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Teile zur Freiheit ! Zur Sonne !

Halb zu dramatisch. Die Kisten mit Zeug werden immer voller. Manche Teile sind einfach zu schön zum verbauen. Ich habe ein paar nie gebrauchte Gipiemme Sprint Naben bei denen ich mir nicht sicher bin, ob ich die jemals verbauen werde. Ach so, ich besitze auch ein paar Dreigelenk-Deltas die ich mir anstelle einer Riesterrente zugelegt hatte.

Aber es gibt auch ein paar Teile, da bin ich mir ziemlich sicher, dass ich die nicht mehr verbauen werde. Als ist anfing an Rädern zu basteln zum Beispiel, fand ich die Shimano 600 Arabesque wunderschön. Und die Shimano 105 Golden Arrow. Klar, das sind keine unhübschen Klumpen, aber wenn ich mir heute das Zeug anschaue, dann geht es mir so wie bei der Betrachtung alter Photos: „Was so eine Frisur hattest Du?“Und was macht denn das Teil da unten an Deinem Körper, ist das…eine Hose?“. Ganz schlimm wird es bei Photos alter Freundinnen. Oder solcher Mädels, die es hätten werden können. Na ja, lassen wir das. Also, auch wenn die Gefahr besteht, dass ich mir all dies wieder mühsam kaufen muss, einiges muss raus aus der Kiste:

ITM VORBAU 70 mm TYP 1A  1982

Stammt aus einem Milanetti Damenrad das ich aufgrund der anderen angebauten Shimano Komponenten auf 1982 datieren würde. Ist exakt der ITM 1A Vorbau der auf Velobase beschrieben wird. Zustand ist technisch und funktional OK aber das Finish ist eher bescheiden. Da Logo vorne ist quasi verloren, es gibt einige Kratzer und hier muss jede Menge poliert werden. Ich würde mal sagen 14 € VB.

UMWERFER SHIMANO FD-6300 GRUPPE 600AX
MIT SCHELLE 1981

Produktionscode FD. Komplett, technisch und funktional OK. Leider an den Leitblechen selber ein wenig rostig. Von der Shimano 600AX Gruppe finde ich nur die Bremsen und die Sattelstützen schön. Der Rest? Bitte schön.

10 Euro VB.

SHIMANO 600 EX ARABESQUE 1980
UMWERFER UND SCHALTWERK COMBO
FD-6200 UND RD-6200

Produktioncode EE am Schaltwerk. Komplett. Funktional und technisch OK. Beide Teile sind noch nicht komplett gesäubert und sehen daher etwas schlechter aus, als sie Potential haben. Zustand ist gut. Am Umwerfer fehlt die schwarze Farbe im Shimano Logo. Der Umwerfer hat einen Kratzer an der Befestigung zum Schaltauge. Sonst sind die Dinger aber sehr ansehlich. 35 Euro VB.

STRONGLIGHT TS KURBELSATZ 52/42 170mm Arm SIEBZIGER

Warnung: Wer sich mit Franzosenkram nicht auskennt sollte die Finger von diesem Teil lassen !

Bilder kommen später.

 

Also an diesem Teil ist irgendwie alles quer. Oder französisch. Ich kann deutsch, englisch, japanisch und ein wenig chinesisch und Italienisch, aber französisch, ne, kann ich nicht und deswegen komme ich mit dem Teil nicht zurecht.

Zunächst sollte man wissen, dass das Kurbelgewinde nicht Standard sondern eben französisch ist. Hat man das erst einmal auf einen Vierkant aufgeschraubt ist es ohne Spezialwerkzeug nicht mehr abzunehmen denn herkömmliche Abzieher sind vom Durchmesser zu klein. Vermutlich muss man die Kurbel aber wieder abnehmen, denn die hat die Eigenschaft ganz ganz weit auf den Vierkant zu rutschen. Vemutlich, weil das kein JIS Vierkant ist sondern wieder irgendsoein Napoleonisches Teufelszeug. Selbst auf einer 120mm Achse schrabbte das Teil noch an der Kettenstrebe. Velobase sagt 122mm aber selbst das halte ich für zweifelhaft. Außerdem sind das auch keine normalen Kettenblattschrauben sondern irgendetwas stahliges aus St. Etienne und der Lochkreis ist auch keine 130, 135 oder 144mm wie sonst in der Welt sondern ausgesucht 116mm. Kettenblattersatz gibt es also nicht. Soweit zum Thema Wahrheit.

Wahr ist aber auch, das diese Kurbel ausgesucht schön ist und in mühsamer Handarbeit auf Hochglanz poliert wurde.  Macht sich vermutlich traumhaft an französischen Rennern oder Randonneusen aus den Siebzigern. War leider teuer deshalb 48 Euro VB.

Bei Interesse bitte melden.

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Shimano Ultegra Mavic CXP33 Combo

Ich baue gerade ein Rad für den Sohn eines alten Freundes zusammen. Achim, den Vater, kenne ich seit 1990 als wir uns auf der Naganuma Schule in Tokyo beim Japanischlernen getroffen hatten. Wir waren im gleichen Stipendienprogramm, Achim ist zudem Architekt und ich Bauingenieur – das passte. Wir sind beiden mit Japanerinnen verheiratet, wir haben beide zwei Kinder. Achim hat das aber rationeller angestellt, in dem er gleich Zwillinge erschaffen hat, bei mir brauchte es zwei Schritte mit 5 Jahren Abstand.

Shozo und Isamu sind nun Neunzehn Jahre alt und Shozo braucht ein Rad. Das baue ich ihm gerade auf der Basis eines Moser Forma Stahlrahmens, der heute bei mir angekommen ist. Meine Kinder sind bereits bestens mit Rädern versorgt. Mein Sohn hat sogar zwei, die er beide nur sehr selten bewegt.

Jetzt sind erst einmal die Laufräder fertig geworden. Man könnte böse schreiben, ach wie langweilig: Shimano Ultegra 6500 Naben für 9 fach Schaltung und dazu Mavix CXP33 Felgen in schwarz. Also der größte Hersteller von Komponenten in Kombination mit dem größten Hersteller von Rennradfelgen. Trotzdem ist das eine sinnige Kombination, denn die Dinger sind einigermaßen leicht, halten ewig und Ersatzteile bekommt man überall. Schlecht aussehen tun sie auch nicht an einem klassischen Stahlrahmen. Und billig sind die CXP 33 Felgen ja auch nicht gerade.

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British Racing: Lotus M Type

Vor einiger Zeit als ich noch geraucht habe, hatte ich ein Kotter Lotus John Player Special aufgebaut, inspiriert von dem Design alter Rennwagen in schwarz-gold. Nachdem ich nun nicht mehr rauche wurde es diesmal ein Lotus M Type.

Natürlich ist das keineswegs so, dass ich der einzige Mensch auf dieser Welt bin, der diese Idee hatte. Caldera Bicycles hat sich bereits an einer farblichen abgestimmten Radversion des hellblauen Gulf Porsche 917 versucht, also das Ding, dass man angeblich so problemlos durch den japanischen Straßenverkehr bewegen kann (Ups, ich wollte gerade den Link posten aber das Video ist schon ge404t).

Und dann gibt es auch die Condor Version; und auch hier, kostet allerdings auch 2.000 britische Pfund.

Lotus_Type1LC_1948(2)_LORES

Und auch Goldsprint hat sich an dem Thema bereits versucht:

Also, der Startpunkt aller Inspirationen war die wage Idee an ein Spielzeugauto, das ich vielleicht einmal als Kind besessen hatte, oder am liebsten einem anderen Kind geklaut hätte:

Bis auf diesen „geht gar nicht“ Helm, sieht man vier Farben: Dunkelgrün, oder besser gesagt: British Racing Green, Gelb, Schwarz und Chrom. Das ist die Idee. Gelg für die Konturen, ganz spärlich.

Hier ist nun der doofe Helm weg und man sieht die wirklich schöne Farbgebung die durch das Cockpit geht und etwas konturelles gelb an den Reifen zeigt. Also, da sollte es hin, und hiermit fing es an:

Ein billiger Minerva Rennradrahmen aus Belgien mit einem sehr häßlichen Fischschuppenmuster. Aber komplett unterverchromt. Eignete sich somit hervorragend als Experimentier- und Bastelobjekt, denn ich liebe riskante Dinge mit mittelmäßigen Rädern anzustellen. An ein Casati oder so würde ich mich wahrscheinlich nur mit zuviel Respekt heranwagen.

Also habe ich erst einmal im Forum gefragt, wie ich denn den Lack abbekommen würde und bekam überwiegend zur Antwort dass der gefälligst draufzubleiben hat. Ich finde jetzt nicht, dass die Welt unbedingt gut konservierte Minervas braucht und machte mich mit Beize aus dem Baumarkt an die Arbeit. Beize heute ist leider nicht mehr Beize von früher. Früher war Beize etwa so wie Körperflüssigkeiten aus Alien I. Heute ist Beize etwas, dass man anstatt Underberg nach einem imposanten Essen trinkt. Insofern braucht man viel mehr Armarbeit beim Abbeizen. Es ging aber wesentlich besser als bei meinem blauen Basso. Ups, das wollte ich gar nicht schreiben, denn das abbeizen von Bassos ist vermutlich eine der sieben Todsünden im Forum.

Irgendwann einmal nach langer Zeit war es fertig. Sandstrahlen, Kugelstrahlen und was auch immer funktioniert übrigens mit unterchromten Rahmen nicht. Ich hatte auch ein paar Profibetriebe angeschrieben, aber keiner wollte sich da ranwagen. Zum Glück hat mir mal wieder Tobias beim polieren geholfen.

Nachdem also der Ramen fertig, habe ich mich mit transparentem Haftgrund und original automobiler British Racing Green und Gelb Lacke daran gemacht das Dinge zu lackieren. Ich bin da wirklich kein Profi. Ich wollte eigentlich den ganzen Rahmen in freiem Chrom haben und nur die Muffen grün lackieren und dann mit gelb absetzen. Aber leider war der Chrom am Steuerrohr schon ziemlich mies, so dass dort auch lackiert werden musste. Und gelbe, feine Striche mit dem Pinsel zu ziehen legt mir gar nicht. Ich hatte das schon einmal in der 7. Klasse im textilen Werken versucht und schon damals ging das fürchterlich schief und endete mit einem „ausreichend“, der Mühe wegen.

Also habe ich die Striche gezogen und dann etwas antrocknen lassen und dann größtenteils wieder entfernt. Das sieht nicht perfekt wie mit dem Lineal gezogen aus, hat aber den Charme von Kampfspuren.

Bei der Gelegenheit habe ich dann auch das Innenlager ausgetauscht. Alte Innenlager sind ja schön, aber leider soooo pflegeintensiv. Also offene Innenlager ….. na ja.

Als nächstes stellte sich die Frage der Laufräder. Irgendwie hatte ich in den letzten Monaten so einen Spinergy Tick. Ich wollte die Dinger unbedingt haben,auch wenn ich die nie fahren kann, da ich vermutlich 40 kg abnehmen müsste um die Carbonspeichen nicht zu knicken.

Jeder weiß, dass diese Dinger lebensgefährlich sind.

Also sind die jetzt einmal an dem Rad dran, aber ich baue noch ein paar andere dazu, sozusagen als Budget Version. Da die Spinergy aber nicht mehr gebaut werden, schnell kaputt gehen und zudem selten sind, denke ich aber schon dass sich in zwanzig Jahren Sammler die Finger nach den Dingern lecken werden wie heute nach Campa Sheriffstern Naben (die auch schnell zu Bruch gingen).

Zu unvernünftigen Laufrädern gehören unvernünftige Reifen: Veloflex Master 23! Halten in Bremen genau eine Fahrt durch das Viertel. Dazu kommt, dass die unglaublich schwierig auf die Felge gezogen werden können und dann kaum Platz für den Schlauch bieten. Ein typisches, italienisches Produktionsdesaster, das aber phantastisch aussieht.

Dachte ich, aber dann kamen die Dinger und das gelb des einen Reifens war ganz anders als das Geld des anderen Reifens – da muss wohl einer von den beiden kurz vor Feierabend produziert worden sein.

Tja, und dann noch, welche Gruppe sollte denn an da Rad? Ich wollte es nicht zu teuer und zu exklusiv machen, denn dafür ist der Rahmen einfach nicht schön genug. Hat schließlich Ösen für Schutzbleche an den Ausfallenden. Und die Verlötung der Ausfallenden ist auch nicht gerade oberitalienische Handwerkskunst vom Feinsten.

Also dachte ich, Shimano 600 – 6207/08 ist doch keine schlechte Gruppe. Die Bremsen sehen super aus (die Schaltung leider nicht) , die Bremshebel sind gelocht , wie das bei altem Aluzeuch an Rennwagen auch der Fall war und der Shimano 600 Schriftzug sieht auch sehr Racingmäßig aus.

Dazu noch einen alten, schönen Ambrosio Vorbau, den Nitto Mod 55 Lenker (habe noch drei Stück davon im Keller bei Interesse) und dann irgendeinen Camp Anlöt Umwerfer und mein allerliebstes Schaltwerk: Suntour Cyclone Mark II. Kurbel? Relativ billig erworbene Dura Ace 7400er (glaube ich). Pedalen Miche Monolitic – erstaunlich bequem zu fahren weil die eher nach Folter aussehen. Sattel: Brooks B17 Special in British Racing Green mit Kupferfarbenem Gestell. Genug geschrieben, hier mal einige Bilder von dem Teil:

 

Lenker mit British Racing Green Lenkerband von Deda. Sieht aber nicht so British racing green aus wie der Rest. Muß wohl an der Übersetzung ins italienische gelegen haben.

Nur bei den Wäscheleinen kommt eine ordentliche, zeigbare Länge von Zielflaggengemusterten Bremshüllen zusammen.Unten die 3ttt/ITM/Cinelli inspirierten Logos auf dem Nitto Mod. 55 Lenker.

 

Shimano 6208 Bremsen über Veloflex Montagsnachmittags-gelben Reifen. Die Endkappe am Bremszug ist übrigens auch British Racing Green Gelb. Steuersatz passt natürlich nicht, ist aber auch nicht so wichtig.

Hier alles vorne in voller Gloria. Bei den Schalthebeln mache ich die Originalschrauben immer ab weil die oft zu kurz sind. Werden die richtig festgezogen, kann es schon einmal sein, dass nicht genug Gänge an der Schraube sind und das Gewinde komplett zerstört wird. Dann heisst es Fixed Gear. Linsenkopfschrauben mit 10, 12 oder 15mm Länge sind eine billige und formschöne Alternative.

Lotus Aufkleber an der rechten Kettenstrebe. Ich hatte einen ganzen Satz bestellt, die Qualität war aber zu mies für das Rad. Natürlich ist wieder eine Kettenblattschraube anders als als die anderen.

Und hier das Freitagvormittaggelb des hinteren Veloflexreifen. Umwerfer, wie gesagt, irgendetwas billiges von Campa, weiß wirklich nicht welcher Typ.

Brooks Sattel ebenfalls in British Racing Green. Die Sattelstütze hat sechs Aussparungen, zwei sind gelb und vier sind grün lackiert. An der Sattelstrebe sieht man das M von Miverva. Nein, das M von Lotus M Type.

Die Quintessenz.

Lustigerweise packt der Cyclone Umwerfer keine Achtfach Schaltung, bei sieben Gängen ist Schluss. Ich bin mit dem Rad gefahren und das lief sehr schön, kein Problem, auch wenn ich höllische Angst mit den Spinergyrädern hatte und so gut wie gar nicht beschleunigte. Aber das ist in dieser Form auch kein Rad zum fahren.

Hier noch einmal alles zusammen:

Ach so: Rahmengröße 58 cm. Reicht also für uns alle. Es war ein langes, hartes Radprojekt mit vielen unvorhergesehenen kleine Schwierigkeiten. Eigentlich sollte da eine schicke Stronglight-Kurbel dran, aber dieser Franzosenkram hat jede Menge Tücken. Wird jetzt verkauft.

Interessiert? Mit anderen Laufrädern für Drahtreifen ca. 900 Euro. Mit Spinergy Laufrädern 400 Euro mehr – Sorry. Bei Interesse bitte melden.

Schöne Abend. Gute Nacht. Süße Träume.

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Kotter Racing Team JPS

Das John Kotter Player Special Racing Team.

Gerade fertig geworden, obwohl etwas zu tun und noch weiter zu optimieren gibt es ja immer. Die Basis dieses Kotters ist ein komplett erhaltenes Rennrad aus den Achtzigern gewesen. Quasi wie neu, hat ein Hannoveraner für seine Frau gekauft und die hat es nicht gefahren sondern auf die Empore gestellt und anstrahlen lassen. Ich hatte das Rad vor ein paar Wochen auf Ebay ersteigert und es dann in Hannover abgeholt. Ich muss sagen, ich war wirklich schwer beeindruckt und es tat mir ein wenig weh den Originalzustandes des Rades zu verändern.

Der Plan war das Rad so komfortabel, stylish und sportlich wie möglich für die Frau eines sehr guten Freundes aus vergangenen Japanzeiten umzubauen. Für ihn hatte ich bereits ein anderes Kotter umgebaut, so daß die Familie jetzt fast völlig kotterisiert ist. Nachdem „er“ eine fast komplette Shimano 600 Arabesque Gruppe montiert hat, wurde für die die fast noch schönereShimano Golden Arrow zusammengekauft. Die Kurbel ist NOS, nur leider gibt es keinen Golden Arrow Anlötumwerfer, so dass hier ein 600EX 6207 zum Einbau kam.

Ein Rennradlenker kam gar nicht in Frage, so dass ich mich für einen Trainingsbügel entschied. Ich wollte schon immer einmal die Dia Compe 188 Bremsen verwenden, die Ende des Lenkers fixiert werden, hier gab es eine prima Möglichkeit dazu. Ich finde diese Art der Befestigung hat sehr viel Charme, da man nämlich dann das Lenkerband ungestört nach vorne winkeln kann und so eine Menge weiterer Griffmöglichkeiten schafft. Das ist ein Lederlenkerband, relativ teuer aber sehr schön.

Ebenso wenig kamen klassische Haken- und Riemenpedale in Frage. Ich habe solche auch lange bei meinen Rädern benutzt, kam dann zu halben Haken ohne Riemen und dann einfachen Rennpedalen. Aber am besten für den Alltag sind immer noch Pedale die zweiseitig zu fahren sind – einfach drauf und losfahren.

Bei den Bremsen habe ich lange gezögert, aber bei mir fangen Bremsen eigentlich erst bei der Dura Ace BR-7403 an. Alles davor, also prä-dual pivot, ist eigentlich nur leichte Verzögerungsdekoration. Die alten Golden Arrow und Arabesque Bremsen leisten meiner Ansicht nach gar nichts. Und da bei den Dia Compe der Bremszugweg ohnehin sehr begrenzt ist habe ich mich für Campagnolo Veloce entschieden. Diese sind zwar nicht „epochengerechnet“, passen aber vom Design her sehr gut zu dem Rad.

Umgekehrt war die Entscheidung beim Sattel: Ein Terry Damensattel wäre wohl das bequemste, was der Markt hergibt, aber ein Brooks Damensattel ist auch recht bequem und sieht wesentlich besser aus. In die Satteltasche passt genug Zeug, um das Rad bei einem Platten wieder ans fahren zu bekommen.

Sehr viel Arbeit machte das Zentrieren der Laufräder. Obwohl das Rad ja nie gefahren war, gab es vorne und hinten sehr starke vertikale Unwuchten die mit viel Mühe entfernt wurden.

Es ist eine schöne Überraschung geworden und fährt sich mit kurzem Vorbau und Lenker sehr angenehm. Der Sattel muß noch weiter runter, aber darunter ist eine NOS Shimano 600 Sattelstütze und die tut man ja nicht so gerne weiter als notwendig in den Rahmen schieben. Der Brooks steht vorne etwas hoch, habe ich ausprobiert, ist so am bequemsten.

Gestern und heute damit Probe gefahren, läuft wirklich gut. Könnte mir auch gefallen, ist mir aber mit Rahmengröße 54 cm viel zu klein. Aber ich denke Mal, John Kotter wäre stolz auf mich.

Alles über das Kotter John Player Special hier.

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11 Dura Ace 7900 entdeckt

Arrividerci Campagnolo

War mein erster Gedanke, als ich hörte, dass Shimano nun mit der Dura Ace 7900 eine 11-Speed Gruppe auf den Markt werfen wird. Und zwar schon relativ bald. Allerdings muß man auch sagen, daß die Gruppe ja wahrscheinlich technisch sehr gut sein wird, aber leider vom Design her ….. es noch jede Mange Gründe gibt in Zukunft doch Campa zu kaufen.

Die Dura Ace Kurbel war schon sehr gewöhnungsbedürftig, weil sie für meinen Geschmack einfach sehr massiv aussieht und nicht svon der Filliranität (?) klassischer Kurbeln hat. Die neue Kurbel ist assymetrisch, hat nur vier Verbdindungspunkte mit dem Kettenblatt und wird dann Shimano-spezifisch sein. Kein Austausch möglich mit anderen Herstellern möglich.

Mehr über Dura Ace 7900:

Sankei Shinbun (auf japanisch)

Bicycle Design

Bicycling

Bike Rumor

Bike Hugger

Ja, 11 Ritzel, es wurde bereits nachgezählt. Wieviel Kapazität hinten? Insgesamt? Größtes Ritzel?

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狙うはツール&五輪制覇 シマノが新型11段変速機を実戦投入

狙うはツール&五輪制覇 シマノが新型11段変速機を実戦投入

Die Bremsen sehen schief aus und werden sehr gut .. bremsen.

Ich würde jetzt gerne noch etwas intelligentes über das Schaltwerk schreiben, kann aber nicht ssagen, außer, das e ein mechanisches und kein elektronisches ist.

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Formula hydraulische Scheibenbremse für Shimano Di2 STI Hebel

Hatten wir schon einmal unter der Zukunft der Entschleunigung.
Das Thema nimmt aber Fahrt auf, siehe dieser Artikel in  Velo News. Sven Nys et. al. werden n der nächsten Cyclocross Saison auf ihren Colnago Rädern diese Scheibenbremsen zusammen mit Shimano STI Di2 Hebeln benutzen. Sieht von vorne nicht mehr wie ein Crossbike aus. Interessant ist die Feststellung, dass Campagnolo nicht daran interessiert war, die Scheibenbremsen auf ihre Ergopower Hebel abstimmen zu lassen.

Also, erst einmal die Verwedung im Profisport und dann folgt der Massenverkauf an Endkonsumenten.
„The future is already here – it’s just not evenly distributed.“ (William Gibson).

Gerade reingekommen:

Und das hier:

 

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Blaue Phase: Olmo Mavic Räder

Geduld. Und Geschick, daß sind die Eigenschaften die man beim aufbauen alter Räder braucht. Sonst wird es teuer oder häßlich.

Ich hatte gestern und heute ein ganz klein wenig Zeit weiter an meinem Olmo Evolution 3 zu bauen. Die Laufräder hatte ich in der Zwischenzeit fertig bekommen. Ich muß dasgen, daß das arbeiten mit hexagonalen Nippeln doch wesentlich entspanender ist als mit normalen. Dadurch kann man viel mehr Spannung auf die Speichen bekommen, ohne daß die Dinger durchbrechen oder die Eloxierung verschandelt wird.  Ich bin mit Ergebnis sehr zufrieden, das ist das erste paar Räder, daß ich soweit zentrieren konnte, daß ich nichta ufgab sondern daß es wirklich nicht mehr besser ging. Profis können das sicherlich noch besser; aber mit meinem Gerät und ohne weitere Anleitung ist für mich hier erst einmal die Grenze erreicht.

Ich holte mein blaues Olmo aus der Garage, wo es seit Oktober oder so stand und machte erst einmal die neuen Laufräder dran. DAs blau der Reifen passt nicht zum anderen blau des Rades,, die eloxierten Felgen etc. sind aber stimmig. Es ist so wie immer, wenn man alles in einer Frabe machen möchte. Es gibt so viele Tönungen, die man nicht sieht und wenn man alles zusammengebaut hat und das Ergebnis sieht, dann denkt, man. Oh, 10 Farben blau. Besser wären vermutlich schwarze Reifen oder ein zweiter Farbton gewesen, ähnlich wie beim Union Fixie wo der Rahmen blau ist, aber Sattel, Lenkerband, Außenhüllen und Reifen rot. Na ja, das wird dann Olmo Evolution Vier.

Dann monierte ich die Dura Ace Bremsen anstelle der alten Shimano 600er und das Dura Ace Schaltwerk anstelle des Golden Arrow Schaltwerkes. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch den Zug und die Außenhülle ausgetauscht. Der goldenen Jagwiere Zug sah nicht gut aus und ich hatte beim letzten Aufbau noch keine Reduizierhüllen, so daß ich den Zug mit Kabelbindern am Rahmen fixiert hatte. Diese Notlösung konnmte nun weg. Bei den Dura Ace Bremsen waren übrigens die Bremsbeläge falschrum montiert. Ich habe die nun richtig reingesetzt aber mittelfristig möchte ich diese ohnehin durch Xtreme Racepads ersetzen, die ich einfach die schönsten und günstigsten Bremschuhe/beläge finde.

Die Bremsen sind total scahrf und packen zackig zu – wie man das von modernen Rennradbremsen gewohnt ist. Nur dies sind die ERSTEN modernen Rennradbremsen, nämlich die Dura Ace 7403, die allerersten Dual Pivot Bremsen die auf den Markt kamen.

Erste Probefahrt, funktinoiert alles perfekt. Die Kett eist ein weng lasch wenn man auf dem kleinsten Ritzel vorne und hinten ist, aber es geht noch. Ist halt jetzt hinten ein 14/24er 6 -fach Regina Extra America und nicht so ein typisches Bremen Ritzel 14-15-16-17-18-19. Das obere SChaltwerkröllchen ist extrem nahe an den Ritzeln dran – und zwar an allen, keine Ahnung warum und ob das so sein muß. Aber es funktionert gut. Jetzt noch der neue Sattel dran, dann kann das Olmo wieder fliegen.

Ich mag dieses Rad wirklich sehr und freue mich darauf es bald wieder fahren zu können.

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Geschichte meiner Laufräder


JA0001 und JA0002

  • Maillard Hochflanschnaben VR und HR 36L
  • DT Swiss Competition Speichen, schwarz, dreifach gekreuzt
  • DT Swiss Messing Nippel 12mm, silber
  • Mavic Open Pro Felgen  für Drahtreifen
  • Schwalbe Felgenband
  • Continental Race Schläuche
  • Erdmann Ventilkappen blau eloxiert
  • Continental Grand Prix 4000S Reifen schwarz 700 x 23C
  • Schraubkassette, unbekannt, 6-fach

Die ersten Laufräder, die ich jemals gebaut habe. Viele Fehler gemacht und anschliessend noch einmal zu meinem Radhändler gegeben, um diese exakt einzustellen. Damals noch von Hochfalnschnaben fasziniert. Teuer. Nicht perfekt schön aber nun stabil und ansehlich. Kein Ärger.

JG0001 und JG0002

  • Shimano 600AX Naben  VR und HR 36L
  • DT Swiss Competition Speichen, schwarz, dreifach gekreuzt
  • DT Swiss Aluminium Nippel 12mm, silber
  • Rigida DP18 Felgen silber  für Drahtreifen
  • Schwalbe Felgenband
  • Continental Race Schläuche
  • Erdmann Ventilkappen gold eloxiert
  • Schwalbe Durano Creme Reifen 700 x 23C
  • Schraubkassette Shimano Uniglide, 6-fach
Für mein weißes Olmo. Ich wurde besser, etwas routinierter. Konnte bei diesenLaufrädern alles selber machen, war aber noch nicht perfekt genug.
JL0001 und JL0002
  • Mavic 500 Nabe, hochglanzpoliert VR 36L
  • Miche Pista Primato HR 36L fixed/free
  • DT Swiss Revolution Speichen, silber, VR, dreifach gekreuzt, mit Unterlegscheiben
  • DT Swiss Competition Speichen, silber, HR, dreifach gekreuzt, mit Unterlegscheiben
  • Erdmann Messing Nippel 12mm, rot eloxiert
  • Mavic MA-2 Felgen für Drahtreifen
  • Schwalbe Felgenband
  • Continental Race Schläuche
  • Erdmann Ventilkappen rot eloxiert
  • Veloflex Master 22  700 x 22C Reifen, später ausgetauscht gegen Continental Grand Prix 4000S Reifen rot 23C
  • Miche Ritzel 16T mit Ritzelträger, Freilauf 18T
Für mein Union Fixie. Mit dem Rad bin ich viel geahren auch während der scheußlichsten Jahreszeiten. Ich musste dann einmal die Speichen nachstellen, einige waren locker geworden. Die Veloflex Reifen sind die schönsten der Welt, allerdings wahnsinnig schwierig aufzuziehen und nicht besonders pannensicher. Nach vier Platten gegen Contis getauscht.
JL0003 und JL0004
  • Shimano 600 Naben 36L VR, HR
  • DT Swiss Competition Speichen, silber
  • DT Swiss Nippel 12mm Messing, Silber
  • Mavic Module E-2Felgen für Drahtreifen
  • Schwalbe Felgenband
  • Continental Race Schläuche
  • Michelin Dynamic Classic (braune Flanke)  700 x 23C
  • Shimano Uniglide Kassette, 6-fach
Ein Satz Laufräder für das Kotter Arabia Rad. Nicht zu auffällig, schön dezent.
KA0001 und KA0002

  • Campagnolo Super Record Nabe 32L, VR
  • Shimano Dura Ace 7700 Nabe 32L, HR
  • DT Swiss Revolution Speichen, silber VR
  • DT Swiss Competition Speichen, silber HR
  • DT Swiss Nippel 12mm Messing, Silber
  • Rigida Nova Felgen rot eloxiert, 32L
  • Schwalbe Felgenband
  • Continental Race Schläuche
  • Rot eloxierte Erdmann Ventilkappen
  • Vorerst gammlige Reifen aus der Garage von irgendwelchen anderen Projekten
  • Shimano 105, 10-fach Hyperglide Kassette

Für mein blaues Chesini. Eigentlich für ds blaue Chesini meines Sohnes. Der Kauf der Felgen ergab sich eher zufällig. Als Budgeträder die anderen Teile günstig gesucht und gefunden. Modern.

KD0001 und KD0002
  • Mavic 500 VR, HR Nabe, 36L
  • DT Swiss Revolution Speichen, silber VR
  • DT Swiss Competition Speichen, silber HR
  • Pillar Hexagonal Nipple, 12mm Messing, blau eloxiert
  • Rigida Nova Felgen blau eloxiert, 36L
  • Schwalbe Felgenband
  • Vittorio Schläuche
  • Blau eloxierte Erdmann Ventilkappen
  • Continental Grand Prix 4000S Reifen 700 x 23C, blau
  • Regina America Schraubkassette, 7-fach
Mein neustes Projekt, bin gerade dran. Wird das Update für mein blaues Olmo Evolution Drei. Die Hexagonalnippel sind einfach wunderbar, da bekommt man viel mehr Spannung drauf. Mit Unterlegscheiben, die zum ersten mal mit einem Aufschläger eingetrieben wurden.
Später mehr.

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Henri Pescarolo, Rennfahrer

Henri Pesacarolo ist ein französischer Autorennfahrer. Räder hat er nie gebaut.

Das hinderte aber einen Radhersteller nicht daran Räder unter dem Namen Pescarolo zu verkaufen. Eines davon sah ich eines Abends auf Ebay. Unscharfes Phot, wenig Information, also der klassische Fall wo man ein echtes Schnäppchen machen kann oder voll auf die Nase fällt. „Pescarolo“, dachte ich, das ist doch bestimmt eine alte, traditionsreiche italienische Marke bei der ich wirklich ein wenig Geld lassen kann. Und erstaunlicherweise war ich ein wenig später der Eigentümer eines echten Pescarolo Rennrads, dass ich mir dann auch noch in Wuppertal abholen sollte.

Den Verkäufer mußte ich ein paar Mal vertrösten, da Wuppertal nicht gerade um die Ecke liegt. Irgendwann im Winter, als ich meine Eltern in Mönchengladbach besuchte fand ich dann die Zeit einen Umweg über Wuppertal mit der Bahn zu machen. Obwohl ich den Termin vereinbart hatte war der Besitzer nicht da, zum Glück aber jemand anderes, der mir die Tür zum Stall öffnete und dort an einem Nagel in der Wand hing ein verdrecktes Stück Rennrad, dass ich mir unter den Arm klemmte und zum nächsten Bahnhof schob. In Gladbach abgekommen fuhr ich das letzte Stück mit platten Reifen zu meinen Eltern.

Zurück in Bremen schaute ich mir das gute Stück einmal an. Zunächst auf dem Internet. Über Pescarolo Räder gibt es gar keine Informationen. Das Rad war von 1986 (Shimano Produktions Code) und mir mit Rahmenhöhe 54 oder 55 cm viel zu klein. Henri Pescarolo war kein Italiener, sondern Franzose. Zumindestens hatte er den gleichen Vornamen wie mein Sohn, sodaß mir die Idee kam das Rad für eben den aufzubauen. Die Komponenten waren im wesentlichen Shimano Exage 300 (also Tigara oder Sora von früher) mit einigen interessanten Ausnahmen: Friko Lenker, Alesa 913 Felgen und das ganze mit Vitus 999 Rohren was in etwa der Qualiät und dem Gewicht von Wasserohren entspricht. Das Rad war mit 11kg dann auch entsprechend schwer. Bisopace Kettenblätter waren montiert. Manche Leute regen sich ja wahnsinnig über die Dinger auf. Ich hatte die schon damals an meinem Panasonic und ich kann da keinen Unterschied zu normalen, also runden Kettenblättern beim fahren bemerken.

Das Rad war in einem unglaublichen Maße verdreckt. Ich habe mindestens zwei Dosen Bremsscheibenreiniger verbraucht und vermutlich erheblich zur Zerstörung der Ozonschicht über Bremen beigetragen. Zeit umzuziehen, oder Hautkrebs zu bekommen. Mir war klar, daß ich hier nicht einen Haufen Geld reinstecken mußte, sondern nach Möglichkeit die vorhandenen Teile verwende und die Verschleißteile nachkaufe. Genau das habe ich dann auch im Laufe der Zeit gemacht. Bremszüge, Bremshüllen, Bremsbeläge, Kette, Schaltzüge, Schalthüllen und Reifen alles neu. Für die Reifen nehme ich immer Michelin Dynamic, die gibt es mit braunen und weißen Flanken und sind günstig, wenn auch nicht faltbar. Halten tun sie auch.

Um wenigstens ein wenig Akzente zu setzen, habe ich für alle Endkappen rot eloxierte genommen. eine Kettenblattschraube ich anders als die anderen vier, ebenfalls in rot. Das ist dann sozusagen mein Markenzeichen.

Eine längeren Artikel in Englisch zu dem Rad gibt es auf der Positivo Espresso website.

Da es eins der ersten Räder war, an denen ich mich versuchte und ich auch bei dem Wert nicht allzu viel kaputt machen konnte, hatte ich dann sehr viel Spaß beim einstellen. Dadurch habe ich viel gelernt und als das Rad fertig war und ich es zur Probe ausfuhr verhielt es sich auch sehr sauber und schnittig. So muß das sein.

Dann habe ich das Rad meinem Sohn Henri zur Probe gegeben und wir sind gemeinsam um den Block gefahren. Mein Sohn hatte ich in seinem Leben bislang echt gute Räder. Zunächst natürlich so ein schrottiges mit Stützrädern, das ist die Ausnahme. Aber dann ein blaues Giant mit 20 Zoll Rädern von Positivo und anschließend ein noch schöneres grünes Giant FCR 1 mit Flachlenker in grün von 2009. Heute sehen die so aus. Etwas plakativ, aber schlecht finde ich die vom Design her nicht. Jedenfalls ist mein Sohn an Schalthebel am Lenker gewöhnt und dass diese dann am Unterrohr sind fand er doch etwas ungewöhnlich. Da er auch immer die rechte Hand am Lenker hat, versuchte er mit der linken zu schalten. Griff also durch den Rahmen auf die rechte Seite um die Gänge hinten zu wechseln. Sah super bescheuert aus und endete fast immer in einem Sturz. Deshalb mocht er das Pescarolo auch nicht.

Ich habe es dann zum Verkauf angeboten, dabei gefiel vielen Interessenten diese Krakelierung in der Lackierung am Steuerkopf und am Tretlager. War mir schon aufgefallen, fand ich aber nicht so toll. Schließlich bin ich es dann im August losgeworden, nachdem ich noch einen weißen Rolls Sattel von einem anderen Rad montiert hatte. 

Das Rad war zu klein für mich und auch zu bollig, aber die Arbeit daran machte mir sehr viel Spaß und so fand ich es auch schade, daß ich es verkauft habe. Aber ich habe nur eine Garage und die ist voll.

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Gazelle Champion Mondial

April 2010. Ich war neu in Bremen und brauchte unbedingt ein Winterrad.

Also es war einfach ganz schlechtes Wetter hier und ich hatte nur Schönwetterräder. Das heisst, eigentlich hatte ich nur ein rad und zwar mein Cervelo Solist von 2008. Ich hatte noch keine Ahnung von Stahlrädern, aber mir war aufgefallen, dass in Bremen andre Räder gefahren werden, als in Japan. Hollandräder, alte verlotterte Stahlschlampen, riesig schwere Trekkingräder mit Anbauten aus Panzerstahl…….also deutlich weniger Carbon. In Japan fährt man ja Colnago, Pinarello oder wenigstens Anchor, oder Damenräder für 150 Euro. Dazwischen gibt es relativ wenig an Angebot und Nachfrage.

Also bin ich, etwas naiv zu Fahrrad Feinkost gegangen, dem exklusiven Radladen in Schwachhausen an der Wachmannstrasse. Das wo die Eisdiele ist. Ich hatte ja keine Ahnung, ehrlich. Und ließ mir eine Gazelle mit Ösen für Schutzbleche andrehen, Modell Champion Mondial AA Frame von 1979 (konnte ich später anhand der Seriennummer herausfinden). Mit einem Sticker eines holländishen Radhändlers aus Den Helder, Jan Verdoes – einen ähnlichen Sticker sollte ich ein paar Monate später auf meinem neu erstandenen Union Fixie finden.

Der Rad war ein großartiger Mix von verschiedensten Komponenten: Shimano 600 Bremsgriffe, Weinmann Bremsen, Campagnolo Naben (bei der hinteren war die Achse gebrochen), Sugino Kurbel, Suntour Schaltung, Reynolds 531 Aufkleber….man das Rad hatte schon einiges mitgemacht. Das Hinterrad hatte auch einen schönen Schlag, so dass eine neue Mavic Open Pro Felge fällig wurde. Fahrrad Feinkost hat sich dann auch wahnsinnig viel Zeit gelassen, bis alles fertig war, so einen miesen Service war ich aus Japan nicht gewohnt. Na ja, aber ich war auch gerade zurück in Deutschland und mittlerweile habe ich mich wieder an die Sitten hier gewöhnt. Beispiel? vor ein paar Tagen beim Bäcker:

Ich :“Guten Morgen, ich hätte gerne ein Croissant.“

Die: „Aha!“

Na ja, also jetzt macht mir das nichts mehr aus. Jedenfalls wurde der Sommer 2010 dann wunderschön, warm, blauer Himmel immer, Familie noch in Japan, viel Zeit zum fahren am Wochenende und alles mit dem Cervelo, denn das ist ja ein Schönwetterrad. Dsa Gazelle habe ich aber dann im Herbst rausgeholt, bin damit zur Arbeit gefahren und ab und an auch längere Touren wenn es aussah, als wenn das Wetter schnell umschlagen könnte. Im Vergleich zum Cervelo ist das natürlich eine lahme Kiste. Ich fing dann an meine eigenen Räder aufzubauen und schnell merkte ich, dass es doch bessere Räder als Gazellen gibt. Ich meine Gazellen sind keine schlechten Räder, aber die sehen halt nicht so gut wie italienische Teile aus.

Im August 2011 habe ich die Gazelle noch einmal mit zu Freunden nach Diemitz genommen und bin dort mit ihr gefahren. Das war sehr schön, aber im Herzen hatte ich schon Abschied von ihr genommen. Ich habe die Gazelle dann noch ordentlich aufgemöbelt, alles neu eingestellt und geölt und  gefettet udn dann bei Ebay Kleinanzeigen zum Verkauf eingestellt. Nichts passierte.

Nichts passierte. Dann hatte Larissa Interesse das Rad zu kaufen, aber es war ihr einfach zu groß und nachher hat Tobi ohnehin ein viel schöneres schwarzes Olmo gekauft, dass ich dann für sie herrichten durfte. Schliesslich habe ich die Gazelle über Ebay verkauft.

Genau, es hatte sehr schön alte Klemmen von Shimano Dura Ace, jetzt fällt es mir wieder ein. Die klemmen heute an meinem Union Fixie.

Sugino Kurbel, bereits gepimpt mit einer goldenen Kettenblattschraube. Alle meine Räder haben eine Kettenblattschraube in einer andren Farbe als die andren vier. Das ist mein Markenzeichen.

Mit der Gazelle unterwegs, hier einmal vor meinem Lieblingskriegerdenkmal in Worpshausen. Hier ist die Gazelle noch im Feinkost-Urzustand.

Mit der Gazelle in Diemitz.

Alles über meine Gazelle Champion Mondial hier.

 

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