Monatsarchiv: August 2012

Dörfer mit aussergewöhnlichen Namen

Morgen ist Triathlon und ich habe die Woche nicht allzu viel dafür trainiert.

Zumindestens wird am Abend vor dem Triathlon nicht gesoffen, dass ist schon einmal ein Fortschritt. Allerdings am Abend vor dem Abend vor dem Triathlon und so wachte ich heute morgen mit einer dicken Birne auf. „Betrinke Dich nur in Deinen eigenen vier Wändern“ ist eine alte Beatnik Weisheit von Jack Kerouac. Prima, man weiß wo man aufwacht, aber leider ist dann auch immer eine Menge aufzuräumen und mit einem dicken Schädel macht das alles keinen Spaß. Also, dachte ich mir, als ich so mit dickem Schädel in meinen eigenen vier Wänden herumlungerte, kannste ja auch ein wenig trainieren für morgen.

Ich dachte also, ich fahre einfach mal so los Richtung Süden auf der falschen Weserseite (der Linksweserigen) und erkunde ein paar neue Straßen und zack bin ich nach 50 km oder so wieder zu hause. Und damit das auch ein richtiges Training wird, bin ich im kleinsten Gang gefahren und habe 100 rpm getreten.. Prima, davon wird man schnell warm. Nicht prima, dass man von mittelalten Männern auf MTBs überholt wird. Zum ersten Mal bin ich über das Weserwehr gefahren, das kannte ich noch gar nicht. Man fährt darüber und kommt genau an unserer Sonntagsbank aus – praktisch! Von da aus ging es Richtung Riede und Thedinghausen und dort fand ich ein interessantes Geschäft:

Ich bin nicht ganz sicher, aber ich vermute es handelt sich um ein Bestattungsunternehmen, dass sich auf Massengräber spezialisiert hat. Mir kam dann die Idee, dass ich wieder eine Tour der komischen Ortsnamen machen könnte. Letztens, auf dem Weg nach Brauschweig kam ich durch einen Ort namens Hodenhagen der nun wegen eines Safaripraks recht berühmt ist. Aber Hogenhagen? Ich meine, OK, der Ort hat bestimmt eine Geschichte von 400 Jahren, aber wussten die verdammt noch Mal in der Zeit des dreissigjährigen Krieges nicht was Hoden sind? Und welcher Tünnes kam denn auf die Idee seine Heimat so zu nennen?

Hodenhagen liegt weit weg und so machte ich mich auf den Weg an eine andere Stätte des Grauen: Adolfshausen. Man hört den Namen und ich weiß nicht wie es anderen geht, aber sofort hat man ein Bild von dem Ort im Kopf. In meinem Fall bestand das Bild aus schneebedeckter Landschaft mit ein paar Bäumen, etwa so:

Aber hier ist ja gerade Sommer und deshalb war Adolfhausen auch ganz anders. Ich wollte eigentlich ein Foto von dem Ortsschild machen, aber es gab keins.  Oliver erzählte mir heute, dass die Ortsschilder ständig gestohlen werden. Er hatte aber dieses schöne Foto parat, was die ungefähre Lage von Adolfshausen beschreibt, 2 km vor Jerusalem aus Richtung Berlin.

Die Strassen wurden aber immer schöner und das Stück von Emtinghausen nach Heiligenfelde war wirklich gut. Und dann östlich von der B6 wurde es noch besser, weil ein wenig hügeliger. Ich glaube ich bin da schon einmal mit den Anderen gefahren, bin mir aber nicht sicher. Aber ich mag das, einfach so ziellos durch die Gegend zu fahren auf neuen Straßen die ich noch nicht kenne. Natürlich sind das nicht die Alpen oder die Berge von Chichibu, aber dafür gibt es auch viel mehr Wege und man braucht viel weniger Planung.

In Syke kam ich dann zurück in die deutsche Realität.

Das war die Schaft- und Katezenecke. Das ganze Areal ist riesig, hinten gab es auch noch Hasen, Enten, Hunde, Gänse und Hirsche. Alles schön tier-rassisch getrennt.

Von Syke ging es dann weiter nach Brinkum und Stuhr. Von Stuhr dann nach Bremen und wieder einmal bei IKEA vorbei – gibt es eigentlich einen Weg nach Stuhr ohne bei IKEA vorbei zu müssen? Ich kam dann am Flughafen aus, das war neu und dort kann man gut fahren. Meine 50 km Runden hatte sich mittlerweile auf fast 90 km ausgeweitet. Also dachte ich mir, jetzt kann ich auch noch Mal zum Überseehafen fahren und mir die Strecke vom Triathlon ansehen.

Das habe ich dann auch getan und schon einmal unseren Stammtisch in meiner Lieblingskneipe Krokodil reserviert für die Siegesfeier morgen. Übrigens, für die, die es nicht wissen: Das Krokodil liegt gleich neben dem Elefant, ist aber Klassen besser.

Die Strecke ist übrigens recht einfach gestrickt. Man fährt quasi bis zur Waterfront und dann wieder zurück. Vermutlich wird es sehr windig werden, und der Wind bläst dann genau gegen die Richtung raus. Aber dadurch, dass man die Richtung wechselt und zwei Runden fährt gibt es nur kürzere Stücke mit Gegenwind und Rückenwind. Technisch ist das alles nicht.

An der Weser ging es dann zurück nach Hause. Der Fan-Tag bei Werder war gerade zu Ende und so kam ich mit den Massen zuhause an. Ich hatte ganz schön dicke Beine.

War ein bißchen viel. Mal sehen, wie es morgen läuft.

2 Kommentare

Eingeordnet unter 2012, Mob, Touren

Chesini Tommy Gun

Tommy Gun

Tommy Gun

Tommy Gun

Showanfertigung von Chesini. Die Marke ist auch einen langen Weg gekommen seit dem X-Uno in den Achtzigern. Die Felge ist schon sehr auffällig, Untertitel „Das Fixie was Al Capone gerne gehabt hätte.“Hm, aber es heisst ja nict umsonst „Tommy Gun“ oder? Von daher ist es ja wohld as Fixie, was Mick Jones oder Joe Strummer gerne gehabt hätten. Leider ist es dazu nicht epochengerecht aufgebaut, denn die Sterne an den Kettenblättern weisen eher auf „Combat Rock (1982) und weniger auf „Give ‚em enough rope“ (1978) hin.

All dies ändert aber nichts, dass dies ein hypergieriges (Hallo P…!) Rad ist, das ich gerne fahren und weniger gerne putzen möchte.

via Chesini. Das X-Uno wird heute noch gebaut.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2012, Gierige Räder, Mob

Wasserflaschen. Vorher.

Giro d’Italia etwa 1949 oder 1940

via Cycling Art Blog

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2012, Mob, Sex. Lies & Vids

Pistard : Schuhe : Black Dandy

pista-cata-web-1

Black Dandy x As de Pique

Überall gesucht, aber keine Site gefunden, wo man die Schuhe kaufen könnte. Sind vermutlich …. schön … teuer.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2012, Design&Fashion, Mob

Angela – How to break up the Euro

Tempted, Angela?

Angela Merkel, ein Gesicht, dass man nicht oft auf diesem Blog zu sehen bekommt. Angela Merkel besitzt keine schönen Räder, fährt kein Colnago und macht auch keine Musik. Stattdessen hat sie einen dicken Phaeton. Macht nichts. Wie alt ist Angela Merkel eigentlich, unsere Kanzlerin ohne sichtbares Alter.

Wie alt sind die Gewinner und Teilnehmer bei den Olympischen Spielen?

Der Economist hat die Antwort:

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2012, Mob, Obskura

Chemical Brothers – Velodrome

Ich habe das zwar schon auf zehn plus Blogs gesehen, da das aber a) besser als Kraftwerk ist und b) Kraft hat hier noch einmal Velodrome von den Brüdern aus Leverkusen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2012, Mob, Sex. Lies & Vids

Radwissenschaft

haben haben haben wollen wollen wollen.

Cycling Science book by Max Glaskin

Kommt allerdings erst im November raus. Ingenieure wie ich lieben diese Art von Büchern.

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2012, Mob, Sex. Lies & Vids

千里の道も一歩から

„Senri no michi ippo kara“ heisst ein japanisches Sprichwort und bedeutet in etwa „(auch) eine Reise von 1.000 Meilen beginnt mit einem Schritt“.

Photo via prolly

Auch eine Radtour kann mit dem einchecken am Flugschalter beginnen, wo einem erst einmal 150$ für unförmiges Übergepäck abgenommen werden. Oder eben mit dem aufsteigen auf dem rad und dem losfahren. Die ersten Meter sind IMMER die härtesten. Ich mag radfahren – aber erst nach einer halben Stunde.

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2012, Mob, Sex. Lies & Vids

Info zum Citytriathlon Bremen am 12. August

Nach unserem großartigen Erfolg am Silbersee (Unsere Männerstaffel machte den Dritten Platz in der Mixed Staffel Kategorie) nehmen wir nun wieder mit zwei Staffeln der HIWL (Hochschule für intensives warten und (herum)lungern) am Citytriathlon in Bremen teil. 

Unsere „Pro“ Staffel besteht aus Carola B. (schwimmen), mob (Radfahren) und Dennis W. (laufen) und wir sind diesmal bei weitem nicht so konkurrenzfähig wie unsere „Stud“ Staffel mit Anna H.  (vorgemerkt als Studentin für 2016) als Schwimmerin, Philipp Blitzrad und Bremerhaver Hafenlaufwunder Jannek S.

Insgesamt nehmen nach heutigem Stand 18 Mixed Stafeln teil, so dass ich denke, dass wir eine Chance haben auch ein gutes Ergebnis zu erreichen.  Egal was passiert, wir müssen aber ein besseres Ergebnis erreichen als Erzkonkurrent TobiLive, der mit seinem Team Wuuunderbar an den Start geht.

Ich habe die ganzen Unterlagen ausgedruckt und bringe die mit, so dass wir vorher noch alles in Ruhe sichten können. Im Prinzip ist es aber sehr ähnlich wie am Silbersee, für die, die dabei waren.

Treffpunkt

Der Staffelwettbewerb beginnt um 11 Uhr, ich denke es macht daher Sinn sich um 9 Uhr zu treffen und unsere Taktik noch einmal in Ruhe zu besprechen. Falls vorhanden bitte die orangen HIWL Poloshirts anziehen, so dass wir uns einfach erkennen können. Also um 9 Uhr genau HIER.

Wir müssen uns dann erst einmal anmelden, dazu bitte jeweils diese unsägliche „Haftungsausschlusserklärung“ ausdrucken, unterschreiben und mitbringen. Ja, ja, die Triathlonbeamten, schlimm.

Die Radfahrer müssen dann das Rad im Radpark abstellen, der sich an der Ecke Hansator/Hoerneckestraße befindet.

Es folgt dann die taktische Mannschaftsbesprechung irgendwo wo es was zu essen und zu trinken gibt.

Schwimmen

Es gibt blaue Badekappen für die Schwimmer und einen Chip mit Kettband, der am Fußgelenk befestigt wird. Geschwommen wird im Hafenbecken. Start  und Ziel ist an der Marina,  von da aus müssen die Schwimmer noch zur Wechselzone laufen. Wechselzone heisst, dass hier die Radfaher bzw. später die Läufer stehen und das innerhalb dieser Zone der Chip übergeben werden muß. Ist also genauso wie beim Silbersee.

Radfahren

Startnummer hinten mit Startnummernband Helm ausfgesetzt. Dann vom Schwimmer den Chip in der Wechselzone übernehmen, zum Rad rennen und dann mit dem Rad bis zur Straße laufen. Erst dann darf man losfahren.

Windschattenfahren ist verboten. Mist. Strecke ist hier. Die Strecke ist im Prinzip, die Bremen Challenge Strecke aus dem letzten Jahr. Es geht nur noch ein wenig weiter die Nord/Bremerhaven/Werftstrasse Weserabwärts und der letzte Schlenker am Kaffeequartier fehlt. Das heisst: Flach und windig und schnell. Viel zu wenige technische Kurven, so dass die schnellen Triafahrer auf ihren Aerorädern vorbeiziehen werden. Strategie: Shut up legs.

Eine Runde ist 10km lang, also zwei Mal fahren dann wieder zurück zum Radpark, Rad hinstellen, zur Wechselzone laufen und nun Chip und Startnummernband an den Läufer in der Wechselzone  übergeben. Läufer kann dann losrennen.

Laufen

In der Wechselzone auf den Radfahrer warten, dann Chip übernehmen und Startnummerband übernehmen. Das ist nun vorne zu tragen. Gelaufen wird Weseraufwärts an der Schlachte lang bis zur Wilhelm Kaisen Brücke und dann wieder zurück in einer Runde. Die Strecke ist hier. Die Startnummer bitte dem Radfahrer geben, denn er bekommt sein Rad nur gegen Startnummer wieder.

Feiern

Können wir dann hoffentlich hinterher, wir finden uns dann im Zielbereich. Wir werden diesmal auch wieder eine Menge Zuschauer von der HIWL und dem Forum haben, so dass wir leider unglaublich unter Druck sein werden:

Datei:England Expects Signal.svg

Erklärung, für die, die in Geschichte mal wieder nicht da waren.

2 Kommentare

Eingeordnet unter 2012, Mob, Rennen, Triathlon

Trophäen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2012, Mob, Obskura, Uncategorized