Monatsarchiv: Oktober 2012

British Racing: Lotus M Type

Vor einiger Zeit als ich noch geraucht habe, hatte ich ein Kotter Lotus John Player Special aufgebaut, inspiriert von dem Design alter Rennwagen in schwarz-gold. Nachdem ich nun nicht mehr rauche wurde es diesmal ein Lotus M Type.

Natürlich ist das keineswegs so, dass ich der einzige Mensch auf dieser Welt bin, der diese Idee hatte. Caldera Bicycles hat sich bereits an einer farblichen abgestimmten Radversion des hellblauen Gulf Porsche 917 versucht, also das Ding, dass man angeblich so problemlos durch den japanischen Straßenverkehr bewegen kann (Ups, ich wollte gerade den Link posten aber das Video ist schon ge404t).

Und dann gibt es auch die Condor Version; und auch hier, kostet allerdings auch 2.000 britische Pfund.

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Und auch Goldsprint hat sich an dem Thema bereits versucht:

Also, der Startpunkt aller Inspirationen war die wage Idee an ein Spielzeugauto, das ich vielleicht einmal als Kind besessen hatte, oder am liebsten einem anderen Kind geklaut hätte:

Bis auf diesen „geht gar nicht“ Helm, sieht man vier Farben: Dunkelgrün, oder besser gesagt: British Racing Green, Gelb, Schwarz und Chrom. Das ist die Idee. Gelg für die Konturen, ganz spärlich.

Hier ist nun der doofe Helm weg und man sieht die wirklich schöne Farbgebung die durch das Cockpit geht und etwas konturelles gelb an den Reifen zeigt. Also, da sollte es hin, und hiermit fing es an:

Ein billiger Minerva Rennradrahmen aus Belgien mit einem sehr häßlichen Fischschuppenmuster. Aber komplett unterverchromt. Eignete sich somit hervorragend als Experimentier- und Bastelobjekt, denn ich liebe riskante Dinge mit mittelmäßigen Rädern anzustellen. An ein Casati oder so würde ich mich wahrscheinlich nur mit zuviel Respekt heranwagen.

Also habe ich erst einmal im Forum gefragt, wie ich denn den Lack abbekommen würde und bekam überwiegend zur Antwort dass der gefälligst draufzubleiben hat. Ich finde jetzt nicht, dass die Welt unbedingt gut konservierte Minervas braucht und machte mich mit Beize aus dem Baumarkt an die Arbeit. Beize heute ist leider nicht mehr Beize von früher. Früher war Beize etwa so wie Körperflüssigkeiten aus Alien I. Heute ist Beize etwas, dass man anstatt Underberg nach einem imposanten Essen trinkt. Insofern braucht man viel mehr Armarbeit beim Abbeizen. Es ging aber wesentlich besser als bei meinem blauen Basso. Ups, das wollte ich gar nicht schreiben, denn das abbeizen von Bassos ist vermutlich eine der sieben Todsünden im Forum.

Irgendwann einmal nach langer Zeit war es fertig. Sandstrahlen, Kugelstrahlen und was auch immer funktioniert übrigens mit unterchromten Rahmen nicht. Ich hatte auch ein paar Profibetriebe angeschrieben, aber keiner wollte sich da ranwagen. Zum Glück hat mir mal wieder Tobias beim polieren geholfen.

Nachdem also der Ramen fertig, habe ich mich mit transparentem Haftgrund und original automobiler British Racing Green und Gelb Lacke daran gemacht das Dinge zu lackieren. Ich bin da wirklich kein Profi. Ich wollte eigentlich den ganzen Rahmen in freiem Chrom haben und nur die Muffen grün lackieren und dann mit gelb absetzen. Aber leider war der Chrom am Steuerrohr schon ziemlich mies, so dass dort auch lackiert werden musste. Und gelbe, feine Striche mit dem Pinsel zu ziehen legt mir gar nicht. Ich hatte das schon einmal in der 7. Klasse im textilen Werken versucht und schon damals ging das fürchterlich schief und endete mit einem „ausreichend“, der Mühe wegen.

Also habe ich die Striche gezogen und dann etwas antrocknen lassen und dann größtenteils wieder entfernt. Das sieht nicht perfekt wie mit dem Lineal gezogen aus, hat aber den Charme von Kampfspuren.

Bei der Gelegenheit habe ich dann auch das Innenlager ausgetauscht. Alte Innenlager sind ja schön, aber leider soooo pflegeintensiv. Also offene Innenlager ….. na ja.

Als nächstes stellte sich die Frage der Laufräder. Irgendwie hatte ich in den letzten Monaten so einen Spinergy Tick. Ich wollte die Dinger unbedingt haben,auch wenn ich die nie fahren kann, da ich vermutlich 40 kg abnehmen müsste um die Carbonspeichen nicht zu knicken.

Jeder weiß, dass diese Dinger lebensgefährlich sind.

Also sind die jetzt einmal an dem Rad dran, aber ich baue noch ein paar andere dazu, sozusagen als Budget Version. Da die Spinergy aber nicht mehr gebaut werden, schnell kaputt gehen und zudem selten sind, denke ich aber schon dass sich in zwanzig Jahren Sammler die Finger nach den Dingern lecken werden wie heute nach Campa Sheriffstern Naben (die auch schnell zu Bruch gingen).

Zu unvernünftigen Laufrädern gehören unvernünftige Reifen: Veloflex Master 23! Halten in Bremen genau eine Fahrt durch das Viertel. Dazu kommt, dass die unglaublich schwierig auf die Felge gezogen werden können und dann kaum Platz für den Schlauch bieten. Ein typisches, italienisches Produktionsdesaster, das aber phantastisch aussieht.

Dachte ich, aber dann kamen die Dinger und das gelb des einen Reifens war ganz anders als das Geld des anderen Reifens – da muss wohl einer von den beiden kurz vor Feierabend produziert worden sein.

Tja, und dann noch, welche Gruppe sollte denn an da Rad? Ich wollte es nicht zu teuer und zu exklusiv machen, denn dafür ist der Rahmen einfach nicht schön genug. Hat schließlich Ösen für Schutzbleche an den Ausfallenden. Und die Verlötung der Ausfallenden ist auch nicht gerade oberitalienische Handwerkskunst vom Feinsten.

Also dachte ich, Shimano 600 – 6207/08 ist doch keine schlechte Gruppe. Die Bremsen sehen super aus (die Schaltung leider nicht) , die Bremshebel sind gelocht , wie das bei altem Aluzeuch an Rennwagen auch der Fall war und der Shimano 600 Schriftzug sieht auch sehr Racingmäßig aus.

Dazu noch einen alten, schönen Ambrosio Vorbau, den Nitto Mod 55 Lenker (habe noch drei Stück davon im Keller bei Interesse) und dann irgendeinen Camp Anlöt Umwerfer und mein allerliebstes Schaltwerk: Suntour Cyclone Mark II. Kurbel? Relativ billig erworbene Dura Ace 7400er (glaube ich). Pedalen Miche Monolitic – erstaunlich bequem zu fahren weil die eher nach Folter aussehen. Sattel: Brooks B17 Special in British Racing Green mit Kupferfarbenem Gestell. Genug geschrieben, hier mal einige Bilder von dem Teil:

 

Lenker mit British Racing Green Lenkerband von Deda. Sieht aber nicht so British racing green aus wie der Rest. Muß wohl an der Übersetzung ins italienische gelegen haben.

Nur bei den Wäscheleinen kommt eine ordentliche, zeigbare Länge von Zielflaggengemusterten Bremshüllen zusammen.Unten die 3ttt/ITM/Cinelli inspirierten Logos auf dem Nitto Mod. 55 Lenker.

 

Shimano 6208 Bremsen über Veloflex Montagsnachmittags-gelben Reifen. Die Endkappe am Bremszug ist übrigens auch British Racing Green Gelb. Steuersatz passt natürlich nicht, ist aber auch nicht so wichtig.

Hier alles vorne in voller Gloria. Bei den Schalthebeln mache ich die Originalschrauben immer ab weil die oft zu kurz sind. Werden die richtig festgezogen, kann es schon einmal sein, dass nicht genug Gänge an der Schraube sind und das Gewinde komplett zerstört wird. Dann heisst es Fixed Gear. Linsenkopfschrauben mit 10, 12 oder 15mm Länge sind eine billige und formschöne Alternative.

Lotus Aufkleber an der rechten Kettenstrebe. Ich hatte einen ganzen Satz bestellt, die Qualität war aber zu mies für das Rad. Natürlich ist wieder eine Kettenblattschraube anders als als die anderen.

Und hier das Freitagvormittaggelb des hinteren Veloflexreifen. Umwerfer, wie gesagt, irgendetwas billiges von Campa, weiß wirklich nicht welcher Typ.

Brooks Sattel ebenfalls in British Racing Green. Die Sattelstütze hat sechs Aussparungen, zwei sind gelb und vier sind grün lackiert. An der Sattelstrebe sieht man das M von Miverva. Nein, das M von Lotus M Type.

Die Quintessenz.

Lustigerweise packt der Cyclone Umwerfer keine Achtfach Schaltung, bei sieben Gängen ist Schluss. Ich bin mit dem Rad gefahren und das lief sehr schön, kein Problem, auch wenn ich höllische Angst mit den Spinergyrädern hatte und so gut wie gar nicht beschleunigte. Aber das ist in dieser Form auch kein Rad zum fahren.

Hier noch einmal alles zusammen:

Ach so: Rahmengröße 58 cm. Reicht also für uns alle. Es war ein langes, hartes Radprojekt mit vielen unvorhergesehenen kleine Schwierigkeiten. Eigentlich sollte da eine schicke Stronglight-Kurbel dran, aber dieser Franzosenkram hat jede Menge Tücken. Wird jetzt verkauft.

Interessiert? Mit anderen Laufrädern für Drahtreifen ca. 900 Euro. Mit Spinergy Laufrädern 400 Euro mehr – Sorry. Bei Interesse bitte melden.

Schöne Abend. Gute Nacht. Süße Träume.

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Premium Rush

Jörg, Olli, Björn und ich machten heute mal was anderes als immer Rad zu fahren: Rad zu gucken.

Wir trafen uns am Kino am Hauptbahnhof und wollten uns Premium Rush ansehen – Jörg hatte alles prima organisiert.

Ich war ziemlich aufgeregt, denn die meisten Leute kannte ich ja nur in kurzen Hosen und Gesichtumfassenden Brillen plus Sturzhelm – würde ich Jörg überhaupt erkennen? Es war dann doch einfacher als gedacht.

Björn hingegen hatte ungewollt einig Szenen aus dem Film bereits vor dem Film nachgespielt und sich dabei das Jochbein an einem Fiesta gebrochen. Olli hingegen musste sich am Samstag gegen einen Strom von Gladbachaffen durch den Hauptbahnhof kämpfen und ich hatte eine Anzahl repräsentativer Mützen mitgebracht, denn so ganz normal konnte man ja nicht in diesen Film gehen.

Schließlich war die gesamte Bremer Fixieszene da – alle Sieben. Vor dem Kino fuhren unglaubliche Kisten auf und ab. Eine hatte sogar keine Bremsen, ich hab das genau gesehen. Olli kaufte uns allen ein Bier und schwupp waren wir drin und der Film ging los.

Ich kann mich nicht mehr genau an de Handlung erinnern, es war sehr kompliziert, etwa wie „Im Namen der Rose“ oder bei „Drowning by Numbers„. Normalerweise mag ich so intellektuelles Zeuch ja nicht, da aber eine Menge Räder drin vorkamen und wilde Verfolgungsjagden durch New York City etwa 95% des Filmes ausmachten war ich doch sehr angetan. Ich will nicht die Spannung verderben Leute, aber keine Sorge, am Ende geht alles gut aus.

Die Hauptdarsteller sind ein Typ auf einem Fixie („I like to ride / Steel Frame / Fixed Gear / No brakes“ ist sein Mantra), ein Typ auf einem Rennrad (nicht so netter Kollege), ein Typ auf einem Trekkingrad (Polizist) und ein Typ in einem Auto (fieser Cop). Daneben gibt es noch ein paar Frauen im Radsport, ist aber nicht sooo wichtig für de Handlung.

Der Film ist in Englisch. Es ist nicht mehr das Englisch, was ich vor langen Jahren einmal in der Schule gelernt habe und manchmal kommt es mir sehr chinesisch vor. Das chinesisch in dem Film ist allerdings perfektes Mandarin-chinesisch, wie es die Eunuchen am Hofe des letzten Kaisers sprachen. Könnte glatt aus dem Schulbuch sein.

Nach dem Film sollte man nicht mit dem Rad nach Hause fahren. Eigentlich hätte wie bei Jackass nach jeder Szene ein Hinweis kommen sollen: „Don’t try this at home.“.

Ein vergnüglicher Abend. Zum Glück bin ich heil ins Bett bekommen.

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Panasonic PR-4000

Es gab eine Zeit, da war Japan erstens cool und zweitens arrogant.

Da war so Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger. Wirtschaftlich ging es immer schneller immer besser und die Möglichkeiten, so glaubte man, waren grenzenlos. Ein paar Jahre noch vielleicht, dann würde man die Vereinigten Staaten links überholen. Der Kaiserpalast war bereits mehr wert als ganz Kalifornien, für Tokyo bekam man die USA und für Osaka wäre vermutlich England, Frankreich und Madagaskar drin gewesen. Ausländer dienten zur Belustigung im Fernsehen, als Hostessen und zum Beibringen von Englisch, oder wie jemand der das tat mal sagte: „English is taught in the presence of Japanese.“

Tokyo war schrill und faszinierend, Geld war im Überfluss da, guter Geschmack eher weniger. Mein Chef drückte mir einen Gutschein für ein Taxi in die Hand der mich 80 km weiter zum Forschungslabor in der Provinz brachte und ihn bzw. die Firma 300 Euro kostete. Einmal war ich in einer Bar und pinkelte in ein Pissoir, das mit verschieden eingefärbten Eiswürfeln gefüllt war. Neue Gebäude wurden zunehmend mit Marmor verkleidet. Kurz, die Zeichen standen bereits auf Dekadenz und Untergang und da sich Geschichte immer wiederholt, zuerst als Tragödie, dann a ls Komödie, wird man das dann lustigerweise auch mit China in Zukunft beobachten können.

Die Achtziger / Neunziger waren ohnehin schrill wenn es um Frisuren und Farben ging. Aus dieser Epoche stammt dieser Panasonic PR-4000 Rahmen der vermutlich ursprünglich  mit Shimano 105SC 7-fach ausgerüstet war (im Steuersatz kann man noch den Produktionscode „OK“ sehen, was November 1990 bedeuten würde).

Ich habe heute schon einmal daran geputzt und gebastelt, es ist aber gut möglich, dass sich hier noch einiges ändern wird.

Der Rahmen selber ist aus Tange CroMo Seamless Tubes Double Butted, man schaue einmal hier für die Specs. Der Zustand ist nicht großartig aber OK, es gibt eine Menge Kratzer und leider auch eine kleine Delle am Oberrohr.  Gar nicht gefällt mir diese Unifork die aussieht wie bei einem MTB; am liebsten würde ich da etwas verchromtes, klassisches sehen.

Schön ist aber der Startnummernhalter am Oberrohr, so etwas hatte ich bislang noch nicht. Und die Bremszugführung am Oberrohr die offen verläuft ist durchdacht und sinnig.

Ein weiteres Highlight ist die in den Sitzstreben integrierte Klemmschraube für das Sattelrohr. Das sieht sehr schick aus, ist aber auch sehr speziell und wehe da geht man etwas kaputt.

Die Ausfallenden sind von Tange, das Innenlager ist BSA 68mm, es gibt keine Befestigung für einen Umwerfer, sondern es muss mit einer Schelle gearbeitet werden und die Schaltzugführung ist unter dem Innenlager. Befestigungen für Flaschenhalter am Sitz- und am Unterrohr.Typischer 90er Jahre Kram halt, wobei glaube ich, manche Menschen aber auch kein Freund von Anlötumwerfer sind, da diese abgerissen werden können. OK, aber dann macht ein integriertes Schaltauge hinten natürlich auch keinen Sinn.

Die Einstellschrauben sind übrigens neu, die alten waren verbogen. Zum Glück kann man ja so etwas noch bei Rose kaufen. Alles in allem sieht der Rahmen gut durchdacht und praktisch aus – aber eben nicht unbedingt schön. Das ist eben japanische Industriekunst a la Toyota und nicht italienisches Brickel-brackel a la Pegoretti.

Die Laufräder bleiben auf jeden Fall dran, das sind uralte Shimano Naben 600EX aus den Achtzigern mit dem alten Logo, Fettschmierungsöffnung und einer 6-fachen Uniglide Kassette. Darauf sind Mavic GP4 Schlaureifenfelgen mit recht rostigen Speichen verbunden. Die Gommitalia Champion Schlauchreifen sind neu mit Tufo Band verklebt. Das ist übrigens zu breit für die Felge und die klebrige Seite schaut auf beiden Seiten heraus. Geht das auch anders oder brauche ich Kitt?

Der  Rest der Teile ist erst einmal für das erste dran, oder „toriaizu“, wie man so schön in Japan sagt. Ich will aber möglichst viel Zeug aus meinen Kisten im Keller los werden. Und überhaupt ich muss mich von meiner Gruppitis erholen. In den letzten Monaten konnte ich es einfach nicht ertragen, wenn, sagen wir mal meine Bremshebel sehr schöne Shimano 600EX (6200) waren und dann aber Golden Arrow Schalthebel  (ebenfalls sehr schön) am Rahmen pappten. Nein, dann musste ich mir unbedingt bei Ebay sauteure Shimano 6200er Schalthebel kaufen. Ich denke diese Einstellung ist zumindestens für mich etwas bescheuert und vor allem: teuer.

Also kommt dran was mir gefällt und hier bahnt sich eine wilde Mischung aus Shimano, Suntour, Campagnolo, Gipiemme und Mavic an. Plus ein paar moderne und sinnvolle Teile. Ich hoffe ich bekomme diesen wunderschönen Suntour Umwerfer zum laufen, das ist nämlich etwas tricky a er mit der Außenhülle angesteuert wird.

Zudem ist da Teil wahnsinnig massiv, so dass es einmal gerade in den Zwischenraum zwischen Sattelrohr und Reifen passt. Ein 700 x 25C kann da nicht montiert werden.

Der Lenker wird vermutlich flach und kurz werden, ein Rennlenker ginge natürlich auch wäre aber deutlich langweiliger. Aber mal sehen, das ist ja das spannende am Radaufbau, man weiß am Anfang nicht genau was am Ende herauskommt und man kann immer noch hie rund da ein wenig tauschen.

Mein erstes, richtiges Rennrad war auch ein Panasonic, ich habe das September oder Oktober 1990 in Tokyo gekauft. Es war blau, vielleicht auch ein PR4000 und mit einer Shimano 600 Trikolore ausgestattet. Leider gibt es keine Bilder und so gegen 2001 wurde es mir leider geklaut. Heul.

 

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Preview : LOTUS BRITISH RACING GREEN M TYPE

Es begann alles vor ein paar Monaten, als ich auf E-Bay einen billigen Mirage Rahmen schoss. 

Das Mirage stellte sich als Minerva aus den Neunzigern heraus, eine mittelklassige belgische Radmarke, die auch heute noch existiert. Ab und an tauchen von denen Rahmen auf, die man immer an der „M“ Pantographie an der Sattelstrebe erkennt.

Es hat ziemlich lange gedauert bis etwas vernünftiges aus dem Rahmen gezaubert werden konnte, aber jetzt ist die erste Evolution so gut wie fertig. Morgen mehr Photos, heute nur ein paar Details.

Der Rahmen ist in British Racing Green lackiert. Oder in blankem Chrom. Schön kann man hier das Minerva M auf der Sattelstrebe in Gelb sehen. Züge sind „Racing-type“ mit schwarzen Drähten.

Ich weiß: Schöne Räder, morgen mehr davon. Absurder Lotus Racing Aufkleber, links davon einer der schönsten Umwerfer die ich kenne: Suntour Cyclone Mark II – leicht und präzise und mit genialer Zugführung. Bitte die British Racing Greene Endkappe des Zuges beachten – Stil kommt mit Details. Schwarze Schaltzüge.

Darunter Nitto Mod. 55 Rennlenker mit Ambrosio Vorbau. Der Lenker hat recht viel Raum nach vorne und bietet somit  eine Reihe von Positionen an. Außerdem ist er nur 380 mm schmal – das macht das Rad schön flundrig.

Hier noch einmal das Lotus M Type. Die Sattelstütze ist abwechselnd Grün und Geld ausgemalt. Die Muffen sind leicht mit Kampfspuren Gelb an den Rändern betont.

Neugierig? Morgen mehr dann.

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VERKAUFT: Milanetti Damenrennrad aus den Achtzigern

Das sollte eigentlich ganz anders werden:

Ich hatte das komplette Rad vor ein paar Monaten  im Forum gekauft und wollte es als Randonneur für eine japanische Freundin aufbauen. Mit Schutzblechen, Gepäckträger und Ortlieb Packtaschen für die großen Touren in jedem Wetter. Daraus wurde aber nichts und ich war ein wenig ratlos was ich mit dem Rad für wen machen sollte. Ich habe dann doch ein wenig Geld in die Hand genommen und es praktischer und „Artenreiner“ zu machen.


Schaltung und Antrieb sind und waren komplett Shimano Golden Arrow.

Der ursprünglich Zustand mit flachem Lenker hat mir gar nicht gefallen und so habe ich einen sehr kurzen (80mm) Nitto Vorbau mit einem sehr schönen Nitto Mod.55 Lenker verbunden und das ganze mit Shimano 600 Bremshebel versehen. Die Gummis dafür sind neu von Dia Compe und passen nicht perfekt aber gut genug. Auch die Bremszangen sind nun von Golden Arrow – ich hatte die Ewigkeiten in der Schublade und wollte die nie benutzen. Nicht zuletzt ist die Bremsleistung ist, der Zeit angemessen, bescheiden. Ehrlich gesagt genauso wie der Altenburger Schund der da dran war.


Der Sattel ist ein neuer schwarzer Charge Spoon Damensattel der klassisch genug aussieht und dennoch bequem ist.

Die Pedalen sind schwarze MKS Stream; die sehen nicht nur gut aus (notfalls kann man auch Haken montieren) sondern sind auch von beiden Seiten fahrbar, sehr stabil und sehr schmal. Eigentlich die idealen, praktischen Pedalen für wenig Geld.

Die Laufräder sind alte Shimano Naben mit Mavic Modul E2 Drahtreifenfelgen und schwarz-weißen Vittoria Rubino Reifen.Vorher waren da Mavic GP-4 Schlauchreifenfelgen dran, das finde ich aber für ein Damenrennrad sehr unpraktisch.

Farblich ist das Hauptthema Grau (Rahmen) und Silber (Züge, Chrom) mit ein paar gelben Akzenten (Sattelstütze, Muffen, Schalthülle, Zugenden, Kettenblattschraube). Zunächst wollte ich viel mehr „Gelb“ an das Rad bekommen, aber das sah einfach nicht gut aus.


Ich muss mir nun überlegen, ob ich warte bis in ein paar Jahren meine Tochter die notwendige Größe für das Milanetti erreicht hat, aber ob ich es doch verkaufe. Wenn jemand stark interessiert ist möge er sich melden. Ich denke es ist eine gute Basis, um davon zu träumen im Frühling mit der Freundin gemeinsam durch die Natur zu fahren.

Und gerade habe ich noch einmal nachgelesen, wie ich mir vorgestellt habe, dass das Rad werden sollte. Die Campagnolo Veloce Bremsen, die ich auch gekauft habe, machen wirklich viel Sinn, sehen aber leider nicht zeitgerecht aus. Auch das gekapselte Innenlager wäre gut gewesen, da gab es aber einige technische Schwierigkeiten. Und dann hatte ich zunächst den rechten Schalthebel an den Vorbau gebaut, denn es ist unpraktisch so tief an den Rahmen zum schalten zu greifen. Das war ein hübsches Experiment, brachte aber auch nicht so wahnsinnig viel.

Am nächsten Wochenende werde ich mich um ein paar Kleinigkeiten kümmern, dann dürfte es fertig sein. Wenn jemand  ganz heftig interessiert sein sollte: für 600 Euro würde ich mich von dem hübschen Dinge trennen.

 

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Wer sein Rad liebt zerstört es.

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von | 21. Oktober 2012 · 12:48

Nur in Japan.

Oh Gott. Das Kaiser  Wilhelm II Team von Alemania Aachen? Ich glaube es nicht: Das ist das koreanische Nationalteam.

1:16: Robbie McEwen FUN Club !

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Cinelli Supercorsa.

Cinelli Supercorsa. Menschen hören diese beiden Worte, denken an „Rot“ und bekommen Mikroorgasmen.

Ja, denn so ein Supercorsa zu besitzen ist schon etwas so wie ein Porsche 911 oder ein Mercedes mit Flügektüren. Man kauft eins der ikonischen Räder des letzten Jahrhunderts. Warum Cinelli sooooo beliebt ist, ist mir nicht so klar, aber ich war auch nicht von Anfang an dabei. Ich finde ein Basso Loto mindestens genauso gut.

L’Eroica Cycles verkauft nun für viel Geld und sehr kleine Frauen ein Supercorsa Donna.

 

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Herbstzeit. Jagdzeit.

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von | 19. Oktober 2012 · 09:50

Rennräder und Rennwagen. Steve McQueen

Steve McQueen, so finde ich, war ein Supertyp. Ich kann mich noch an den Tag erinnern als er starb und ich in „Aspekte“ auf dem ZDF einen Beitrag über ihn sah. Es gab eine Filmszene mit einem Jungen und Murmeln und Steve McQueen erklärt ihm den Sinn des Lebens. Der Sinn des Lebens ist weder Rennwagen zu fahren, noch Rennrad zu fahren. Beides trägt dazu bei die Freunde am Leben zu erhalten, um dabei den Sinn zu finden. Ich denke, solche Gedanken können einem auch nur in Berlin nach einer Woche Kongress kommen.

Rennwagen tauchen, im Gegensatz zu Rennrädern, in diesem Blog sehr viel seltener auf. Hier aber ein sehr schönes Video, dass ich von seiner Sinn- und Zielsetzung einfach sehr lustig finde:

Es versucht dem Betrachter zu vermitteln, dass ein für die Straße zugelassener Porsche 962C ein ganz normales und perfektes Auto für den täglichen Straßenverkehr ist. Auf japanisch übrigens noch lustiger im Ausdruck. Mann kann damit, zum Beispiel nachts um eins zum nächsten Convenience Store fahren und sich eine Büchse Red Bull kaufen.

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