investment Banking, Equity Funds und Wirtschaftsprüfung) ein.

Was für einen Eindruck bekommen Menschen die hier stehen, über die Dinge die vor und unter ihnen liegen?

Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied zum Radfahren: Während beim Radfahren die Schwierigkeit darin besteht auf den Gipfel zu kommen, besteht beim Kongress die Schwierigkeit darin auf dem Gipfel zu bleiben. Manche Vorträge waren nun wirklich grottenschlecht und man möchte wirklich in den Aufzug steigen, das gute Wetter ausnutzen und sich ein wenig Frankfurt ansehen. Bei einem bin ich eingeschlafen, so langweilig war das.

Dann gab es aber auch echte Höhepunkte:

Wow, Tomas Kasbager. Cooler Typ, mit dem würde ich auch gerne Mal ne Runde Radfahren.

Alles in allem ist Kongressteilnahme im Prinzp Grundlagenausdauertraining GA1. Man muss konzentriert bleiben und die Perlen raushören, die da ab und an komme mögen.

Heute Regeneration.

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God save the Bahnrad

via Trackosaurus

Ups. Räder restaurieren ist nicht einfach.

De Rosa Pista von 1975 … was für ein Traum

Nichts zu tun? Langweilig? Drei Stunden Zeit? Bitte bei Bike Showcase reinsehen. Keine Zeit? Im Stress? Nicht reinsehen, sonst wird alles nur noch viel, viel schlimmer.

 

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Mandala

via Milano Fixed.

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